DE248571C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B32/00—Carbon; Compounds thereof
- C01B32/30—Active carbon
- C01B32/312—Preparation
- C01B32/342—Preparation characterised by non-gaseous activating agents
- C01B32/348—Metallic compounds
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft die Vorbehandlung von Kohle oder
bituminösen Stoffen mit Chemikalien vor dem Glühprozeß. Solche Verfahren, bei denen
Chemikalien zur Anwendung gelangen, sind bereits früher beschrieben worden. So wird
z. B. nach dem im Patent 44534 angegebenen Verfahren die Kohle mit kohlensaurem Baryt oder mit Magnesiahydrat oder mit Tonerdehydrat
imprägniert. Nach Patent 86247 wird organische Substanz mit Magnesiumkarbonat durchsetzt und unter dieselbe kohlensauer
Kalk gelagert, so daß bei dem Erhitzen die empyrheumatischen Stoffe durch die aus dem kohlensauren Kalk entwickelte Kohlensäure
ausgetrieben werden. Im amerikanischen Patent 556578 wird das zu verkohlende Material, der Torf, mit schwefelsaurer
Magnesia und einer äquivalenten Menge von kohlensaurem Natron imprägniert und dann
geglüht. Hierdurch soll das Material porös bleiben und durch die aus dem durch Umsetzung
gebildeten kohlensauren Magnesium frei werdende Kohlensäure sollen, wie im vorhergehenden
Verfahren, die sich bildenden empyrheumatischen Stoffe ausgetrieben werden.
Das Verfahren nach vorliegender Erfindung beruht auf * wesentlich anderer Grundlage.
Hierbei wird das zu verglühende Material, wie Steinkohle, Braunkohle und sonstige bituminöse
Stoffe, zunächst mit einem Alkali oder Alkalikarbonat, also etwa Ammoniak, Ätznatron, Ätzkali, Soda oder Pottasche in
wässeriger Lösung getränkt und einige Zeit stehen gelassen. Hierauf läßt man Schwefelsäure
oder eine andere geeignete Säure in verdünntem Zustande auf die Kohle einwirken.
Die Säure dringt dem Alkali nach und vereinigt sich mit ihm in den feinsten Poren
der Kohle, so daß das so entstehende Neutralisationsprodukt beim Glühen seine Wirksamkeit
in allen Teilen der Kohle entfalten kann.
Man kann auch umgekehrt verfahren, also erst mit Säure und dann mit Alkali behandein.
Gerade in dem Aufeinanderfolgen der Operationen liegt der Vorzug und der Erfolg des
Verfahrens. Denn wenn man direkt das Neutralisationsprodukt als solches, etwa Ammoniumsulfat,
Natriumsulfat, verwendet, bleibt die Wirkung aus.
50 kg gemahlene Kohle werden mit etwas Ammoniak angefeuchtet, und diese Mischung
wird einige Zeit unverändert stehen gelassen. Hierauf wird mit ungefähr der doppelten
Menge Schwefelsäure gemischt und dann die Masse geglüht. Sobald sämtliche Gase entwichen
sind, wird noch etwa 1 Stunde weiter erhitzt.
Claims (1)
- Paten τ-An SPRU ch:
Verfahren zur Herstellung von Entfärbungskohle durch Glühen von Mineralkohle oder anderer bituminöser Masse, die vorher mit Chemikalien behandelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohle o. dgl. vor dem Glühen zuerst mit einem Alkali (z. B. Ammoniak) oder Alkalikarbonat und einige Zeit danach mit einer Säure (z. B. Schwefelsäure) — oder auch umgekehrt zuerst mit Säure und dann mit dem Alkali oder Alkalikarbonat — getränkt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE248571C true DE248571C (de) |
Family
ID=507269
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT248571D Active DE248571C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE248571C (de) |
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