DE250351A - - Google Patents

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DE250351A
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 250351 KLASSE 21 a.J GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT.-GES.in BERLIN.
geschalteten Teilnehmerleitungszweige erfolgt.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Oktober 1910 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf selbsttätige Fernsprechanlagen, bei welchen das Einstellen und Auslösen der Wähler im Amte über die . hintereinander geschalteten Teilnehmeiieitungszweige ohne Erdung an der Teilnehmerstelle und unter Zuhilfenahme von Verzögerungsrelais erfolgt, welche ihre Anker schnell anziehen und langsam abfallen lassen, und welche in Abhängigkeit von in der Leitung liegenden,
ίο die Impulse empfangenden Relais sind.
Die Schleifenschaltungen haben sich bis jetzt bei Anwendung von Gruppenwählern nicht gut einführen lassen, weil der Mehrverbrauch an Zeit, welcher durch den verzögerten Abfall der Anker entsteht, das sichere Arbeiten der Gruppenwähler stark beeinflußt. Bekanntlich müssen die Gruppenwähler zum Aufsuchen einer freien Leitung, also zwischen zwei Impulsreihen, unter Umständen zehn Schritte zurücklegen. Die hierzu erforderliche Zeit wird dadurch gewonnen, daß der Teilnehmer die Fingerscheibe seines Nummernschalters erst herunterziehen und loslassen muß, bevor die Impulse ausgesandt werden. Bei schneller Handhabung der Fingerscheibe durch einen hastig arbeitenden Teilnehmer könnte der Fall eintreten, daß diese Zeit allein nicht ausreicht. Es werden deshalb die Nummernschalter so ausgebildet, daß die Fingerscheibe um einen mehreren Kontaktschritten entsprechenden Winkel zurückläuft, ohne Impulse in die Leitung auszusenden. Die Verzögerungsrelais an den Schleifensystemen müssen nun jedenfalls so ausgebildet sein, daß
sie während der Dauer eines Einstellimpulses ihren Anker nicht abfallen lassen. Da nun die Nummernschalter der Teilnehmerstellen nicht sämtlich mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit arbeiten, sondern bisweilen langsamer laufen, so war es bisher, um Störungen mit Sicherheit zu vermeiden, erforderlich, die Verzögerungsrelais so auszugestalten, daß die Dauer des Abfalles ihrer Anker gleich der für mehrere Schritte eines normal . arbeitenden Nummernschalters erforderlichen Zeit ist. Für die Dreharbeit der Gruppenwähler ist nun nicht die ganze Zeit, die zwischen der Beendigung einer Impulsreihe und dem Beginn der nächsten liegt, voll verfügbar; sondern die für den Ankerabfall des Verzögerungsrelais verbrauchte Zeit ist dafür verloren. Da man. aus praktischen Rücksichten die Leerlaufstrecke am Nummernschalter nicht allzu groß machen kann, so ruft die zur Erhöhung der Sicherheit vorgenommene Verlängerung der Abfalldauer des Verzögerungsrelaisankers eine Unsicherheit im Arbeiten der Gruppenwähler hervor, indem für die vom Gruppenwähler zwecks Auswahl einer freien Leitung zurückzulegenden Schritte (Drehen) wenig oder gar keine Zeit mehr bleibt. Es liegen also für die Verzögerungsrelais zwei einander widersprechende Forderungen vor, da sie einmal ihren Anker mit Sicherheit während der Einstellung festhalten müssen, andererseits aber die Drehzeit der Gruppenwähler nur möglichst wenig verkürzen dürfen. Den Ubelständen, die sich für Schleifen-
Schaltungen nach obigem ergeben, wird gemäß der Erfindung in der Weise entgegengearbeitet, daß das Verzögerungsrelais derart angeordnet wird, daß ihm der durch das Impulsrelais zu-5. geführte Erregerstrom nicht während der ganzen Zeitdauer der Arbeits- oder Ruhelage oder sowohl der Arbeits- als der Ruhelage des Impulsrelaisankers — je nachdem die eine oder andere oder beide Lagen des Ankers den Anlaß zur Aufhebung der Erregung geben — entzogen wird. Auf diese Weise ergeben sich Verzögerungsrelais, für die eine kürzere Zeit zum Abfall ihrer Anker bei gegebener Geschwindigkeit der Schaltimpulse genügt und welche trotzdem den sicheren Betrieb der Wähler nicht gefährden. Gleichzeitig wird ein einfacher und sicherer wirkender Bau des Verzögerungsrelais ermöglicht, da bekanntlich Verzögerungsrelais, welche zum Abfall ihrer Anker eine größere Zeit benötigen, sich schwer mit einfachen Mitteln herstellen lassen. Gemäß der Erfindung kann die Verkürzung der Stromentziehungsdauer in der Weise bewirkt werden, daß während der Impulsgabe dem Verzögerungsrelais der Erregerstrom bei Unterbrechung an den Kontakten des Impulsrelais durch andere Kontaktschlüsse zugeführt wird, die von einem oder mehreren Relais, .welche vom Impulsrelais in Tätigkeit gesetzt werden, abhängig sind. Die Anordnung kann hierbei entweder so getroffen werden, daß mittels der Hilfsrelais die Dauer eines Strom'impulses in der Weise zerlegt wird, daß der Strom im Verzögerungsrelais den größten Teil der zwischen zwei Impulsen liegenden Zeit bestehen bleibt und nur während eines kleinen Bruchteils dieser Zeit unterbrochen wird, oder aber, daß dem Verzögerungsrelais mittels der Hilfsrelais bei jedem Impuls zwei- oder mehrmals wiederholt Erregerstrom zugeführt wird. Bei Anwendung mehrerer Hilfsrelais kann die Dauer der Unterbrechung des Stromes im Verzögerungsrelais während der Impulsgabe verschwindend klein gemacht, ja sogar völlig beseitigt werden.
_ Bei den bis jetzt bekannt gewordenen Schleifensystemen mit den Anker schnell anziehenden und verzögert fallen lassenden Relais hat man dem die Schaltstromstöße empfangenden Leitungs- bzw, Impulsrelais zwei solche Verzögerungsrelais zugewiesen, von denen das eine über den angezogenen Anker des die Schaltimpulse empfangenden Relais eingeschaltet wurde und zur Aufrechterhaltung der Verbindung diente, während das andere über den ab-. 55 gefallenen Anker des Impulsrelais eingeschaltet wurde und die Umsteuerungen nach jeder Stromstoßreihe bewirkte.
Die neue Schaltung bringt demgegenüber eine wesentliche Ersparung an Relais. Gemäß der Erfindung erfolgt nämlich die Herstellung und Aufrechterhaltung der Verbindung usw.
mittels nur eines einzigen, dem Impulsrelais zugeordneten, seinen Anker verzögert abfallen lassenden Relais, das sowohl auf die zur Einstellung als auch auf die zur Auslösung dienenden Organe einwirkt. Durch Umschalteeinrichtungen können diese Organe an allen zu einer Verbindung benutzten Wählern in Abhängigkeit von ein und demselben Verzögerungsrelais gebracht werden. Dieses die Schalt vorgänge an sämtlichen Wählern beherrschende Verzögerungsrelais wird zweckmäßig zusammen mit einem Ubertragerrelaissatz vor dem ersten Gruppenwähler oder in der Nähe desselben angeordnet.
. Das neue Verzögerungsrelais wird derart geschaltet, daß es, trotzdem es während der Schaltimpulse bei Anzug des Impulsrelaisankers Erregerstrom erhält und somit seinen Anker angezogen hält, bei dauernder Erregung des Impulsrelais seinen Anker fallen läßt und Steuerumschaltungen vornimmt. Ebenso kann das Verzögerungsrelais so geschaltet werden, daß es den Erregerstrom bei Abfall des Impulsrelaisankers erhält, dagegen bei andauerndem Abfall des Impulsrelaisankers seinen Anker fallen läßt. Beide Formen lassen sich gemäß der Erfindung, wie in dem unten beschriebenen Beispiel gezeigt ist, auch kombinieren. Die Umschaltungen zur Erregung des Verzögerungsrelais bei der Schaltimpulsgabe und zur Aufhebung der Erregung bei dauernder Erregung oder dauernder StrOmlosigkeit des Impulsrelais werden mittels eines Hilfsrelais bewirkt, welches über den angezogenen Anker des Verzögerungsrelais und den abgefallenen Anker des Impulsrelais unter Strom gesetzt wird und dessen Ankerbewegungen denen des Impulsrelaisankers nachfolgen. Dasselbe Hilfsrelais bewirkt gleichzeitig auch die Verlängerung der Dauer der Erregerstromzuführung für das Verzögerungsrelais bzw. die Verkürzung der Stromunterbrechung in diesem während der Schaltimpulse. Das Verzögerungsrelais ist mit mehreren Wicklungen versehen, welche bei dauernder Erregung des Impulsrelais derart unter Strom gesetzt sind, daß sich ihre Wirkungen auf den Anker aufheben. Das dem Impulsrelais zugeordnete Hilfsrelais wird ferner entweder dazu benutzt, den Stromkreis der Fortschalteelektromagnete der Wähler herzustellen, oder es wird gleichzeitig mit den die Fortschalteelektro-'magnete in Tätigkeit setzenden Relais vom Impulsrelais unter Strom gesetzt. In letzterem Falle wird das Hilfsrelais in Nebenschluß zu den Einschalterelais gelegt und mit diesen zweckmäßig auf gleiche Selbstinduktion und gleichen Widerstand gebracht, so daß die Relais synchron arbeiten Und bei den Stromunterbrechungen sich nicht aufeinander entladen können.
Das Leitungsimpulsrelais und das Verzöge-
rungsrelais werden zweckmäßig an eine Verbindungsleitung angeschlossen, mit welcher die anrufende Teilnehmerleitung mittels einer selbsttätigen Schaltvorrichtung verbunden wird; das Verzögerungsrelais wird erfindungsgemäß in die Prüfleitung dieser Verbindungsleitung eingeschaltet und während der Dauer des Gespräches in einen über die Prüfleitung geschlossenen Stromkreis geschaltet.
ίο Um die die Teilnehmerleitung an eine freie Verbindungsleitung anschließende Schaltvorrichtung auszulösen, beispielsweise wenn an der ausgewählten Leitung eine Störung vorhanden ist, werden zweckmäßig auch die Sprechleitungszweige dieser Verbindungsleitung geprüft. Zu diesem Zwecke wird hier das in die Prüfleitung eingeschaltete Verzögerungsrelais beim Belegen der Verbindungsleitung gleichzeitig mit dem an die Sprechleitung an-
ao geschlossenen Impulsrelais eingeschaltet; wenn dann das Impulsrelais andauernd unerregt bleibt oder z. B. bei Gesprächsschluß stromlos wird, nimmt das Verzögerungsrelais eine solche Umschaltung vor, daß die Auslösung der zurückliegenden Schaltvorrichtung eintritt. Dies kann z. B. in der Weise bewirkt werden, daß das Verzögerungsrelais ein Hilfsrelais einschaltet, welches, wenn das Leitungsrelais für längere Zeit bzw. dauernd unerregt bleibt, die Herstellung des Auslösestromkreises veranlaßt. Ist das Impulsrelais mit dem Verzögerungsrelais und dem Hilfsrelais in der Nähe eines Gruppenwählers, beispielsweise des ersten Gruppenwählers angebracht, so kann in gleicher Weise auch der Stromkreis für den Auslösemagneten dieses Wählers hergestellt werden. Gemäß der Erfindung wird ein und dasselbe Hilfsrelais zur Herstellung des Auslösestromkreises, zur Verlängerung der Dauer des Stromes für das Verzögerungsrelais und zur Herbeiführung der geschilderten Umschaltungen der Erregerstromkreise für dieses benutzt. Das Verzögerungsrelais seinerseits führt außer den erwähnten Funktionen die an sich bekannte Abschaltung der Leitungsseiten während der Übertragung der Schaltimpulse aus.
Die Zeichnungen stellen schematisch ein Ausführungsbeispiel einer gemäß der Erfindung eingerichteten Fernsprechanlage dar, und zwar veranschaulichen sie die Verbindung eines anrufenden Teilnehmers X mit einem angerufenen Teilnehmer Y. Die zu einer solchen Verbindung zu benutzenden Wähler sind in ihrer Anfangs- oder Ruhestellung gezeichnet. In dem Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß jedem Teilnehmer ein Vorwähler VW bzw. VW zugewiesen ist, und daß die Verbindung über erste und zweite Gruppenwähler GWι und GW11 sowie einen Leitungswähler LW hergestellt wird.
Die Vorwähler sind im Ausführungsbeispiel so eingerichtet, daß ein in Tätigkeit gesetzter Vorwähler einer Teilnehmergruppe von beispielsweise 100 Teilnehmern aus den der Gruppe zur Verfügung stehenden z. B. zehn Verbindungsleitungen zu den Gruppenwählern bzw. ersten Gruppenwählern jeweils mittels eines Schrittes die erste freie Leitung erreicht. Ein Satzschaltwerk 55 dient dazu, sämtliche Vorwähler der Gruppe jeweils auf die nächste freie Leitung einzustellen, in der Art, wie dies z. B. im Patent 215982 geschildert ist. Jedoch kann auch jede andere Art von Vorwählern für die neue Anordnung angewendet werden. Als Gruppen- und Leitungswähler sind die beim Strowgersystem bekannten Wähler (mit Hub- und Drehschritten) angewandt.
Wenn der Teilnehmer X seinen Hörer abhebt, so schließt der hochgehende Hörerhaken seiner Sprechstelle einen Kontakt 1 und bringt dadurch einen Stromfluß von Erde über den Vor wählereinschaltmagneten T, den geschlossenen Kontakt 3, den Zweig b der Teilnehmerleitung, den Impulskontakt 2 an der Teilnehmerstelle, den Kontakt 1, den Leitungszweig a, den Kontakt 4 und einen Widerstand 5 zur geerdeten Amtsbatterie hervor. Durch diesen Stromfluß wird der Magnet T erregt und bringt die Kontaktfedern 6, 7 des Vorwählers in bekannter Weise in Verbindung mit den zu einem freien Gruppenwähler GW führenden Leitungen av O1. Über eine Kontaktfeder 8 schaltet er das Abtrennrelais TR in einen Stromkreis von Erde über Feder 8, Leitung 0, Wicklung von TR zur geerdeten Batterie, so daß dieses anspricht und die Batterie und den Elektromagneten T von der Teilnehmerleitung abschaltet.
Bei der Einstellung des Vorwählers VW, die der anrufende Teilnehmer durch Abheben seines Hörers veranlaßt hatte, wird, gleichzeitig mit den Kontakten 6,7, S ein Kontakt 9 geschlossen, wodurch ein Stromkreis von Erde über den Auslöseelektromagneten Mv des Vorwählers, den Kontakt 9, die Leitung 10, den in der ersten Stellung befindlichen Hauptschaltarm 11 des Satzschalters 55 (falls die erste Gruppenwählerleitung frei war) und eine Leitung 12 zur Wicklung eines Relais RS des Satzschalters hergestellt wird.
Durch den Schluß des Kontaktes 9 wird das Relais RS zum Ansprechen gebracht und schließt seinen Kontakt .13, während der Strom nicht ausreichend ist, um den Magneten Mv zum Ansprechen zu bringen. Über Kontakt 13 wird ein Stromkreis für den Satzschalterelektromagneten Ms geschlossen. Der Magnet veranlaßt, daß der Arm 11 um einen Schritt weitergedreht wird und verstellt gleichzeitig die Schaltfedern sämtlicher freien Vorwähler seiner Teilnehmergruppe auf die Kontakte der nächsten zu einem Gruppenwähler führenden Verbindungsleitung seines Satzes. Ist auch diese be-
setzt, so wird der Satzschalter in der gleichen Weise weiter verstellt, bis er eine freie Leitung erreicht.
Durch das Auf treffen der Federn 6, 7 auf die Leitungen a1: O1 wird ein Stromfluß von der Batterie über die Drosselspule Dr des in der Nähe des Gruppenwählers GW1 an der Verbindungsleitung angebrachten Ubertragerrelaissatzes US die Leitungen av α zur Teilnehmerstelle und von dort über 1, 2, die Leitungen b, ¥ zurück über die Wicklung des Impulsrelais A des Übertragers nach Erde hervorgerufen. Gleichzeitig wird auch beim Schließen des Kontaktes 9 ein Strom von der Batterie über den Ruhekontakt 14 eines Relais R, die Wicklung V1 eines Verzögerungsrelais V, die Wicklung des Auslösemagneten M des Gruppenwählers GW1, die Leitung C1, den Kontakt' 9 und den Auslösemagneten Mv des Vorwählers zur Erde hervorgerufen. Dieser Strom reicht aus, um das hochohmige Verzögerungsrelais zu erregen, nicht aber um die niedrigohmigen Elektromagnete M und Mv zur Wirkung zu bringen. Das erregte Relais V trennt an den Kontakten 15, 16 die Leitungen ax, b1 hinter den Kondensatoren K1, K% von den zu den Schalthebeln O1, O2 des ersten Gruppenwählers GWj führenden Zuleitungen und verbindet am Kontakt 17, 18 diese Zuleitungen mit der Wicklung des Relais R bzw. mit einem Widerstand 19. Hierbei wird der Steuerelektromagnet 5 des Gruppenwählers von Batterie über 5, Stellung 1 des Steuerschalthebels S2, den Kontakt 18 und den Widerstand 19 zur Erde unter Strom gesetzt. Der vom Teilnehmer gehandhabte Nummernschalter macht beim Rückgang durch Unterbrechung des Kontaktes 2 das Relais A wiederholt vorübergehend stromlos. Bei jedesmaligem Abfall des Ankers desselben wird der Kontakt 20 geschlossen. Hierbei entsteht ein Strom von der Batterie über die Kontakte 20, 17 und die Wicklung von R zur Erde. Der Stromfluß in der Wicklung V1 wird noch so lange aufrechterhalten, bis das Relais R erregt wird. Durch Schließung des Kontaktes 21 bewirkt das Relais R die Einschaltung des Hubelektromagneten H des ersten Gruppenwählers von der Batterie über den in Stellung 1 befindliehen Schalthebel s3, den Hubelektromagneten H und den Kontakt 21 zur Erde. Gleichzeitig bewirkt das Relais R die Öffnung der Kontakte 14 und 22 und die Schließung der Kontakte 23 und 24. Durch Öffnung des Kontaktes 14 wird der Wicklung V1 der Strom entzogen. Gleich darauf wird das Relais A wieder erregt, wodurch am Kontakt 20 der Strom für das Relais R unterbrochen wird. Solange das Relais R seinen Anker noch nicht fallen gelassen hat, entsteht ein Strom von der Batterie über den Kontakt 25, den nach dem ersten Hubschritt des Gruppenwählers geschlossenen Kopf kontakt 26, den Kontakt 23, die Wicklung V1 und in der geschilderten Weise über, die Prüfleitung C1 zur Erde. Ein Strom über die Gegenwicklung V2 des Verzögerungsrelais kann hierbei nicht entstehen, weil diese am Kontakt 22 unterbrochen ist. Nachdem auch das Relais R stromlos geworden ist, werden nach Abfall seines Ankers die Kontakte 14 und 22 wieder geschlossen. Ist das Relais A jetzt noch erregt, so fließt der Strom in der Wicklung V1 von Batterie über den Kontakt 14 und in der Gegenwicklung v% über die Kontakte 25, 26 und 22 zur Prüfleitung c. Dieser kurze Gegenstrom über V2 genügt aber nicht, damit der Anker des Verzögerungsrelais V abr fällt, da schon früher der Kontakt 20 wieder geschlossen und die Erregung von V2 unterbrochen wird, während der Strom in der Wicklung V1 andauert, bis das Relais R wieder erregt wird. Das Spiel wiederholt sich entsprechend der Zahl der von der Teilnehmerstelle ausgesandten Wahlimpulse, und die Schaltwelle . des Gruppenwählers wird dabei vom Hubelektromagneten um eine Anzahl von Schritten gehoben. Dem Verzögerungsrelais V kann hierbei jedesmal der Erregerstrom sowohl beim Anzug als auch beim Abfall des Ankers des Relais A entzogen werden. Die Zeit der Stromentziehung ist jedoch immer verkürzt um die Zeit, die' das mitgehende Relais R zum Abfall oder Anzug eines Ankers benötigt.
Beim Aufhören der ersten Reihe der Schaltimpulse bleibt das Relais A dauernd erregt. Sobald das Relais R dann seinen Anker fallen läßt, werden, wie beschrieben, beide Wicklungen V1 und v2 unter Strom gesetzt, und das Relais V läßt seinen Anker abfallen; hierdurch wird am Kontakt 18 der Stromfluß über den Elektromagneten 5 des Steuerschalters unterbrochen, wodurch der Steuerschalter in die zweite Stellung übergeht. In dieser ist der Drehelektromagnet D am Schaltarm S3 auf einen Unterbrecher U des Amtes geschaltet, so daß er die Schaltwelle von GW1 in Drehung versetzt.
Bei dem ersten Drehschritt der Schaltwelle bewirkt der erregte Drehelektromagnet in bekannter Weise eine Anziehung des Ankers beim Steuerelektromagneten S, dessen Wicklung in der zweiten Stellung des Steuerschalters über Steuerhebel S4 an den Prüfschalthebel O3 geschaltet ist. Der Elektromagnet S bleibt während der Drehung der Schaltwelle so lange erregt, bis die Zuleitungen eines zweiten freien Gruppenwählers GW11 gefunden werden, dessen Prüf leitung nicht geerdet ist.
Sobald 5 wieder stromlos "wird, werden die Hebel des Steuerschalters in die dritte Stellung gebracht. In dieser Stellung des Steuerschalters sind die Schalthebel O1, O2 über die Steuer-
hebel S1, S2, die Kontakte 15,16 und die Kondensatoren K1, K2 mit den Leitungen U1, b1 verbunden, während der Schalthebel O3 über den Steuerhebel s4 an Erde geschaltet ist. Die Elektromagnete H, D und S sind nunmehr abgeschaltet.
Wenn durch die Nummernscheibe an der Teilnehmerstelle die zweite Impulsreihe begonnen und dabei das Relais A wieder stromlos gemacht wird, so wird ein Strom über den Kontakt 20, den Steuerhebel S1, den Schalthebel O1, die Leitung a2, den Steuerschalthebel s5 und das Relais A1 von GW11, die Leitung c2, den Schalthebel oa und den Steuerhebel S4 zur Erde geschlosser. Das Relais A1 wird erregt und schaltet durch Anzug seines Ankers den Hubelektromagneten H1 über den Kontakt 27 und den Schalthebel se in einen (lokalen) Stromkreis ein.
Durch Öffnen des Kontaktes 25 am Relais A wird zugleich die Wicklung v2 des Verzögerungsrelais V stromlos gemacht, so daß dieses wieder erregt wird und durch öffnung der Kontakte 15, 16 die Leitungsseiten der Sprechleitung voneinander abschaltet. Durch Schließung des Kontaktes 17 wird das Relais R in einen Nebenschluß zum Relais A1 gelegt und wird bei abgefallenem Anker des Relais A gleichzeitig mit A1 erregt, indem es seinen Strom, wie beschrieben, von Batterie über 20 und 17 erhält. Durch Schließung des Kontaktes 18 wird ferner der Steuerelektromagnet S1 des Gruppenwählers GW11 in einen Stromkreis von der Batterie über den Steuerhebel S8, die Leitung O2, den Schalthebel o2, den Steuerhebel S2, den Kontakt 18 und den Widerstand 19 zur Erde eingeschaltet. Es erfolgt jetzt das Heben der Schaltwelle des zweiten Gruppenwählers, während das im Nebenschluß zu A1 gelegte Relais R in der bereits beschriebenen Weise die Umschaltungen des Erregerstromes für das Verzögerungsrelais V vornimmt.
Nach Beendigung der zweiten Stromimpulsreihe erfolgt wiederum bei andauernder Erregung des Relais A die andauernde Einschaltung beider Wicklungen des Relais V, so daß sein Anker abfällt und am Kontakt 18 den Stromkreis für den Steuerelektromagneten S1 unterbricht. Der Steuerschalter des zweiten Gruppenwählers geht infolgedessen in die zweite Stellung über, wobei das Relais A1 vom Leitungszweig (I1 abgeschaltet und über den Arm S6 unmittelbar zwischen die Prüfleitung c2 und die Batterie geschaltet wird. In der zweiten Stellung des Steuerschalters ist ferner der Drehelektromagnet D1 von GW11 über den Steuerhebel S0 in einen Unterbrecherstromkreis eingeschaltet, während der Elektromagnet S1 des Steuerschalters über sfl mit dem Prüfhebel O6 verbunden ist.
Es erfolgt jetzt in gleicher Weise, wie beim ersten Gruppenwähler beschrieben, die Drehung der Schaltwelle des zweiten Gruppenwählers zur Auswahl eines freien Leitungswählers, nach dessen Auffinden der Steuerschalter des zweiten Gruppenwählers in die dritte, die Durchschaltstellung übergeht, in welcher die Schalthebel o4, o5 über die Steuerhebel S7, s8 mit den Zuleitungen a2, O2 verbunden werden, während die Prüfleitung c3 über s9 an die Prüfleitung c2 geschaltet wird. Nunmehr fließt ein Strom von der Batterie über den Ruhekontakt 28 des Kopf schalters am Leitungswähler LW, die Wicklung f1 eines Relais F, die Leitung cs über O6, S9, C2, O3, S4 zur Erde. Das Relais F wird erregt und bewirkt durch Anzug seines Ankers über den Kontakt 29 die unmittelbare Anschaltung seiner Wicklungen an die Batterie.
Wenn bei der nächstfolgenden Impulsreihe das Relais A seinen Anker fallen läßt, entsteht jetzt ein Strom von der Batterie über Kontakt 20 des Ubertragerrelaissatzes S1, O1, a2, S7, o4, a3, die Wicklung des Relais A2 am Leitungswähler LW, C3, oe, s9, c2, O3, S4 zur Erde und zurück zur Batterie. Das dadurch erregte Relais A2 schaltet über seinen Kontakt 30 und den Steuerhebel S10 den Hubelektromagneten H2 an die Batterie. Es erfolgt wiederum, wie beschrieben, die Erregung des Relais V und die Einschaltung des Relais R in Nebenschluß zum Relais A2. Das erregte Relais V bewirkt wiederum die Schließung des Kontaktes 18, wodurch ein den Steuerelektromagneten S2 des Leitungswählers einschaltendes Relais B2 von der Batterie über B2, b?, O5, S8, b2, O2, S2, 18 und 19 zur Erde unter Strom gesetzt wird. Der Steuerelektromagnet S2 wird hierbei von der Batterie über S2, den Kontakt 31 und den geschlossenen Kontakt 32 des Relais F zur Erde unter Strom gesetzt. Ferner bewirkt das Relais B2 durch Schließen des Kontaktes 33 eine nochmalige Erdung der Prüfleitung c3. Nach Beendigung dieser Impulsreihe läßt das Relais V seinen Anker wieder fallen, und das Relais B2 . wird wieder stromlos.
Durch öffnen des Kontaktes 31 verliert der Elektromagnet S2 seinen Strom, und der Steuerschalter des Leitungswählers wird in die zweite Stellung gebracht. In dieser Stellung ist der Hubelektromagnet H2 abgeschaltet und der Drehelektromagnet D2 über den Steuerhebel S10 an den Kontakt 30 des Relais A2 geschaltet. Ferner wird ein mit Verzögerungswirkung ausgestattetes Rufrelais L von der Batterie über den nach dem ersten Hubschritt des Leitungs-Wählers geschlossenen Kopfkontakt 34, den geschlossenen Kontakt 35 des Relais F, die Wicklung des Relais. L und den Steuerhebel S11 unter Strom gesetzt.
Bei der folgenden letzten Impulsgabe wird vom Relais A2 der Drehelektromagnet D2 wiederholt zum Ansprechen gebracht, während
das Relais B2 den Elektromagneten S2 wiederunter Strom hält. Sobald die Impulse vorüber sind und das Relais A dauernd erregt wird, ist, nachdem V seinen Anker hat abfallen lassen, der Strom für B2 wieder unterbrochen. Das Relais B2 schaltet den Elektromagneten S2 vom Kontakt 31 ab und über den Kontakt 36 und den Steuerhebel S14 an den Prüf arm O9 an. Ist die verlangte Leitung zum Teilnehmer Y frei, so kann über die zugehörige Prüfleitung C4 kein Strom fließen, so daß der Elektromagnet S2 seinen Anker fallen läßt. Der Steuerschalter wird dadurch in die dritte Stellung gebracht. In dieser Stellung sind die Zweige «4, O4 der Leitung des verlangten Teilnehmers über die Schalthebel O7, o8 und die Steuerhebel S12, S13 durchgeschaltet, während die Prüfleitung C4 über O9, S11 mit Erde verbunden ist. Dabei wird das Abschalterelais TRt des angerufenen Teilnehmers von Batterie über TR4, C4, o9, S14 und Erde erregt und die Teilnehmerleitung α4, δ4 von der Batterie und dem Elektromagneten T1 des Vorwählers abgeschaltet. Beim Übergang des Steuerschalters in die dritte Stellung wird ferner die Wicklung des Verzögerungsrelais L am Steuerhebel S11 über einen Zeitschalter UZ an Erde gelegt. Wenn UZ sich nicht gerade in Kontaktstellung befindet, so wird das Relais L stromlos, läßt seinen Anker jedoch nur langsam abfallen. Bis der Abfall eingetreten ist, fließt Rufstrom von der Rufstromquelle RQ über den Kontakt 37, S13, O7, «4 zum Wecker der Teilnehmerstelle Y und von da über O4, O8, S12, Kontakt 38 zurück zur Rufstromquelle, so daß der verlangte Teilnehmer zum ersten Male gerufen wird. Meldet sich der Teilnehmer nicht gleich, so folgt in Zeitabständen von z. B. 10 Sekunden jedesmal eine vorübergehende Schließung des Stromkreises für das Relais L über den Zeitschalter UZ, und zur ausgewählten Teilnehmerstelle wird in gleicher Weise ein Rufstrom über die Kontakte 37,38 jedesmal so lange abgesandt, bis das Verzögerungsrelais L seinen Anker wieder fallen läßt. Gleichzeitig wird ein Rufkontrollsignal zur angerufenen Stelle gesandt, indem von einem mit dem Zeitschalter UZ synchron laufenden Schalter UZ1 ein Summerstrom von SM über den Ruhekontakt 39 des Elektromagneten S2 und den Kontakt 40 des Relais L an den Leitungszweig O3 geschaltet wird.
Nach, jedesmaligem Abfall des Ankers am Rufverzögerungsrelais L werden die Leitungszweige «4, O5 über die Kontakte 41 bzw. 42 an die Leitungszweige O3, as geschaltet. Sobald sich der angerufene Teilnehmer gemeldet hat, entsteht ein Strom von der Batterie über B2, 41, S13, O7, at, Mikrophon des angerufenen Teilnehmers, δ4, os, S12, 42, A2, C3, oe, S9, C2, O3, S4 zur Erde, wodurch die Relais B2 und A2 erregt werden. Das Relais B2 bewirkt durch Schließung des Kontaktes 33 die nochmalige Erdung der Prüfleitung. Diese Erdverbindung wird so lange geschlossen gehalten, bis der angerufene Teilnehmer sein Telephon anhängt. Das Relais A2 veranlaßt durch Anzug seines Ankers einen Stromfluß von der Batterie über den Kontakt 29 und die Gegen wicklung f2 des Relais F, den Schaltarm S10 und den Kontakt 43 zur Erde. Das Relais F läßt darauf seinen Anker fallen, wodurch am Kontakt 35 das Relais L abgeschaltet und am Kontakt 29 die Batteriezuleitung zu den Wicklungen des Relais J7 unterbrochen wird, so daß dieses für die Dauer der bestehenden Verbindung nicht mehr erregt werden kann. .
Hängt nach Beendigung des Gespräches der anrufende Teilnehmer X sein Telephon zuerst an, so wird das Relais A dauernd stromlos, wodurch am Kontakt 25 die Abschaltung des Stromes für die Wicklung v2 von V erfolgt. Das Verzögerungsrelais V wird nochmals erregt und bewirkt bei Anzug seines Ankers die Wiedereinschaltung des Relais R über 20 und 17. Dieses hält den Kontakt 14 so lange geöffnet, bis das Relais V seinen Anker abfallen läßt und das Relais R wieder abschaltet. In der Zwischenzeit, bis das Relais R seinen Anker fallen läßt, fließt ein starker Strom von der Batterie über 20, Kontakt 15, der bereits geschlossen ist, bevor Relais R Zeit gehabt hat, seinen Anker fallen zu lassen, Kontakt 24, M, C1, Mv zur Erde, wodurch die Magnete M und Mv gleichzeitig erregt werden. Ersterer bewirkt die Auslösung des Gruppenwählers und letzterer die Freigabe des Vorwählers. Beim Rückgang des Gruppenwählers wird die durchgehende Prüfleitung am Steuerhebel S4 unterbrochen. Die Auslösung der dahinter liegenden Wähler kann aber noch nicht erfolgen, da das Relais B2 über die angerufene Station erregt gehalten wird und die Prüfleitung über Kontakt 33 noch geerdet ist.
Hängt dagegen der angerufene Teilnehmer zuerst sein Telephon an, so werden die Relais A2 und B2 stromlos. Der Auslösemagnet M2 des Leitungswählers LW wird von der Batterie über den Kopfkontakt 34, den Kontakt 44 des Relais F, die Wicklung von M2 und den Kontakt 43 des Relais A2 unter Strom gesetzt und veranlaßt die Rückkehr des Leitungswählers in die Ruhelage. Die Erdverbindung der Prüfleitung über den Kontakt 33 wird beim Stromloswerden von B2 zwar abgeschaltet; die Prüfleitung bleibt aber noch am Übertrager bzw. am ersten Gruppenwähler über den Steuerhebel S4 geerdet, so daß die zurückliegenden Wähler noch nicht ausgelöst werden. Deren Auslösung erfolgt erst, wenn auch der Anrufende sein Telephon anhängt. Wird, dagegen die Erde von der Prüf leitung an S4 und 33 nach Anhängen der Hörer an beiden Teilnehmer-
stellen abgeschaltet, so kann auch der bzw. die zwischen GW1 und LW liegenden Wähler ausgelöst werden, da jetzt der Strom in der Prüfleitung aufhört und das Relais A1 nach Abfall seines Ankers den Auslösemagneten M1 über den Steuerhebel se und den Kontakt 45 einschaltet.
War die verlangte Teilnehmerleitung besetzt, so konnte·der Steuerschalter des Leitungswählers nicht von der zweiten in die dritte Stellung geführt werden. Denn dann wurde nach Stromloswerden des Relais £>2 der Steuerelektromagnet S2 nicht stromlos, sondern über den Kontakt 36, den Steuerhebel S11, den Schalthebel O9 und die belegte Prüf leitung mit Erde verbunden und erregt gehalten. Da in der zweiten Stellung des Steuerschalters das Relais L erregt ist, wird ein dauerndes Besetztsignal von der Summereinrichtung SM über die Kontakte 46,40 an den Leitungszweig b3 dauernd angeschaltet. Wenn der anrufende Teilnehmer beim Besetztsein der verlangten Leitung sein Telephon anhängt und die Auslösung des ersten Gruppenwählers, wie beschrieben, erfolgt, werden nach Unterbrechung der durchgehenden Prüfleitung am Steuerhebel S4 gleichzeitig die Relais A1 und F stromlos gemacht, so daß der Auslösemagnet M1 des zweiten Gruppenwählers und der Auslösemagnet M2 des Leitungswählers eingeschaltet ' werden und die Auslösung dieser Wähler be-. wirken.
Kann beim Belegen der zum Ubertragerrelaissatz bzw. zum ersten Gruppenwähler führenden Verbindungsleitungen Ct1, blt C1 durch den Vorwähler VW das Leitungsrelais A aus irgendwelchen Gründen nicht ansprechen, so erfolgt nach Erregung des Verzögerungsrelais V die Freigabe des Vorwählers in der gleichen Weise, wie bei" Auslösung der Verbindung beschrieben. Werden ferner durch einen Wähler die Zuleitungen eines nächstfolgenden Wählers belegt, an dem irgendeine Störung vorliegt, an dem beispielsweise die Prüfleitung unterbrachen ist, so. kann weder die Verbindung weitergegeben werden, noch werden die zurückliegenden Wähler zurückgeführt. Der anrufende Teilnehmer kann sich hier erst durch Anhängen seines Hörers frei machen. Der aussetzende Wähler wird dann nicht ausgelöst, wobei er im Amte in bekannter Weise ein Signal abgeben kann.
Für die beschriebene Schaltung ergeben sich die günstigsten Verhältnisse, wenn der Anker des Impulsrelais während der Impulsgabe gleich lange Zeiten in Ruhe- und Arbeitslage verweilt. Es können Verhältnisse eintreten, durch die herbeigeführt wird, daß der Anker in der einen Lage länger verweilt als in der anderen. In solchen Fällen kann durch geeignete Einstellung usw. des Hilfsrelais R (langsameren Ankeranzug oder Abfall) ein Ausgleich in der Weise herbeigeführt werden, daß sich auch hierbei für das Verzögerungsrelais günstige Verhältnisse ergeben.

Claims (18)

Patent-Ansprüche:
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit selbsttätigem Betrieb, bei welchen das Einstellen und Auslösen der Wähler im Amte durch Schaltimpulse über die hintereinander geschalteten Teilnehmerleitungszweige und unter Zuhilfenahme von Verzögerungsrelais erfolgt, welche in . Abhängigkeit von an der Leitung liegenden, die Impulse empfangenden Relais sind, da durch gekennzeichnet, daß die Erregungsstromkreise der Verzögerungsrelais. derart ausgebildet bzw. geführt sind, daß die Relais auch im Verlauf derjenigen Zeit Erregerstrom beziehen, während welcher der Anker des Impulsrelais bei der Impulsgabe in einer zur Aufhebung der Erregung Anlaß gebenden Lage (Arbeits- oder Ruhelage bzw. sowohl Arbeits- als Ruhelage) verweilt, zu dem Zwecke, die Zeit, welche mit Rücksicht auf sicheren Betrieb der Wähler zur Verzögerung des Ankerabfalls am Verzögerungsrelais nötig ist, verkürzen zu können.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einem Verzögerungsrelais während der Impulsgabe bei Unterbrechung seines Erregerstromes an den Kontakten des die Impulse der Leitung empfangenden Impulsrelais der Erregerstrom über andere Kontakte zugeführt wird, die von einem oder mehreren, vom Impulsrelais beeinflußten Relais abhängig sind. .
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines einzigen, seinen Anker- verzögert abfallen lassenden Relais (V) sowohl die Einstellung als auch das Auslösen des Wählers veranlaßt wird.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Einstellung und Auslösung der für eine Verbindung benutzten Wähler dienenden Relais durch Umschalteinrichtungen derart in Abhängigkeit von demselben einzigen Verzögerungsrelais gebracht werden, daß dieses die Schaltvorgänge an allen Wählern beherrscht.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
• dem Impulsrelais (A) zugeordnete, zur Verlängerung der Dauer der Stromzuführung für das Verzögerungsrelais (V) dienende Hilfsrelais (R) derart angeordnet ist, daß es entweder selbst den Stromkreis der Fort-
. schaltelektromagnete (H, D) der Wähler herstellt oder gleichzeitig mit den die Fortschaltelektromagnete einschaltenden Relais (A1, A2) vom Leitungsimpulsrelais (A) unter Strom gesetzt wird.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine derartige Schaltung des Verzögerungsrelais (V),, daß es während der Schaltimpulse Erregerstrom
ίο bei Ankeranzug bzw. -abfall des Impulsrelais (A) erhält und seinen Anker angezogen hält, während es bei dauernder Erregung bzw. Stromlosigkeit des Impulsrelais (A) seinen Anker fallen läßt und Steuerumschaltungen bzw. die Herstellung von Auslösestromkreisen veranlaßt.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verzögerungsrelais (V) während der Schaltimpulse Erregerstrom sowohl bei Anzug als auch bei Abfall des Impulsrelaisankers erhält und seinen Anker angezogen hält, bei dauernder Erregung und bei dauernder Stromlosigkeit des Impulsrelais dagegen seinen Anker fallen läßt.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß das Verzögerungsrelais mit mehreren Wicklungen (V1, V2) versehen ist, welche bei dauernder Erregung des Impulsrelais (A) unter Strom gesetzt sind und sich in ihrer Wirkung, auf den Anker aufheben, so daß dieser abfallen kann.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltungen zur Erregung des Verzögerungsrelais (V) während der Impulsgabe und zur Aufhebung der Erregung bei dauernder Erregung oder Stromlosigkeit des Impulsrelais (A) unter Zuhilfenahme eines Relais (R) bewirkt wird, welches über den angezogenen Anker des Verzögerungsrelais
(V) und den abgefallenen Anker des Impuls-
: relais (A) unter Strom gesetzt wird und dessen Ankerbewegungen denen des Impulsrelaisankers nachfolgen.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkürzung der Dauer der Stromunterbrechung für das Verzögerungsrelais (V) und die Um-Schaltung desselben zwecks Erregung während der Schaltimpulse sowie die Aufhebung der Erregung bei dauernder Erregung oder Stromlosigkeit des Impulsrelais (A) mittels eines und desselben, in seinen Ankerbewegungen denen des Impulsrelais (A) nachfolgenden Hilfsrelais (R) vorgenommen wird.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein in seinen Ankerbewegungen den Ankerbewegungen des Impulsrelais nachfolgendes Hilfsrelais (R) in einen Nebenschluß zu den die Anschaltung der Fortschaltelektromagnete bewirkenden Relais (A1, A2) gelegt ist.
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verzögerungsrelais (V) während der dauernden Erregung des Impulsrelais mit seinen Wicklungen in die dritte (Prüf-) Leitung derart eingeschaltet und während der Dauer, des Gespräches unter Strom gehalten wird, daß es seinen Anker fallen läßt.
13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 für Anlagen, bei welchen Leitungsimpulsrelais und Verzögerungsrelais hinter der zur Verbindung einer anrufenden Teilnehmerleitung mit einer freien Verbindungsleitung dienenden selbsttätigen Schaltvorrichtung (Vorwähler) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Verzögerungsrelais (V) gleichzeitig mit dem Impulsrelais (A) beim Belegen der Verbindungsleitung (alt I1, C1) unter Strom gesetzt wird, wobei ersteres, wenn das Impulsrelais (A), z.B. infolge Beschädigung der Sprechleitungszweige andauernd unerregt bleibt bzw. stromlos wird, eine Umschaltung vornimmt, die die Auslösung des Vorwählers (VW) bewirkt.
14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß bei dauernder Nichterregung des Impulsrelais (A) nach Belegung der Verbindungsleitung die Freigabe des Vorwählers (VW) unter Zuhilfenahme eines Hilfsrelais (R) in der Weise erfolgt, daß das Verzögerungsrelais (V) das Hilfsrelais (R) einschaltet, das seinerseits, wenn das Impulsrelais für längere Zeit bzw. ■ dauernd unerregt bleibt, die Herstellung des Auslösestromkreises veranlaßt.
15. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 14 für Anlagen, bei denen ein Vorwähler mit Satzschaltwerk (Patent 215982) die Verbindung einer anrufenden Leitung mit einer freien Verbindungsleitung bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das vom Verzögerungsrelais (V) eingeschaltete Hilfsrelais (R) beim Ansprechen das hochohmige Verzögerungsrelais (Wicklung V1 von V) abschaltet, dessen abgefallener Anker vorübergehend einen starken Strom zur Auslösung des Vorwählers in die Prüf leitung aussendet.
16. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 15 mit in der Nähe eines Gruppenwählers angebrachtem Impulsrelais, Verzögerungsrelais und Hilfsrelais, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Herstellung des Stromkreises für den Auslösungsmagneten dieses Wählers bei andauernder Stromlosigkeit des Impulsrelais in gleicher Weise vom Hilfsrelais vorgenommen wird.
17. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 10 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß das
Hilfsrelais (R) außer der Verkürzung der Abschaltdauer des Erregerstromes für das Verzögerungsrelais (V) und den Umschaltungen desselben während der Impulsgabe auch die Herstellung. von Auslösestromkreisen bewirkt.
18. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, 6 und 13 für Anlagen, bei welchen das Impulsrelais dauernd an die Verbindungsleitung angeschlossen bleibt und die Impulse zu den Wählern durch Übertragereinrichtungen weitergegeben werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Verzögerungsrelais auch dazu dient, die an sich bekannte Abschaltung der Leitungsseiten während der Übertragung der Schaltimpulse vorzunehmen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.

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