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Spieleinrichtung mit einem auf einer Platte beweglichen Wagen
Die Erfindung betrifft einespieleinrichtung mit einem auf einer Platte beweglichen Wagen, der durch mindestens einen Magneten mitgenommen wird, der auf einem unterhalb der Platte befindlichen, elektrisch angetriebenen Wagen angeordnet ist, dessen Bewegungsrichtung vom Spieler mittels eines ortsfesten Steuerorganes verändert werden kann.
BekannteSpieleinrichtungendieser Art weisen den Nachteil auf, dass sehr komplizierte Konstruktionen vorgesehen sind, um den unter der Platte befindlichen Wagen zubewegen. Dies hängt damit zusammen, dassdie Räder dieses Wagens auf einer besonderen Bahn, z. B. einer Rollbrücke oder einem Dreharm rollen, welche Bahn ihrerseits noch zu bewegen ist. Man erhält also die Bewegung des unteren Wagens durch Zusammensetzung von zwei Komponenten, wobei nur eine dieser Komponenten mittels des erwähn- ten ortsfesten Steuerorganes verändert werden kann.
Dies hat nicht nur den erwähnten Nachteil zur Folge, dass die Konstruktion sehr kompliziert und teuer ist, sondern auch den weiteren, sehr grossen Nachteil, dass dieSteuerbewegung des ortsfestenSteuerorganesnicht der Steuerbewegung des Lenkrades eines Kraftwagens entspricht.
Diese Nachteile werden gemäss der Erfindung dadurch behoben, dass dem oder den auf dem unteren elektrisch angetriebenen Wagen angeordneten Magneten auf dem oberen nicht angetriebenen Wagen angeordnete Magnete gegenüberstehen, deren Kraftfelder beide Wagen mit an der Ober-bzw. Unterfläche der Platte anliegenden Rädern zu gemeinsamer Rollbewegung kuppeln und dass das ortsfeste Steuerorgan über eine zum unteren Wagen führende biegsame Welle mit mindestens einem schwenkbaren Rad, min- destens des einen der beiden Wagen in mechanischer oder magnetischer Wirkungsverbindung steht, derart, dass dieses Rad mittels des ortsfesten Steuerorganes verschwenkt werden kann.
Wenn man durch Betätigung des ortsfesten Steuerorganes dem einen Wagen, z. B. dem unteren Wagen über eine mechanische Wirkungsverbindung oder dem oberen Wagen über eine magnetische Wirkungsverbindung eine Richtungsänderung erteilt, so wird dem andern Wagen durch die die beiden Wagen zu gemeinsamer Rollbewegung kuppelnden Magnete die gleiche Richtungsänderung aufgezwungen. Es kann aber auch gleichzeitig eine magnetische Wirkungsverbindung mit einem schwenkbaren Rad des oberen Wagens und eine mechanische Wirkungsverbindung mit einem schwenkbaren Rad des unteren Wagens bestehen.
Zur Erzielung der magnetischen Wirkungsverbindung ist vorzugsweise im unteren Wagen ein von der biegsamen Welle angetriebener, drehbarer Magnet vorgesehen, der einen im oberen Wagen angebrachten, ebenfalls drehbaren Magneten mitnimmt, welcher mit dem schwenkbaren Rad des oberen Wagens kinematisch verbunden ist.
Die Konstruktion wird besonders einfach, wenn das untere Ende der biegsamen Welle mit einer unterhalb der Mitte der Platte angeordneten Vertikalachse mL Triebwerksteilen für die Steuerung verbunden ist.
Um die Übertragung von zu grossen Drehmomenten von dem Steuerorgan auf die biegsame Welle zu vermeiden, wird zweckmässig eine Rutschkupplung vorgesehen.
Eine besonders zweckmässige Ausbildung kann man dadurch erhalten, dass zwischen dem Steuerorgan und der biegsamen Welle eine Rutschkupplung zwischengeschaltet ist.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es ist : Fig. 1 ein schematischer Längsschnitt durch die ganze Spieleinrichtung, Fig. 2 eine schematische Seitenansicht des oberen und des unteren Wagens in grösserem Massstab, wobei einzelne Teile geschnitten
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und andere nur soweit dargestellt sind, als dies zum Verständnis der Funktion nötig ist, Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf den Lenkmechanismus der Vorderräder des unteren Wagens.
Nach Fig. 1 wird die Platte 1, auf welcher sich der obere Wagen 2, der als Auto dargestellt ist, befindet, von einem verkleideten Gestell 3 getragen. Der obere Wagen 2 weist zwei Magnete 4 auf, denen auf der andern Seite der Platte 1 zwei Magnete 5 gegenüberstehen, die sich auf einem unteren Wagen 6 befinden (Fig. 2). Den Rädern 7 und 8 des Wagens 2 stehen die Räder 9 und 10 des unteren Wagens gegen- über, die auf der Unterseite der Platte 1 rollen. Die Platte 1 besteht aus elektrisch leitendem, aber nicht ferromagnetischem Material, z. B. Aluminium.
Die Vorderräder des unteren Wagens 6 sind nach Fig. 3 auf Achsstummeln 11 gelagert, die um senkrechte Schwenkzapfen 12 verschwenkbar sind. Jeder dieser Achsstummel 11 bildet den einen Arm eines Winkelhebels, dessen anderer Arm mit 13 bezeichnet ist. Die beiden Arme 13 sind durch ein an denselbenangelenktesKuppelglied 14 gekoppelt. Auf einem der Schwenkzapfen 12 ist ein Ritzel 15 angeordnet, das mit dem Zahnrad 18 kämmt.
Dieses Zahnrad 18 kämmt nach Fig. 2 mit einem Ritzel 19, das mit einem Zahnrad 20 fest verbunden ist, welches seinerseits mit dem Ritzel 21 kämmt, das auf einer Achse 22 sitzt, die einerseits mit einer biegsamen Welle 23 und anderseits mit einem Magnet 24 verbunden ist. Diesem drehbaren Magnet 24 gegenüber ist auf dem oberen Wagen 2 ein entsprechender Magnet 25 angebracht, der über ein Zahnradgetriebe 26.. 29, das zum Zahnradgetriebe 18-21 spiegelbildlich angeordnet ist, mit einem Lenkmechanismus für die Vorderräder 7 des oberen Wagens 2 verbunden ist, der ebenfalls zu dem an Hand von Fig. 3 erläuterten Lenkmechanismus spiegelbildlich angeordnet ist.
Die biegsame Welle 23 ist nach Fig. 1 mit einer vertikalen Achse 30 verbunden, die in einem Lagerbock 31 gelagert ist, der sich unterhalb der Mitte der Platte 1 befindet. Diese Achse 30 wird über ein Kegelradpaar 32, eine horizontale Achse 33 und ein zweites Kegelradpaar 34, von der Lenkstange 35 aus angetrieben, auf welcher das Steuerrad 36 befestigt ist. Die Lenkstange 35 ist im Lagerbock 37 gelagert, der am Gestell 3 befestigt ist.
Das Kegelrad 38 des Kegelradpaarcs 34 : sitzt nicht fest auf der Lenkstange 35, sondern ist zwischen zwei'Scheiben 39 und 40 eingeklemmt, von welchen erstere auf der Lenkstange 35 befestigt ist, während letztere durch eine Feder 41, die sich am Stellring 42 abstützt, auf das Kegelrad 38 gedrückt wird. Die Teile 38-42 bilden eine Rutschkupplung, durch welche verhindert wird, dass zu grosse Drehmomente auf die Achse 33 und damit auf die biegsame Welle 23 und den Lenkmechanismus nach Fig. 3 übertragen werden. Die Lenkstange 35 kann ferner mit nicht dargestellten Anschlägen versehen sein, um den möglichen Ausschlag des Steuerrades 36 entsprechend der maximal möglichen Auslenkung der Vorderräder 9 des unteren Wagens 6 bzw. der Vorderräder 7 des oberen Wagens 2 einzuschränken.
Zum Antrieb des unteren Wagens 6 ist auf demselben ein Gleichstrommotor 43 montiert, der über Zahnräder 44 - 47 die Achse der Hinterräder 10 des Wagens 6 antreibt.
In einem Kasten 48 sind die Hauptbestandteile der elektrischen Steuerausrssstung für den Motor 43 enthalten, nämlich ein Netzanschlussgerät zum Umformen von Wechselstrom auf Gleichstrom, sowie ein Vorschaltwiderstand zum Regulieren der den Motorklemmen zugeführten Spannung. D ieser Vorschaltwider- stand wird mittels des Pedals 49 eingestellt, derart, dass bei einem geringen Druck auf das Pedal 47 der Stromkreis des Motors 43 geschlossen wird und dass mit einem zunehmenden Druck der Vorschalcwider- stand immer kleiner wird, so dass der Motor 43 immer schneller dreht, bis bei ganz herunter gedrücktem Pedal die Maximaldrehzahl erreicht ist.
Ein Wendeschalter 50 mit dem Bedienungshebel 51, der durch ein Kabel 52 mit dem Kasten 48 verbunden ist, gestattet die Stromrichtung im Motor 43 und damit auch die Fahrtrichtung des Wagens 6 bzw. des Fahrzeuges 2 umzukehren. Der Motorstromkreis schliesst sich, von einer Klemme 53 des Kastens 48 ausgehend über eine Leitung 54, eine Bürste 55, einen Schleifring 56, die Achse 30, die biegsame Welle 23, die Achse 22, eine in Fig. 2 nicht gezeichnete leitende Lagerbüchse, die vom Wagen 6 isoliert ist, einen ebenfalls nicht dargestellten Leitungsdraht, den Motor 43, den Wagen 6, die Hinterräder 10, die Blechplatte 1 und das Gestell 3 zu einer zweiten Klemme 57 des Kastens 48.
Es sei hiezu noch bemerkt, dass der Lagerbock 31 der Achse 30 aus Isoliermaterial besteht, ebenso bestehen auch mindestens eines der Zahnräder 32 und das Zahnrad 21 aus Isoliermaterial, z. B.
Hartgummi.
Aus obiger Beschreibung ergibt sich ohne weiteres, dass man einerseits das Anfahren, die Geschwindigkeit und das Anhalten des oberen Wagens 2 mittels des Pedals 49 und anderseits seine Richtung mittels des Steuerrades 36 steuern kann, während das Vor- und Rückwärtsfahren von der Stellung des Hebels 51 abhängen. Es sei hervorgehoben, dass der Wagen 2 nicht nur magnetisch mitgenommen wird, sondern dass ausserdem seine Vorderräder 7 tatsächlich gelenkt werden. Der Spieler kann daher, wenn er den Wagen 2
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ausdemStillstandinBewegung versetzt, aus der Stellung der Vorderräder 7 schliessen, wie er steuern muss, um einem bestimmten Weg zu folgen.
Auf der sichtbaren oberen Fläche der Platte 1 wird man natürlich ein Strassennetz mit allerlei Hindernissen markieren, man kann ferner auch Verkehrssignale anbringen und z. B. von Hand bedienen, und es ist dann Sache des Spielers, den Wagen 2 möglichst rasch und fehlerfrei von einem Ort zum andern zu steuern.
Der Wagen 2 braucht natürlich nicht als Auto ausgebildet zu sein. Der Ausdruck"Wagen"ist im all- gemeinstenSinne für ein mit Rädern versehenes Fahrzeug zu verstehen. Dabei könnte man im Falle eines Dreirades z. B. die Fahrtrichtung des einzelnen Rades über die Drehmagnete steuern. Das untere Ende der biegsamen Welle 23 muss sich natürlich nicht unbedingt unterhalb der Mitte der Platte 1 befinden. Dies ist aber deshalb vorteilhaft, weil dann die biegsame Welle 23 besonders kurz gemacht werden kann, so dass sie ohne zu grosse Spannung dem unteren Wagen 6 noch bis in die Ecken der z. B. rechteckigen Platte 1 folgen kann. Zwei extreme Lagen der Welle 23 sind in Fig. 1 durch die strichpunktierten Linien 23'und 23" angedeutet.
Man könnte auch davon absehen, die Vorderräder 9 des unteren Wagens 6 zu steuern, d. h. die Teile 13 - 15 und 18 - 21 weglassen. In diesem Falle würde das Steuerorgan 36 über die biegsame Welle 23 nur mit den Vorderrädern 7 des oberen Wagens in Wirkungsverbindung stehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. SpieleinrichtungmiteinemaufeinerPlatte beweglichen Wagen, der durch mindestens einen Magneten mitgenommen wird, der auf einem unterhalb der Platte befindlichen, elektrisch angetriebenen Wagen angeordnet ist, dessen Bewegungsrichtung vom Spieler mittels eines ortsfesten Steuerorganes ver- ändert werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass dem oder den auf dem unteren elektrisch angetriebenen Wagen (6) angeordneten Magneten (5) auf dem oberen nicht angetriebenen Wagen (2) angeordnete Magnete (4). gegenüberstehen, deren Kraftfelder beide Wagen mit an der Ober-bzw.
Unterfläche der Platte anliegenden Rädern zu gemeinsamer Rollbewegung kuppeln und dass das ortsfeste Steuerorgan (36) über eine zum unteren Wagen (6) führende biegsame Welle (23) mit mindestens einem schwenkbaren Rad (7, 9) mindestens des einen der beiden Wagen (2, 6) in mechanischer oder magnetischer Wirkungsverbindung steht, derart, dass dieses Rad mittels des ortsfesten Steuerorganes (36) verschwenkt werden kann.