DE247448C - - Google Patents

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DE247448C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21DTREATMENT OF FLOUR OR DOUGH FOR BAKING, e.g. BY ADDITION OF MATERIALS; BAKING; BAKERY PRODUCTS
    • A21D15/00Improving finished, partly finished or par-baked bakery products
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B40/00Preservation of flour or dough before baking
    • A23B40/10Preservation of flour or dough before baking by cooling

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2fc.- GRUPPE *.
FREDERICK HENRY LORING in LONDON.
Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Mahlerzeugnissen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. April 1911 ab.
Das Verfahren zum Behandeln von Mehl, Grieß u. dgl. bezweckt eine Verbesserung des aus dem fertigen Mahlerzeugnis hergestellten Backwerkes.
Es sind bereits Verfahren in Vorschlag gebracht worden, bei denen man das Mehl ο. dgl. in enge Berührung mit einem Luftstrom bringt, der mit Wasserdampf gesättigt ist oder Wasser in feinster Verteilung enthält und eine Temperatur von 20 bis 60 ° C. besitzt. Dabei treten aber insofern Nachteile auf, als die feuchte warme Luft, die in großen Mengen mit dem Mehl in Berührung gelangt, geeignet ist, Bakterien, Ruß und andere Verunreinigungen aus der Atmo-
sphäre dem Mehl zuzuführen* wobei die Feuchtigkeit das Anhaften dieser Schädlinge an den Mehlteilchen noch begünstigt. Dies wird besonders dann eintreten, wenn die Behandlung in oder in der Nähe großer Städte vorgenommen wird. Das Mehl wird beschmutzt und erfährt eine Verminderung seiner Haltbarkeit, da ja die Feuchtigkeit im Verein mit Wärme das Wachstum der Bakterien fördert. Wird derartig vorbereitetes Mehl in Säcken in einem kühlen Lagerhaus aufbewahrt, so fängt es an zu schwitzen und klumpig zu werden.
Diese Nachteile zu vermeiden, ist der Zweck des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahrens, und er wird dadurch erreicht, daß die an #ich bekannte Behandlung der Mahlerzeugnisse mit Flüssigkeiten in feinster Verteilung, d. i. als Dampf oder Nebel bei einer Temperatur unterhalb der atmosphärischen, z.B. bei 00C, ausgeführt wird, wobei die Flüssigkeit ohne Anwendung eines Luftstromes in den fein verteilten Zustand gebracht wird. Durch dieses Verfahren wird somit vermieden, daß Luft in großen Mengen aus der Atmosphäre verwendet werden muß, wodurch die Gefahr'einer Infizierung des Mehles durch schädliche Bestandteile auf ein Minimum herabgemindert wird. Die niedere Temperatur verhindert auch, daß niedere Lebewesen, die im Mehl sich bereits befinden, weiterleben und sich vermehren. Dieser Vorteil tritt besonders dann hervor, wenn die Keime des. Getreides im Mehl verbleiben, da diese besonders viel Schädlinge mit sich führen: Ein weiterer Vorteil ist noch darin zu erblicken, daß durch die niedere Temperatur und durch Verminderung der in Berührung mit dem Mehl gebrachten Luftmenge flüchtige Bestandteile, die dem Brot einen besonderen Wohlgeschmack verleihen, im j Mehl zurückgehalten werden.
j Das Verfahren läßt sich so ausführen, daß ■'das Mahlgut beispielsweise durch ein bewegliches j Sieb oder ein feststehendes mit drehbaren Bürsten fein verteilt und durch den Nebel einer Flüssigkeit fallen gelassen wird, der dadurch erzeugt werden kann, daß die Flüssigkeit auf einen mit hoher Geschwindigkeit umlaufenden Körper gebracht und zerstäubt wird. Auf diese Weise arbeiten die Vorrichtungen zur Ausführung des Verfahrens lange Zeit ohne besondere Wartung.
In der Zeichnung stellt Fig. 1 eine Ausführungsform der zur Durchführung des Verfahrens geeigneten Vorrichtung im senkrechten
47448
Schnitt dar, und Fig. 2 zeigt in gleicher Weise | eine abgeänderte Ausführungsform der Vor- s richtung. j
Die Vorrichtung nach Fig. ι ist nur zur Behandlung von Grieß bestimmt und besteht aus einem umlaufenden Zylinder α aus nichtoxydierendem Material, der mit großer Geschwin- j digkeit bewegt wird. Der Grieß wird mit dem Zylinder durch ein Schüttelsieb b in Berührung
ίο gebracht, dem er durch den Aufgaberumpf c zugeführt wird. Der überschüssige Grieß fließt hierbei durch einen Überlauf d ab, um ein Verstopfen der Vorrichtung zu verhüten. Der Z3dinder wird durch den Trog e angefeuchtet, der mittels einer Pumpe f aus einem Vorratsbehälter g durch Rohre h, h und eine verlängerte Düse i gespeist wird. Die Flüssigkeit fließt über den Rand des Troges, und ein etwaiger Überschuß wird vom Zylinder in der durch Pfeile angedeuteten tangentialen Richtung abgeschleudert. Die feine Borstenbürste /, die für sich in der angegebenen Richtung angetrieben wird, entfernt weitere überschüssige Flüssigkeit. Hinter der^ Bürste befindet sich eine Luftdüse k, welche den Flüssig- ~ keitsmantel ausgleicht und Tröpfchen entfernt; Ein Teil der abgeschleuderten Flüssigkeit
wird in dem Längsnapf Z aufgefangen. Die Walze oder der Zylinder besitzt nun einen dünnen Belag von Feuchtigkeit, mit dem sie unter einem feststehenden oder bewegten Kautschukband m weggeht, welches die sich bildenden und abspritzenden Tropfen, die'den Grieß zu sehr befeuchten könnten, abfängt. Der Grieß wird bei η vom Zylinder abgeschleudert und nimmt dabei von dem in der angedeuteten Richtung sich drehenden feuchten Zylinder Feuchtigkeit auf.
Um zu verhindern, daß das den Grieß stets in geringen Mengen begleitende Mehl in jenen Teil der Vorrichtung gelangt, in dem der Zylinder befeuchtet wird, ist eine lange Düse 0 vorgesehen, aus deren Schlitz p ein sanfter Luftstrom austritt.
5 Für die eiserne Grundplatte r der Vorrichtung ist eine Unterlage q aus Gußmörtel oder Kautschuk vorgesehen.
Wie ersichtlich, kommt der Grieß mit einer kühlen Oberfläche in Berührung, und die die Vorrichtung umgebende Luft wird durch Verdampfung der Flüssigkeit aus derselben gekühlt. Fig. 2 zeigt eine andere Ausführung der Vorrichtung für die Behandlung von Grieß sowie für die von Mehl, in welcher dieses dicht an dem feuchten Zylinder vorbeifällt und dabei nicht in direkte Berührung mit demselben kommt. In diesem Falle ist ein Zylinder m1 auf einer senkrechten Welle angebracht (indessen ist diese Änderung nicht wesentlich), und die Flüssigkeit wird an der Innenseite zugeführt. Es ist klar, daß die beiden Ausführungen, obwohl äußerlich verschieden, in gleicher Weise arbeiten und die gleiche Art der Flüssigkeitsverteilung, nämlich durch Fliehkraft, aufweisen. Statt durch ein Schüttelsieb, wie in Fig. 1, läßt man das Mehl oder den Grieß durch ein Sieb α1 fallen, das den Boden eines ringförmigen Troges δ1 bildet. Kreisende Abstreicher und Bürsten c1, d1 sichern einen glatten Durchgang und eine gute Verteilung des Materials. Die Abstreicher werden von einem ringförmigen Teil e1 mit staubdichten Fugendichtungen f1 getragen und der Teil e1 ist wieder an einem Kegelrad g1 befestigt, das durch Spurräder hx gehalten wird, welche auf einer Kreisschiene i1 laufen. Der Antrieb erfolgt durch ein kleineres Kegelrad j1. Eine ähnliche Anordnung fördert das behandelte Gut aus dem ringförmigen Trog kl in den Auslaßtrichter I1. Der Zylinder m1 ist mit Durchbrechungen oder rechteckigen Öffnungen versehen, in welche Filz oder geeignete durchlässige Stopfen oder Kissen nl eingepaßt sind. Diese sind so hergestellt, daß sie ihre Form auch bei großer Fliehkraftwirkung beibehalten. Dem Innern des Zylinders m1 wird Wasser aus einem Füllgefäß s zugeführt. Weitere aufsaugende Mittel o1 sind vorgesehen; die Flüssigkeit läuft auf die Verteilungsfläche p1 herab, von der sie in der Pfeilrichtung in Form von Dampf, Nebel oder feinem Regen abgeschleudert wird. Um rasch zum Zjdinder m1 sowie zu anderen Teilen der Vorrichtung gelangen zu können, sind die verschiedenen Abschnitte der letzteren in den Ebenen X-X und Y-Y auseinandernehmbar, werden aber in zusammengesetztem Zustande außen durch einen Gußeisenrahmen zusammengehalten.
Da beide Vorrichtungen wegen der durch die starke Verdampfung herbeigeführten Temperaturerniedrigung als Kühlvorrichtungen wirken, ist eine weitere Kühlung der Lösungen nicht immer notwendig; dennoch kann die Anwendung künstlicher Kälte auf die Lösungen oder das durch Fliehkraft abgeschleuderte Gut in manchen Fällen von beträchtlichem Vorteil sein. Das Mehl oder der Grieß kann sogar durch die unmittelbare Anwendung kalter Luft oder gekühlter Flächen in, einer Rührvorrichtung ο. dgl., in der das Gut herumgewirbelt wird, gekühlt werden.
Zur Erfindung gehört auch das Einführen kalter Luft in die Schleudermaschinen vorteilhaft durch das Rohr r1 (Fig. 2) oder die Düse 0 (Fig. 1). In manchen Fällen wird feiner Schnee erzeugt, der beim Eindringen in das Mehl mithilft, dieses zu kühlen.
Durch Versuche hat der Müller die |ür eine gegebene Mehlmenge erwünschte Flüssigkeitsoder Reagenzmenge zu bestimmen; die Grenze, bis zu der die Kühlung des Gutes getrieben werden soll, wird ebenfalls am besten durch
die üblichen Versuche mit dem fertigen Mehl festgesetzt.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zum Behandeln von Mahlerzeugnissen, wobei eine Flüssigkeit in feinster Verteilung, z. B. als Nebel oder Dampf, den Mahlerzeugnissen zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren
    ίο bei einer Temperatur unterhalb der mittleren Lufttemperatur, z. B. bei 00C, ausgeführt wird, wobei die Flüssigkeit ohne Anwendung eines Luftstromes in den fein verteilten Zustand gebracht wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zu behandelnde Gut in feiner Verteilung in der Nähe des Umfanges eines mit der Behandlungsflüssigkeit befeuchteten Körpers oder auf diesen selbst herabfallen gelassen wird, wobei der Körper rasch rotiert, so daß die Flüssigkeit in Form von Nebel, Dampf oder Schnee davon abgeschleudert wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit der Umfangsfläche des umlaufenden Körpers entweder von außen aus einem Trog (e) o. dgl. oder von innen mit Hilfe von in oder an der Wand befestigtem durchlässigen Material (n1) zugeführt wird.
  4. 4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß nahe der oberen Umfangsfläche des umlaufenden Körpers eine umlaufende Bürste (j), eine Luftdüse (k) und ein Tropfenauffangband (m) angeordnet sind, um den Flüssigkeitsmantel gleichmäßig zu verteilen.
  5. 5. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch die An-Ordnung einer Luftdüse (0), derart, daß ein kalter Luftstrom gegen die Oberfläche des umlaufenden Körpers geblasen werden kann, gleichzeitig zu dem Zweck, um Gutteilchen, die der Oberfläche des Körpers anhaften, loszulösen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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