DE685042C - Hochdruckacetylenentwickler mit Carbidschubladen nach dem Verdraengungsprinzip - Google Patents

Hochdruckacetylenentwickler mit Carbidschubladen nach dem Verdraengungsprinzip

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Publication number
DE685042C
DE685042C DEW102591D DEW0102591D DE685042C DE 685042 C DE685042 C DE 685042C DE W102591 D DEW102591 D DE W102591D DE W0102591 D DEW0102591 D DE W0102591D DE 685042 C DE685042 C DE 685042C
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DE
Germany
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gas
bell
carbide
water
high pressure
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Expired
Application number
DEW102591D
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English (en)
Inventor
Heinrich Wendtland
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HEINRICH WENDTLAND
Original Assignee
HEINRICH WENDTLAND
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10HPRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
    • C10H5/00Acetylene gas generators with automatic water feed regulation by the gas-holder

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

  • Hochdruckacetylenentwickler mit Carbidschubladen nach dem Verdrängungsprinzip Die Erfindung betrifft 'einen Hochdruckacetylenentwickler mit Carbidschubladen nach dem Verdrängungsprinzip für autogene Schneid- sowie Schweißzwecke und für Lötzwecke ohne Zuführung von Preßluft oder Sauerstoff.
  • Damit bei Hochdruckacetylenentwicklern dieser Art die Nachvergasung auf ein unvermeidliches Maß herabgesetzt wird, ist die Zufuhr von Wasser zum Carbid so schnell wie möglich zu unterbinden, wenn die Gaserzeugung das für den Gasverbrauch verlangte Maß überschreitet und wenn der Gasverbrauch unterbrochen wird. Es ist deshalb bereits vorgeschlagen worden, in die obere als Gassammler dienende Kammer von Hochdruckacetylenentwicklern der erwähnten Art eine bis in die Wasserfüllung des Gassammlers hinabreichende unten offene Glocke von durchweg gleichförmigem Querschnitt einzubauen, in die das entwickelte Gas durch ein Zuführungsrohr strömt und aus der das Gas durch ein Rohr zur Verbrauchsstelle gelangt, wobei ein sich selbsttätig nach innen öffnendes Ventil mit dem die Glocke enthaltenden Gassammler an dessen oberem Ende verbunden ist und ein am unteren Ende der Glocke abzweigendes Rohr für die Wasserzuführung zu den das Carbid enthaltenden Schubladen in den Retorten dient.
  • Im praktischen Gebrauch solcher Hochdruckacetylenentwickler hat sich gezeigt, daß die bei der Gasentwicklung mittels des dabei entfalteten Gasdrucks veranlaßten Wasserstandsänderungen in der Glocke die Wasserzuführung zum Carbid nicht schnell genug regeln. Da die Glocke sowohl zur Entnahme des der Verbrauchsstelle zuzuleitenden Gases als auch zum Regeln der Wasserzufuhr zum Carbid dient, wurde der gleichmäßige Querschnitt der Glocke so bemessen, daß die Gasentnahme ohne störende Druckveränderungen und ohne ein Mitreißen von Wasser zur Verbrauchsstelle erfolgte. Ein solcher Querschnitt der Glocke hat aber den Nachteil im Gefolge, daß bei der verhältnismäßig großen Menge des von unten in die Glocke eingedrungenen Wassers die Wasserzufuhr zum Carbid nicht schnell genug unterbunden wurde.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Nachvergasung schneller und wirksamer dadurch unterbunden, daß die Glocke aus zwei im Querschnitt unterschiedlichen Teilen- =: besteht, in dessen weiteren, oberen Teil das aus ,dem Entwickler kommende Gas einströmen und dann ohne Druckveränderungen und ohne Mitreißen von Wasser der Verbrauchsleitung zuströmen kann, während der engere, untere Teil eine so geringe Wasserfläche dem Gas in der Glocke darbietet, daß der Wasserspiegel mit den Änderungen des Gasdrucks in der Glocke möglichst schnell steigt und sinkt und so die schnelle Regelung der Wasserzuführung zum Carbid bewirkt wird.
  • Das in die Glocke vom unteren offenen Ende her eindringende Gaszuführungsrohr mündet in dem oberen, weiteren Teil, während das für die Wasserzuführung zum Carbid dienende Rohr, das ebenfalls vom unteren Ende der Glocke her in diese eindringt, in dem engeren Halsteil der Glocke, und zwar in solcher Höhe mündet, daß das Steigen und Sinken des Wasserspiegels für die Regelung der Wasserzuführung zum Carbid sich lediglich auf die Höhe des Halses der Glocke, der noch durch die beiden von unten her in die Glocke eindringenden Rohre verengt wird, erstreckt.
  • Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei Ausführungsbeispielen zur Darstellung gebracht worden, von denen die erste Ausführungsform einen Hochdruckacetylenentwickler mit einer Retorte, die zweite Ausführungsform einen Hochdruckacetylenentwickler mit zwei Retorten veranschaulicht.
  • Abb. i zeigt den Hochdruckacetylenentwickler der ersten Ausführungsform in Außenansicht, Abb. 2 im senkrechten Schnitt.
  • Abb.3 zeigt den Hochdruckacetylenentwickler der zweiten Ausführungsform in Außenansicht, Abb. q. im senkrechten Schnitt.
  • Der auf den Füßen i stehende Hochdruckacetylenentwickler 2, der in den beiden Ausführungsbeispielen zylindrische Grundrißgestalt hat, ist durch die waagerechte Scheidewand 3 in eine untere Kammer q. und eine obere Kammer 5 unterteilt, die durch den bis nahe zum gewölbten Boden der Kammer q. führenden, in der Scheidewand 3 befestigten Rohrstutzen 6 miteinander in Verbindung stehen.
  • Nach Abb. i und 2 dient die Retorte 7 in bekannter Weise zur Aufnahme der das Carbid in Zellen enthaltenden Schublade 8, die luftdicht in der Retorte eingeschlossen wird. Von der Retorte 7 führt das Steigerohr 9 für das entwickelte Gas nach oben durch die Kammer 5 und mündet in einer Glocke i o, :.die in der Kammer 5 eingebaut ist.
  • Die Glocke io besteht gemäß der Erfindung ":äks zwei im Querschnitt unterschiedlichen 'Teilen, von denen der weitere, obere Teil eine Kammer bildet, aus der das Gas ohne störende Druckveränderungen und ohne Mitreißen von Wasser der Verbrauchsstelle zuströmen kann, während der engere, untere Teil als eingezogener Hals eine so geringe Wasserfläche dein in der Glocke vorhandenen Gas darbietet, daß das durch den Gasdruck in der Glocke veranlaßte Steigen und Sinken desselben sich schneller als bisher für die Regelung der Wasserzuführung zum Carbid abspielt.
  • Das Steigerohr 9 für das in der Retorte 7 entwickelte Gas, das unterhalb der Glocke io stark erweitert ist, so daß es als Schlammfänger ii .dient, durchläuft den Hals 12 der Glocke io und mündet im oberen, erweiterten Teil der letzteren, was durch das Rohr i9 in Abb. a veranschaulicht ist. Das Wasserzuführungsrohr 18 zu der an der Retorte 7 angeschlossenen, das Carbid enthaltenden Schublade 8 dringt mit einem Abzweig 1q. flüssigkeitsdicht in die Kammer 5 und mündet als Überlauf in dem Hals i2 der Glocke io in solcher Höhe, daß das für die Regelung der Wasserzuführung zur Retorte ausschlaggebende Steigen und Sinken des in dem Hals 12 eingedrungenen Wassers lediglich in dein Hals 12 stattfindet.
  • Zum Gebrauch des Hochdruckacetylenentwicklers ist dieser mittels einer Handpumpe oder einer Wasserleitung zweckmäßig durch die nach Abnahme des Deckels 15 offene Glocke io mit Wasser vollkommen zu füllen, damit alle Luft ausgetrieben wird. Das Wasser strömt aus der Glocke io durch den Hals 12 derselben in die Kammer 5 und aus dieser durch den Rohrstutzen 6 in die untere Kammer q., in der es nach Maßgabe der darin enthaltenen Luftmenge ansteigt. Nach dem vollkommenen Füllen des Gasentwicklers und nachdem der Deckel 15 wieder dicht und fest auf der Glocke io angebracht worden ist, wird die das Carbid enthaltende Schublade 8 in die bis dahin offene Retorte 7 eingeschoben und letztere mittels des Deckels 16 dicht verschlossen. Sobald dann der Hahn 17 in der Wasserzuführungsleitung geöffnet worden ist, setzt die Gasentwicklung ein, die durch das im Carbid mittels der Leitung 18 zugeführte Wasser veranlaßt »und dadurch unterhalten wird, daß das als Überlauf 13 in dem Hals 12 der Glocke io mündende Abzweigrohr 1d der Leitung 18 Wasser aus dem Hals 12 abfließen läßt. Das entwickelte Gas steigt aus derRetorte 7 durch das Rohr 9 in die Rohrerweiterung i i, in der seine Strömungsgeschwindigkeit vermindert wird, so daß die Schwebestoffe iiny Gas Gelegenheit zum Ablagern in dem Schlammfänger i i finden. Aus dem erweiterten Rohr i i steigt das Gas durch das den Hals 12 durchlaufende Rohr i9 in den oberen erweiterten Teil der Glocke io und entwickelt darin nach Maßgabe des Gasverbrauchs einen Druck, der zum schnellen Absinken der Wassersäule in dem Hals 12 führt. Sobald bei diesem Absinken die Mündung 13 des Rohres 14 freigelegt wird, tritt eine Unterbrechung der Wasserzufuhr zum Carbid ein. Der dann noch in der Glocke io vorhandene Gasdruck läßt das Gas aus dem Hals 12 in die Kammer 5 übertreten, in deren Wasserfüllung es nach oben steigt und sich über dem Wasserspiegel ansammelt. Ist durch den Gasverbrauch der Gasdruck in der Glocke io so weit gesunken, daß unter dem Gasdruck in der Kammer 5 das die Verbindungsleitung 2o abschließende Ventil 21 geöffnet wird, so tritt das Gas aus der Kammer 5 in die Glocke i o über und kann aus dieser der Verbrauchsstelle zuströmen.
  • Mit dem Nachlassen des Gasdrucks in der Glocke io und in der Kammer 5 wird der Wasserspiegel in dem Hals 12 bis über die als Überlauf dienende Mündung des Rohrabzweiges 14 der Wasserzuführungsleitung 18 emporgedrückt, und die Carbidschublade 8 in der Retorte 7 erhält dann wieder die für die Gasentwicklung notwendige Wasserzufuhr durch den Überlauf 13.
  • Bei normalem Betriebe schwankt der Wasserspiegel in dem Hals 12 der Glocke io in Höhe der Mündung 13 des Rohres 14 auf und nieder und regelt damit die Wasserzuführung zum Carbid, so daß nur eine geringe Nachvergasung eintreten kann. Wird der Gasverbrauch unterbrochen, so sinkt mit dem steigenden Gasdruck in der Glocke io und ihrem Hals 12 der Wasserspiegel im Hals bis unter die Mündung 13 des Rohres 14. Die damit veranlaßte Unterbrechung der Wasserzuführung zum Carbid wiederholt sich dann in der bereits beschriebenen Weise.
  • Bei der Kürze der Wasserzuführungsleitung 14, 18 ist darin nur eine geringe Wassermenge vorhanden, die dazu beiträgt, daß die Nachvergasung auf ein unvermeidliches Maß herabgesetzt wird. Ist das Carbid in der Schublade 8 vervraucht und die Gasentwicklung beendet, so dringt das Wasser aus der Retorte 7 in das Steigerohr 9 und dessen Erweiterung i i. Das Wasser durchspült und reinigt damit die Leicung9, 11 von den darin enthaltenen Sinkstoffen und gelangt schließlich wieder in die geöffnete Retorte 7, die damit ebenfalls durchspült und gereinigt wird, wobei ein unter der offenen Retorte angeordneter Eimer o. dgl. das verunreinigte Wasser auffangen kann.
  • In dem erweiterten Rohrstück i i des Gassteigerohres 9 ist über einem oder mehreren gelochten Böden eine Koksfüllung untergebracht, die für die Reinigung des Gases sorgt.
  • Das aus der Glocke io entnommene Gas durchströmt in an sich bekannter Weise auf dem Wege zur Verbrauchsstelle einen Reiniger und eine Wasservorlage.
  • Tritt in Betriebspausen ein unzulässig hoher Druck ein, so entweicht das Gas in bekannter Weise aus dem an dem Gaserzeuger angebrachten Sicherheitsventil.
  • Die Ausführungsform des Hochdruckacetylenentwicklers nach Abb. 3 und 4 unterscheidet sich von der nach den Abb. i und 2 durch die Verwendung zweier Retorten, die nebeneinander oberhalb des Bodens 3 in der Kammer 5 untergebracht sind und abwechselnd in Betrieb gesetzt werden können. Die Gaserzeugung und die Regelung der Wasserzuführung für die Gaserzeugung spielen sich in der gleichen Weise ab wie in dem Entwickler nach Abb. i und 2.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hochdruckacetylenentwickler mit Carbidschubladen nach dem Verdrängungsprinzip, bei dem in die obere, als Gassammler dienende, Wasser enthaltende Kammer eine das entwickelte Gas aufnehmende und der Verbrauchsleitung zuführende Glocke eingebaut ist, in der durch das Steigen und Sinken des Wasserspiegels die Wasserzufuhr zum Carbid geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Glocke in zwei im Querschnitt verschiedene Teile derart unterteilt ist, daß die Gasleitung aus dem Entwickler in dem weiteren, oberen Teil mündet, während die Öffnung des Rohres zum Zuführen des Entwicklungswassers sich in dem engeren, unteren Teil der Glocke befindet.
DEW102591D 1937-12-29 1937-12-29 Hochdruckacetylenentwickler mit Carbidschubladen nach dem Verdraengungsprinzip Expired DE685042C (de)

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