DE246247C - - Google Patents

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DE246247C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D23/00Single parts for pulling-over or lasting machines
    • A43D23/02Wipers; Sole-pressers; Last-supports; Pincers

Landscapes

  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
V. St. A.
angedrückt wird.
20. März 1883
die Priorität
Es sind Überholmaschinen bekanntgeworden, in denen das Oberleder nachgiebig an die Seiten des Leistens angedrückt wird. Dies wird in der Regel durch Klemmglieder bewirkt, die das angezogene und zurechtgerückte Oberleder gegen die Seiten des Leistens pressen, um ein Zurückrutschen desselben vor dem Befestigen zu verhindern.
Gemäß der Erfindung werden die Vorrichtungen, die das Oberleder nachgiebig an die Seiten des Leistens andrücken, in ihrer wirksamen Lage gesperrt, und zweckmäßig wird diese Sperrung bis zur Vollendung des Überholvorganges aufrechterhalten. Die Sperrung der Klemmvorrichtungen und das Auslösen derselben findet selbsttätig während des Arbeitsganges der Maschine statt.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Wirkungsweise der das Oberleder über den Leistenboden schiebenden Vorrichtungen unabhängig von derjenigen der das Oberleder an den Leisten andrückenden Vorrichtungen ist. Das Oberleder wird zunächst von den Klemmgliedern gegen die Seiten des Leistens geklemmt, und hierauf wird die Überschiebvorrichtung gegen das noch erfaßte Oberleder bewegt. Während der Vorwärtsbewegung des Nagelarmes kommt die Überschiebvorrichtung zum Stillstand, indem sie nachgibt, bis die Greifer das Oberleder freigeben. Unmittel-
bar hierauf wird die Überschiebvorrichtung rasch vorwärts bewegt, um das Oberleder vor dem Eintreiben der Befestigungsmittel über den Leistenboden zu schieben. Dem während seiner Vorwärtsbewegung zum Stillstand kommenden Überschieber wird zu dieser Zeit eine Kippbewegung erteilt, damit sein vorderes Ende das Oberleder fest an den Leistenboden andrückt.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise an einer Überholmaschine nach dem Patent 192880 veranschaulicht.
Fig. ι ist eine Seitenansicht der zum Verständnis der Erfindung notwendig erscheinenden Teile einer Überholmaschine.
Fig. 2 stellt Einzelheiten dar.
Fig. 3 ist ein Schaubild der das Oberleder an der Seite des Leistens festklemmenden Vorrichtung und der Nagelvorrichtung.
Fig. 4, 5 und 6 erläutern die für die Erfindung maßgebenden Maschinenteile in verschiedenen Lagen, die sie während des Arbeitsganges der Maschine einnehmen.
Die zum Anziehen und Zurechtrücken des Oberleders vorgesehenen Vorrichtungen entsprechen im wesentlichen denjenigen des genannten Patentes.
Die Vorrichtungen, die das angezogene und zurechtgerückte Oberleder an den Seiten des Leistens festklemmen, ehe es von den Seiten-
greifern freigegeben wird, sind an um Zapfen 12 schwingbaren Armen 10 angebracht und werden nachgiebig gegen den Schuh und von demselben hinwegbewegt. Diese Vorrichtungen schließen aus gepolsterten Blöcken bestehende Leistenstützen 15 ein. Diese Blöcke sind drehbar an Schiebern 16 angebracht, welche in mit Bezug auf den Schuh geneigten Führungen gleiten. Da die an den Armen 10 angeordneten Vorrichtungen gleicher Bauart sind, so genügt die Beschreibung einer derselben. Die Oberfläche des Schiebers 16 ist zu einer Zahnstange ausgebildet, die in ein Zahnrad 20 eingreift (Fig. 2). Letzteres steht gleichzeitig mit der Verzahnung des Schiebers 22 in Eingriff. Der Schieber 22 gleitet in wagerechter Richtung in einer Führung des Armes 10 und trägt einen Drücker 25. Das Zahnrad 20 stellt eine Verbindung zwischen den Klemmgliedern 15 und 25 her, mittels der die den Schiebern 16, 22 und den Gliedern 15, 25 erteilten Bewegungen entsprechend der Lage des Schuhes gleichmäßig übertragen werden.
An der Rückseite des Drückers 25 ist eine bogenförmige Rippe angebracht, die in einer bogenförmigen Nut des Schiebers 22 bewegbar ist. Der Drücker 25 besitzt zwei mit dem Leisten in Berührung tretende Flächen 24, zwischen denen eine Ausnehmung angebracht ist. Der Drücker 25 wirkt demnach auf zwei in bestimmter Entfernung voneinander stehende Punkte der Seiten des Leistens ein. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn die Maschine mit zwei an derselben Längsseite des Leistens angeordneten Seitengreifern ausgerüstet ist, so daß die Flächen 24 des Oberleders an Punkten. festklemmen, die im wesentlichen in einer Linie mit der Anzugsrichtung der Greifer liegen.
Eine Feder 18 hält die Leistenstütze 15 für gewöhnlich in der in Fig. 2 dargestellten Lage. Die Feder 18 hält auch unter Vermittlung des Zahnrades 20 den Drücker.25 an der Grenze seiner Einwärtsbewegung. Die neuartige Ausbildung unterscheidet sich von der bekannten Bauart dadurch, daß der Drücker 25 mit dem Schuh früher in Berührung tritt als die Leistenstütze, und daß die Leistenstütze dann durch Vermittlung des Zahnrades 20 einwärts und aufwärts bewegt wird, um mit dem Leisten in Berührung zu treten. Die wirksame Bewegung der Leistenstütze findet demnach in einer Richtung statt, die im wesentlichen mit der Richtung zusammenfällt, in der das Oberleder gespannt wird. Auf diese Weise trägt die Leistenstütze dazu bei, das Oberleder gegen die Kante des Leistens zu schieben und stützt erst nach dieser Einwirkung den Leisten gegen Abwärtsbewegungen. Während des Anziehens des Oberleders pressen die Greifer den Schuh gegen die Sohlenstütze 26. Die Greifer geben das angezogene Oberleder frei, nachdem die Drücker mit den Seiten des Leistens in Berührung getreten sind, so daß jegliches Zurückrutschen des Oberleders verhindert ist. Wenn die geöffneten Greifer sich von dem Schuh hinwegbewegen, um den Nagelvorrichtungen Platz zu machen, so sucht die Sohlenstütze den Schuh herabzudrücken und denselben zwischen die Leistenstützen hineinzupressen. Damit dieser Abwärtsbewegung des Schuhes Widerstand geboten wird, und damit der Schuh während des Eintreibens der Befestigungsmittel fest in seiner Lage gehalten wird, ist an jedem Zahnrad 20 ein Schaltrad 30 angebracht, in dessen Schaltzähne eine Klinke 32 einfällt. Die Klinke 32 sperrt die Klemmglieder in ihren wirksamen Lagen, so daß der Schuh nach erfolgter Sperrung unnachgiebig gestützt wird. Durch diese Einrichtung wird die Abwärtsbewegung des Schuhes auf ein Mindestmaß begrenzt. Die begrenzte Abwärtsbewegung, die der Schuh ausführt, wenn er von der Sohlenstütze zwischen die Leistenstützen hineingepreßt wird, trägt dazu bei, um das Oberleder glatt an die Seiten des Schuhes anzuschmiegen. Die Klinke 32 wird durch ihr Eigengewicht gegen das Schaltrad 30 gehalten und ist so ausgebildet, daß sie während des Ausschwingens des Armes 10 durch ihr Beharrungsvermögen aus dem Schaltrad ausgelöst wird.
Die Leistenstütze 15 und die Drücker 25 bilden an jeder Seite des Leistens unnachgiebige Vorrichtungen. Zwischen diesen Vorrichtungen und dem Leisten wird das Oberleder festgeklemmt oder gehalten, ehe es von den Seitengreifern freigegeben wird. Die Teile 15, 25 verbleiben dann unbeweglich, so daß es nicht notwendig ist, ihre Lage mit Bezug aufeinander oder mit Bezug auf den Leisten zu verändern, solange das Oberleder festgehalten werden soll.
Das Oberleder wird von Überschiebern 40 in diejenige Lage gebracht, in der es befestigt werden soll. Die Wirkungsweise des Über-Schiebers 40 ist unabhängig von derjenigen des Drückers 25, damit der letztere während der Einwirkung des Überschiebers unbeweglich bleibt. Der Überschieber ist an dem Nagelarm 42 angebracht, dessen Antrieb im Patent 192880 eingehend beschrieben ist. Der den Überschieber tragende Block 43 ist abnehmbar an dem Arm 42 angebracht (Fig. 3). Der Überschieber besteht aus einer dünnen Metallplatte, an deren vorderem Ende Nuten angebracht sind, die das Eintreiben der Befestigungsmittel ermöglichen. Das vordere Ende des Überschiebers ist aufgebogen, damit der Überschieber unter allen Umständen mit dem Oberleder oberhalb des Schuhbodens zusammentrifft. Zu Beginn des Überschiebvorganges tritt die schräge Fläche des Überschiebers mit

Claims (4)

der Leistenkante in Berührung, und der Überschieber gleitet allmählich über den Leistenboden. Der rückwärtige, geschlitzte Teil des Über-Schiebers nimmt einen Stiel 45 auf. Eine Deckplatte 46 und ein Bolzen 48 halten den Überschieber in seiner Lage. Der Schlitz des Überschiebers ist langer als der Stiel 45, so daß der Überschieber Bewegungen in seiner Längsrichtung ausführen kann. Die Entfernung zwischen der Deckplatte 46 und der unteren Fläche des den Überschieber tragenden Blockes 43 ist größer als die Dicke des Überschiebers, so daß der Schieber auch nach aufwärts gerichteter Kippbewegungen fähig ist. An der unteren Seite des rückwärtigen Teiles des Blockes 43 ist eine nach aufwärts geneigte Fläche ausgebildet. Die Kippbewegungen und die Gleitbewegungen des Überschiebers finden mit Bezug auf den Schnittpunkt 50 der wagerechten und der geneigten Fläche des Blockes 43 statt. An dem rückwärtigen Ende des Überschiebers ist eine schräge Fläche 52 angebracht, die mit einer Rolle 54 zusammentrifft. Die Rolle 54 ist an einer senkrechten Stange 55 angebracht, die von einer Feder 56 in ihrer höchsten Lage gehalten wird. Diese Einrichtung ermöglicht es dem Überschieber, sich nachgiebig zurückzubewegen, indem er dem Stiel 45 gegenüber Gleitbewegungen ausführt. Der Überschieber kann auch aufwärts zu nachgeben, wenn er unter Überwindung der Spannung der Feder 56 um den Punkt 50 gekippt wird. Wenn der Überschieber in die in Fig. 4 dargestellte Lage bewegt wird, so gleitet der aufgebogene Teil desselben über, die Kante des Schuhbodens, so daß sich der Überschieber der Ebene des Schuhbodens anpassen kann. Der Überschieber bewegt sich zu dieser Zeit nachgiebig in die in Fig. 5 dargestellte Lage, bis der ihn vorwärts bewegende Arm 42 oder die von dem Arm 42 getragenen Teile mit einer Auslösvorrichtung 9 zusammentreffen, mittels der die Greifer zwecks Freigebens des Oberleders geöffnet werden. Unmittelbar hierauf wirkt die unter, dem Einfluß der Feder 56 stehende Rolle 54 auf die schräge Fläche 52 ein und treibt den Überschieber vorwärts in die in Fig. 6 dargestellte Lage. Das Oberleder wird von den Überschiebern in dieser Lage festgehalten, bis die Nageltreiber die Befestigungsmittel durch die Nuten des Überschiebers hindurchgetrieben haben (Fig. 3). Die Vorwärtsbewegung des Überschiebers findet gemeinsam mit dem Nagelarm 42 statt, bis dieselbe durch Zusammentreffen mit dem angezogenen Oberleder (Fig. 5) unterbrochen wird. Wenn dies der Fall ist, so bewegt sich der Arm 42 mit Bezug auf den Überschieber vorwärts, und die Feder 56 wird, während die Rolle 54 an der Fläche 52 vorbeigleitet, ge- spannt. Durch die Einwirkung der Feder 56 gelangt das vordere Ende des Überschiebers mit dem Oberleder in Berührung und drückt das Oberleder mit verhältnismäßig großer Kraft an den Leistenboden an. Die Einwirkung des Überschiebers dauert fort, bis der Arm 42 das Öffnen der geschlossenen Greifer bewirkt, worauf der Überschieber von der Feder 56 weiter vorwärts bewegt wird, und gleichzeitig werden auch die Treiber der Maschine ausgelöst. Wenn die Teile in ihre Anfangslage zurückkehren, so trifft eine Rolle 59 des an dem Nagelarm angebrachten Armes 58 mit einer schrägen Fläche 60 einer ortsfesten Konsole 62 zusammen. Hierdurch wird der Arm 58 herabgedrückt, und demgemäß wird auch die Stange 55 und die Rolle 54 herabbewegt, so daß der Rückbewegung des Überschiebers mit Bezug auf den Arm 42 keine weiteren Hindernisse im Wege stehen. Wenn die Bewegung des Nagelarmes durch Zusammentreffen mit der Konsole 62 oder mit einem an derselben verstellbaren Anschlag 63 plötzlich unterbrochen wird, so wird der Überschieber durch das Beharrungsvermögen in die Anfangslage zurückgeführt, in der er das Einsetzen des nächsten Schuhes und die Bewegungen der Greifer nicht beeinträchtigt. Der Arm 58 und die Nagelführung 70 schwingen um denselben Zapfen. Der Nagelführung 70 werden Nägel durch Nagelröhren 72 zugeführt. Die Nägel fallen in Nagellöcher des Blockes 43. Wenn der Nagelarm ausgeschwungen wird (Fig. 2), so trifft die Nagelführung 70 mit einem Anschlag 75 zusammen, und das untere Ende der Nagelführung wird aufwärts und einwärts geschwungen, so daß der Nagelkanal in Übereinstimmung mit den Nagellöchern des Blockes 43 gelangt. Wenn die Teile diese Lage einnehmen, so werden die Nägel in die Nagellöcher der Blöcke 43 eingeführt. Wenn der Arm 42 einwärts geschwungen wird, so bewegt ein federbelasteter Kolben 76 bzw. ein Fortsatz desselben den Teil 73 der Nagelführung über die Öffnung der Nagellöcher, so daß die Nägel während der Bewegung dieser Teile gegen den Schuh nicht aus den Nagellöchern herausspringen können. Pate ν τ-Ansprüche:
1. Überholmaschine, in der das Oberleder nachgiebig an die Seiten des Leistens angedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die das Oberleder an die Seiten des Leistens andrückenden Vorrichtungen (15,
25) in ihrer wirksamen Lage gesperrt werden und daß diese Sperrung (30,32) bis zur Vollendung des Überholvorganges aufrechterhalten bleibt.
2. Überholmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem die
Klemmgiieder (15, 25) verbindenden Zahnrad (20) ein Schaltrad (30) angebracht ist, in das eine Schaltklinke (32) selbsttätig einfällt und die Klemmglieder (15,25) in wirksamer Lage sperrt.
3. Überholmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslösen der Sperrung beim Herausschwingen des die Klemmgiieder (15, 25) tragenden Armes
(10) durch das Beharrungsvermögen der Schaltklinke (32) selbsttätig bewirkt wird.
4. Überholmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung, in der die unteren Klemmglieder (15) gegen den Leisten angehoben werden, ehe sie denselben gegen Abwärtsbewegungen stützen, im wesentlichen mit der Richtung zusammenfällt, in der das Oberleder gespannt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedrückt im der ri:ichkdpuckerei.
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