DE118960C - - Google Patents

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DE118960C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/63Inorganic compounds
    • D21H17/70Inorganic compounds forming new compounds in situ, e.g. within the pulp or paper, by chemical reaction with other substances added separately
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
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    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/63Inorganic compounds
    • D21H17/67Water-insoluble compounds, e.g. fillers, pigments
    • D21H17/675Oxides, hydroxides or carbonates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 118960 KLASSE 55 c.
LOUIS CAPAZZA in BRÜSSEL. Verfahren zum Füllen von Papier.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Dezember 1898 ab.
Um Papier zu leimen und dichter zu machen, sind bisher die verschiedensten anorganischen und organischen Substanzen verwendet worden. Diese bestehen aus Leim, Harzseife, schwefelsaurer Thonerde, sowie auch harzsaurem Kalk, wobei auch zur Neutralisation, des event, angewandten Natrons Kohlensäure eingeleitet wurde. Man hat jedoch noch niemals ein praktisches Füllverfahren auf die Erzeugung und Verwendung von Calciumcarbonatniederschlägen ausgearbeitet. Erst durch die vorliegende Erfindung sind die Vorzüge der Erzeugung von Calciumcarbonatniederschlägen auf der Papierfaser selbst bekannt geworden. Abgesehen von der grofsen Billigkeit der Erzeugung von Calciumcarbonatpapier besitzt dieses Papier auch einen hohen Grad der Reinheit, der Dichte und Festigkeit, Momente, welche genügen dürften, in der Anwendung des Verfahrens einen gewerblich bedeutsamen Fortschritt zu erblicken.
Das Verfahren beruht darauf, auf der Papierfaser selbst oder in dem Papiergewebe, so lange es noch locker und in Bildung begriffen ist, mit anderen Worten während der Herstellung, gleichzeitig mit der Formung des Cellulosestoffes einen homogenen Niederschlag von Calciumcarbonat hervorzurufen. Während andere Zusätze sehr leicht sich zusammenballen und sich zwar ganz gleichmäfsig in der Faser vertheilen, vermag man den Calciumcarbonatniederschlag ganz gleichmäfsig mit der Papiercellulosemasse zu mischen und in dem Papier selbst zu vertheilen.
Zur Erzeugung des Niederschlages von kohlensaurem Kalk wird das Laugen- oder Breifafs an den Holländermaschinen selbst benutzt. Das Verfahren ist relativ einfach. Es können bei demselben alle Fällmethoden angewendet werden, welche einen Calciumcarbonatniederschlag resultiren lassen. So eignet sich z. B. bei Anwendung von Chlorcalcium die Wechselwirkung mit kohlensaurem Natrium dazu, um in dem Brei- oder Laugenfasse der Papiermaschinen mittels des entsprechenden stöchiometrischen Verhältnisses den gewünschten Niederschlag herzustellen. Da aber bei dieser Umsetzung auch Chlornatrium resultirt, welches das Papier leicht hygroskopisch macht, so ist die Methode weniger vortheilhaft und die folgende Ausführung vorzuziehen.
Erstens wird in dem Brei- oder Laugenfafs des Holländers anstatt gewöhnliches Wasser. mehr oder weniger concentrirtes Kalkwasser verwendet. Darauf leitet man Kohlensäure ein und erzeugt auf diese Weise einen Niederschlag von kohlensaurem Kalk. Es ist aus Ersparnifsrücksichten statthaft, als Kohlensäurequelle die Heizgase der Dampfkesselanlage zu benutzen, jedoch müssen sie durch Waschung von sämmtlichen darin enthaltenen fremden Bestandteilen befreit werden. Anderenfalls benutzt man die Gase aus dem Kalkofen, welcher zur Herstellung des Aetzkalks für das verwendete Kalkwasser dient. Die Einrichtungen sind zu bekannt aus Zucker-, Sodafabriken etc., als dafs sie noch näher erörtert zu werden brauchen.
Eine andere Ausführungsform ist die, in dem Wasser sehr viel Calciumbicarbonat zu lösen und aus diesem in dem Breifafs durch Verwendung von Kalkwasser kohlensauren Kalk zur Ausfällung zu bringen.
Drittens kann der Kalkniederschlag gesondert auf beliebige Weise erzeugt werden, indem man das entsprechende Quantum des erzeugten Kalkniederschlages dem Breifafs bezw. dem Papierrohstoff später mechanisch, natürlich in dem richtigen Verhältnifs, beimischt. Bei der ersten Ausführungsform und auch bei den übrigen abweichenden Methoden ist es wichtig, die Alkalescenz zu controliren. Es mufs genügend Kohlensäure verwendet und immer so gearbeitet werden, dafs eine vollständige Neutralisation des Kalkwassers erfolgt, so dafs die Papierstoffmasse nicht mehr alkalisch reagirt. Wenn dieser Punkt erreicht ist, können je nach der Qualität des zu erzeugenden Papiers auch noch andere Zusätze, Harzseife und dergl. erfolgen. Doch berührt dies ja eben so wenig das Charakteristische des vorliegenden Verfahrens, wie die event. Verwendung des be^ kannten schwefelsauren Thonerdezusatzes, welchen man auch in mäfsigem Grade zusetzen kann, wenn die Alkalescenz zu hoch ist und eine Abstumpfung durch ein sauer reagirendes Product nothwendig wird.
Das Verhältnifs des Zusatzes an Kalkniederschlag zu Cellulose ist am besten 1:5, und zwar kommen 2 g Calciumcarbonat zur Anwendung in 10 g Cellulose, welche in einem Liter Wasser suspendirt ist. Die weitere Verwendung des hergestellten Breies geschieht in der üblichen Weise und resultirt schliefslich ein Papier mit einem Procentgehalt an 20 pCt. Calciumcarbonat. Wie schon oben betont, ist die anorganische Masse durch mikroskopische Prüfungen nicht von der organischen zu unterscheiden und fest mit derselben verkittet und adhärirt zu einer homogenen Papierwaare von bester Qualität.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Füllen von Papier, dadurch gekennzeichnet, dafs das Feinzeug im Holländer und im Laugenfafs, anstatt wie bisher mit reinem .Wasser, mit Kalkwasser vermengt und in das entstehende Gemisch Kohlensäure eingeleitet wird, wodurch sich ein Calciumcarbonatniederschlag auf die Papierfaser selbst ablagert.
2. Eine Abänderung des durch Anspruch 1 geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dafs in das mit Kalkwasser versetzte Feinzeug calciumbicarbonathaltiges Wasser eingeleitet wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747716C (de) * 1937-01-27 1944-10-11 Hans Fehn Verfahren zum Regenerieren von Druckpapier
EP0457235A1 (de) * 1990-05-14 1991-11-21 New Oji Paper Co., Ltd. Verfahren zum Modifizieren von wasseraufsaugenden Fasern mit einer praktisch wasserunlöslicher anorganischer Verbindung

Cited By (3)

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DE747716C (de) * 1937-01-27 1944-10-11 Hans Fehn Verfahren zum Regenerieren von Druckpapier
EP0457235A1 (de) * 1990-05-14 1991-11-21 New Oji Paper Co., Ltd. Verfahren zum Modifizieren von wasseraufsaugenden Fasern mit einer praktisch wasserunlöslicher anorganischer Verbindung
EP0643166A3 (de) * 1990-05-14 1997-09-17 Oji Paper Co Verfahren zum Modifizieren von wasseraufsaugenden Fasern mit einer praktisch wasserunlöslicher anorganischer Verbindung.

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