DE245357C - - Google Patents

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DE245357C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L3/00Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
    • B61L3/16Continuous control along the route
    • B61L3/18Continuous control along the route using electric current passing between devices along the route and devices on the vehicle or train
    • B61L3/185Continuous control along the route using electric current passing between devices along the route and devices on the vehicle or train using separate conductors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 245357 - :. KLASSE 201 GRUPPE
ι
KARL PIUMA in BRESLAU.
Vorrichtung zum Auslösen von Signalen auf dem Zuge. Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Juni 1911 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auslösen von Signalen auf dem Zuge, bei der die Batterien zweier sich gefährdender Züge hintereinandergeschaltet werden. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die Lokomotivanschläge als Schalter ausgebildet sind, von denen jeweils einer beim Überfahren einer Stromschiene angehoben wird und die Batterien der Züge hintereinanderschaltet.
ίο Die Zeichnung stellt den Erfindungsgegenstand in
Fig. ι schematisch an einer Doppelweichenanlage dar.
Fig. 2 und 3 sind zwei Ansichten der Kontaktschiene und der Stromabnehmer an der Lokomotive.
Vor jeder Weiche liegen zwischen dem Fahrgleis besondere isolierte Schienen i, 2, 3 und 4 von solcher Länge, daß auf ihnen noch vor der Weiche ein Zug vollständig zum Stehen gebracht werden kann. Von diesen Kontaktschienen aus führen Stromleitungen 5, 6, 7 und 8 bis zu den Schaltkästen 9 und 10, in denen sich je sechs Kontaktplatten befinden.
Die Schiene 1 ist mit dem Kontakt 11, Schiene 2 mit 12 und 13, Schiene 3 mit 14 und 15 und Schiene 4 mit 16 verbunden. Die Kontakte 17 und 18 stehen durch die Leitung 19 miteinander in Verbindung. Die Kontakte 20 und 21 sowie auch 22 und 23 sind je untereinander und unmittelbar mit der Fahrschiene verbunden. An den Verbindungstangen der Weichenzungen sind Kontaktbrücken mit je zwei voneinander isolierten Kontakt' stücken angebracht. Je nach der Stellung der Weiche verbindet im Schaltkasten 9 die Kontaktbrücke die Kontakte 13, 17 und 11, 21 oder 17, 20 und 11, 12. Im Schaltkasten 10 können die Kontakte 14, 16 und 18, 22 oder 16, 23 und 15, 18 durch die Kontaktbrücke geschlossen werden.
An der Lokomotive befinden sich zwei unter Federwirkung stehende Kontaktrollen 24 und 25, die auf den Streckenanschlagschienen 1, 2, 3 und 4 laufen. Da nur immer eine Kontaktschiene zwischen den Fahrschienen liegt, befindet sich nur immer eine Rolle auf der Kontaktschiene. Unter Zwischenschaltung von Isolierkörpern 26 sind diese Schienen mittels Träger 27 auf den Schwellen 28 des Gleises befestigt. Von der Kontaktrolle 24 führt eine Stromleitung 29 über Kontakt 30, die Batterie 31, die Glocke 32, die Leitung 33 zum Kontakt 34 und zur Kontaktrolle 25. Die Laufräder sind durch die Leitung 35 mit den Kontakten 36 und 37 verbunden. An den Kontakten 36 und 37 sind drehbar die Hebel 38 und 39 angebracht, die mit den Führungstangen 40 und 41 gelenkig und isoliert verbunden sind. Die Hebel 38 und 39 schleifen in ihrer höchsten Stellung auf den Kontakten 30 und 34, in ihrer tiefsten Stellung berühren sie diese Kontakte nicht.
Fahren bei richtiger Weichenstellung zwei Züge gegeneinander, so sind die entsprechenden Streckenanschlagschienen desselben Gleises miteinander leitend verbunden. Es würden also die beiden Batterien der Maschinen einander entgegengesetzt geschaltet sein; ein Signal könnte somit nicht ertönen. Um aber eine Signalgebung dennoch zu ermöglichen, werden selbsttätig die Batterien der beiden einander ent-
gegenfahrenden Züge hintereinandergeschaltet. Dies geschieht mit Hilfe der federnd angebrachten Kontaktrollen, von denen beispielsweise 24 mit dem positiven Pol und 25 durch die Glocke mit dem negativen Pol der Batterie 31 verbunden sind.
Läuft jetzt die Kontaktrolle 24 auf eine Streckenanschlagschiene auf, so drückt die Führungstange 40 den Hebel 38 nach oben. Dieser berührt jetzt den Kontakt 34, und es ist dadurch der negative Pol der Batterie mit den Laufrädern verbunden, während die Rolle selbst mit dem positiven Pol verbunden ist. Würde die Rolle 25 auflaufen, so würde der Hebel 39 hochgedrückt werden, wodurch der Hebel 39 mit dem Kontakt 30 in Verbindung käme. Dann wäre der positive Pol mit den Laufrädern verbunden, während die Kontaktrolle mit dem negativen Pol verbunden ist. Die Stromrichtung ist aber in diesem Falle umgekehrt worden. Werden die Batterien auf den Lokomotiven einheitlich angeschlossen, so daß also die in der Fahrtrichtung links liegenden Kontaktrollen alle dieselbe, und die rechts liegenden die entgegengesetzte Polarität besitzen, so werden bei zwei einander entgegenfahrenden Zügen stets die dieselbe Streckenanschlagschiene berührenden Kontaktrollen entgegengesetzter Polarität sein, so daß die Batterien hintereinandergeschaltet sind und ein Signal geben.
Bei zwei hintereinander fahrenden Zügen sind die Batterien einander entgegengeschaltet. Da hier die Gefahr vorliegt, daß auf einen Personenzug ein Schnellzug auffährt, so müssen sämtliche Schnellzugmaschinen mit etwa doppelt so starken Batterien ausgerüstet sein, damit dann die stärkere Batterie überwiegt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Auslösen von Signalen auf dem Zuge, bei der die Batterien zweier sich gefährdender Züge hintereinandergeschaltet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Lokomotivanschläge (24, 38 und 25, 39) als Schalter ausgebildet sind, von denen jeweils einer beim Überfahren einer Stromschiene angehoben wird und die Batterien (31) der Züge über Kontakte (30, 34) hintereinanderschaltet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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