DE245603C - - Google Patents
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- DE245603C DE245603C DENDAT245603D DE245603DA DE245603C DE 245603 C DE245603 C DE 245603C DE NDAT245603 D DENDAT245603 D DE NDAT245603D DE 245603D A DE245603D A DE 245603DA DE 245603 C DE245603 C DE 245603C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H13/00—Other common constructional features, details or accessories
- D01H13/30—Moistening, sizing, oiling, waxing, colouring, or drying yarns or the like as incidental measures during spinning or twisting
- D01H13/302—Moistening, e.g. for wet spinning
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JKi 245603 -KLASSE 76 c. GRUPPE
WILLIAM THOMAS SMITH in BOLTON.
Flachs und ähnliche Bastfasern werden naß gesponnen, indem man das Vorgespinst durch
einen mit Wasser gefüllten Trog leitet und dabei in direkte Berührung mit dem Wasser
bringt. Baumwolle läßt sich in dieser Weise nicht behandeln, weshalb man dieselbe bisher
auch stets trocken verspann.
Versuche haben nun ergeben, daß man ein fester gesponnenes Garn erzielen kann, wenn
ίο man das Baumwollvorgespinst kurz vor dem Erreichen
der Streckwalzen oder anderer Organe der Spinnmaschine der Einwirkung von
Dämpfen aussetzt, die die Baumwollfasern zwar genügend befeuchten, um die Adhäsion
zwischen den einzelnen Fasern zu erhöhen, aber den Fasern nicht so viel Feuchtigkeit zuführen,
daß ihr Verspinnen erschwert oder unmöglich gemacht wird.
Die zur Ausübung des Verfahrens benutzte Einrichtung besteht zweckmäßig aus einem
durch Wärmeisolationswände allseitig abgeschlossenen Behälter, welchem durch ein
Rohrsystem heißes Wasser oder Dampf zugeführt wird.
Auf der Zeichnung bedeutet:
Fig. ι einen Querschnitt durch die Einrichtung, während
Fig. 2 einen teilweisen Längsschnitt durch dieselbe veranschaulicht.
Zwischen dem nicht dargestellten Aufsteckrahmen der Spinnmaschine und den Streckwalzen
G ist ein Trog oder Behälter A vorgesehen, durch den das Vorgespinst R hindurchgezogen
wird. Der Trog A ist' teilweise mit heißem Wasser gefüllt, welches darin zirkuliert,
und oberhalb des Wasserspiegels ist 40
45
eine perforierte Schutzplatte D vorgesehen, die eine direkte Berührung des Vorgespinstes R
mit dem Wasser verhindert.
Der Trog A wird von einem gut passenden Deckel C abgeschlossen und besitzt an den
beiden sich gegenüberliegenden Längsseiten Schlitze oder Öffnungen f, f zum Eintritt
und Austritt des Vorgespinstes R, während sich dieses von dem Aufsteckrahmen zu den
Walzen G hinbewegt.
Der Trog A besteht aus zwei Wänden a, a1,
die Wärme schlecht leitendes Material B einschließen. In gleicher Weise ist der Deckel C-mit
zwei Wänden c, c1 ausgerüstet, die Wärme schlecht leitendes Packungsmaterial B zwischen
sich aufnehmen.
Der Deckel C kann an einem Trog A scharnierartig angeordnet sein und wird in
seiner Verschlußlage zweckmäßig durch Klammern oder Bolzen gehalten. Die Verbindungsstellen
zwischen dem Deckel C und dem Trog weisen vorteilhaft Aussparungen e, e1 auf, die
mit leicht nachgiebigem Dichtungsmaterial ausgefüllt werden, um einen dichten Abschluß
zu erzielen.
Der Trog A kann entweder aus Metall oder Holz bestehen, und die perforierte Schutzplatte
D im Innern des Troges-.4 ruht auf Stützen d, d1, die gegen die Innenwandung
des Gehäuses anliegen. Ist der Trog lang, dann wird die Schutzplatte D am besten aus
einzelnen kurzen Abschnitten zusammengesetzt, um das Entfernen und Reinigen der Schutzplatte
zu erleichtern.
Die Öffnungen f, f1, durch welche sich
das Vorgespinst R hindurchbewegt, bevor es
die Walzen G erreicht, werden zweckmäßig auch mit Wärme schlecht leitendem Material
ausgefüllt.
Das heiße Wasser tritt in den Trog A durch ein Rohr H in Pfeilrichtung der Fig. 2
ein, durchzieht fast die ganze Länge desselben und tritt dann oberhalb einer Stirnplatte h
aus, um in das Ableitungsrohr h1 zu gelangen.
Um zu verhindern, daß das Vorgespinst während des Stillstandes der Maschine zu viel
Feuchtigkeit aufnimmt, ist ein zweites Auslaßrohr Ä2 vorgesehen, welches sich hinter der
Stirnplatte h befindet. Das Rohr A2 ist mit einem Hahn oder Ventil A3 ausgerüstet, das
mit einem Ventil oder Hahn A4 des Einlaßrohres A, gekuppelt ist. Beide Ventile sind
mit der Riemengabel der Maschine derart verbunden, daß beim Überführen des Riemens
auf die Losscheibe, also während des
20, Absteilens der Maschine das Ventil A4 geschlossen
und das Ventil A3 geöffnet wird. Der Wasserzufluß wird dann abgeschnitten,
und gleichzeitig wird das in dem Trog befindliche Wasser abgelassen.
Statt fließendes Wasser zu verwenden, könnte dasselbe im Trog stillstehen und durch den
Trog durchziehende Dampfröhren erhitzt werden. Man könnte auch ohne Wasser arbeiten,
wenn man durch das Rohr H Dampf leitet und dasselbe perforiert.
Das heiße Wasser kann von der Heizanlage des Maschinenraumes oder irgendeinem
vorhandenen Kessel entnommen werden, ev. könnte man auch einen besonderen Bunsenbrenner
oder Dampfheizrohre vorsehen. Man kann den Trog von einem verstellbaren Ständer
tragen, um ihn in verschiedener Höhe und ev. auch zum leichten Ablassen des Wassers schräg einstellen zu können.
Gemäß vorliegender Erfindung wird das Vorgespinst R, wenn es sich oberhalb des
Wassers oder Dampfes bewegt, angefeuchtet, aber es wird nicht mit Wasser gesättigt, wie
dies beim nassen Doublieren oder beim Naßspinnen von Flachs geschieht.
Claims (2)
1. Verfahren zum Dämpfen oder Befeuchten zu verspinnender Baumwolle, dadurch
gekennzeichnet, daß Baumwollvorgespinst der Einwirkung von Dämpfen ausgesetzt wird, bevor es in Speisewalzen
oder andere Zuführteile der Spinnmaschine eintritt, um die Adhäsion zwischen den
einzelnen Fasern zu erhöhen. '
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß Patentanspruch 1, bestehend
aus einem von einer gelochten Schutzplatte abgedeckten Trog, in welchem
heißes Wasser oder Dampf umläuft und der an seinem Oberteil eine unmittelbare
Berührung des Vorgespinstes mit dem Wasser verhindert, dadurch gekennzeichnet,
daß bei Abstellung der Spinnmaschine Hähne oder Ventile (h3, hl) selbsttätig derart
gestellt werden, daß der Wasser- oder Dampfumlauf aufhört und das in dem Trog befindliche heiße Wasser oder der
Dampf nach außen abgeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE245603C true DE245603C (de) |
Family
ID=504551
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT245603D Active DE245603C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE245603C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE900793C (de) * | 1950-11-04 | 1954-01-04 | Ver Jute Spinnereien Und Weber | Verfahren und Vorrichtungen zum Verspinnen von Faserbaendern |
-
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- DE DENDAT245603D patent/DE245603C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE900793C (de) * | 1950-11-04 | 1954-01-04 | Ver Jute Spinnereien Und Weber | Verfahren und Vorrichtungen zum Verspinnen von Faserbaendern |
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