DE250584C - - Google Patents

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DE250584C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B27/00Details of, or auxiliary devices incorporated in, warp knitting machines, restricted to machines of this kind
    • D04B27/10Devices for supplying, feeding, or guiding threads to needles
    • D04B27/24Thread guide bar assemblies
    • D04B27/26Shogging devices therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Decoration Of Textiles (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 250584 KLASSE 25«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Juli 1911 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Einarbeiten von Fransen in einen Einsatz auf der Raschel. Durch dieses Einarbeiten von Fransen in einen Einsatz wird das Knüpfen der Fransen, das bislang von Hand erfolgte, nachdem auf der Raschel der Einsatz mit den Schußfäden hergestellt und von dieser abgenommen war, ersetzt. Diese Arbeit
ίο erforderte naturgemäß viel Zeit, viel Personal und infolgedessen auch viel Geld. Diese Ubelstände bei der Herstellung von Fransen werden durch das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung vermieden. Um das Einarbeiten der Fransen in einen Einsatz auf der Raschel vorzunehmen, wird auf dieser in einem gewissen Abstande von dem Einsatz und an diesen ein Börtchen mit Hilfe eines besonderen Nadelsatzes angearbeitet und der Fadeuführer für die Schußfäden der Fransen derart bewegt, daß die Schußfäden einerseits in dieses Börtchen und andererseits in den Einsatz selbst eingebunden werden. Die Fransen bzw. die diese bildenden Schußfäden erhalten so eine feste Lage, und gleichzeitig wird dadurch auf dem Börtchen eine solche Verriegelung der Schußfäden erzielt, die einen vollen Ersatz der bislang geübten Handknüpfung bildet. Zur Ausübung des vorliegenden Verfahrens ist, wie bereits eben bemerkt, außer den Nadelsätzen zum Wirken des Einsatzes ein zusätzlicher Nadelsatz zum Anarbeiten des erwähnten Börtchens erforderlich, und außerdem wird der Exzenter zum Antrieb der Schußfädenführer so ausgebildet, daß er die Schußfäden einerseits in den Einsatz und andererseits in das diesem vorgelagerte Börtchen einbindet, einwirkt.
Aus der beiliegenden schematischen Zeichnung ist ersichtlich, in welcher Weise Fransen nach dem vorliegenden Verfahren auf der Raschel an den Einsatz angearbeitet werden.
Die Fig. 1 bis 6 zeigen die zum Wirken des Einsatzes und des diesem vorgelagerten Bortchens nötigen Nadelsätze, den zur Führung der Schußfäden dienenden Fadenführer und den auf diesen unter Zwischenschaltung eines Gestänges wirkenden Exzenter in seinen verschiedenen Arbeitsstellungen.
Fig. 7 zeigt ein Stück eines Einsatzes und des diesem vorgelagerten Börtchens und die Art und Weise, wie die Schußfäden zur Bildung der Fransen einerseits in den Einsatz und andererseits in das Börtchen eingebunden bzw. mit diesen beiden Teilen verriegelt werden.
In Fig. 7 ist mit 1 der Einsatz, mit 2 das diesem vorgelagerte Börtchen und mit 3 die zur Bildung der Fransen dienenden Schußfäden bezeichnet. Wie aus dieser Fig. 7 ersichtlich, werden die Schußfäden 3 einerseits durch die das Börtchen 2 bildenden Maschen 4 und andererseits durch einen Teil der den Einsatz 1 bildenden Maschen 5 derart hindurchgeführt, daß beim Zuziehen dieser Maschen 4, 5 die Schußfäden 3 von diesen Maschen fest umschlossen, d. h. eingebunden bzw. verriegelt werden und so ihre Lage gegenüber dem Einsatz 1 und dem Börtchen 2 beibehalten.
Die Herstellung des Einsatzes 1, des Bort-
chens 2 und der Fransen 3 erfolgt auf der Raschel. Zur Verstellung des Einsatzes dienen die Nadelsätze 6, und zur Herstellung des dem Einsatze vorgelagerten Börtchens dient der .Nadelsatz 7 (Fig. 1 bis 6). Das Einbinden der Schußfäden in den Einsatz und des Börtchens wird durch den Fadenführer 8 bewirkt. Dieser Fadenführer 8 erhält seine Bewegungen von dem Exzenter 9 aus unter Vermittlung des Gestänges 10, 11, 12. 13. Infolge der aus den Fig. ι bis 6 ersichtlichen Ausbildung des Exzenters 9 wird der Fadenführer 8 so bewegt, daß die Schußfäden 3 in der aus Fig. 7 ersichtlichen Weise in den Einsatz 1 und das Börtchen 2 eingebunden werden. Geht man von der Stellung 0 des Fadenführers 8 (Fig. 1) aus, die mit der Stelle ο in Fig. 7 zusammenfällt, und bewegt sich der Exzenter 9 in Richtung des Pfeiles 14, so wird der Fadenführer 8 durch das Gewicht 15 nach links gezogen, sobald der mit dem Gelenk 10 in Berührung befindliche Knaggen des Exzenters 9 von dem Gelenk 10 abgleitet. Der Fadenführer 8 gelangt dann in die Stellung I und führt hierbei die Schußfäden 3 bis hinter den Nadelsatz 7 zur Herstellung des Börtchens 2 (Fig. 2). Sobald die Maschen dieses Börtchens 2 durch den Nadelsatz 7 gebildet und die Schußfäden 3 in diese eingebunden sind, wird der Fadenführer 8 in die Stellung II, d. i. rechts neben den Nadelsatz 7, geführt (Fig. 3). Sobald die Maschenbildung und Einbindung der Schußfäden erfolgt ist, geht der Fadenführer wieder nach links in die Stellung III, in der er über einen Teil des Nadelsatzes 6 zur Herstellung des Einsatzes greift (Fig. 4). Ist die Einbindung der Schußfäden 3 in die entsprechenden Maschen 5 des Einsatzts 1 erfolgt (Fig. 7), dann bewegt sich der Fadenführer 8 wieder nach rechts in die Stellung IV (Fig. 5), die der Stellung II (Fig. 3) entspricht. Hierauf geht der Fadenführer 8 wieder nach links in die Stellung V (Fig. 6), die der Stellung I (Fig. 2) entspricht, um alsdann wieder in die Stelluug VI, die mit der Stellung 0 (Fig. 1) zusammenfällt, zu gehen. Sobald der Fadenführer 8 mit den Schußfäden 3 die eben angegebenen Bewegungen ausgeführt hat, dann ist das aus Fig. 7 ersichtliche, mit den Zahlen 0 bis VI bezeichnete Gebilde entstanden, das bei Fortsetzung der Bewegungen des Fadenführers zur Bildung von Fransen führt, die einerseits in das Börtchen 2 und andererseits in den Einsatz eingebunden werden.
Selbstverständlich lassen sich die Schußfäden auch in anderer Weise als in der dargestellten in den Einsatz und das Börtchen einbinden, wodurch naturgemäß eine andere Musterung erzielt werden kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Anarbeiten von Fransen an einen Einsatz auf 'der Raschelmaschine, darin bestehend, daß in einiger Entfernung von dem Einsatz ein Börtchen gearbeitet wird, und die Schußfäden durch den Fadenführer so bewegt werden, daß die Schußfäden einerseits in den Einsatz und andererseits in das diesem vorgelagerte Börtchen eingebunden werden.
2. Raschelmaschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Raschel außer mit dem Nadelsatz zum Wirken des Einsatzes noch mit einem besonderen Nadelsatz zum Arbeiten eines dem Einsatz vorgelagerten Börtchens versehen und der Exzenter zum Antrieb der Schußfädenführer so gestaltet wird, daß die Schußfäden einerseits in den Einsatz und andererseits in das diesem vorgelagerte Börtchen eingebunden werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE250584C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2853806A (en) * 1956-06-29 1958-09-30 Us Rubber Co Strap vamp shoe

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