DE250995C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21C—PROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
- C21C1/00—Refining of pig-iron; Cast iron
- C21C1/06—Constructional features of mixers for pig-iron
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 250995 KLASSE 18 h. GRUPPE
Bei den bekannten Kippvorrichtungen für Roheisenmischer und andere metallurgische Gefäße,
bei denen das Kippgefäß durch eine an letzterem angreifende, mittels eines Getriebes in
Bewegung gesetzte Zahnstange oder Gewindespindel hin und her gekippt wird, macht sich
der Mangel geltend, daß die an dem Kippgefäß angreifende Stange zwar den Kippbewegungen
dieses Gefäßes um seine Drehachse, jedoch nicht
ίο seitlichen Verschiebungen dieses Gefäßes in der
Richtung seiner Drehachse folgen kann. Diese seitlichen Verschiebungen können einerseits
durch die Ausdehnung der Gefäßwände infolge der Wärme und anderseits durch das nicht
immer zu vermeidende seitliche Hin- und Herwandern des Kippgefäßes bei seiner Wälzbewegung
auf den Tragrollen hervorgerufen werden. Kann die an dem Kippgefäß angreifende Stange
den seitlichen Verschiebungen dieses Gefäßes nicht folgen, so findet eine schädliche Erhöhung
der Reibung in den Lagern der zum Antrieb des Kippgefäßes dienenden Teile statt, und es
kann sogar ein Festklemmen oder Zerbrechen dieser Teile eintreten. Bei den in neuerer Zeit
ständig wachsenden Abmessungen der kippbaren metallurgischen Gefäße vergrößert sich
auch der Betrag der seitlichen Verschiebungen des Kippgefäßes, so daß die vorher genannten
schädlichen Einflüsse auf die zu seinem Antrieb dienenden Teile noch erhöht werden.
Durch die Erfindung wird bezweckt, die erwähnten Übelstände durch Einschaltung eines
Kreuzgelenks in die Kippvorrichtung zu beseitigen, so daß ähnlich wie durch die bei bekannten
hydraulischen Kippvorrichtungen verwendeten Kugelgelenke ein unbehindertes Ausschwingen
der an das Kippgefäß angreifenden Zahnstange oder Gewindespindel nach allen Richtungen ermöglicht ist. Die Erfindung besteht
darin, daß das zum Antrieb der ZahnT
stange oder der Gewindespindel dienende Getriebe mit einem an dem einen Rahmen des
Kreuzgelenks gelagerten Zwischenkegelrad versehen ist, durch welches einerseits ein zur Bewegung
der Zahnstange oder der Gewindespindel dienendes Zahnrad in Drehung gesetzt wird .
und welches anderseits mit einem Antriebsrad in Eingriff steht, das gleichachsig zu den in einem
feststehenden Sockel drehbaren Zapfen des Kreuzgelenkrahmens gelagert ist. Diese Einrichtung
gestattet, daß die an dem Kippgefäß angreifende Zahnstange oder Gewindespindel nicht nur den Schwingbewegungen,
sondern auch seitlichen Verschiebungen des Gefäßes unbehindert folgt. Auf diese Weise
werden auch bei Kippgefäßen von großen Abmessungen Betriebsstörungen durch Festklemmen
oder Zerbrechen der zum Antrieb des Kippgefäßes dienenden Teile sicher vermieden.
In der Zeichnung sind zwei verschiedene Ausführungsformen der neuen Kippvorrichtung
in Verbindung mit einem Roheisenmischer dargestellt.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt nach der
Linie I-K der Fig. 2 durch die eine Ausführungsform
der neuen Kippvorrichtung, bei der an dem Mischergefäß eine durch ein Zahnrad hin
und her bewegte Stange angreift.
Fig. 2 ist ein wagerechter Schnitt durch die Vorrichtung nach der Linie L-M der Fig. i.
ίο Fig. 3 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung
und zeigt einige Teile im senkrechten Schnitt nach der Linie N-O der Fig. 2.
Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie P-Q der Fig. 5 durch eine andere Ausführungsform
der neuen Kippvorrichtung, bei der das Mischergefäß durch eine drehbare Schraubenspindel hin und her bewegt wird.
Fig. 5 ist ein wagerechter Schnitt durch die Vorrichtung nach der Linie R-S der Fig. 4.
Fig. 6 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung und zeigt einige Teile im Schnitt nach der
Linie T- U der Fig. 5.
Fig. 7 ist ein Schnitt durch die Vorrichtung nach der Linie V-W der Fig. 4.
Bei den beiden in Fig. 1 bis 3 einerseits und in Fig. 4 bis 7 anderseits dargestellten Ausführungsformen
ist das Mischergefäß 1 (Fig. 1 und 3) in üblicher Weise mittels Rollbahnen 2 auf
Böcken 3 drehbar gelagert, die auf dem Fundament 4 ruhen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 3 ist der Deckel 5 des Mischergefäßes 1 mit
einem Zapfen 6 versehen, an welchem eine Zahnstange 45 in unten beschriebener Weise angreift.
Die Zahnstange 45 besteht aus zwei flachen Stangen 46, zwischen denen eine Reihe Bolzen
47 festgenietet ist. Am oberen Ende der Zahnstange 45 ist ein zweiteiliger Kopf 48 vorgesehen,
der mit einer zweiteiligen, um das kugelige Lagerstück 8 des Mischergefäßzapfens 6
nach allen Richtungen drehbaren Lagerschale 49 versehen ist, die mit dem Lagerstück 8 ein
Kugelgelenk bildet.
Die Zahnstange 45 ist am unteren Ende durch einen zweiteiligen inneren Rahmen 51 hindurchgeführt,
der mittels zweier Hohlzapfen 52 in Lagern 53 eines äußeren Rahmens 54 drehbar ist.
In den Hohlzapfen 52 ruht eine Welle 55, auf der im Innern des Rahmens 51 ein in die
Zahnstange 45 greifender Zahntrieb 56 befestigt ist. In dem Rahmen 51 sind außerdem Führungsrollen
57 gelagert, durch welche die Zahnstange 45 mit dem Zahntrieb 56 in Eingriff gehalten
und eine Drehung dieser Zahnstange 45 um ihre Längsachse verhindert wird.
Der äußere Rahmen 54 ist mit zwei Zapfen 58 versehen, die rechtwinklig zu den beiden
Zapfen 52 des inneren Rahmens 51 angeordnet und in Lagern 60 eines auf dem Fundament 4
befestigten Sockels 61 drehbar sind. Die beiden Rahmen 51,54 bilden daher ein Kreuzgelenk,
durch das die Zahnstange 45 und der Zahntrieb 56 am Sockel 61 gelagert sind und das ein unbehindertes
Ausschwingen der Zahnstange 45 und des Zahntriebes 56 um diesen Sockel 61
nach allen Richtungen gestattet.
Der Sockel 61 ist mit einer Aussparung 62 versehen, an die sich unten ein im Fundament 4
vorgesehener Schacht 63 anschließt, so daß sich die Zahnstange 45 unbehindert abwärts bewegen
kann.
Auf einer Verlängerung 64 des einen Zapfens 58 ist ein Schneckenrad 65 drehbar, das durch
eine an der Verlängerung 64 befestigte Scheibe 66 gegen achsiale Verschiebung gesichert ist.
In eine an dem Schneckenrad 65 vorgesehene kegelförmige Verzahnung 67 greift ein Kegelrad
69, das auf dem an dem einen Hohlzapfen 52 vorstehenden Ansatz 59 der . Welle 55 befestigt
ist. Mit dem Schneckenrad 65 steht eine Schnecke 70 (Fig. 1) in Eingriff, die auf einer
mit einem Elektromotor oder einem sonstigen Antriebsmotor verbundenen, von geeigneten
feststehenden Lagern getragenen Welle 71 sitzt. Beim Schwingen der beiden Rahmen 51 und 54
um ihre Zapfen 52 bzw. 58 bleibt der Zahntrieb 56 stets mit der Zahnstange 45 und das Kegelrad
69 stets mit der Verzahnung 67 in Eingriff.
Beim Betriebe der beschriebenen Kippvorrichtung wird durch Drehung der Welle 71 (Fig. 1)
in der einen oder anderen Richtung das Schneckenrad 65 mittels der Schnecke 70 in
Drehung gesetzt, so daß es durch seine kegelförmige Verzahnung 67 das Kegelrad 69 antreibt.
An der Drehung dieses Kegelrades 69 nimmt der Zahntrieb 56 teil, durch den die Zahnstange 45 auf oder nieder bewegt und hierdurch
das Mischergefäß 1 in der einen oder anderen Richtung gekippt wird.
Die Zahnstange 45 kann sich mit Rücksicht auf das an ihrem oberen Ende angeordnete
Kugelgelenk 8, 49 (Fig. 3) und das an ihrem unteren Teil vorgesehene Kreuzgelenk 51,54
(Fig. 2) nach allen Richtungen schrägstellen, so daß sie nicht nur den Kippbewegungen, sondern
auch seitlichen Verschiebungen des Mischergefäßes ι folgen kann.
Bei der in Fig. 4 bis 7 dargestellten Kippvorrichtungist an dem Deckel 5 des Mischergefäßes 1110
mittels Schrauben 72 ein Rahmen 73 befestigt, an dem eine Schraubenmutter 74 mittels eines
Kreuzgelenkes gelagert ist. Dieses Kreuzgelenk besteht aus zwei ineinander angeordneten Rahmen
75,76 (Fig. 7), von denen der äußere Rahmen 75 mit nach außen gerichteten Zapfen
77 und mit rechtwinklig zu letzteren angeordneten, nach innen gerichteten Zapfen 78 versehen
ist. Die äußeren Zapfen 77 sind in Lagerarmen 79 des am Mischergefäß deckel 5 sitzen-
Claims (2)
1. Kippvorrichtung für metallurgische Gefäße, insbesondere für Roheisenmischer,
bei welcher das Kippgefäß durch eine an letzterem angreifende Zahnstange oder Gewindespindel
hin und her gekippt wird, die mittels eines Getriebes in Bewegung gesetzt
wird, in das ein Kreuzgelenk eingebaut ist, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Antrieb
der Zahnstange (45) oder der Gewindespindel (81) dienende Getriebe mit einem an
dem einen Rahmen (54 bzw. 83) des Kreuzgelenks gelagerten Zwischenkegelrad (69 bzw. 96) versehen ist, durch welches einerseits
ein zur Bewegung der Zahnstange oder der Gewindespindel dienendes Zahnrad (56 bzw. 95) in Drehung gesetzt wird und welches
anderseits mit einem Antriebsrad (65 bzw. 99) in Eingriff steht, das. gleichachsig zu den in
einem feststehenden Sockel (61 bzw. 82) drehbaren Zapfen (58 bzw. 85, 86) des Kreuzgelenkrahmens
(54 bzw. 83) gelagert ist, so daß die Zahnstange bzw. Gewindespindel unbehindert nach allen Richtungen schwingen
kann.
2. Kippvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die das Kippgefäß
(1) hin und her bewegende Zahnstange (45) in dem inneren von zwei kreuzgelenkartig
ineinander angeordneten Rahmen (51, 54) geführt ist und das in diese Zahnstange
(45) greifende Zahnrad (56) auf einer Welle (55) sitzt, die in den hohl ausgebildeten,
im äußeren Rahmen (54) gelagerten Zapfen (52) des inneren Rahmens (51) drehbar
ist und an dem aus dem einen Hohlzapfen (52) herausragenden Ende das mit dem Antriebsrad (65) in Eingriff stehende
Zwischenkegelrad (69) trägt.
.3. Kippvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die das Kippgefäß
(1) hin und her bewegende Gewindespindel (81) am unteren Ende einen Spur-
zapfen (92) trägt, der in dem inneren von zwei kreuzgelenkartig ineinander angeorddeten
Rahmen (83, 84) gelagert ist, von denen der äußere mit einer Nabe (97) versehen ist, die rechtwinklig in bezug auf die
in einem feststehenden Sockel (82) drehbaren Zapfen (85, 86) des äußeren Rahmens (83)
angeordnet, und auf welcher das Zwischenkegelrad (96) drehbar ist, das einerseits mit
dem Antriebsrad (99) und anderseits mit dem auf der Gewindespindel (81) sitzenden
Kegelrad (95) in Eingriff steht.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250995C true DE250995C (de) |
Family
ID=509469
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250995D Active DE250995C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250995C (de) |
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- DE DENDAT250995D patent/DE250995C/de active Active
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