DE250998C - - Google Patents
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- DE250998C DE250998C DENDAT250998D DE250998DA DE250998C DE 250998 C DE250998 C DE 250998C DE NDAT250998 D DENDAT250998 D DE NDAT250998D DE 250998D A DE250998D A DE 250998DA DE 250998 C DE250998 C DE 250998C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21C—PROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
- C21C1/00—Refining of pig-iron; Cast iron
- C21C1/06—Constructional features of mixers for pig-iron
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 250998 KLASSE 18δ. GRUPPE
Bei den bekannten Kippvorrichtungen für Roheisenmischer und andere metallurgische
Gefäße, bei denen das Kippgefäß durch eine an letzterem angreifende, mittels eines Getriebes
in Bewegung gesetzte Gewindespindel hin und her gekippt wird, macht sich der,
Mangel geltend, daß die an dem Kippgefäß angreifende Stange zwar den Kippbewegungen
dieses Gefäßes um seine Drehachse, jedoch
ίο nicht seitlichen Verschiebungen dieses Gefäßes
in der Richtung seiner Drehachse folgen kann, Diese seitlichen Verschiebungen können einerseits
durch die Ausdehnung der Gefäßwände infolge der Wärme, anderseits durch das nicht
immer zu vermeidende seitliche Hin- und Herwandern des Kippgefäßes bei seiner Wälzbewegung
auf den Tragrollen hervorgerufen werden. Kann die an dem Kippgefäß angreifende Stange den seitlichen Verschiebungen
dieses Gefäßes nicht folgen, so findet eine schädliche Erhöhung der Reibung in den
Lagern der zum Antrieb des Kippgefäßes dienenden Teile statt, und es kann sogar ein
Festklemmen oder Zerbrechen dieser Teile eintreten. Bei den in neuerer Zeit ständig
wachsenden Abmessungen der kippbaren metallurgischen Gefäße vergrößert sich auch der
Betrag der seitlichen Verschiebungen des Kippgefäßes, so daß die vorher genannten schädliehen
Einflüsse auf die zu seinem Antrieb dienenden Teile noch erhöht werden.
Durch die Erfindung wird bezweckt, die erwähnten Übelstände durch Einschaltung eines
Kreuzgelenks in die Kippvorrichtung zu beseitigen, so daß ähnlich wie durch die bei
bekannten hydraulischen Kippvorrichtungen verwendeten Kugelgelenke ein unbehindertes
Ausschwingen der an das Kippgefäß angreifenden Spindel nach allen Richtungen ermöglicht
ist. Die Erfindung besteht darin, daß die Gewindespindel durch ein drehbares, mit ihr
in gleicher Achsenrichtung liegendes, gegen achsiale Verschiebung gesichertes Glied angetrieben
wird, das mit Drehzapfen versehen ist, welche rechtwinklig zur Spindelachse angeordnet
und durch eine Führung in einem durch die Antriebsvorrichtung in Drehung zu setzenden,
ortsfest gelagerten Gliede derartig beweglich gelagert sind, daß sie durch letzteres
Glied mitgenommen werden und ein freies Ausschwingen der Gewindespindel nach allen
Richtungen, gestatten. Bei dieser Einrichtung kann die Gewindespindel nicht nur den Schwingbewegungen,
sondern auch seil liehen Verschiebungen des Kippgefäßes unbehindert
folgen, so daß auch bei Kippgefäßen von großen Abmessungen Betriebsstörungen durch
Festklemmen oder Zerbrechen der zum Antrieb des Kippgefäßes dienenden Teile sicher vermieden
werden.
In der Zeichnung sind zwei verschiedene Ausführungsformen der neuen Kippvorrichtung
dargestellt.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt durch die eine Ausführungsform der Kippvorrichtung.
Fig. 2 ist ein wagerechter Schnitt durch die Kippvorrichtung nach der Linie A-B der
Fig. i.
Fig. 3 stellt die Gewindespindel und die mit ihr unmittelbar verbundenen Teile der Kippvorrichtung
nach Fig. ι in der Längsrichtung der Motorwelle gesehen dar.
Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt durch eine andere Ausführungsform der Kippvorrichtung.
Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt durch eine andere Ausführungsform der Kippvorrichtung.
Fig. 5 ist eine Oberansicht des ah dem Kippgefäß angeordneten Kreuzgelenks nach
Fig. 4.
Das Mischergefäß 1 ist in üblicher Weise mittels Rollbahnen 2 (Fig. 1) auf Rahmen 3
drehbar gelagert. Am Umfang des Mischergefäßes ι ist ein Bock 4 angebracht, dessen
beide Arme 5 (Fig. 3) den einen Zapfen 6 eines Kreuzgelenks tragen. Der andere, rechtwinklig
zu dem Zapfen 6 liegende Kreuzgelenkzapfen 7 ist an dem oberen, gabelförmigen Kopf einer
Gewindespindel 8 angeordnet. Die beiden Zapfen 6 und 7 sind in einem Verbindungsstück
9 drehbar.
Der untere, mit Gewinde versehene Teil der Spindel 8 ist durch die mit entsprechendem
Gewinde versehene Bohrung einer Mutter 10 hindurchgeführt. Diese Mutter 10 ist in einer
inneren Hülse 11 befestigt, die in einer äußeren, aus drei zusammengeschraubten Teilen 12, 13,
14 bestehenden Hülse 15 angeordnet ist. Der mittlere Hülsenteil 13 ist als Schneckenrad
ausgebildet. Mit den Teilen 12, 14 ist die äußere Hülse 15 in Lagerbüchsen 16, 17 drehbar.
Die Lagerbüchse 16 ruht in einem Rahmen 18, der am oberen Ende eines feststehenden
Gehäuses 19 durch den losschraubbaren „35 Deckel 20 dieses Gehäuses festgeklemmt ist,
während die Lagerbüchse 17 am unteren Ende des Gehäuses 19 befestigt ist. Die Achsialdrücke
der Hülse 15 werden durch Kugellager 21 aufgenommen.
Am oberen und unteren Ende der inneren Hülse 11 ist je ein kugeliges Lagerstück 22
angebracht. Die beiden Lagerstücke 22 können nach allen Richtungen an entsprechend kugeligen
Lagerschalen 23 gleiten, welche im Innern der äußeren Hülse 15 an dieser befestigt sind
und die von der Mutter 10 ausgeübten Achsialdrücke aufnehmen. Die innere Hülse 11 ist
ferner in der Mitte an diametral entgegengesetzten Stellen ihres Umfanges mit Zapfen 24
versehen, deren Achse rechtwinklig zur Achse der Spindel 8 gerichtet ist. Die Zapfen 24
sind in Gleitschuhen 25 (Fig. 3) von quadratischem Querschnitt drehbar, die zwischen nach
innen gerichteten Führungen 26 der äußeren Hülse 15 senkrecht verschiebbar sind.
Die Zapfen 24 mit den zwischen den. Führungen 26 verschiebbaren Gleitschuhen 25
stellen zusammen mit den an den kugeligen Lagerschalen 23 gleitenden, kugeligen Lagerstücken
22 ein zur Verbindung der inneren Hülse 11 und der Mutter 10 mit der äußeren
Hülse 15 dienendes Kreuzgelenk dar, welches eine Schrägstellung der inneren Hülse 11 und
der Mutter 10 und damit auch der Gewindespindel 8 nach allen Richtungen gestattet und
trotzdem die Hülse 11 und die Mutter 10
zwingt, an der Drehung der äußeren Hülse 15 teilzunehmen. Die Höhlungen 27, die durch
die Bohrungen der kugeligen Lagerschalen 23, der Hülse 15 und des Deckels 20 bzw. der
Grundplatte des Gehäuses 19 gebildet werden, sind genügend groß gewählt und nach außen
hin erweitert, um ein ungehindertes Ausschwingen der Spindel 8 nach allen Richtungen
zu gestatten. ·
Mit dem Schneckenrad 13 steht die Schnecke 28 (Fig. 2) einer Welle 29 in Eingriff, die durch
einen Elektromotor 30 oder eine beliebige andere Kraftquelle in Drehung gesetzt wird.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende:
Bei der Drehung des Elektromotors 30 (Fig. 1) in der einen oder anderen Richtung wird durch
die auf der Welle 29 sitzende, in das Schneckenrad 13 greifende Schnecke 28 (Fig. 2) die äußere
Hülse 15 in Umdrehung gesetzt. Hierbei wirken die im Innern dieser Hülse 15 vorgesehenen
Führungen 26 gegen die Gleitschuhe 25 der an der inneren Hülse 11 sitzenden Zapfen
24, so daß auch diese Hülse 11 und die in ihr befestigte Mutter 10 gedreht werden. Durch
die Drehung der Mutter 10 in der einen oder anderen Richtung wird die. Gewindespindel 8
auf- oder abwärts bewegt, so daß sie dem Mischergefäß 1 in der einen oder anderen
Richtung eine Kippbewegung erteilt.
Da durch das vorher beschriebene, die innere Hülse 11 mit der äußeren Hülse 15
verbindende Kreuzgelenk bei der Drehung dieser Hülse 15 ein Ausschwingen der inneren ioo
Hülse 11 sowie der Mutter 10 und der Spindel 8 nach allen Richtungen gestattet ist, während
anderseits auch das den oberen Teil der Spindel 8 mit den Armen 5 verbindende Kreuzgelenk
6, 7, 9 eine Schrägstellung der Spindel 8 nach allen Richtungen zuläßt, kann diese
Spindel 8 nicht nur ungehindert bei den Kippbewegungen des Mischergefäßes 1 in einer senkrecht
zu dessen Achse liegenden Ebene schwingen, sondern auch ungehindert seitlichen Ver- no
Schiebungen des Mischergefäßes 1 folgen, die durch in dessen Achsenrichtung stattfindende
Ausdehnungen der Gefäßwände hervorgerufen werden. Die in der Gewindespindel 8 auftretenden
Zug- und Druckkräfte wirken in jeder Stellung des Mischergefäßes 1 zentral
von Mitte zu Mitte der Angriffs st eilen.
Die vorher beschriebene Einrichtung ergibt den Vorteil, daß bei seitlichen Verschiebungen
des Mischergefäßes 1 eine schädliche Erhöhung der Reibung in den Lagern der dieses Mischergefäß
antreibenden Teile und ein Festklemmen
oder Zerbrechen dieser Teile sicher vermieden wird.
Die Drehung der Mutter io kann statt durch
ein Schneckengetriebe 13, 28 auch durch ein Kegelrad- oder beliebiges anderes Getriebe erfolgen.
·
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 und 5 wird das Mischergefäß 1 statt durch eine hin
und her bewegliche Gewindespindel durch eine drehbare Gewindespindel 31 hin und her gekippt.
Die Gewindespindel 31 ist mit ihrem oberen, mit Gewinde versehenen Teil durch eine mit
entsprechendem Innengewinde versehene Mutter 32 hindurchgeführt, die durch ein Kreuzgelenk
mit den Armen 5 des am Mischergefäß 1 befestigten Bockes 4 verbunden ist. Zu diesem
Zwecke sind an der Mutter 32 Lagerstücke 33 befestigt, die auf Zapfen 34 drehbar sind. Die
Zapfen 34 sitzen an einem Ringstück 35, in dem rechtwinklig zu den Zapfen 34 versetzte,
an den Armen 5 befestigte Zapfen 36 drehbar sind.
Das untere Ende der Spindel 31 ist mittels einer Mutter 37 in einer inneren Hülse 38 festgeschraubt,
die der oben beschriebenen Hülse 11 (Fig. 1) entspricht und mit kugeligen Lagerstücken
39 versehen ist. Diese Lagerstücke 39 gleiten an kugeligen Lagerstücken 40 einer
zweiteiligen äußeren Hülse 41, die der oben beschriebenen Hülse 15 ähnelt und ebenfalls
mit einem von einem Elektromotor o. dgl. aus durch eine Schnecke 42 angetriebenen
Schneckenrad 43 sowie mit inneren Führungen 44 versehen ist, in welchen die auf den Zapfen 45 der inneren Hülse 38 drehbaren
Gleitschuhe 46 verschiebbar sind. Die äußere Hülse 41 ist ähnlich, wie oben beschrieben, in
einem feststehenden, mit einem Deckel 47 versehenen Gehäuse 48 drehbar und durch Kugellager
49 gegen achsiale Bewegung gesichert. Die Wirkungsweise der Ausführungsform nach
Fig. 4 und 5 entspricht im wesentlichen der Wirkungsweise der in Fig. 1 bis 3 dargestellten
Ausführungsform, und es wird nur die Gewindespindel 31 durch die Hülse 38 nicht hin
und her bewegt, sondern gedreht, so daß die Mutter 32 auf und ab bewegt und dadurch
das Mischergefäß 1 hin und her gekippt wird.
Claims (2)
1. Kippvorrichtung für metallurgische Gefäße, insbesondere für Roheisenmischer,
bei welcher das Kippgefäß durch eine an letzterem angreifende Gewindespindel hin
und her gekippt wird, die mittels eines Getriebes in Bewegung gesetzt wird, in das ein Kreuzgelenk eingebaut ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gewindespindel (8 bzw. 31) durch ein drehbares, mit ihr in
gleicher Achsenrichtung liegendes, gegen achsiale Verschiebung gesichertes Glied (10,
11 bzw. 38) angetrieben wird, das mit Drehzapfen (24 bzw. 45) versehen ist, welche
rechtwinklig zur Spindelachse angeordnet und durch eine Führung (26 bzw. 44) in einem durch die Antriebsvorrichtung in
Drehung zu setzenden, ortsfest gelagerten Gliede (15 bzw. 41) derartig beweglich gelagert
sind, daß sie durch letzteres Glied mitgenommen werden und ein freies Ausschwingen
der Gewindespindel nach allen Richtungen gestatten.
2. Kippvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindespindel
(8 bzw. 31) durch eine innere Hülse (11 bzw. 38) bewegt wird, die in einer
äußeren, in einem feststehenden Gehäuse (ig bzw. 48) drehbaren Hülse (15 bzw. 41)
durch kugelige Lagerstücke (22, 23 bzw. 39, 40) gegen achsiale Verschiebung gesichert
und mit auf Zapfen (24 bzw. 45) drehbaren Gleitschuhen (25 bzw. 46) versehen ist, welche in inneren, senkrechten
Führungen (26 bzw. 44) der äußeren Hülse (15 bzw. 41) gleiten, so daß die innere
Hülse von der äußeren Hülse bei der Drehung der letzteren mitgenommen wird und sich unabhängig von ihr nach allen
Richtungen schrägstellen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250998C true DE250998C (de) |
Family
ID=509472
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250998D Active DE250998C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250998C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745942C (de) * | 1940-02-17 | 1944-05-30 | Siemens Ag | Vorrichtung zum Drehen oder Kippen eines mit einer waagerechten Achse verbundenen Behaelters, insbesondere Schmelzofens |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745942C (de) * | 1940-02-17 | 1944-05-30 | Siemens Ag | Vorrichtung zum Drehen oder Kippen eines mit einer waagerechten Achse verbundenen Behaelters, insbesondere Schmelzofens |
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