DE249585C - - Google Patents

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DE249585C
DE249585C DE1910249585D DE249585DA DE249585C DE 249585 C DE249585 C DE 249585C DE 1910249585 D DE1910249585 D DE 1910249585D DE 249585D A DE249585D A DE 249585DA DE 249585 C DE249585 C DE 249585C
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gun barrel
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recoil
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DE1910249585D
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A25/00Gun mountings permitting recoil or return to battery, e.g. gun cradles; Barrel buffers or brakes
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A27/00Gun mountings permitting traversing or elevating movement, e.g. gun carriages
    • F41A27/30Stabilisation or compensation systems, e.g. compensating for barrel weight or wind force on the barrel

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 249585 -KLASSE 72 c. GRUPPE
FRIED. KRUPP AKT.-GES. in ESSEN, Ruhr.
Rohrrücklaufgeschütz mit gleichmäßig langem Rohrrücklaufe.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juni 1910 ab.
Um Rohrrücklaufgeschützen, die, wie z. B. Steilfeuergeschütze, auch unter größeren Erhöhungen feuern sollen, einerseits eine normale Feuerhöhe, andererseits eine große Stabilität beim Schießen unter niedrigen Erhöhungen zu verleihen, ist bekanntlich die Rücklaufbremse so eingerichtet worden, daß das Geschützrohr bei kleinen Erhöhungen einen langen Rücklauf und bei großen Erhöhungen einen kurzen
ίο Rücklauf ausführt. Eine solche Einrichtung (veränderlicher Rohrrücklauf) bildet eine verwickelte und empfindliche Konstruktion. Zur Vermeidung der mit dem veränderlichen Rohrrücklaufe verbundenen Nachteile sind die wagerechten Schildzapfen in unmittelbare Nähe des in der Feuerstellung befindlichen Geschützrohrbodenstückes verlegt worden, so daß das Geschützrohr nicht nur bei niedrigen, sondern auch unter großen Erhöhungen einen langen
ao Rücklauf ausführen kann, ohne daß die Feuerhöhe das normale Maß übersteigt. Da aber durch die Zurückverlegung der wagerechten Schildzapfen das um diese drehbare System ein beträchtliches Vordergewicht erhält, so ist diese Art von Geschützen mit gleichmäßig langem Rohrrücklaufe mit einer als Kraftsammler ausgebildeten Ausgleichvorrichtung (Feder o. dgl.) versehen. Derartigen Ausgleichvorrichtungen kann eine gewisse Empfindlich- keit nicht abgesprochen werden. Man hat sich daher bemüht, bei Geschützen mit gleichmäßig langem Rohrrücklaufe die kraftsammelnden Ausgleichvorrichtungen zu beseitigen und hat dies u. a. dadurch zu erreichen versucht, daß bei Geschützen mit in unmittelbarer Nähe des Geschützrohrboderistückes liegenden 45
Schildzapfen der Gleitbahnträger um ein Maß, das der Rücklauflänge entspricht, über das Bodenstück des Geschützrohres hinaus verlängert und am hinteren Ende des Gleitbahnträgers ein Ausgleichgewicht angeordnet wurde. Ein solches (am Gleitbahnträger) angeordnetes Gewicht bildet aber eine tote Last; auch besitzen Geschütze dieser Art ein schwerfälliges Aussehen.
Die Erfindung bezweckt nun, ein Rohrrücklaufgeschütz mit gleichmäßig langem Rohrrücklaufe zu schaffen, das auch unter großen Erhöhungen zu feuern vermag, und bei dem die erwähnten Nachteile der bekannten Rohrrücklaufgeschütze vermieden sind, trotzdem die normale Feuerhöhe nicht überschritten wird und eine hinreichende Stabilität beim Schießen gewahrt bleibt.
Als Ausführungsbeispiel der Erfindung ist auf der Zeichnung ein Steilfeuer-Rohrrücklaufgeschütz dargestellt. Fig. ι zeigt eine Seitenansicht der in Betracht kommenden Teile eines solchen Geschützes und Fig. 2 eine zu Fig. ι gehörige Oberansicht.
Das den Gegenstand der Erfindung bildende Geschütz besitzt gleichmäßig langen Rohrrücklauf. Das Geschützrohr A ist in bekannter Weise auf dem Gleitbahnträger B geführt, der mittels wagerechter Schildzapfen δ1 im Lafettenkörper C gelagert ist und durch eine (auf der Zeichnung nicht wiedergegebene) Höhenrichtmaschine um die Achse der wagerechten Schildzapfen gedreht werden kann. Der Gleitbahnträger nimmt eine Bremse und einen Vorholer F auf. Der Bremszylinder E ist mit dem Geschützrohre durch ein Horn «2
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verbunden. Dieses Horn und das mit ihm verbundene Ende des Bremszylinders liegen zweckmäßig ein beträchtliches Stück vor der Stirnfläche des Geschützrohrbodenstückes.
Die wagerechten Schildzapfen b1 sind nach dem Geschützrohrbodenstücke hin versetzt. Die Zurückversetzung der Schildzapfen geht nicht so weit, daß sie in unmittelbarer Nähe des Geschützrohrbodenstückes sitzen, sondern
ίο in an sich bekannter Weise nur so weit, daß der hinter ihnen liegende Teil des Geschützrohres noch einen wesentlichen Teil des Gewichtes der vor ihnen liegenden Teile des um die wagerechten Schildzapfen schwingenden Systemes auszugleichen vermag. Immerhin würde, falls der Gleitbahnträger in der Nähe der Stirnfläche des in der Feuerstellung befindlichen Geschützrohrbodenstückes enden und dieses die üblichen Abmessungen besitzen würde, das um die Schildzapfen b1 drehbare System ein beträchtliches Vordergewicht besitzen. Dieses Vordergewicht wird nun zum Teil durch das Geschützrohrbodenstück, welches (bei a1, Fig. 1) über die normalen Abmessungen hinaus verstärkt ist, zum Teil dadurch vollständig oder nahezu vollständig ausgeglichen, daß der Gleitbahnträger B über das Bodenstück des in der Feuerstellung befindlichen Geschützrohres hinaus um ein Maß verlängert ist, das kleiner als die Rücklauflänge ist. Die (auf der Zeichnung etwas übertrieben dargestellte) Verstärkung des Geschützrohrbodenstückes ist an sich bekannt. Das gleiche gilt von der Verlängerung des Gleitbahnträgers um das erwähnte Maß.
Infolge der beschriebenen Lage der wagerechten Schildzapfen, der Verstärkung des Geschützrohrbodenstückes und der Verlängerung des Gleitbahnträgers über das Geschützrohrbodenstück hinaus kann, wie ohne weiteres ersichtlich ist, ein bei allen Erhöhungen gleichmäßig langer Rücklauf angewandt werden (vgl. die in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien angedeuteten Stellungen I und II des Geschützrohres usw.), ohne daß die Feuerhöhe das normale Maß übersteigt. Durch den langen Rücklauf wird aber eine hinreichende Stabilität beim Schießen unter allen Erhöhungen erreicht. Außerdem besitzt das beschriebene Geschütz neben einem äußerst einfachen Aufbau ein gefälliges Aussehen.
Eine der Erfindung gemäß eingerichtete 10,5 cm-Haubitze würde bei einer Feuerhöhe (h) von etwa 1 m eine Rücklauflänge (r) von ebenfalls ι m geben. Dieses Maß der Rücklauflänge ist zwar etwas geringer als der längste übliche Rücklauf einer Haubitze mit veränderlichem Rohrrücklaufe und als der übliche Rücklauf einer Haubitze, deren Schildzapfen unmittelbar am Bodenstücke des Ge- schützrohres liegen, gleiche Feuerhöhe usw. der Geschütze vorausgesetzt. Trotzdem besitzt eine Haubitze der vorliegenden Art ungefähr die gleiche Stabilität beim Schießen wie die erwähnten Haubitztypen, da infolge der Verstärkung des Geschützrohrbodenstückes die Masse des zurücklaufenden Systemes erhöht ist und der Schwerpunkt des zurücklaufenden Systems näher an die Seelenachse des Geschützrohres zu liegen kommt. Umstände, die, wie bekannt, günstig auf die Stabilitätsverhältnisse eines Geschützes einwirken.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Rohrrücklaufgeschütz mit gleichmäßig langem Rohrrücklaufe, bei dem die wagerechten Schildzapfen nach dem Geschützrohrbodenstücke hin versetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswuchtung des um die wagerechten Schildzapfen schwingenden Systems teils durch ein über die normalen Abmessungen hinaus verstärktes Geschützrohrbodenstück, teils durch einen über das Bodenstück des in der Feuerstellung befindlichen Geschützrohres hinaus verlängerten Gleitbahnträger bewirkt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1910249585D 1910-06-06 1910-06-06 Expired - Lifetime DE249585C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE249585T 1910-06-06

Publications (1)

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Family

ID=32479394

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1910249585D Expired - Lifetime DE249585C (de) 1910-06-06 1910-06-06

Country Status (3)

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DE (1) DE249585C (de)
FR (1) FR428126A (de)
GB (1) GB191106148A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1097319B (de) * 1958-03-10 1961-01-12 Siegfried Uhl Gewichtsausgleich fuer Waffen, deren Schwerpunkt nicht in der Schildzapfenachse liegt

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1097319B (de) * 1958-03-10 1961-01-12 Siegfried Uhl Gewichtsausgleich fuer Waffen, deren Schwerpunkt nicht in der Schildzapfenachse liegt

Also Published As

Publication number Publication date
GB191106148A (en) 1911-09-07
FR428126A (fr) 1911-08-23

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