DE250880C - - Google Patents

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DE250880C
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Germany
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extinguishing
water
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receptacle
coke
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DENDAT250880D
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B39/00Cooling or quenching coke
    • C10B39/04Wet quenching

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 250880 KLASSE iOa. GRUPPE
HEINRICH KOPPERS in ESSEN, Ruhr.
Bei den neuzeitlichen Verfahren zur Ablöschung des glühenden Kokses, wo man das Bestreben hat, immer die gleiche, nur nach Maßgabe der Verdampfungs- und Verschüttungsverluste ergänzte Löschflüssigkeitsmenge wieder zu verwenden, bestehen gerade bezüglich der erforderlichen Wiederanhebung der . Löschflüssigkeit gewisse Ubelstände. So saugen bei der hohen Temperatur, die das Wasser
ίο infolge der ständigen Wiederverwendung annimmt, die zur Hebung desselben verwendeten Pumpen nur schlecht an, so daß man bezüglich der Lage der Pumpen an oft nicht zu erfüllende Bedingungen gebunden ist, während auf der andern Seite die schmirgelnde Wirkung des kokshaltigen Wassers die Lebensdauer der Pumpe abkürzt und den Wirkungsgrad derselben im Laufe des Betriebes immer mehr herabdrückt. Da es sich auch um Bewältigung großer Flüssigkeitsmengen in verhältnismäßig kurzer Zeit handelt, so müssen die Pumpen außergewöhnlich groß werden, wodurch die Anlage- und Betriebskosten erheblich erhöht werden.
Die Erfindung beseitigt die gerügten Mißstände dadurch, daß ein an sich bekannter kippbarer Löschbehälter derart niit einem Aufnahmebehälter. für das Löschwasser verbunden ist, daß bei der Drehung um eine zwischen beiden Gefäßen liegende Achse der Löschbehälter gehoben und das' Aufnahmegefäß für das Löschwasser gesenkt wird, so daß das Wasser aus dem Löschbehälter unmittelbar in das Aufnahmegefäß überströmen kann. Beim Rückgang in die Anfangslage wird das nun in dem Aufnahmegefäß befindliche Löschwasser wieder derart gehoben, daß es das erforderliche Gefälle für den Rückfluß in den Löschbehälter erhält. Diese Einrichtung wird gleich in der Weise ausgebildet, daß man die Drehung der Gesämtvorrichtung so weit vor sich gehen läßt, bis der in dem Löschbehälter enthaltene und abgelöschte Koks Über einen den Aufnahmebehälter für die Löschflüssigkeit abdeckenden Rost, Siebboden ο. dgl. hinweg in den Lagerraum oder in die Fördervorrichtung stürzt, so daß drei ausgezeichnete Stufen in dem Betriebe der Vorrichtung vorhanden sind.
Man kann nun dabei die Einrichtung so treffen, daß beim Rückgang der Vorrichtung in ihre Anfangslage das Wasser. aus dem Aufnahmegefäß unmittelbar in den Löschbehälter zurückfließt, so daß der aus dem Ofen gedrückte Koks in ein Wasserbad fällt und in einem sogenannten Tauchverfahren abgelöscht wird. Es empfiehlt sich aber, durch geeignete Ausbildung · des Aufnahmegefäßes für das Löschwasser dessen unmittelbares Zurückfließen in den Löschbehälter zu verhindern, um es erst durch eine bewußte Schaltung von oben durch Brausen oder vom Boden des Löschbehälters aus in diesen eintreten zu lassen. Bekanntlich bestehen bestimmte Bedenken gegen die Ablöschung größerer Koksmengen vermittels Tauchung und, ohne hier deren Berechtigung zu untersuchen, muß darauf hingewiesen werden, daß man mit der angedeuteten
Weiterbildung jedenfalls vollständige Freiheit besitzt, in welcher Weise man im Rahmen der gekennzeichneten Gesamteinrichtung nun das Ablöschen des Kokses selbst vornehmen will.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der gekennzeichneten Erfindung in ihren drei ausgezeichneten Stellungen wiedergegeben.
Um den Drehpunkt α schwingt wagebalkenartig das Gestell b, an dessen einer Seite der
ίο muldenförmige Löschbehälter c, und an dessen anderer Seite das Aufnahmegefäß d angebracht ist. Das Gefäß d ist mit einem Rost e o. dgl. abgedeckt, der die Fortsetzung der einen schräggestellten Wand f des Löschbehälters c bildet.
Der in der Stellung der Fig. 1 aus dem Ofen g austretende Koks stürzt in den Löschbehälter, in dem sich hier die gesamte zum Ablöschen erforderliche Wassermenge befindet und erfährt so seine vollständige Ablöschung. Durch genügend hohe Bemessung der Seitenwände des Behälters c kann dabei Koks- und Wasserverlusten möglichst vorgebeugt werden. Mit der Verdrehung der Gesamtvorrichtung im Uhrzeigersinne in die Stellung der Fig. 2 fließt das Wasser aus dem Behälter c über die Seitenwand f hinweg und durch den Rost e hindurch in den Behälter d, und zwar steht zum vollständigen Übertritt des Wassers in letzteren genügendZeit während der Drehung zur Verfügung. In der Stellung der Fig. 3 schließlich rutscht der gelöschte Koks aus dem Behälter c über den Rost β hinweg in den Bunker h bzw. auf das Fördermittel. Mit der nunmehr erfolgenden Rückdrehung in die Stellung der Fig. ι wird die in dem Gefäß d enthaltene Wassermenge wieder so hoch gehoben, daß sie das erforderliche Gefalle für den Rücktritt in den Löschbehälter c erhält. Der durch den Rost e in das Aufnahmegefäß d übertretende Kleinkoks wird teilweise mit dem Löschwasser in die Mulde zurückfließen und gegebenenfalls mit der nächsten abgelöschten Koksmasse über den Rost hinweg in die Bunker gelangen. Das sich schließlich in dem Gefäß d ansammelnde Koksklein kann durch das Schlammventil i von Zeit zu Zeit in der Stellung der Fig. 3 abgelassen werden.
Will man nun an Stelle der Ablöschung durch Tauchung eine solche durch Berieselung oder, was noch besser ist, eine solche durch Einführung des Wassers vom Boden des Löschbehälters her anwenden, wobei die sich entwickelnden Dämpfe den besten Abzug finden und gleichzeitig eine ausgiebige Vorlöschung der darüber lagernden Koksschichten bewirken, so wird zweckmäßig das freie Rückfließen des Löschwassers aus dem Gefäß d gehindert, beispielsweise, indem man statt des Rostes e oder neben demselben eine teilweise Abdeckung
Go des Gefäßes vorsieht, die in der Stellung der Fig. ι ein Ausfließen des Wassers hindert, den Eintritt desselben in der Stellung der Fig. 2 bzw. 3 jedoch gestattet. Jetzt kann man das Gefäß d mit dem Boden des Behälters c durch eine Rohrleitung verbinden, die mittels Schiebers o. dgl. ab- und angestellt werden kann, so daß eine bewußte Rückführung des Löschwassers in dem Behälter c erzielt werden kann. Auf Grund des dem Wasser in dem Gefäß d beim Rückdrehen erteilten Gefälles ist man also in der Lage, in einfachster Weise eine beliebige Löschweise verwenden zu können.
Abgesehen von den schon erwähnten Vorteilen hat die beschriebene Einrichtung noch die \^orzüge, daß der Betrieb ein überaus einfacher ist, indem die sämtlichen Aufgaben des Ablöschens, des Entleerens und des Wiederhebens der Flüssigkeit lediglich mit Hilfe der Kippbewegung und der Wiederaufrichtung bewirkt werden. Die Gefahren einer Betriebsstörung sind also wesentlich vermindert, während auch eine Ersparnis in der zur Bedienung erforderlichen Kraft eintritt. Die zeitweilig erforderliche Wasserergänzung kann in der Weise vorgenommen werden, daß neben der vor den einzelnen öfen verfahrbaren Vorrichtung eine Wasserrinne entlangläuft, in die vom Löschwagen ein Krümmer eintaucht; mit Hilfe einer Schleuderpumpe kann dann an beliebiger Stelle und zu jeder Zeit selbst während der Fahrbewegung Wasser entnommen werden. Da es sich ja ausdrücklich um Schaffung eines positiven Gefällunterschiedes für die Löschflüssigkeit handelt, ist natürlich auch die entsprechende Arbeit hierfür aufzuwenden, so daß wohl ein Massenausgleich in der Vorrichtung nicht eintritt. Durch geschickte Anbringung des Drehgelenkes α kann man aber diese Arbeitsleistungen auf ein Mindestmaß beschränken.

Claims (3)

100 Patent-Ansprüche:
1. Einrichtung zum Ablöschen von Koks mittels eines kippbaren Löschbehälters, dadurch gekennzeichnet, daß der Löschbehälter (c) und ein mit diesem starr verbundenes Aufnahmegefäß (d) für das Löschwasser um eine zwischen beiden liegende Achse (a) so kippbar sind, daß nach dem Löschen das Wasser aus dem Löschbehälter in das Aufnahmegefäß übertritt, während no beim Rückgang die gesamte Löschwassermenge so gehoben wird, daß sie bezüglich des Löschbehälters einen genügenden Gefällunterschied erhält, um in letzteren zurückfließen zu können.
2. Ausführungsform der Löscheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Löschgefäß mit einem Rost, Siebboden ο. dgl. abgedeckt ist, damit nach Übertritt des Löschwassers in das Aufnahmegefäß die Kippbewegung sich noch so weit steigern läßt, daß der abgelöschte
Koks über den Rost hinweg in den Lagerbehälter oder die Fördervorrichtung gleiten kann.
3. Ausführungsform der Löscheinrichtung nach Anspruch 1 zum Ablöschen des Kokses mittels Bebrausens oder durch Einführen des Löschwassers vom Boden des Löschbehälters her, dadurch gekennzeichnet, daß das selbsttätige Rückfließen des Löschwassers aus dem Aufnahmegefäß beim Rückgang in die Anfangslage gehindert wird, so daß es erst nach einer bewußten Schaltung in den Löschbehälter zurücktreten kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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