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Elektromagnetischer Schalter.
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektromagnetischen Schalter, der nach einer einstellbaren Zahl von Schaltbewegungen gegen das Wiedereinschalten gesperrt werden soll. Dies wird in bekannter Weise durch eine Sperrvorrichtung erreicht, die von dem beweglichen Teil des Sehalters über ein dazwischenliegendes Schaltwerk, an dem die gewünschte Zahl eingestellt werden kann, betätigt wird.
Die Erfindung gibt eine besonders einfache und zuverlässige Ausführungsform für einen derartigen Schalter, u. zw. wird diese dadurch erreicht, dass zum Verhindern des Wiedereinschaltens eine in an sich bekannter Weise den Schalter offenhaltende Vorrichtung verwendet wird, deren elektromagnetische Auslösevorrichtung nach der eingeschalteten Zahl von Sehaltbewegungen unwirksam gemacht wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. in Fig. 1 ein Über-
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magnetischen Schaltern bei einem Strassenbahnmotor.
Unter einer Stromspule 12 des Überstromschalters 10 (Fig. 1) ist ein Anker 13 beweglich angeordnet ;
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paares 19 und 20, wobei durch Federn 21, 22 ein zuverlässiger Stromschluss gesichert wird. Gegen den Anker 13 wird eine Klinke 23, die drehbar auf einem Zapfen 25 gelagert ist, durch ihr eigenes Gewicht gedrückt, so dass, wenn der Anker von der Spule 12 angezogen worden ist, ihr oberes Ende 24 unter eine Nase 27 des Ankers 13 greift und ihn so festhält. Zur Auslösung des Ankers 13 dient ein Elektromagnet 30, der von einem Hilfsstromkreis erregt werden kann und dann die Klinke 23 anzieht und dadurch den Anker 13 freigibt. Die Stange 14 trägt an ihrem oberen Ende einen quer zu ihr verlaufenden Stift 28, der in einem Schlitz der Gabel 29 gleiten kann.
An dieser Gabel ist eine federnde Klinke 41 befestigt die in die Zähne eines mit der Drehachse der Gabel 29 gleichachsigen Sehaltrades 42 eingreift und dadurch dieses Schaltrad jedesmal, wenn die Stange 14 durch den Anker 13 gehoben wird, um einen Zahn weiterschaltet. Auf der Welle 37 des Schaltrades 42 sitzt eine Skalenscheibe 43, die zwecks Kupplung mit einer verzahnten Daumenscheibe 36 seitlich mit radialen Zähnen versehen ist. Durch eine Mutter 39 kann die Daumenscheibe 36 in jeder beliebigen Lage mit der Skalenscheibe 43 gekuppelt werden. Die Welle 37, auf der der Schalter 42 und die Skalenscheibe 43 befestigt sind, kann durch ein Handrädchen 44 von Hand aus in jede beliebige Lage zur Klinke 41 gebracht werden.
Ein Hebel 33, an dem ein federnder Kontakt 31 befestigt ist, wird durch eine Feder 34 gegen den Umfang der Daumenscheibe gedrückt, also von dieser kraftschlüssig gesteuert. Die Daumenseheibe besteht im wesentlichen aus zwei Sektoren mit verschiedenen Durchmessern, denen zwei Hauptstellungen des Hebels 33 entsprechen. In der einen Stellung liegt der federnde Kontakt 31 gegen einen festen Kontakt 32 an, in der andern, aus Fig. 2 ersichtlichen Stellung berühren sich die beiden Kontakte nicht. Man kann also durch die gegenseitige Lage der Scheiben 36 und 43 im voraus beliebig bestimmen, durch die wievielte Betätigung des Über- stromausschalters die Kontakte 37 und 32 getrennt werden sollen.
Die Wirkungsweise sei an Hand der Fig. 3 erläutert. Infolge einer Überlastung in dem Motorstromkreis. 53 wird der Anker 13 durch die Stromspule 12 gehoben, und von der Klinke 23 in dieser Lage
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überbrückt ist. Wenn der Schalter 10 ausgeschaltet hat, muss der Führer zunächst den Fahrschalter 6j ! in diese Stellung bringen, und kann durch einen Druckknopf 68 den Stromkreis 69 schliessen. Damit
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Schritt weitergedreht, und es werden dadurch schliesslich nach einer bestimmten Anzahl von Wiederholungen die Kontakte 31 und 32 getrennt. Dadurch ist der Hilfsstromkreis 69 (Fig. 3) unterbrochen, so dass eine weitere Betätigung des Druckknopfschalters 68 zwecklos ist.
Erst wenn durch Drehung des Handrädchens 44 die Skalenscheibe 43 wieder in ihre Nullage gebracht worden ist, ist die beschriebene Vorrichtung wieder betriebsbereit. Durch eine mehr oder weniger unzugängliche Lage des Schaltwerkes soll erreicht werden, dass der Bedienende zur Prüfung etwaiger Fehler veranlasst wird, bevor er die Vorrichtung wieder einstellt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektromagnetischer Schalter mit Sperrvorrichtung, durch die nach einer einstellbaren Zahl von Schaltbewegungen das Wiedereinschalten des Schalters verhindert wird, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verhindern des Wiedereinschaltens eine in an sich bekannter Weise den Schalter offenhaltende Vorrichtung verwendet wird, deren elektromagnetische Auslösevorrichtung nach der eingeschalteten Zahl von Schaltbewegungen unwirksam wird.