DE32369C - Kettfadenwächter - Google Patents
KettfadenwächterInfo
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- DE32369C DE32369C DENDAT32369D DE32369DA DE32369C DE 32369 C DE32369 C DE 32369C DE NDAT32369 D DENDAT32369 D DE NDAT32369D DE 32369D A DE32369D A DE 32369DA DE 32369 C DE32369 C DE 32369C
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Links
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D51/00—Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
- D03D51/18—Automatic stop motions
- D03D51/20—Warp stop motions
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Woven Fabrics (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Mechanismus zum selbstthätigen Abstellen des
Webstuhles, wenn ein Kettenfaden gerissen ist.
Dieser Mechanismus besteht im wesentlichen aus flachen Blechstücken, von denen je eines
zwischen je zwei Stäbe des Rietes eingesetzt wird. Jedes Blechstück ist an einem Ende ge-'
bogen und besitzt am anderen eine Verdickung oder einen Kopf, der so breit ist, wie der
Zwischenraum zwischen zwei Rietstäben. Mit diesem Kopf ruht das Blechstück auf je einem
Faden der Kette auf, so lange, bis dieser aus irgend einer Ursache reifst. In diesem Falle
löst das gebogene Ende einen besonderen Mechanismus aus, der nun bei der Vorwärtsbewegung
der Lade auf die Abstellgabel des Stuhles einwirkt und den Stuhl stillsetzt.
Fig. ι zeigt einen Querschnitt durch den hier in Betracht kommenden Theil des Webstuhles,
und zwar eines linksseitigen, Fig. 2 eine perspectivische Ansicht des Mechanismus
der Abstellgabel, Fig. 3 eine hintere Ansicht des Rietes für einen rechtsseitigen Webstuhl,
wobei jedoch die gezeichneten Theile nur auf die andere Seite des Rietes angebracht zu denken
sind, um die Zeichnung für einen linksseitigen Stuhl vor sich zu haben.
In dem Riet A von bekannter Einrichtung sind die einzelnen Rietstäbe bei A'2 durchbohrt
und durch dieses Loch ein Draht längs des ganzen Rietes durchgezogen, um welchen
die Blechstücke BB1, von denen je eines zwischen
je zwei Rietstäbe eingesetzt wird, sich drehen können. Von den beiden Blechen ist
das eine, B, etwas kürzer als das andere, B1,
damit beim Abwärtsfallen das eine nicht durch das andere behindert wird. Jedes Blech besitzt
an dem einen Ende eine Verstärkung, welche entweder durch Umbiegen der Kante oder durch Aufnieten oder Auf löthen schmaler
Streifen oder auf sonst geeignete Weise hergestellt werden kann. Diese Verstärkung ist
am unteren Ende mit einer Furche versehen, wie dies Fig. 4 zeigt, wo ein solches Blech
von vorn gesehen dargestellt ist.
Ein Draht oder Holzstab B2, Fig. 1, liegt
in Ausklinkungen der sämmtlichen Bleche BB1,
damit während des Betriebes die Bleche in ihren Bewegungen gemäfsigt werden.
In sämmtlichen Rietstäben ist noch ein zweites schlitzförmiges Loch A1 angeordnet,
durch welches ein flacher Draht hindurchgeführt wird. Gegen diesen Draht lehnt sich
das schmale Ende der Bleche B B1, damit das vordere verstärkte Ende beim Herunterfallen
nicht an die Rietstäbe selbst gelangen kann. Die Furche der Verstärkung ruht auf dem
Kettenfaden, welcher das Blech in der in Fig. 1 gezeichneten Stellung hält. Ist ein Kettenfaden
gerissen, so fällt das vordere Ende des Bleches infolge seines Uebergewichtes herab, und es
wird dann die Abstellung des Stuhles in folgender Weise veranlafst.
An dem oberen Balken des Rietes sind Lappen P befestigt, welche mittelst Drahtes C2
Rohrstücke C1 tragen, an welche wiederum ein Rohrsegment C angelöthet ist. Infolge
dieser Verbindungsweise kann letzteres beinahe eine halbe Schwingung ausführen.·
Mittelst der Schraube -D1 ist an C C1 ein
Lappen D befestigt, der bei der Vorwärtsbewegung der Lade und des Rietes gegen das
bereits fertige Gewebe an einem Vorsprung I stöfst und die erwähnte, nahezu halbe Drehung
des Rohres C C 1 veranlafst.
In einem Loch des flachen Blechstreifens R
Claims (1)
- des Riete's kann sich ferner ein Arm E drehen, der gegen das Rohr C durch die Feder F3 immer angedrückt wird, es sei denn, dafs der Arm gegen den Anschlag F angedrückt wird, welcher verschiebbar in einer am Stuhlrahmen befestigten Hülse F1 eingestellt werden kann.Eine kleine Spiralfeder G drückt mit einem Ende auf den Lappen JD, wodurch das Rohr C stets zurückgetrieben wird, wenn letzteres von dem Arm E freigegeben ist. Die Feder G ist auf einem Dorn G1 aufgewickelt, welcher an dem Riet mittelst Schraube G 3 und Lappen Q. befestigt ist.Beim Vorwärtsgehen der Lade mit dem Riet gegen das fertige Gewebe hin stöfst der Lappen D gegen den Vorsprung /, dadurch wird das Rohr C C1 so weit nach rechts herumgedreht, dafs die obere Einklinkung des Armes E hinter das Segment C1 fällt. Mit dieser Stellung des Rohres geht das Riet zurück, und das Rohr C C1 wird wieder in die in Fig. ι gezeichnete Lage zurückfallen, wenn der Arm E mit seinem unteren Ende an den Finger F anstöfst, vorausgesetzt, dafs kein Kettenfaden gerissen ist und sämmtliche Blechstücke B B1 wieder bei Oeffnung des Faches durch die Fäden in die Lage der Fig. ι zurückgehoben sind. Ist dies nicht der Fall, d. h. ist ein Blechstück durch einen gerissenen Faden aus seiner während des Rückganges des Rietes und durch das Zusammengehen der Fäden nach abwärts gekommenen Lage nicht angehoben, so wird die Zurückdrehung des Segmentes C1 mit dem Rohr C dadurch verhindert, dafs sich das hintere Ende des Blechstückes B hinter das Segment legt und die Function des oberen Endes des Armes E übernimmt.An dem Rohr C C befindet sich ferner eine Falle H, welche in einem solchen Winkel zu CC steht, dafs beim Vorwärtsgehen des Rietes gegen das Gewebe der Finger K nicht berührt wird, wenn dagegen ein Kettenfaden gerissen und dadurch das Rohr C C1 verhindert wird, seine halbe Drehung nach vorn zu machen, wie dies soeben erläutert wurde, so liegt die Falle H nach abwärts und stöfst in dieser Stellung bei der abermaligen Vorwärtsbewegung des Rietes an den Finger K, schiebt diesen zur Seite, damit auch zugleich den Arm L über den Gabeltheil der Abstellgabel, wodurch, wie bekannt, der Stuhl stillgesetzt wird. Der Vorsprung /, gegen welchen der Lappen D anstöfst, ist an dem Gufsstück M mittelst Schraube I1 stellbar befestigt. In ähnlicher Weise sind der Finger K und der Arm auf einer Scheibe J einstellbar mit Hülfe der Schraube J1 auf dem Gufsstück M zu befestigen.Mittelst der Schnur oder des Drahtes O kann der Arm JL, nachdem der gerissene Faden wieder in Ordnung gebracht ist, in die frühere Lage zurückgezogen werden.Sind nicht alle Blechstücke B oder B1 für eine Kette nothwendig, so werden diejenigen, welche nicht gebraucht werden, zweckmäfsig hochgehoben, wie Fig. 7 zeigt, und durch einen Draht oder Schnur JV in dieser Lage unterstützt. Der Draht N wird in geeigneter Weise an dem Riet seitlich befestigt.In Fig. 5 ist eine andere Form zweier Blechstücke B B1 dargestellt, die etwas leichter im Gewicht sind und daher für manche Zwecke vorzuziehen wären. Es können selbstredend noch viele andere Formen solcher Blechstücke gefunden werden, die den jeweiligen Zwecken besser entsprechen, als die beiden in der Zeichnung angegebenen Formen, doch berühren diese geringen Formunterschiede das Wesen der Erfindung nicht.Wenn eine Kette abgegangen ist und eine neue Kette einpassirt wird, so ist es zweckmäfsig, über die Riete Bleche von der Form, wie in Fig. 8 und 9 dargestellt, überzuschieben und zu befestigen, so dafs die Blechstücke sowohl von vorn als auch von hinten eingekapselt und beim Einpassiren der neuen Kette nicht hinderlich sind. Fig. 6 zeigt in gröfserem Mafsstabe die Falle H, die aus einem an dem Rohr C C1 befestigten Lappen H1 und aus der drehbaren Falle oder Klappe H2 besteht. Letztere ist wohl nach vorn zu aufklappbar, setzt jedoch einem Druck nach hinten zu Widerstand entgegen, wodurch, wie oben erläutert, der Finger K im Falle eines Fadenbruches in Thätigkeit gesetzt wird.Für manche Zwecke, namentlich für solche Gewebe, bei welchen immer je ein Faden für je zwei Rietstäbe bei geöffnetem Fach sich oben befindet, ist es genügend, wenn ein Blechstück immer erst in jedem zweiten Zwischenraum zwischen zwei Rietstäben angebracht ist, wobei natürlich die auf den Fäden aufliegende Verdickung so breit sein mufs, dafs sie zwei Zwischenräume der Rietstäbe bedeckt; ein Aehnliches findet bei Blechstücken für jeden dritten Zwischenraum der Rietstäbe statt, wobei die Verdickung die Breite dreier Zwischenräume erhält u. s. f.Dafs die Kette während des Webens stets in gespanntem Zustande zu halten ist, versteht sich nach dem Gesagten von selbst.Pa τ ent-An sp rüch:Ein Kettenfadenwächter für mechanische Webstühle, sofern dessen Wirkung von Platinen ausgeht, welche an den Rietstäbchen des Blattes drehbar angebracht sind.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE32369C true DE32369C (de) |
Family
ID=308393
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT32369D Expired - Lifetime DE32369C (de) | Kettfadenwächter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE32369C (de) |
-
0
- DE DENDAT32369D patent/DE32369C/de not_active Expired - Lifetime
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