DE246992C - - Google Patents

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DE246992C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F23/00Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm
    • G01F23/30Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm by floats
    • G01F23/40Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm by floats using bands or wires as transmission elements
    • G01F23/44Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm by floats using bands or wires as transmission elements using electrically actuated indicating means

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 246992 KLASSE IAb. GRUPPE
FRANZ RITTMEYER in THALWIL, Schweiz.
Geber für elektrische Fernmelder. Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Februar 1911 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in der Schweiz vom 8. Februar 1910 anerkannt.
die Priorität
Die Erfindung betrifft einen Geber für elektrische Fernmelder, z. B. solche, welche das Steigen und Sinken des Wasserstandes eines Behälters durch Verstellen eines Zeigers anzeigen. Dieser Geber besitzt eine Stromschlußeinrichtung, deren Stromschlußstücke in bekannter Weise auf der einen Seite isoliert, auf der anderen kontaktschlüssig sind. Eine zur Beherrschung zweier Meldestromkreise dienende, auf der einen Seite isolierte, drehbare Kurbel wirkt mit zwei federnden, schraübengangförmigen, mit je einem der beiden Stromkreise verbundenen Stromschlußflügeln derart zusammen, daß sie bei ihrer Drehbewegung in der einen oder anderen Richtung in der ersten Hälfte ihrer Umdrehung auf der einen Seite des einen Stromschlußflügels isoliert, in der zweiten Hälfte der Umdrehung auf der entgegengesetzten Seite des anderen Stromschlußflügels auf einem verhältnismäßig langen Wege kontaktschlüssig vorbeigeführt wird, so daß je nach der Drehrichtung entweder der eine oder der andere Stromkreis geschlossen wird. Bei dieser Einrichtung wird bei Steuerung zweier Stromkreise durch ein und dasselbe. Kontaktglied (Kurbel) in jedem Falle ein hinlänglich langer Stromschluß erzielt, um mit Sicherheit ein Empfängertriebwerk bekannter Art für den Gang in der einen oder anderen Bewegungsrichtung (Zeigerbewegung) auszulösen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise in seiner Ausbildung für Wasserstandsfernmelder dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι eine Vorderansicht und
Fig. 2· eine Draufsicht des Gebers und
Fig. 3 die schwenkbaren Kontaktflügel mit der Stromschlußkurbel.
Die Veränderung des Wasserstandes in einem Behälter wird durch einen Schwimmer. A aufgenommen, dessen Bewegung durch eine Kette einem Kettenrad α sowie einem ins Rasche übersetzenden Zahnräderpaar O1, b2 mitgeteilt wird. Das Zahnrad S2 ist nebst einem mit ihm verbundenen Mitnehmer C1 (Fig. 2) auf einer Welle d drehbar, welche ihrerseits einen im Bereiche von C1 befindlichen Mitnehmer C2 besitzt. Am vorderen Ende der Achse d ist, um einen Ideinen Betrag gegen diese verstellbar, aber durch sie mitnehmbar, eine Kurbel e angeordnet. Diese trägt an ihrem freien Ende ein zugleich als Gewicht dienendes Gleitstück elt welches auf der vorderen Seite eine isolierende Schicht, z. B. ein Glasplättchen e2, aufweist, auf der hinteren Seite dagegen elektrisch leitet. Die Welle d ist durch ein Vorgelege mit einem an sich bekannten Geschwindigkeitsregler (Zentrifugalbremse) f verbunden.
Zu beiden Seiten der Welle d sind Stromschlußflügel ^1 und g2 angebracht. Diese sind an Bolzen g\ und g'2 zwischen Spitzen senkrecht gelagert und daher in wagerechter Richtung

Claims (1)

  1. schwenkbar; sie werden aber durch Flachfedern g"j und g"%, welche auf Planflächen an den Bolzen drücken, senkrecht zur Welle d gehalten. Die Stromschlußflügel sind so gebogen, daß sie im unteren Teil vor der Kurbel e, in ihrem oberen Teil nach rückwärts hinter die Drehebene des Gleitstückes ex zu liegen kommen, was am besten aus Fig. 3 ersichtlich ist. Hinter den Stromschlußflügeln ^1 und g2 sind zwei Federn A1 und A2 angeordnet, welche bei geringer Schwenkung der ersteren nach rückwärts mit ihnen in Berührung kommen. Die Stromschlußflügel gx und g2 sind mit je einer zu einem Empfänger führenden elektrischen Fernleitung I bzw. II verbunden. Der Empfänger besteht aus zwei Triebwerkeinheiten, von denen die eine die Bewegung eines Meldezeigers in dem einen Sinne, die andere im anderen Sinne zu steuern hat, entsprechend der Drehrichtung
    ao der Kurbel e, von der die Schließung des einen oder anderen Stromkreises abhängt. Die Kurbel e und die Federn h stehen mit der gemeinsamen Rückleitung oder mit der Erde in Verbindung.
    Der Geber arbeitet folgendermaßen:
    Wenn der Wasserspiegel z. B. steigt, so wird diese Bewegung durch den Schwimmer auf das Kettenrad a, die Zahnräder O1 und bi und den Mitnehmer C1 übertragen, d. h. dieser nach links gedreht. Im Verlaufe dieser Drehbewegung wird der Mitnehmer c, mitgenommen und dadurch die in der Ruhestellung nach unten gerichtete Kurbel e- gedreht. Das Gleitstück et bewegt sich hinter dem unten nach vorn stehenden Stromschlußflügel g-, (Fig. 3) vorbei und wird diesen bei Berührung des oberen, nach rückwärts gebogenen Flügelteiles nach vorn drehen. Infolge des an der Vorderseite des Gleitstückes βλ angebrachten Isoliermittels e2 entsteht aber bei der Berührung kein Stromschluß. Wenn infolge Steigens des Wasserspiegels um einen gewissen Betrag die Kurbel ihre höchste Stellung überschritten hat, so fällt sie, da sie auf der Welle d etwas Spiel hat, ein kurzes Stück frei nach der anderen Seite, treibt mit einem Ruck den Geschwindigkeitsregler f an und setzt dann unter dessen Einfluß langsam die Fallbewegung fort. Durch das zurückgebogene obere Ende des Stromschlußflügels g2 ist jetzt das Gleitstück ey auf die vordere Seite des Flügels g2 geleitet worden und gleitet, diesen nach hinten drehend, mit der nicht isolierten Seite an ihm vorbei,, wodurch der Stromkreis II (Erde E, Kurbel e, Flügel g?, ent sprechende Triebwerkeinheit des Empfängers, Stromquelle und Erde) so lange geschlossen wird, bis die Kurbel e nahezu in der untersten Stellung angelangt ist, wo das Gleitstück ex das untere Ende des Stromschlußflügels g2 verläßt. Dieser kommt durch die Schwenkung nach rückwärts außerdem noch mit der Feder A2 in Berührung, wodurch ein die Kurbel β umgehender Nebenschluß II' von der Erde E zum Flügel ga hergestellt wird. Da der Geber symmetrisch gebaut ist, entsteht bei sinkendem Wasserspiegel und umgekehrter Bewegung der beschriebenen Organe ein Stromschluß im Stromkreis I; dabei dauert der Stromschluß eine gewisse Zeit, die durch die Berührungszeit des Gleitstückes ex mit dem betreffenden Stromschlußflügel gegeben ist. Wenn aber die Veränderung des Wasserspiegels den zur Drehung der Kurbel e in die höchste Lage nötigen Betrag nicht erreicht, sondern wieder auf die frühere Höhe zurückgeht, so geht auch die Kurbel e auf der hinteren Seite des betreffenden Stromschlußflügels wieder zurück, ohne einen Stromschluß herzustellen.
    Infolge der losen Kupplung der Stromschlußeinrichtung mit der Steuervorrichtung (dem Schwimmer) ist der Geber bis zu einem gewissen Grade unempfindlich gegen Wellengang im Behälter.
    Ρλτεντ-Ansprucii: g
    Geber für elektrische Fernmelder, bei welchem durch eine herabfallende Gewichtskurbel Stromschlüsse von längerer Dauer hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurbel (e) auf der einen Seite isoliert ist und bei ihrer Drehung zwei federnd gelagerte, schraubengangförmig gebogene Stromschlußflügel ^g1, g2) für zwei Meldestromkreise verschwenkt, wobei sie in der ersten Hälfte ihrer Umdrehung in der einen oder anderen Richtung an dem einen Stromschlußflügel isoliert, in der zweiten Hälfte der Umdrehung an dem anderen Stromschlußflügel auf einem verhältnismäßig langen Wege kontakt schlüssig vorbeigeht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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