DE2439968C2 - Schalung für Großtafeln aus Stahlbeton - Google Patents

Schalung für Großtafeln aus Stahlbeton

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Description

2. Schalung nach Anspruch 1, dadurch geicennzeichnet, daß der Antrieb wenigstens eine an einem Widerlager befestigte Zahnstange (37) und ein Ritzel aufweist, das mit einem an der querbeweglichen Außenschaltafel (29) befestigten Motor zusammenwirkt, und daß das Widerlager an einem Grundrahmen (2 bis 7) befestigt ist, auf dem die Schaltafeln gelagert sind.
3. Schalung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnstange (37) an das Widerlager angelenkt ist.
4. Schalung nach Anspruch3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkung der Zahnstange (37) an das Widerlager einen paraiiel zi · Ebene des Grundrahmens angeordneten Gelenkbclzen aufweist.
Die Erfindung betrifft eine Schalung für Großtafeln aus Stahlbeton gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Die Erfindung geht von einer bekannten Schalung dieser Art aus (DE-PS 22 04 785), bei der die Großtafeln in der Schalung vorgehärtet werden und dann auf ihren Längsträgern aus der Schalung mit Hilfe der Hebezeuge bzw. der Verschiebevorrichtung aus der Schalung herausgetragen werden, um außerhalb auszuhärten. Eine solche Schalung ermöglicht daher einen vorteilhaften Ausnutzungsgrad. Bei der bekannten Schalung ist die Innenschalung ortsfest angeordnet, und für die beiden querbeweglichen Außenschaltafeln wird jeweils ein Antrieb benötigt. Diese Antriebe bestehen aus einer verhältnismäßig aufwendigen Konstruktion, welche aus starren Trägern, Kniehebellenkern, Schubstangen und den dazugehörigen hydraulischen Arbeitszylindern aufgebaut ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schalung der eingangs genannten Art zu schaffen, die bezüglich des Antriebs für den Einschal- und Ausschalvorgang einen geringeren Aufwand aufweist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch die im Kennzeichendes Anspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst. Zweckmäßige Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Gemäß der Erfindung entfällt die ortsfeste, unbewegliche Anordnung der beidseitig mit einer Schalhaut versehenen Innenschalung, ohne daß die Möglichkeit verloren geht, in der Schalung zwei Großtafeln gleichzeitig herzustellen und in der beschriebenen Weise aus der Schalung herauszutragen, weil die Längsträger am Flansch lösbar befestigt sind. Dadurch ist es möglich, die Großtafeln schon in der Schalung von den Außenschaltafeln und der Innenschaltafel zu lösen und aus der Schalung zu entnehmen, um sie ohne die Schaltafeln auf den Trägem erhärten zu lassen. Andererseits entfällt aber auch der Antrieb einer Außenschaltafel, so daß
ίο erfindungsgemäß nur der Antrieb der anderen Außenschaltafel verbleibt Durch die ortsfeste Anordnung der Innenschalung müssen nicht mehr beide, sondern nur noch die eine querbewegliche Außenschaltafel in der Schalstellung verriegelt werden.
Mit den Merkmalen nach dem Ansprruch 2 wird u. a. die Fertigung von Großtafeln mit unterschiedlichen Querabmessungen vereinfacht, weil die Zahnstange anders als die üblichen Kniehebelanordnungen unterschiedliche Entfernungen überbrücken kann, wenn man sie nur lang genug macht. Mit den Merkmalen nach dem
ÄnSprUCii J gcWäiiFiciSict ϊΤιάΐΐ cmc L^agCrung wCr quillt-
stange, welche Biegebelastungen vermeidet und auch verhindert, daß das mit der Zahnstange zusammenwirkende Ritzel außer Eingriff geraten kann. Vereinfacht wird diese Anordnung mit den Merkmalen nach dem Anspruch 4.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispie! der Erfindung anhand der Figuren der Zeichnung beschrieben; es zeigt
jo F i g. 1 eine teilweise im Schnitt wiedergegebene Stirnansicht der Schalung gemäß der Erfindung,
F i g. 2 eine ebenfalls teilweise im Schnitt, gezeichnete Draufsicht auf den Gegenstand der F i g. 1 und F i g. 3 eine Darstellung eines Teils des Antriebes der beweglichen Außenschaltafel.
Die in den Figuren wiedergegebene Darstellung ist schematisch. Die gezeigte Schalung ist ihrerseits Teil einer Anlage zur Herstellung von Großtafeln. Die mit ihr zusammenwirkenden Anlugeteilv iind nicht wiedergegeben.
Für die Schalung wird bauseitig ein allgemein mit 1 bezeichnetes Fundament vorgesehen, das mehrere einbetonierte Träger 2 bis 5 aufweist. Auf den Trägern ruht ein Rahmen 6, der mehrere Querträger 7 aufweist. Der Rahmen wird ergänzt durch die auf den Querträgern bei 8 und 9 befestigten Stahlprofilträger 10. Hierfür kommen insbesondere Doppel-T-Träger in Betracht. Auf diesen Trägern 10 ist ein Gerüst mit Hilfe von Streben 11, die ebenfalls aus Stahlprofilträgern bestehen können, errichtet. Die Stahlprofiltrüger 11 werden ergänzt durch Hohlprofilträger 12 und 13, die zur Versteifung einer ortsfesten und auf dem Rahmen unbeweglich gelagerten, außen liegenden Schaltafel 14 dienen, die eine Schalhaut 15 aufweist. Die Schaltafel selber bzw. das beschriebene Gerüst dienen zur Lagerung eines Steges 16 mit einer aus Bohlen 17 bestehenden Lauffläche und einem Geländer 18.
In Verlängerung der Träger 10 sind auf den Trägern mehrere Stahlprofilträger 20 verlegt. Diese Träger können ebenfalls von T-Trägern gebildet werden. Auf den oberen Flansch ist eine Schiene 21 aufgesetzt. Diese dient als Fahrschiene für ein Rollen 22 und 23 aufweisendes Fahrwerk, mit dem ein aus Träger 24, Querstrebc 25 und Traversen 27 und 28 bestehendes Gerüst für M eine bewegliche Schaltafel 29 auf dem Rahmen gelagert ist. Der Schaltafel 29 hat eine Schalhaut 30. Ein Gerüst 31 mit Bohlen 32 und einem Geländer 33 ist ebenfalls vorgesehen.
Wie F i g. 2 erkennen läßt, ist an den Längsträger 5 bei Ϊ5 und 36 je ein Antrieb angelenkt, von denen einer in Seitenansicht, jedoch schematisch in F i g. 3 wiedergegeben ist
Jeder Antrieb hat demnach eine Zahnstange 37, deren Ende 38 ein Schwenklager 39 für die Anbringung bei 35 oder 36 aufweist. Zu der Befestigung gehört ein Bolzen, der parallel zur Ebene des Rahmens verläuft Das andere Ende 40 der Zahnstange 37 ist frei beweglich. Die Zahnstange 37 ist in einem Gehäuse 4t geführt
Das Gehäuse enthält einen Motor, gegebenenfalls ein Getriebe und ein Ritzel, das von dem Motor angetrieben wird. Das Ritzel kämmt mit der Zahnung 42, ist jedoch in Fig.3 nicht wiedergegeben. Durch Betätigung der Motoren kann demnach die bewegliche Schaltafel 29 auf den Schienen 21 verfahren werden.
Auf einem schematisch in F i g. 1 wiedergegebenen Längsträger 50 ist ein Gleitlager 51 befestigt. Auf dem Gleitlager ruht ein T-förmiges Bauteil die allgemein mit 52 bezeichnet ist
Dieses Bauteil besteht aus einer kasxep.förmigen Konstruktion 53, welche auf dem Gleitlager 5'- querverschieblich und längsverschieblich gelagert ist Sie ist mit einer Schaltafel 54 verbunden, die Schalhäute 55 und 56 aufweist In den Ecken zwischen dem von der kastenförmigen Konstruktion 53 gebildeten Querbalken und dem von der Schaltafel 54 gebildeten senkrechten Balken des T-förmigen Bauteils liegen beiderseits der Schaltafel 54 Längsträger 58 und 59. Die Längsträger dienen zur Abformung einer der Längsseiten von jeweils einer GroQ-tafel, die in der Form zwischen den Schalhäuten 15 und 56 bzw. 30 und 55 gegossen werden. Die Stirnwandschalungen sind nicht wiedergegeben. Sie sind an der festen Schaltafel 14 bzw. an der beweglichen Schaltafel 29 angebracht Nicht wiedergegeben ist auch eine Verriegelung mechanischer oder hydraulischer Ausführung, weiche in der in F i g. 1 wiedergegebenen Schalstellung die feste Schaltafel 14 mit den beweglichen Teilen der Schalung zusammenhalt, bis eine Vorerhärtung der Großtafeln in der Schalform eingetreten ist.
Nicht wiedergegeben sind schließlich Anschlüsse an den Stirnseiten der Träger 58 und 59 für einen Kran, der zum Manipulieren der Träger mit den darauf ruhenden Großtafeln bzw. des beschriebenen T-förmigen Bauteils 52 dient die daher ebenfalls derartige Anschlüsse an ihren Stirnseiten trägt.
Die dargestellte Schalung arbeitet wie folgt:
Das T-förmige Bauteil 52 mit den auf ihr ruhenden Trägern 58 und 59 wird, nachdem die Bewehrungen der beiden zu fertigenden Gcoßtafeln auf die Schalhäute 55 und 56 geheftet worden sind, auf das Gleitlager 51 abgesetzt. Durch Betätigen der Antriebe wird die Schaltafel 29 so lange verfahren, bis sie an der der Schalhaut 30 zugekehrten Seite 57 des Trägers 59 anliegt. Bei weiterem Verfahren der Schaltafel 29 schiebt daher die Schalhaut das T-formige Bauteil 52 so lange auf dem Gleitlager 51 in Querrichtung, bis die der Seite 57 des Trägers 59 entsprechenden Seite des Trägers 53 an der Schalhaut 15 anliegt. Danach werden die Motoren in den Gehäusen 41 stillgesetzt, und die Verriegelungen werden betätigt. Nachdem die Stirnwandschalungen in ihre Beiriebsstellung verbracht worden sind, kann nunmehr Stahlbeton von oben in die Formräume 60 und 61 (Fig. 1) gegossen werden.
Wie die Figuren erkennen lassen, sind die Sehallafeln hohl ausgebildet. Sie können daher mit einem Heizmedium, beispielsweise mis Dampf, beaufschlagt werden. Dadurch kommt es zu einer schnell ablaufenden Vorerhärtung des Betons. Nachdem die derart aufgeheizten Großtafeln eine Festigkeit erlangt haben^ die es ihnen ermöglicht, ohne Abstützung durch die Schaltafel 14,
29 und 54 frei auf den Trägern 58 und 59 zu stehen, wird durch Betätigen der Antriebe 41 die Schaltafel 29 nach außen bewegt so daß sich die Großtafeln von den Schalhäuten 30 und 15 lösen. Damit sich die eine Großtafel von der Schalhaut 30 lösen kann, muß auch die Verriegelung zwischen dem Bauteil 52 und der Außenschaltafel 29 vorher gelöst werden. Nunmehr kann durch ein weiteres T-förmiges Bauteil 52 das in der Schalung befindliche und mit den vorerhärteten Großtafeln beladene entsprechende Bauteil 52 aus der Schalung herausgedrückt werden. Allerdings ist die Schaltafei 54 auf der Konstruktion 53 vorzugsweise lösbar befestigt, so daß das folgende Bauteil 52 auch zunächst ohne die Schaltafel 54 in die Schalung eingebracht werden kann. Dadurch ist es möglich, die Schalhäute 15 und
30 von etwa anhaftendem Beton zu reinigen, bevor die Fertigung eines weiteren Paares vor; Großtafeln beginnt
Durch den erwähnten Kran werden nunmehr die Großtafeln, welche auf den Trägern 58 und 59 ruhen, zusammen mit diesen Trägern vom T-förmigen Bauteil 52 abgehoben. Dabei werden die Schaltafeln seitlich abgestützc, so daß sie nicht umkippen können. Dieses Abheben der Großtafeln erfolgt einzeln, so daß der Kran lediglich eine Tragfähigkeit benötigt, die dem Maximalgewicht einer Großtafel mit Träger 58 oder 59 bzw. dem Gewicht des Bauteils 52 entspricht.
Die Großtafeln härten danach auf ihren Trägern 58 bzw. 59 bis zur Hakenfestigkeit aus. Die Träger werden dann zusammen mit dem T-förmigen Bauteil 52 wieder verwendet.
Selbstverständlich kann man mit Hilfe des Kranes, d. h. ohne Verschiebeeinrichtung, die Träger 58,59 bzw. das T-förmige Bauteil 52 der geöffneten Schalung unmittelbar entnehmen bzw. diese Teile in :"ie Schalung unmittelbar einsetzen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Schalung für Großtafeln aus Stahlbeton mit einer Innenschaltafel, zwei Außenschaltafeln und zwei jeweils den Boden eines der beiden Formräume bildenden Längsträgern, die an ihren Enden lösbare Anschlüsse für eine Verschiebevorrichtung und/ oder ein Geschirr eines Hebezeuges aufweisen und die beiden hergestellten Großtafeln bei deren unter seitlicher Abstützung erfolgenden Entnahme aus der Schalung tragen, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine Außenschaltafel (29) mittels eines Antriebs querbeweglich ist, während die andere Außensohaltafel (14) unbeweglich gelagert ist, daß die Innenschaltafel (52) aus einem Steg (54) und einem unteren Flansch (53) besteht und mittels des Flansches querverschieblich gelagert ist und daß die Längsträger (58, 59) am Flansch lösbar befestigt sind.
DE2439968A 1972-02-02 1974-08-21 Schalung für Großtafeln aus Stahlbeton Expired DE2439968C2 (de)

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