DE247307C - - Google Patents

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DE247307C
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switch
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demagnetizing
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H9/00Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
    • H01H9/20Interlocking, locking, or latching mechanisms
    • H01H9/26Interlocking, locking, or latching mechanisms for interlocking two or more switches

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Rotary Switch, Piano Key Switch, And Lever Switch (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c. GRUPPE
Entmagnetisier ungeschälter. Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Juli 1910 ab.
Bei Werkzeugmaschinen, wie z. B. Schleifmaschinen, ist es vielfach üblich, das zu schleifende Werkstück auf der Werkplatte der Maschine magnetisch festzuhalten, weil man auf diese Weise dem Werkstück jede nur immer gewünschte Lage gegenüber dem Schleifrad geben kann. Der zum Festhalten des Werkzeuges auf dem Werktisch erforderliche Magnetismus wird erzeugt durch eine oder
ίο mehrere Spulen, welche unterhalb des Werktisches angeordnet sind. Ist das Werkstück in die zum Schleifen erforderliche Lage auf dem Werktisch gebracht, dann wird durch einen Schalter Strom in die Spulen gegeben, wodurch auch gleichzeitig der Tisch magnetisiert wird. Ist der Schleifprozeß beendet, so wird der Strom ausgeschaltet, und das bearbeitete Werkstück kann entfernt werden. Nun hat sich, besonders bei Werkstücken aus Stahl, der Übelstand gezeigt, daß sie durch das magnetische Festhalten auf dem Werktisch selbst magnetisch werden. Dies ist besonders für Werkstücke äußerst unangenehm, welche als Stanzwerkzeuge oder als Schnitte, oder auch für andere Werkzeugmaschinen benutzt werden, bei welchen Eisenspähne abfallen. Diese haften an dem magnetisch gewordenen Werkzeug und stören eine korrekte Arbeit mit ihm.
Aus diesem Grunde ist man bemüht, nach dem Schleifen der Werkstücke diese zu entmagnetisieren, und dies wird durch besondere Entmagnetiesierungsschalter bewirkt, welche Stöße von Gleichstrom in die Spulen senden, und zwar abwechselnd in entgegengesetzter Richtung.
Solche Entmagnetisierungsschalter sind an sich bekannt. Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, daß man den eigentlichen Entmagnetisierungsschalter mit einem Ausschalter in einem Gehäuse unterbringt und den Ausschalter mit dem Entmagnetisierungsschalter, welcher weiter nichts als ein Polwender ist, durch eine Sperrung derart verbindet, daß der zum Entmagnetisieren dienende Polwender nur in der Ausschaltstellung des Schalters bewegt werden kann. Die Sperrung besteht in einem unter Federwirkung stehenden Stift, von welchem ein Ende auf einer Kurvenscheibe läuft, die auf der Ausschalterwelle sitzt, und von welchem das andere Ende in Rasten eingreift, die auf einer auf der Polwenderwelle sitzenden Scheibe angeordnet sind. Dabei ist der Polwender derart eingerichtet, daß er in den Ruhestellungen sich stets in Ausschaltstellung befindet. Hierdurch wird erreicht, daß die Polwendung, also die Entmagnetisierung der Werkstücke, stets plötzlich in den Zwischenstellungen des Polwenders erfolgen muß.
Auf der Zeichnung stellen Fig. 1 und 2 den Entmagnetisierungsschalter im Schnitt und im Grundriß dar. Fig. 3 zeigt die Form der auf der Ausschalterwelle sitzenden Kur-
venscheibe. Fig. 4 zeigt im Diagramm die gegenseitige Stromführung zwischen Ausschalter und Polwender.
In dem Gehäuse α ist der Ausschalter b und der zum Entmagnetisieren dienende Polwender c angeordnet. Zwischen Ausschalter b und Polwender c ist, in einer Buchse d geführt, ein unter Federwirkung stehender Sperrstift e angeordnet.
Auf der einen Seite wird dieser Stift e zweckmäßig mit einer Rolle f versehen, mit welcher er über der Kurvenscheibe g (Fig. 3) derart gleitet, daß abwechselnd der Sperrstift entweder in eine Vertiefung der Kurvenscheibe g oder in eine Rast h der Sperrscheibe i eingreift.
Die Kurvenscheibe g sitzt fest auf der Welle des Ausschalters b, und die Rastenscheibe h, i ist fest mit der Welle des PoI-wenders c verbunden.
Es ist nun die Rastenscheibe h, i derart auf der Pol wenderwelle c aufgekeilt, daß der Polwender in seinen Ruhestellungen stets in ausgeschaltetem Zustande sich befindet. Da der Polwender als Augenblicksschalter ausgebildet ist, so geht hieraus hervor, daß in den Zwischenstellungen des Polwenders, in welchen er nach beiden Richtungen abwechselnd Kontakt gibt, der Stromschluß zwischen den Kontakten nur vorübergehend erfolgen kann. Die leitenden Verbindungen des Ausschalters b und des Polwenders c mit den Anschlußklemmen sind aus Fig. 4 ersichtlich.
Die beiden Zuleitungen sind mit s und t und die beiden Abzweigleitungen für die Magnetspulen zum Festhalten des Werkzeuges mit u und ν bezeichnet.
Der positive Pol s ist mit der Klemme oder Kontaktfeder 1 und der Minuspol t mit der Klemme oder Kontaktfeder 2 verbunden. Die Abzweigpole u und υ sind mit den Klemmen oder Kontaktfedern 3 und 4 verbunden. Der Schaltstern des Schalters b trägt nun die leitend verbundenen Kontaktstücke 5 und 6 in einer Höhenlage, während die leitend verbundenen Kontaktstücke 7 und 8 sich in einer anderen Höhenlage befinden. Bei der in Fig. 4 dargestellten Stellung des Ausschalters b liegen die Kontakte 5 und 6 auf den Klemmen 1 und 3; die positiven Pole s und u sind daher leitend verbunden. Aber auch die negativen Pole t und υ stehen in leitender Verbindung, denn die Kontakte 7 und 8 liegen auf den Klemmen 2 und 4.
Die Magnetisierungsspulen erhalten jetzt somit Strom, und das Werkstück wird auf dem Werktisch festgehalten. Die Kurvenscheibe g nimmt die in Fig. 2 und 3 dargestellte Lage ein, so daß der Stift e die Rastenscheibe h, i und damit den Polwender c gesperrt hält.
Der Ausschalter b des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist nun ein solcher, welcher bei einer Drehung von 360 ° sich zweimal in Ausschaltstellung und zweimal in Einschaltstellung befindet. Wird der Schaltstern aus der Lage in Fig. 4 um 90° gedreht, so ist der Schalter b ausgeschaltet; denn die Kontaktstücke 5, 6 und 7, 8 befinden sich ebenso wie die Federn 1, 3 und 2, 4 in verschiedener Höhenlage. Wenn sich also die Kontaktstücke 5, 6 in Richtung der Federn 2, 4 und die Kontaktstücke 7, 8 in Richtung der Federn 3, 1 befinden, dann liegen sie auf keiner Feder, sondern sind völlig abgeschaltet, so daß die Polverbindungen s-u und t-v unterbrochen sind.
Erst bei weiterer Drehung des Ausschalters b um weitere 90 ° sind die vorerwähnten Pole wieder verbunden, indem Kontakt 5 an Klemme 3, Kontakt 7 an Klemme 4, Kontakt 6 an Klemme 1 und Kontakt 8 an Klemme 2 liegt.
Eine weitere Drehung des Ausschalters b um 90 ° ergibt wieder die Ausschaltstellung.
Ist der Schalter b ausgeschaltet, d, h. sind die Magnetisierungsspulen stromlos, dann nimmt die Kurvenscheibe g eine derartige Lage ein, daß die Rolle f des Sperrstiftes β in eine der beiden Zahnlücken der Kurvenscheibe g eingetreten ist; somit befindet sich der Sperrstift e jetzt in keiner der Rasten h und der Polwender ist freigegeben. Dieser kann jetzt also durch Drehen des Handgriffes in Tätigkeit gesetzt werden.
Der Polwender c ist ähnlich wie ein Augenblicksschalter gebaut. Er schnappt also von einer Stellung in die andere. In seinen Ruheoder Haltstellungen ist er durch eine Arretiervorrichtung beliebiger Art festgehalten. Der Polwender des vorliegenden Ausführungsbeispiels besitzt nun bei 360° Drehung vier Ruhestellungen, so daß bei einer Drehung des Schalters um je 900 immer eine Haltstellung eingenommen wird. Eine solche Ruhe- oder Haltstellung zeigt Fig. 4. Die vier Kontaktstücke 0, p, q, r des Schaltsternes des Polwenders liegen isoliert, so daß der Polwender in den Haltstellungen keinerlei Stromverbindung gibt:
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind die Kontakte 0 und p sowie q und r des Schaltsterns leitend verbunden. Die Kontaktfedern oder Klemmen k und I des Polwenders sind mit den Polen s und t und die Kontaktfedern oder Klemmen m und η mit den Polen μ und ν verbunden.
Wird nun der Polwender aus einer Haltstellung um 90 ° in die nächste gedreht, so
bewegen sich die Kontakte o, p, q, r durch die Augenblicksbewegung des Schaltsterries an den Federn k, m, I, η plötzlich vorbei, und es findet infolgedessen schnell vorübergehende Stromverbindung statt. Befindet sich z. B. bei einer solchen Augenblicksschaltung Kontakt ο vor der Feder k, dann ist Pol s mit Leitung u und Pol t mit Leitung ν verbunden ; die Stromleitung findet also von s
ίο nach u und von t nach ν statt. Befindet sich dagegen augenblicklich Kontakt ο vor Feder m, dann ist Pol t mit Leitung u und Pol s mit Leitung ν verbunden; der augenblickliche Stromstoß erfolgt also in entgegengesetzter Richtung. Dieses Spiel wiederholt sich bei der weiteren Drehung des Schaltsternes um je 90°.
Man erkennt also, daß bei Drehung des Polwenders c um 360 ° zwischen den vier Schnappstellungen des Schaltsternes je zweimal augenblicklich leitende Verbindungen geschaffen werden, die die Richtung der Stromstöße in den Leitungen u, ν abwechselnd umkehren.
Läßt man den Handgriff des Polwenders los, dann schnellt er in eine seiner vier Ruhe-, d. h. Ausschaltstellungen.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Entmagnetisierungsschalter, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Gehäuse (a) der Ausschalter (b) und ein zum Entmagnetisieren dienender Polwender (c) angeordnet und derart durch eine Sperrvorrichtung (d, e) verbunden sind, daß der Polwender (c) nur in der Ausschaltstellung des Schalters (h) in Tätigkeit gesetzt werden kann, und umgekehrt.
2. Entmagnetisierungsschalter nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine derartige Augenblicksschaltung des Polwenders (c), daß dieser (c) in seinen Ruhestellungen sich stets in der Ausschaltstellung befindet und entmagnetisierende Stromstöße nur beim augenblicklichen Übergang von der einen zur anderen Ruhestellung schließt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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