DE186571C - - Google Patents

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DE186571C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 186571 KLASSE 86 d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4.JuIi 1905 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
Das wesentliche Merkmal des nach vorliegender Erfindung verbesserten Webstuhles ist darin zu erblicken, daß die Steuerung der Flornadeln von der Karte der fachbildenden Jacquardmaschine aus erfolgt, so daß bei Verwendung geeigneter Karten irgend ein beliebiges Flormuster auf dem glatten Grundgewebe hergestellt werden kann.
Die Querbewegung der Flornadeln erfolgt unmittelbar durch die Jacquardmaschine, während die Bewegung der Nadeln parallel zur Kettenrichtung durch eine an und für sich für diesen Zweck bekannte Hubscheibe bewirkt wird, welche aber derart unter dem Einfluß der Jacquardkarte steht, daß sie gemäß dem jeweilig herzustellenden Muster zur Wirkung kommt oder unabhängig bleibt. Da in dieser Weise sowohl die Seitenbewegung Wls auch die Vorwärtsbewegung der Flornad'el vollständig von der Jacquardkarte gesteuert wird, so können bei Herstellung eines mit dem Flormuster abwechselnden glatten Gewebes die Flornadeln ganz untätig bleiben, so daß bei jedem Öffnen des Faches der Schützen durchgetrieben werden kann, wodurch der bedeutende Kraftaufwand für die nutzlose Bewegung der Flornadel wie bei anderen Stühlen wegfällt und das glatte Gewebe schneller als das Plüschgewebe hergestellt wird, was bisher unmöglich war. Die Flornadeln werden, wenn sie wieder gebraucht werden, ebenfalls durch die Jacquardmaschine wieder aus dem Gewebe gezogen.
Zweckmäßig werden zwei Satz Flornadeln mit den zugehörigen Bewegungsvorrichtungen benutzt, und zwar einer auf jeder Seite der Kette, wie in Fig. 1 und 2 dargestellt ist. Zunächst soll jedoch die Einrichtung und Wirkungsweise einer einzigen Flornadel und seiner zugehörigen Teile beschrieben werden.
Fig. ι zeigt in Vorderansicht einen Teil eines Webstuhles mit den Vorrichtungen zur Bildung der Kettenschleifen oder Noppen; Fig. 2 zeigt einen entsprechenden Teil im Grundriß; Fig.3 veranschaulicht eine Jacquardvorrichtung zur Bewegung der Litzen des Webstuhles für die Fachbildung und zur Steuerung der Vorrichtung zur Bewegung der Flornadeln für die Noppenbildung; Fig. 4 zeigt einen Teil dieser Vorrichtung in Vorderansicht; Fig. 5 veranschaulicht in Seitenansicht die Vorrichtung, durch welche die Bewegung der Flornadel parallel zur Kettenrichtung bewirkt wird; Fig. 6 ist eine Vorderansicht der Flornadel und der Teile, an denen dieselbe befestigt ist; Fig. 7 ist ein
Grundriß der Flornadel und ihrer Bewegungsmittel und zeigt, wie sich die Flornadel sowohl parallel zur Kette als quer zu derselben bewegen läßt.
Auf dem Brustbaum α ist ein Schieber b angebracht, welcher auf Rollen quer zur Kette hin und her bewegt werden kann. Am Schieber b sitzt ein Rahmen c mit Gleitstangen, auf denen sich ein Wagen d verschieben
ίο läßt- und auch an der Bewegung des Schiebers quer zur Kette teilnehmen kann. An dem Wagen d oder an einer Verlängerung desselben ist die Flornadel e befestigt, welche also sowohl parallel zur Kette als quer zu derselben oder auch getrennt in der einen oder anderen Richtung bewegt werden kann, um die Kettenflornoppen zu bilden.
Unterhalb des Brustbaumes ist eine schwingende Welle f gelagert, deren Winkelbewegung ihr durch einen Arm g mitgeteilt wird, welcher durch eine Schnur oder Kette mit Haken der Nase k einer Platine h verbunden ist. Die Karte der Jacquardmaschine bewirkt die Kupplung der Nase k behufs seiner Mitnähme durch das Hubmesser v, welches durch einen Hebel j, auf welchen eine Hubscheibe w einwirkt, unter Vermittlung eines Schnurenzuges auf und ab bewegt wird.
Auf der schwingenden Welle/ sitzt ferner ein Doppelhebel m, g, dessen oberes Ende durch einen langen Stift r hinter die Rückfläche des Wagens d faßt, so daß bei der Bewegung der schwingenden Welle von der Platine h aus der Arm m den Wagen und sein Zubehör in die Stellung bringt, welche durch punktierte Linien in Fig. 5 und mit 2 in Fig. 7 bezeichnet ist.
Der Schieber b läßt sich in einer Richtung quer zur Kette mittels einer Schnur η bewegen, die über Scheiben geführt und an einer besonderen Jacquardplatine wie bei ο in Fig. 3 befestigt ist, während seine Rückbewegung durch eine gleiche oder ähnliche Schnur bewirkt werden kann. Diese Bewegung des Schlittens quer zum Webstuhl bringt die Flornadel e in die eine oder andere der beiden, in Fig. 7 mit 2 und 3 bezeichneten Stellungen. Die Kettenfäden sind mit p- bezeichnet. Zur Bildung einer Kettennoppe in dem Gewebe wird der Wagen d, welcher normal in der durch ausgezogene Linien in Fig. 5 und 7 angedeuteten Stellung gestanden hat, parallel zu den Ketten bewegt, bis er die durch Punktierung in diesen Figpren angedeutete Stellung einnimmt, und zwar so, daß die Flornadel e dem Fache in der durch die Zahl 2 in Fig. 7 angedeuteten Stellung gegenübersteht. Dann wird der Schieber b in der Querrichtung zur Kette bewegt, und der daran befestigte Rahmen und Wagen werden mitgenommen, so daß die Flornadel in das zuvor gebildete Fach eintritt und innerhalb der Kettenfäden die durch die Zahl 3 in Fig. 7 angedeutete Stellung einnimmt. Beim nächsten Schlag der Lade mittels des Rietes wird die Flornadel zur Anschlagstelle im herzustellenden Gewebe bewegt, nachdem bei der Fachbildung die Noppe über der Flornadel gebildet worden ist. Bei weiteren Schützenschlägen bewegen sich die Nadeln und der Wagen mit dem Gewebe in der Richtung des in Fig. 5 gezeichneten Pfeiles. Wenn die Nadel wieder gebraucht wird, so wird sie durch eine umgekehrte Bewegung des Querschiebers wieder aus der Schleife oder den Schleifen herausgezogen.
Da der Schieber b gleichzeitig von der fachbildenden Jacquardmaschine aus bewegt wird, so kann nur der letzte Teil der Messerbewegung zur Flornadelbewegung benutzt werden, denn das Kettenfach muß für den Nadeleintrag erst genügend geöffnet sein. Dies läßt sich zweckmäßigerweise dadurch erreichen, daß man die Schnur n, durch welche der Schieber b seine Bewegung erhält, nicht straff anzieht, sondern schlaff durchhängen läßt, wie bei 5 in Fig. 3 angedeutet ist, so daß der Schieber b keine Bewegung empfängt, bis die Platinen zur Her- go stellung des Faches auf eine bestimmte Höhe gestiegen sind und erst dann die straffgespannte Schnur η auf die Bewegung des Schiebers einwirkt.
Ist durch. eine besondere Flormusterung die Anwendung vieler Nadeln bedingt, so kann zweckmäßigerweise ein zweiter Satz Nadeln mit dem ähnlichen Zubehör, in der Zeichnung mit den gleichen Bezugszeichen mit Indices, Anwendung finden.
Jeder Fachmann wird in der Lage sein, die Jacquardkarten so zu schlagen, daß die Flornadeln nach Wunsch in Wirkung treten, um jedes beliebige Kettenflormuster anzufertigen. .
Wie es bei den bisher gebräuchlichen Nadeln zur Bildung von Kettenflor bekannt ist, können auch beim Erfindungsgegenstand die Enden der Nadeln als Messer oder mit Schneiden ausgebildet sein, so daß bei der Rückbewegung einer Nadel das Aufschneiden der um dieselbe herumgeschlungenen Schleifen oder Noppen stattfindet. .

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Webstuhl zur Herstellung von Kettenflormustern auf Bändern, Borten und ähnlichen schmalen Geweben, dadurch gekennzeichnet, daß die Flornadeln (e) von der
    Karte der fachbildenden Jacquardmaschine aus derart gesteuert werden, daß die Querbewegung der Flornadeln (e) zur Kette unmittelbar durch eine Jacquardplatine (o) stattfindet, während die Parallelbewegung durch eine besondere Hubscheibe (w) aber nur dann veranlaßt wird, wenn durch die Jacquardkarte eine Platine (h, k), welche mit einem die Flornadel verschiebenden Doppelhebel (g, mj verbunden ist, mit dem zugehörigen Hubmesser (v) gekuppelt ist.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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