DE245014C - - Google Patents

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DE245014C
DE245014C DENDAT245014D DE245014DA DE245014C DE 245014 C DE245014 C DE 245014C DE NDAT245014 D DENDAT245014 D DE NDAT245014D DE 245014D A DE245014D A DE 245014DA DE 245014 C DE245014 C DE 245014C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/26Dyes with amino groups substituted by hydrocarbon radicals
    • C09B1/32Dyes with amino groups substituted by hydrocarbon radicals substituted by aryl groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 245014 -■ KLASSE 22b. GRUPPE
Zusatz zum Patent 235776 vom 14. September 1909.*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Januar 1911 ab. Längste Dauer: 13. September 1924.
Die nach dem Verfahren des Patents 235776 durch Kondensation von Sulfonitroderivaten der Anthraflavinsäure mit aromatischen Aminen erhältlichen Produkte stellen nicht nur für sich wertvolle Säure- und Beizenfarbstoffe dar, sondern lassen sich auch mit Leichtigkeit in andere blaue Säurefarbstoffe überführen, welche in mancher Hinsicht den Ausgangsprodukten überlegen sind. So wird die ungeheizte Wolle von den Farbstoffen des Patents 235776 violettrot angefärbt, welche Nuance erst durch Nachchromieren mit Kaliumbichromat in das tiefe Indigoblau umschlägt; die neuen Derivate ziehen dagegen auf die ungeheizte oder vorchromierte Wolle direkt blau und sind außerdem vorzüglich für die Seidenfärberei, ebenso für Seiden- und Wolldruck geeignet. Die Färbungen sind bei genügender Seifen- und Walkechtheit lichtecht. Auch die blauen Bariumlacke auf Tonerdesubstrat sind lichtecht. Die Konstitution dieser neuen Derivate ist noch nicht genau aufgeklärt worden. Sie entstehen überraschenderweise durch einfaches Erhitzen der Produkte des Patents 235776 auf höhere Temperatur. Je nach der Temperatur und Dauer des Erhitzens gelingt es, da die Umwandlung nicht sprungweise, sondern nach und nach geschieht, die Reaktion so zu führen, daß Nuancierungen von violettrot bis blaugrün erzielt werden können. Beim Erhitzen der bei ioo° bis zum konstanten Gewicht vorgetrockneten Produkte wird stets eine gewisse Menge Wasser entbunden. Die Erhitzung kann für sich im trockenen Zustande, unter Wasser oder in indifferenten Flüssigkeiten, wie Naphtalin, Nitrobenzol, Kampfer, Petroleum, Xylol, vorgenommen werden. Gase werden hierbei nicht entbunden. Ob das Erhitzen unter Abschluß der Luft oder unter Überleiten von Luft, Sauerstoff, Kohlensäure, Salzsäuregas oder Ammoniakgas vorgenommen wird, scheint für den Verlauf der Reaktion ohne Belang zu sein. Luft und Sauerstoff sowie Salzsäuregas wirken, wie aus der Tabelle ersichtlich ist, beschleunigend, Kohlensäure dagegen hemmend. Auch ist es für den Verlauf der Reaktion nicht wesentlich, ob das zum Erhitzen verwandte Produkt durch Umlösen von anhaftendem, aus der Fabrikation stammendem Kochsalz befreit oder umgekehrt mit Kochsalz angerührt ist. Das Fortschreiten der Reaktion erkennt man durch den Farbenumschlag der wässerigen angesäuerten Lösungen der entnommenen Proben von Rot über Violett und Blau nach Blaugrün. Die Einzelheiten sind aus der umstehenden Tabelle ersichtlich:
*) Früheres Zusatzpatent: 244372.
Blau des Patents 235776. Beispiel II.
(Lösung in angesäuertem Wasser rot, alkalisch blaurot, in konzentrierter Schwefelsäure mattrpt. Färbung auf ungeheizter und vprchrprnierter
Wolle violett, mit Kaliumbichromat nachbehandelt blau.)
Erhitzung. Zeit Temperatur Art
der Erhitzung
Lösung in alkalischem
Wasser
Lösung
in konzentrierter
Schwefelsäure
Färbt Wolle nachchrorniert
mit
Kaliumbichromat
Mehrere
Tage
unter
Luftzutritt
in angesäuertem
Wasser .
reinblau schwach grau,
rotstichig
sauer
und
vorchromiert
blau
8 Stunden 170 bis 1750 unter Luftabschluß reinblau reinblau grau, yiolettstichig • ■ »- "
blau, rqtstichjg
blau, grünstichig
4 Stunden 2OO° ) unter Überleiten
I von Luft
reinblau reinbjau grau, rotstichig blau blau
3 Stunden 250° unter Überleiten
von Sauerstoff
blau, violettstichig blau, grünstichig grau, grünstichig blau, rotstichig : bjau, grünstichig
6 Stunden ) unter Überleiten
j von Kohlensäure
blau, grünstichig reinblau grau, violettstichig blap blau
2 Stpnden
2 Stunden
200° unter Überleiten
von Salzsäuregas
violettblau blau, violettstichig grau, rotstichig blau, rotstichig blau
2 Stunden IOO°)
I5O0S
2OO°
unter Überleiten
von Ammoniakgas
rptviolett reinblau grau, violettstichig violettblau blau, grünstichig
2 Stunden
2 Stunden
100° I
IjO0)
unter Wasser reinblau blau, violettstichig mattrot blau blau
2 Stunden
2 Stunden
ι Stunde
IOO°
I500
2OO°
unter Naphtalin rptviolett reinblau grau, yiolettstichig violettblau blau, grünstichig
2 Stunden unter Nitrobenzol blau ' blauviplett mattrpt blau blau
2 Stunden 200° unter Kampfer rot, Yiolettstichig reinblau grau, violettstichig violettblau blau, grünstichig
2 Stunden 25O0 unter Petroleum . ■ -■ blau reinblau grau, violettstichig blau blau, grünstiphig
2 Stunden 200° unter Xylol blau blau grau, violettstichig blau blau, grünstichig
8 Stunden 200° blau, violettstichig blau, rotstichig mattrot blau, rotstichig blau
8 Stunden i8o° rot reinblau grau, rotstichig blau, rotstichig blau-
5 Stunden 180 bis 2oo° viplettblau reinblau grau, violettstichig blau, rotstichig blau, grünstiphig
8 Stunden
6 Stunden
2070 blau, violettstichig blau, violettstichig mattrot blau blau
8 Stunden
16 Stunden
180° J
2000S
rot reinblau mattrot blau, rotstichig blau
16 Stunden 1500 )
180—190°)
violettblau blau, violettstichig matt, gelbrot blau, rotstichig blau
137° rot, violettstichig violettblau
Das Aussehen der erhitzten Produkte ist gegen das Ausgangsmaterial wenig verschieden. Beim Erhitzen der Substanzen tritt kein Zusammenballen ein, nur die Farbe des Pulvers vertieft sich etwas. Die in der Tabelle angegebene Zeit ist nur für kleinere Substanzproben maßgebend. Größere Mengen erfordern je nach der Beschaffenheit der Substanz und Art des Erhitzens mitunter erheblich längere Erhitzungsdauer. Der Verlauf der Reaktion muß durch Probeentnahme verfolgt und die Erhitzung nach Erzielung der gewünschten Nuancenänderung unterbrochen werden.
Die nach dem Verfahren der Beispiele I und IV des Patents 235776 dargestellten Farbstoffe verhalten sich beim Erhitzen auf höhere Temperaturen ganz ähnlich. Das p-Toluidinderivat des Beispiels III des genannten Patents wandelt sich hierbei ebenfalls in ein neues Produkt um, welches die ungebeizte Wolle blauer, die .mit Kaliumbichromat nachbehandelte grüner färbt. Auch die im Patent 244372 beschriebenen zweiten Produkte, welche erst auf Zusatz von Kochsalz ausfallen, erleiden beim Erhitzen analoge Umwandlungen, indem die Wolle außer oder mit Kaliumbichromat nachbehandelt viel blauer angefärbt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Umwandlung der in dem Patent 235776 beschriebenen Säurefarbstoffe der Anthracenreihe in andere Farbstoffe durch Erhitzen.
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