DE248121C - - Google Patents

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DE248121C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/60Construction or operation of slay

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 248121 -. KLASSE 86 c. GRUPPE
Firma ADOLPH SAURER in ARBON, Schweiz.
bzw. sich an dieselbe anlegen kann.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Mai 1911 ab.
Es sind bereits Schußanschlagvorrichtungen für Webstühle "mit gebrochenen Webblättern bekannt geworden, bei welchen die eine Zahnreihe so beweglich angeordnet ist, daß sie sich von der anderen Zahnreihe entfernen bzw. sich an dieselbe anlegen kann.
Diese bekannten Webblätter haben nun den Nachteil, daß bei denselben der Schußfaden vom Fadenführer des Schützens durch das
ίο geöffnete Webblatt hindurch hinter die Zahnreihen desselben eingelegt wird. Da hierbei das Webblatt, um den Fadenführer durchzulassen, sich sehr weit öffnen muß, kommt es vor, daß Kettenfäden, besonders wenn sie Knoten haben, beim Fachwechsel nicht in ihre Zahnlücken einfallen, sondern in andere überspringen, d. h. an benachbarten Kettenfäden hängenbleiben und durch dieselben in deren Zahnlücken mitgenommen werden.
Da bei diesen bekannten Webblättern die untere bewegliche Zahnreihe auch in der Offenstellung des Blattes die Kettenfäden nicht freigibt, kommt es vor, daß Kettenfäden, besonders wenn sie Knoten aufweisen, mit diesen sich in den Zahnlücken einklemmen und so die Fachbildung unterbleibt. Die Folge dieser Nachteile ist, daß fehlerhafte Ware entsteht oder daß die aneinander hängengebliebenen oder festgeklemmten Fäden durch den Fadenführer abgerissen bzw. durchschnitten werden. Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein gebrochenes Webblatt der eingangs erwähnten Art, bei dem der Schußfaden in bekannter Weise vor die Zahnreihen eingelegt wird. Um bei diesem Webblatt die den bekannten Webblättern anhaftenden angeführten Nachteile zu vermeiden, wird die bewegliche Zahnreihe, indem dieselbe von einem schwingbar an dem die andere Zahnreihe tragenden Webblattträger gelagerten Glied getragen ist, jeweils bej der Öffnung des Webblattes gegenüber dem Träger allein so bewegt, daß sie die Kettenfäden während deren Bewegung ins Offenfach gänzlich freigibt.
Auf der Zeichnung ist eine "beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι das Webblatt im Querschnitt,
Fig. 2 dasselbe im Längsschnitt.
Fig. 3 und 4 zeigen das Webblatt in Ansicht in zwei verschiedenen Arbeitslagen und
Fig. 5 einen Teil eines Webstuhles mit Webblatt gemäß vorliegender Erfindung und mit Antriebsvorrichtung für dasselbe.
Das dargestellte gebrochene Webblatt besitzt eine obere Platte 1 mit nach unten gerichteter Zahnreihe 2 und eine untere Platte 3 mit nach oben gerichteter Zahnreihe 4. Die untere Zahnreihe steht hinter der oberen Zahnreihe zurück, und die gegeneinander gerichteten Zähne beider Reihen übergreifen sich um einen bestimmten Betrag. Die Platte 1 ist zwischen den Schenkeln eines gegabelten Trägers 5 um Zapfen 6 drehbar gelagert und wird durch einen in derselben verschiebbar gelagerten Stift 7 in ihrer Arbeitslage gehalten, indem
dieser Stift unter Federwirkung mit einer Spitze in eine Einkerbung 8 an dem Träger 5 ragt. Die Platte 3 ist an einem zwischen den Schenkeln des Trägers 5 um eine Achse 9 drehbar gelagerten Glied 10 vermittels Schrauben befestigt. >
Der Webblattträger 5 ist um eine feste Achse 11 schwingbar; er steht unter Wir-' kung eines Bremsbackens 12, der unter Federwirkung gegen einen zylindrischen, seitlich über den Träger vorstehenden Nabenteil 5' anliegt (Fig. 2 und 5). Der Träger 5 erhält seine Schwingbewegung von einer am Webstuhl gelagerten Scheibe 13 mit seitlicher Kurvennut 14 aus. In diese letztere ragt mit einer Rolle ein Hebel 15, der durch einen Lenker 16 mit einem Stift 17 verbunden ist (Fig. 5). Dieser Stift ist in Fortsätzen 10' des Gliedes 10 fest gelagert und ragt durch in den Schenkeln des Trägers 5 vorgesehene Öffnungen 5", die größer als der Durchmesser des Stiftes sind. 18 sind Kettenfäden, welche zwischen den Zähnen hindurchgeführt sind; 19 ist der Schußfaden und 20 das fertiggewebte Bandstück.
Die Wirkungsweise des vorbeschriebenen und dargestellten Webblattes für einen Bandwebstuhl ist nun folgende:
In Fig. ι ist der Webblattträger in seiner oberen Ruhestellung gezeichnet bzw. in der Lage, in welcher der Schützen den Schußfaden 19 in das geöffnete Fach einlegt; das Webblatt ist geschlossen, d. h. die Zahnreihen liegen gegeneinander an. Wenn der Schützen an den Zähnen vorbeigegangen ist, liegt der eingelegte Faden vor der unteren Zahnreihe. Wird nun die Stange 16 von der Scheibe 13 aus nach unten gezogen, so wird vorerst der Träger 5 noch nicht mitgenommen, sondern nur das Glied 10, welches, soviel es das Spiel des Stiftes 17 in den Öffnungen 5" am Träger erlaubt, mit der unteren Zahnreihe nach unten ausgeschwungen wird. Hierdurch wird das Webblatt geöffnet, d. h. die untere Zahnreihe von der oberen entfernt, so daß ein Zwischenraum zwischen den beiden Zahnreihen gebildet wird (Fig. 3). Sobald der Stift 17 an den unteren Rand der Öffnungen 5" anzuliegen kommt, werden auch der Träger 5 und damit beide Zahnreihen miteinander nach unten bewegt, wobei der vor der unteren Zahnreihe liegende Schußfaden durch den erwähnten Zwischenraum zwischen beiden Zahnreihen hindurchtritt und hinter die obere Zahnreihe zu liegen kommt (Fig. 4).
Wird nun die Stange 16 von der Scheibe 13 aus wieder nach oben bewegt, so wird wiederum anfänglich infolge des Spieles, das der Stift 17 in den Öffnungen 5" am Träger 5 hat, nur das Glied 10 mitgenommen, wobei dasselbe um die Achse 9 nach oben gedreht und dadurch die untere Zahnreihe 4 an die obere Zahnreihe 2 angelegt, das Webblatt also wieder geschlossen wird (siehe strichpunktierte Lage in Fig. 4). Mit dem Anschlagen des Stiftes 17 an den oberen Rand der Öffnungen 5" wird auch der Träger 5 nach oben zurückgeschwungen und hierbei der eingelegte Schußfaden 19 durch die untere Zahnreihe 4 gegen das fertiggewebte StüGk 20 des Bandes angedrückt. Der beschriebene Vorgang wiederholt sich nun mit jedem Einlegen des Schußfadens vor die untere Zahnreihe von neuem.
Während all dieser Vorgänge wird der Träger 5 durch den Bremsbacken 12 so stark gebremst, daß er keine unbeabsichtigte Bewegung ausführt, d. h. daß er bei alleiniger Bewegung des Gliedes 10 durch dieses nicht mitgenommen wird.
Indem beim vorbeschriebenen und dargestellten Webblatt der Schußfaden vor die untere bewegliche Zahnreihe eingelegt und diese beim Öffnen des Webblattes so weit nach unten bewegt wird, daß sie die zugehörigen Kettenfäden während deren Bewegung ins Offenfach freigibt, kann ein Kettenfaden, der beim Fachwechsel z. B. mit einem Knoten an einem benachbarten Kettenfaden hängenbleibt und durch diesen in dessen Zahnlücke mitgenommen wird, wieder aus dieser heraus in seine richtige Zahnlücke an der unteren Zahnreihe zurückgelangen, wodurch ein Zerreißen der beiden Fäden durch den Fadenführer des Schützens verhütet wird. Da sich die untere Zahnreihe zudem stets wie ein Rechen hin und her bewegt, kann ein Kettenfaden, der mit einem Knoten versehen ist, sich nicht in seiner Zahnlücke einklemmen; es wird deshalb das Ausbleiben der Fachbildung auch bei solchen Kettenfäden nicht zu befürchten sein..
Zwecks Reinigung der beiden Zahnreihen kann die Platte 1 mit der oberen Zahnreihe 2 unter Verschiebung des Stiftes 7 aus der Einkerbung 8 hochgeklappt. und die Platte 3 mit der unteren Zahnreihe 4 losgeschraubt werden.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Schußanschlagvorrichtung für Webstuhle mit gebrochenem Webblatt, bei welchem die eine Zahnreihe sich von der anderen Zahnreihe entfernen bzw. sich an dieselbe anlegen kann, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Zahnreihe (4) von einem schwingbar an dem die andere Zahnreihe (2) tragenden Webblattträger (5) gelagerten Glied (10) getragen ist, so daß sie bei der Öffnung des Webblattes gegenüber dem Träger so bewegt wird, daß sie die Ketten- iao fäden während deren Bewegung ins Offenfach gänzlich freigibt.
  2. 2. Schußanschlagvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (17), an welchem die Bewegungsvorrichtung für das Blatt angreift, in Fortsätzen (10') des die bewegliche Zahnreihe (4) tragenden Gliedes (10) gelagert ist und durch Öffnungen (5") im Webblattträger ragt, deren Weite größer ist als der Durchmesser des Stiftes, so daß das Glied bis zum Anliegen des Stiftes am Rand der Öffnungen allein bewegt und alsdann erst auch der Träger durch den Stift mitgenommen wird.
  3. 3. Schußanschlagvorrichtung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Webblattträger (5) während der Alleinbewegung des Gliedes (10) gebremst wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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