DE2437C - Rotationspendel - Google Patents
RotationspendelInfo
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- DE2437C DE2437C DENDAT2437D DE2437DA DE2437C DE 2437 C DE2437 C DE 2437C DE NDAT2437 D DENDAT2437 D DE NDAT2437D DE 2437D A DE2437D A DE 2437DA DE 2437 C DE2437 C DE 2437C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04B—MECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
- G04B17/00—Mechanisms for stabilising frequency
- G04B17/04—Oscillators acting by spring tension
- G04B17/10—Oscillators with torsion strips or springs acting in the same manner as torsion strips, e.g. weight oscillating in a horizontal plane
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Description
1877.
. / .· !Klasse 83.
LORENZ JEHLIN in SACKINGEN (Baden).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. September 1877 ab. %\ζT~iii f\
Längste Dauer: 26. Juni 1891. \
Der Haupteffect dieses Rotationspendels äufsert
sich in der aufserordentlich langen Zeitdauer seiner Schwingungen. Dasselbe besteht in
seiner einfachsten Form aus einer schmalen Stahllamelle, welche oben aufgehängt und unten
durch den sogen. Pendelkörper belastet ist.
Bei einer Drehung dieses Pendelkörpers nach einer Richtung findet eine Verwindung und
Anspannung der Lamelle statt, was wieder eine Rückwärtsbewegung nach der entgegengesetzten
Seite, bewirkt, wobei der Ruhepunkt infolge des Beharrungsvermögens erst nach langem
Hin- und Herschwingen bezw. wechselweisen Rotationen um eine Verticalaxe erreicht wird.
Während für die Zeitdauer der Schwingungen eines gewöhnlichen Pendels die Länge desselben
allein mafsgebend ist, so wird dieselbe beim Rotationspendel durch die Länge und
Stärke der Lamelle und durch das Gewicht und die Ausdehnung des Pendelkörpers bedingt.
Durch passende Anordnung der einzelnen Theile läfst sich für jede gegebene
Gröfse ein Pendel mit ungemein langsamen Schwingungen, etwa 4—6 pr. Minute, herstellen.
Für den Gebrauch bei Uhren wird das Pendel auf folgende Weise verfertigt:
Zwei entsprechend schwere Kugeln A A sind auf einem passenden Gestelle B durch Schrauben
verstellbar befestigt und bilden diese Theile den sogen. Pendelkörper.
Die Pendelstange D besteht aus zwei durch Stahlstäbe E verbundenen Rohrstücken und ist
oben und unten durch durchbohrte Büchsen verschlossen. Die Stahllamelle F läuft oben
rund aus und wird so durch die Pendelstange gezogen, dafs dieser runde Theil durch das
feine Loch der oberen Büchse leicht durchgeht, worauf sie an dem Stück C befestigt und in
das Uhrwerk eingehängt werden kann. Unten wird sie durch das Stück H gezogen und festgeschraubt.
Dieses Stück H hat einen Mitnehmerstift, der in die eingeschnittene Kerbe
der unteren Büchse greift.
Wenn man nun z. B. das Stück H dreht, so wird der Mitnehmerstift die Pendelstange
mitnehmen, weil die obere Büchse sich um den runden Theil der Stahllamelle dreht, wodurch
letztere bei jeder Drehung abwechselnd gespannt wird.
Um den Bewegungen die gewünschte Zeitdauer zu geben, wird der Pendelkörper an dem
Theile H befestigt. ^
Die Unterhaltung der Schwingungen durch das Uhrwerk kann verschieden sein und etwa
auf folgende Weise geschehen:
Der obere Theil des Rohres ist etwa auf '/4
des Durchmessers ausgeschnitten. Vor der Mitte dieses Einschnittes befindet sich der
Stahlstift i, welcher' in den Einschnitt der Ankergabel eines Uhrwerks mit ruhender Ankerhemmung
greift und von dieser abwechselnd geführt wird, wobei sich dieselbe beim Austreten
des Stiftes aus dem Einschnitte leicht an das Rohr anlegt, wie dies aus den verschiedenen
Stellungen bei K K1 K" ersichtlich ist.
( Die Regulirung geschieht durch die beiden t|
SchraubenZ.j Beim Herausschrauben geht dieUhr langsamer und beim Hereinschrauben schneller. !
Drehwerke für Schaufenster sind im Principe gleich wie diese Pendel zu construiren. Statt
des Pendelkörpers mit Kugeln wird z. B. eine ebene Scheibe angebracht, auf welche die auszustellenden
Gegenstände gelegt werden können. Auch kann man nach Belieben mehrere Scheiben über einander und das Uhrwerk unten
anbringen, wie dies auf der Zeichnung [R) angedeutet ist.
Die Vortheile einer Uhr mit solchem Pendel sind nach Angabe der Erfinder folgende:
1. Die Schwingungen des Pendels sind aufserordentlich
langsam, etwa 6 pro Minute. Die Uhr wird also langsamer ablaufen und weniger '
Kraft verzehren, bezw. bei gleichem Räderwerk und Triebkraft bedeutend länger gehen, als auf
gewöhnliche Art. Es lassen sich also auf diese ganz einfache Weise Jahresuhren herstellen.
2. Die Auslösungen erfolgen erst. in grofsen
Zwischenräumen (alle 10 Secunden). Der Widerstand der Luft gegen dies Pendel ist bei der
langsamen Bewegung bedeutend vermindert. Es sind Reibung und Abnutzung der Theile auf
ein Minimum herabgesetzt. ' ·
3- Die Hemmung ist eine völlig freie.
4. Das Aeufsere der Uhr erhält durch dieses Pendel, das sich in mannichfacher Form herstellen
lafst, ein elegantes Ansehen.
5. Behandlung und Aufhängung dieser Uhren sind sehr leicht und erfordern keine besonderen
Kenntnisse.
Drehwerke gleicher Construction haben gleiche Vortheile wie Uhren, wobei hauptsächlich der
lange dauernde Gang bei geringem Kraftverbrauch hervorgehoben werden kann. Eine gröfsere Belastung hat nicht den geringsten Nachtheil,
indem dadurch die Drehungen nur etwas langsamer werden und das Werk um so länger
im Gange bleibt. Dies kann durch Verkürzen der Stahllamelle auf einfache Art ausgeglichen
werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Rotationspendel für Uhren und Drehwerke in Schaufenstern, wie beschrieben und auf der Zeichnung dargestellt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.- Lorenz!tn ©äcEttifietiiRotationgtienbei, ;»om'16. ©efcfetn&er 1877 αδ Ml 83.XXXXIII. JIt 2437. Ferdinand Arnold Ludwig de ernyter in Slmfferbam; »erireter H. KnoblauchJfcCo, tn^ern.LsW,gräfcerftr. ίΐ. — gfotattongpenbST Sßom»eptember 1877 ab.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2437C true DE2437C (de) |
Family
ID=281734
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT2437D Active DE2437C (de) | Rotationspendel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2437C (de) |
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0
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