DE245697C - - Google Patents
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- DE245697C DE245697C DENDAT245697D DE245697DA DE245697C DE 245697 C DE245697 C DE 245697C DE NDAT245697 D DENDAT245697 D DE NDAT245697D DE 245697D A DE245697D A DE 245697DA DE 245697 C DE245697 C DE 245697C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02H—WARPING, BEAMING OR LEASING
- D02H3/00—Warping machines
- D02H3/02—Sectional warpers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRiFT
KLASSE 86«. .GRUPPE
Verfahren zur Herstellung von Buntketten. Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Dezember 1910 ab.
Das den Gegenstand der Erfindung bildende ., Verfahren soll es auch dem kleinsten Buntweber
ermöglichen, seine Ketten, und zwar auch einzelne, in rationeller Weise, also billig,
sauber und ohne Abfall herzustellen.
Es besteht zu dem Zwecke darin, daß die bunte Kette von einzelnen Vorratbäumen
zusammengestellt wird, deren jeder Garn in einer bestimmten Farbe trägt, und zwar in
ο konischer Wicklung über die ganze Breite. Es können infolgedessen den Vorratbäumen
die für die jeweilige bunte Kette notwendigen Fadengruppen entnommen werden, um auf
dem Buntkettenbaum vereinigt zu werden.
Die Länge der Fäden auf den Vorratbäumen wird gleich dem Ein- oder Vielfachen
der üblichen Buntkettenlängen gemacht, so daß kein Abfall in der Länge bei der Herstellung
der bunten Ketten entsteht.
ίο Die über den ganzen Vorratbaum reichende
Konuswicklung gestattet die Abnahme beliebig vieler Kettenfäden in der betreffenden Fadenlänge,
ohne Herunterrutschen oder Verwirrung der auf dem Vorratbaume zurückbleibenden
Fäden bei längerem Aufbewahren befürchten zu müssen.
Die Vereinigung der Fäden zu Ketten kann auf der Breitzettelmaschine erfolgen, welche
eine zuverlässige Selbstabstellung bei Fadenbruch besitzt. Die Schererin hat auch insofern
bedeutend weniger Aufmerksamkeit und Arbeit aufzuwenden, als sie beim Aufstecken
der Spulen zur Herstellung der Vorratbäume nicht mehr auf das besondere Muster zu achten
hat, sondern lediglich rohe Spulen oder Spulen von einer und derselben bestimmten
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Farbe aufzustecken hat und immer mit der gleichen Fadenzahl bis annähernd auf den
letzten Rest herunter die Spulen verarbeitet.
Man erreicht mit dem neuen Verfahren Vorteile, die man bisher nur in erheblich umständlicherer
Weise erzielen konnte. Da der Schlichter, gleichviel, ob das Garn vorher oder auf dem Zettelbaume gefärbt wird, immer
nur je eine Farbe zu schlichten bekommt, so bleiben die Farben sämtlich klar und verlaufen
nicht ineinander. Außerdem werden bei dem neuen Verfahren lange Partien geschlichtet,
die unter Umständen einen halben oder einen ganzen Tag laufen, während früher bei
der großen Zahl von in der Buntweberei vorkommenden kurzen Ketten oft bis fünfzehnmal
täglich neue Partien vorgerichtet werden mußten.
In allen Fällen ist es zweckmäßig, die Vorratketten zunächst auf einfache Bäume zu
zetteln und erst in der Schlichtmaschine den ' Garnvorrat auf den Konusbaum, der als Vorratträger
dient, laufen zu lassen. Das Aufbäumen von der Schlichtmaschine auf den Konusbaum erfolgt mit Hilfe eines im bestimmten
Verhältnis zur aufgewickelten Länge seitlich verschiebbaren Expansionskammes, um
die gewünschte Konizität der Bewicklung zu erreichen.
Zur Herstellung der bunten Webkette entnimmt der Buntweber, wie aus der beiliegenden
Zeichnung Fig. 1 in der schematischen Seitenansicht und Fig. 2 in der Draufsicht
hervorgeht, seinem Lager je einen Baum der zusammenzustellenden Farben, in der Zeichnung
beispielsweise drei, a, b, und c. Die Farben
sind durch ausgezogene, gestrichelte und strichpunktierte Linien unterschieden. Er bringt
diese Vorratbäume vor einen Bäumstuhl und liest in dessen Expansionskamm d das betreffende
Farbmuster ein. Dann wird der Buntkettenbaum e von den Vorratbäumen a, b
und c abgebäumt. Enthält einer der Vorratbäume von der betreffenden Farbe die nötige
Anzahl Fäden nicht mehr, so wird noch ein Vorratbaum derselben Farbe vorgelegt, von
dem der Rest der erforderlichen Fäden abgenommen wird.
Der nach dem Aufbäumen eines Buntkettenbaumes auf den Vorratbäumen verbleibende
Rest wird durch das Abbäumen nicht gestört und kommt wieder in das Lager zurück.
Außerdem kann bei dem neuen Verfahren auch der kleinste Buntweber gut geschlichtete
Ketten ohne eigene Schlichterei oder Färberei selbst herstellen. Er zettelt sich die rohen
oder einfarbigen Zettelwalzen und läßt sie, je nachdem, zunächst beim Lohnfärber färben
und dann beim Lohnschlichter schlichten oder gleich schlichten. Der Schlichter läßt die einfarbigen
Ketten von der Schlichtmaschine auf die Yorratbäume in konischer Wicklung aufwickeln.
Claims (1)
- Patent-A NSpruch:Verfahren zur Herstellung von Buntketten, dadurch gekennzeichnet, daß die bunte Kette von einzelnen Vorratbäumen zusammengestellt wird, deren jeder Garn in einer bestimmten Farbe trägt, und zwar in konischer Wicklung über die ganze Breite.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE245697C true DE245697C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=504637
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT245697D Expired DE245697C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE245697C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1130769B (de) * | 1955-02-11 | 1962-05-30 | Algemene Kunstzijde Unie Nv | Verfahren zum Schaeren von Kettenbaeumen aus Viskosekunstseidefaeden auf Konusschaermaschinen |
| DE3205218A1 (de) * | 1981-03-06 | 1982-09-16 | Hacoba Textilmaschinen Gmbh & Co Kg, 5600 Wuppertal | Fadenschaervorrichtung und fadenschaerverfahren |
-
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- DE DENDAT245697D patent/DE245697C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1130769B (de) * | 1955-02-11 | 1962-05-30 | Algemene Kunstzijde Unie Nv | Verfahren zum Schaeren von Kettenbaeumen aus Viskosekunstseidefaeden auf Konusschaermaschinen |
| DE3205218A1 (de) * | 1981-03-06 | 1982-09-16 | Hacoba Textilmaschinen Gmbh & Co Kg, 5600 Wuppertal | Fadenschaervorrichtung und fadenschaerverfahren |
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