DE250939C - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B42—BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
- B42D—BOOKS; BOOK COVERS; LOOSE LEAVES; PRINTED MATTER CHARACTERISED BY IDENTIFICATION OR SECURITY FEATURES; PRINTED MATTER OF SPECIAL FORMAT OR STYLE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; DEVICES FOR USE THEREWITH AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; MOVABLE-STRIP WRITING OR READING APPARATUS
- B42D9/00—Bookmarkers; Spot indicators; Devices for holding books open; Leaf turners
- B42D9/04—Leaf turners
- B42D9/06—Leaf turners having an arm reset after each operation
- B42D9/065—Leaf turners having an arm reset after each operation magnetically or pneumatically actuated
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Notenblattwender, dessen Wesen darin
besteht, daß das umzuwendende Blatt, nachdem es von einem durch Luftdruck bewegten,
mit einem Klebmittel versehenen Hebel in bekannter Weise abgehoben ist, sodann vermittels
einer durch eingelassene Druckluft von der Seite her sich aufrollenden Zunge gewendet
wird.
ίο ' Der Betrieb der Vorrichtung kann durch
einen beispielsweise mittels des Fußes bewegten Blasebalg oder auch durch andere gleichwertige
Mittel erfolgen.
In den Zeichnungen ist der Erfmdungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar
zeigt:
Fig. ι den Blattwender in Draufsicht,
Fig. 2 denselben in Vorderansicht mit dem Blasebalg im Schnitt,
Fig. 3 eine Seitenansicht,
Fig. 3 eine Seitenansicht,
Fig. 4 das Ventilkästchen im Horizontalschnitt durch seinen Druckraum nach der,
Linie a-a der Fig. 5,
Fig. 5 dasselbe nach Abnahme seiner Vorderwand,
Fig. 6 einen senkrechten Schnitt durch dasselbe nach der Linie b-b der Fig. 5, in der
Richtung der bezüglichen Pfeile gesehen,
Fig. 7 einen senkrechten Schnitt nach der Linie c-c der Fig. 5,
Fig. 8 einen ebensolchen nach Linie d-d der Fig. 5 und
Fig. 9 denselben Schnitt bei anderer Stellung der Ventile.
An einer zum Auflegen der Notenhefte dienenden, buchartig zusammenklappbaren Rückwand
i, die auf das Notenpult einfach aufgestellt wird, ist von der Seite her in Bügel 2
ein Arm 3 eingeschoben, der am äußeren Ende ein Ventilkästchen 4 trägt. Letzteres
steht durch einen Schlauch 5 mit dem vermittels eines Fußes zu betreibenden Blasebalg
6 in Verbindung. Die Außenluft tritt durch die Öffnungen 7 ein und gelangt durch
die mit einer Klappe versehene öffnung 8 in den unterhalb der Trittplatte 9 befindlichen
Saugraum. Beim Abwärtsdrücken der letzteren schließt sich Öffnung 8 und die Luft wird
durch andere Öffnungen 10 in den Balg 11 getrieben, in welchem die Luft durch eine
auf ihn wirkende Feder 12 komprimiert wird. Die erzeugte Druckluft tritt durch eine Öffnung
13 aus und gelangt durch den Schlauch 5 in das Ventilkästchen 4.
Letzteres besitzt einen nach außen dicht abgeschlossenen Druckraum 14 (Fig. 4 und 5)
und einen mit der Außenluft durch einen Spalt kommunizierenden Abströmraum 15. Die
abnehmbare, luftdicht aufgesetzte Vorderwand
16 ist an ihrer Außenfläche mit einer Ver-Senkung versehen, in welcher eine Membran
17 Aufnahme findet, die an ihren Rändern durch Leder o. dgl. mit den vorstehenden Rändern
der Vorderwand 16 luftdicht verbunden ist.
An der Membran ist bei 18 ein Doppelhebel 19 angelenkt, der an einem am Kästchen 4
festsitzenden Arm bei 20 drehbar gelagert ist. Der Hebel ist schräg aufwärts gebogen (Fig. 2)
und trägt am Ende eine Druckplatte 21, die mit einer Federklemme 22 versehen ist, um
einen leicht klebenden Stoff an der Platte 21
befestigen zu können. Bei Verdrehung des Hebels legt sich die Platte mit dem klebenden
Stoff auf das rechts befindliche oberste Notenblatt, welches beim Rückgang des Hebels
angehoben wird. Damit zuverlässig nur das oberste Blatt hierbei gehoben wird, ist eine
ganz leicht auf die Notenblätter drückende Drahtfeder 23 (Fig. 1 und 2) vorgesehen, die
ein etwa mitgehendes weiteres Blatt zurückhält.
Um die Vorrichtung für Notenhefte verschiedener Dicke verwendbar zu machen, ist
der Hebel 19 geteilt, und die beiden bei 25 aneinandergelenkten Teile werden durch eine
Feder 24 normal in gestreckter Lage gehalten. Die Feder 24 dient gleichzeitig auch dazu,
den Hebel 19 in Ruhelage zurückzubewegen. Bei einem sehr dicken Album knickt der Hebel
in dem Drehpunkt 25 zusammen (Fig. 4 Nebenfigur), so daß sein rückwärtiger von der Membran
17 aus zwangläufig bewegter Teil stets
■ den gleichen Ausschlag vollführen kann.
In den Druckraum 14 mündet der Schlauch 5 mittels eines Stutzens 26. Drei Ventile 27, 28
und 29 sind in dem Druckraume vorgesehen, von welchen die beiden letzteren durch die
Stange ihres Ventilkörpers mit je einer im Räume 15 untergebrachten Klappe 30 bzw. 31
in Verbindung stehen. Die beiden Ventile 27 und 28 sind durch einen Waghebel 32 so miteinander
verbunden, daß sie wechselweise schließen und öffnen. Federn 33 und 34 suchen die beiden Ventile 28 und 29 stets geschlossen
zu erhalten.
Das Ventil 27 stellt durch den Kanal 35 (Fig. 6) eine Verbindung mit dem von der
Membran 17 abgeschlossenen Raum her. Die Ventile 28 und 29 verbinden durch Kanäle 37
bzw. 38 (Fig. 7, 8 und 9) den Druckraum 14 mit dem Abströmraum 15. Außerdem führt
noch von dem Ventil 29 eine Bohrung zu einem Stutzen 23, auf welchen die Rollzunge
40 aufgesteckt ist. Die beiden Klappen 30 und 31 stehen unter dem Einflüsse je eines
Doppelhebels 37 bzw. 41, welche beiden in den Bereich des Hebels 19 ragen. Der Hebel
41 ist mit einer federnden Klinke 42 versehen, welche bewirkt, daß derselbe nur bei Rückbewegung
des Hebels 19 mitgenommen wird, während beim Niedergehen des Hebels 19 die
Klinke 42. ausweicht.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist wie folgt: Die beim Niederdrücken der Trittplatte
9 durch Stutzen 26 in den Druckraum 14 eintretende Preßluft gelangt durch das normal
offen stehende Ventil 27 und Kanal 35 hinter die Membran 17, drückt diese nach
außen und verschwenkt den Hebel 19 so, daß sein freies Ende mit dem klebenden Stoffe
sich auf das Notenblatt legt. Hierbei wird nun aber der Hebel 37 mitgenommen, die
Klappe 30 abgehoben und Ventil 28 geöffnet, Ventil 27 aber geschlossen. Die Druckluft
strömt daher jetzt aus dem Raum
14 durch Ventil 28 und Kanal 36 (Fig. 7) in den Raum 15 und aus diesem ins Freie.
Da nun die Druckluft nicht mehr auf die Membran wirkt, geht diese unter der Einwirkung
der Feder 24 in die Ursprungslage zurück, wobei die von ihr ausgetriebene Luft durch Kanal 35 und die die Ventilstange des
Ventils 27 führende Bohrung in ■ den Raum
15 und ins Freie entweicht. Hierbei bewegt sich auch der Hebel 19 zurück, stößt, gegen
die Klinke 42, die er vorher beim Niedergehen beiseitegedrückt hat und nimmt den Hebel
41 mit. Die Klappe 31 und das Ventil 29 öffnen sich nun (Fig. 9), die Druckluft gelangt
durch den Stutzen 39 in die Rollzunge 40, welche sich infolgedessen aus der normalen,
spiralförmig zusammengerollten in die gestreckte Lage aufrollt und hierbei genügend
steif wird, um das durch Hebel 19 abgehobene Blatt zu wenden. Daß beim Aufrollen der
Zunge 40 ein Teil der Druckluft durch Kanal 38 und Klappe 31 ins Freie entweicht und
ein anderer Teil durch das offen stehende Ventil 28, Kanal 36 und Klappe 30 ausströmt, ist
hierbei ohne Bedeutung, da die Rollzunge zu ihrem Aufrollen nur einen verhältnismäßig geringen
Luftdruck benötigt.
Die Rollzunge 40 besteht aus einem schlauchartigen flachen Hohlkörprr, der unter dem
Einfluß einer in denselben eingelegten Spiralfeder sich einzurollen bestrebt ist. Wenn daher
der Hebel 19 den Hebel 41 passiert hat und das Ventil 29 sowie die Klappe 31 sich
wieder geschlossen haben, so entweicht die Luft aus der Rollzunge durch die Führung
der Ventilstange 29 in den Raum 15, und die Zunge wird sich dann wieder spiralförmig einrollen.
Dieser Notenblattwender besitzt die Vorteile, daß er für jede Größe von Notenblättern
verwendbar ist, weil auf der Rückwand 1 in verschiedenen Höhen umlegbare Stützleisten
für kleinere Notenblätter angebracht werden können. Der Blattwender ist für jede Buchstärke
ohne weiteres verwendbar und wendet zuverlässig immer nur ein einzelnes Blatt um.
Claims (5)
1. Pneumatischer Notenblattwender, bei welchem das umzuwendende Blatt zunächst
von einem durch Luftdruck bewegten, mit einem klebenden Stoff versehenen Hebel (19) abgehoben wird, dadurch gekennzeichnet,
daß es sodann vermittels einer durch eingelassene Druckluft von der Seite her sich aufrollenden Zunge (40) gewendet wird.
2. Notenblattwender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (19)
zum Anheben der Blätter an einer Membran (17) angelenkt ist, die an einem mit
einer Druckluftvorrichtung (6) durch eine Leitung (5) in Verbindung stehenden Ventilkästchen
(4) angeordnet ist, das vermittels eines Armes seitlich an einer zusammenklappbaren
Rückwand (1) leicht abnehmbar befestigt ist.
3. Notenblattwender nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Anordnung
von Ventilen (27, 28, 29) und mit denselben zwangläufig bewegten Klappen (30, 31), die durch Zwischenorgane (37, 41)
von dem Hebel (19) derart gesteuert werden, daß zuerst die Membran (17) und
später erst die Rollzunge (40) bewegt wird.
4. Notenblattwender nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hebel (19) aus zwei um ein Gelenk (25) gegeneinander knickbaren Teilen besteht.
5. Notenblattwender nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine die zu
wendenden Blätter leicht niederhaltende Feder (23).
Hierzu a Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250939C true DE250939C (de) |
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ID=509419
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT250939D Active DE250939C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250939C (de) |
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