DE24467C - Segelsteuerung für Luftballons - Google Patents
Segelsteuerung für LuftballonsInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C23/00—Influencing air flow over aircraft surfaces, not otherwise provided for
- B64C23/005—Influencing air flow over aircraft surfaces, not otherwise provided for by other means not covered by groups B64C23/02 - B64C23/08, e.g. by electric charges, magnetic panels, piezoelectric elements, static charges or ultrasounds
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- KLASSE 77: Sport.
GEORG WELLNER in BRUNN. Segelsteuerung für Luftballons.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Februar 1883 ab.
Das Neuartige dieser Flügelsteuerung für Luftballons besteht im wesentlichen aus einem
unter dem Ballon angebrachten horizontalen, steifen Flügel, welcher durch seine Drehbarkeit
um eine horizontale Achse bis zu einem bestimmten Neigungswinkel nach aufwärts oder
abwärts die Lenkbarkeit des Ballons bewirkt.
Durch die beiliegenden Zeichnungen wird die Einrichtung dieser Flügelsteuerung veranschaulicht.
Fig. ι ist die Seitenansicht der completen Vorrichtung;
Fig. 2 zeigt im Grundrifs den Flügel;
Fig. 3 ist eine Seitenansicht desselben und
Fig. 4 eine Ansicht der Fig. 2 von vorn..
Die Form des Flügels A ist, wie Fig. 2 zeigt, eine herzförmige und seine Fläche zu
beiden Seiten der Drehachse B ungleichmäfsig vertheilt.
Der Flügel hängt unter dem Luftballon L und über der Gondel G und vermag sich lose
um die in geeigneter Weise befestigte Achse zu drehen. Im Ruhezustande nimmt derselbe
infolge der entsprechenden Ausbalancirung eine horizontale Lage ein; seine Drehbarkeit um die
Achse B wird jedoch begrenzt durch einen in verticaler Richtung zur Flügelfläche an der
Welle B befestigten Arm D. Dieser Arm stöfst, wie Fig. ι veranschaulicht, je nach der Lage,
welche der Flügel einnimmt, entweder an den Anschlag E oder den Anschlag F, welche
rechts und links an der Gondel angebracht sind.
Die Lenkung des Ballons L geschieht nun in der Weise, dafs der Flügel A beim Steigen
des Ballons durch den von oben herab wirkenden Luftdruck mit seiner breiten Seite nach
unten ausschlägt und eine Kraftcomponente erzeugt, welche den Ballon nicht vertical in die
Höhe steigen läfst, sondern ihn zwingt, schräg mit der Spitze des Flügels nach vorn hinaufzugehen,
wie die Richtung des Pfeiles a in Fig. ι andeutet.
Bei sinkendem Ballon lehnt sich der Arm D, Fig. i, 3 und 4, an den Anschlag E, und der
jetzt von unten nach oben wirkende Luftdruck erzeugt wieder eine Kraftcomponente, welche
den Ballon nicht vertical fallen läfst, sondern ihn zwingt, schräg mit der Spitze des Flügels
nach vorn herunterzugehen, wie die Richtung des Pfeiles b in Fig. 1 andeutet.
Bei abwechselnder Hebung und Senkung des Ballons entsteht ein wellenförmiger Vorwärtsflug
des Ballons, wobei die Flügelspitze immer vorn bleibt. Die Fahrt geht stetig nach einer bestimmten
Richtung. Soll der Ballon in eine gewünschte andere Fahrrichtung gebracht werden,
so wird die Drehachse B des Flügels A auf einer Seite- gehoben und dadurch der
Flügel selbst etwas gewendet. Hierdurch wird die Flugbahn (bei schräg stehender Achse)
nicht mehr geradlinig, sondern in schraubenförmigen Bogen verlaufen, in der Art, dafs die
gehobene Seite des Flügels den äufseren, die gesenkte Seite den inneren Kreis beschreibt.
Die Form und Ausstattung des Flügels kann verschiedenartig sein; ebenso kann auch die
Bewegung des Flügels mittelst der Hand oder sonst einer geeigneten Vorrichtung ausgeführt
und regulirbar angeordnet werden.
Claims (1)
- Patenτ-Ansprüche:ι. Die Anordnung eines steifen, ebenen Flügels A unterhalb des Ballons und über der Gondel in horizontaler Richtung und um eine horizontal gelagerte Welle B bis zu einem bestimmten Neigungswinkel drehbar, zum Zweck, dem Ballon beim Steigen oder Fallen vermöge des auf die entsprechend schräg liegende Flügelfläche wirkenden Luftdruckes eine schräg aufsteigende oder schräg abfallende Richtung ertheilen zu können.Die Anordnung eines Anschlaghebels D, welcher mit dem Flügelrahmen in fester Verbindung steht, mit dem Flügel sich um die Achse B dreht und den Neigungswinkel des Flügels durch Anschlagen an die Punkte B und F, Fig. i, bestimmt.
Die ungleichförmige Vertheilung der Flügelfläche zu beiden Seiten der Drehachse B, Fig. 2, in der Art, dafs der von unten oder von oben darauf wirkende Luftdruck immer den Ausschlag der breiteren und gröfseren Seite der Flügelfläche zur Folge hat.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE24467C true DE24467C (de) |
Family
ID=300962
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT24467D Active DE24467C (de) | Segelsteuerung für Luftballons |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE24467C (de) |
-
0
- DE DENDAT24467D patent/DE24467C/de active Active
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