-
Verstellbarer Zeichentisch Die Erfindung betrifft Zeichentische, bei
denen das Reißbrett an einem Rahmen schwenkbar befestigt ist; der seinerseits in
einem Fußgestell geradlinig auf und ab geführt wird Zeichentische dieser Art sind
an sich bekannt; es ist auch bekannt, das- Fußgestell mit zwei nach hinten geneigten
seitlichen Führungen für den verschieb- und verstellbaren Rahmen zu versehen. Die
bekannten Bauarten dieser Zeichentische sind jedoch unvollkommen und unschön und
lassen die notwendige Handlichkeit in der Bedienung und Genauigkeit in der Arbeitsweise
vermissen.
-
Die Erfindung .stellt sich nun die neue Aufgabe, einen Zeichentisch
zu schaffen, der eine einwandfreie technische Durchbildung mit größter Handlichkeit,
spielend leichter und zeitsparender :genauer Arbeitsweise und dazu geschmackvollem
Aussehen verbindet. Trotz dieser vielen Vorzüge liegt der wichtigste Vorteil noch
in der äußersten Werkstoffausnutzung und einfachsten fabrikmäßigen Herstellung.
-
Der Lösungsgedanke wird vor allen Dingen darin gesehen, daß das Fußgestell
aus Profilstäben oder Rohren gebildet ist, deren aufwärts gebogene parallele Enden
unmittelbar die Führung für den Rahmen bilden, der U-förmig ausgebildet ist und
ebenfalls aus Profilstäben oder Rohren besteht.
-
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt.
-
Abb. r zeigt die drei Grundelemente, das Fußgestell mit den nach oben
gerichteten Führungen, den darin oder daran geradlinig geführten U-förmigen Rahmen
und das zweckmäßigerweise als Rohr ausgebildete Schwenkstück mit Befestigungsflanschen
für das Reißbrett, das über die Querstange des Rahmens geschoben werden kann.
Die Abbildung zeigt in besonders eindrucksvoller Weise, wie einfach der Zeichentisch
mit den gekennzeichneten Elementen .herzustellen ist. Das Fußgestell ist auf einer
Biegemaschine ohne weiterc
Arbeitsgänge- in einem Zuge zu biegen,
der Rahmen ist an Einfachheit nicht mehr zu überbieten, und für das Schwenkstück
trifft dasselbe zti. Bei der Ausführung in Leichtprofilen, insbesondere Rohren.
wird mit einem Mindestmaß an Stoffaufwand das Höchstmaß an Steifigkeit erzielt,
wobei außerdem die Profilenden sich in natürlicher Weise als Führungskörper darbieten.
Es ist ferner, um die Standfestigkeit zu erhöhen, möglich, das Rohr- oder Profilgestell
im hinteren Teil mit Beton oder Schwerspat auszugießen.
-
Von besonderer Bedeutung ist es weiterhin, den nach oben gerichteten
Enden eine Neigung nach hinten zu geben von beispielsweise etwa 20°. Diese Maßnahme
bringt den Schwerpunkt des Zeichentisches nach hinten und erhöht die Standfestigkeit,
be%virkt zweitens eine Verschiebung des Brettes in einer Richtung, welche senkrecht
zur Blickrichtung des Auges liegt, und verringert den Platzbedarf des Zeichentisches
auf ein Mindestmaß. da der Zeichner sozusagen zwischen dem Gestell arbeitet.
-
Weitere Vorteile ergeben sich im Verlauf der folgenden Beschreibung.
-
Die Abb. 2 und 3 stellen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar,
und zwar Abb. -2 einen Schnitt nach der Linie.LB von ebb..; und Abb.. 3 eine Ansicht
ohne Brett und ohne Kippvorrichtung. Das Fußgestell i ist in besonders vorteilhafter
Weise ausgebildet und besteht aus einem gebogenen Rohr, welches aus .einem hinteren
waagerecht liegenden U-förmigen Bogen und nach oben fortgesetzten Rohrenden besteht.
Es ist auf einfachste Weise aus einem einzigen Rohrstück hergestellt und hat den
Vorteil, daß infolge der Elastizität des hinteren Bogens die beiden Röhrenden gegeneinander
federn können, so daß der Abstand zwischen den Enden sich dem darin geführten Rahmen
2 anpassen kann, was die Herstellung verbilligt. Auf das Querrohr des Rahmens 2
ist oben das Schwenkrohr 3 aufgeschoben, an dem mittels Flansche 4., 4. das Brett
5 befestigt ist.
-
Das Gewicht von Brett und Rahmen bei der Auf- und Abbewegung ist durch
die Gegengewichte 6, h ausgeglichen, die sich außen am Gestell i führen. Die Kraftübertragung
geschieht durch Zahnstangen und Ritiel7, ;, welch letztere durch eine Welle 8, am
besten eine Rohrwelle, miteinander verbunden sind, so daß eine einwandfreie Parallelführung
des Rahmens erzielt wird. Die Welle ist unmittelbar neben den Ritzeln in am Gestell
angeschweißten Lagern 9 gelagert. Damit der Rahmen 2 und das Brett 5 in jeder Höhenlage
festgestellt werden kann, greift eine Klinke i o in eines der Ritzel i ein. Die
Einrückung der Klinke geschieht durch eine Druckfeder i i, das Entriegeln durch
einen Fußhebel 12, welcher mit der Klinke io durch die Stange 13 verbunden ist.
-
Die Schwenkvorrichtung für das Reißbrett 5 ist folgendermaßen ausgebildet:
Mit dem Rahmen 2 ist ein gezahntes Segment 14 fest verschweißt und dient als Rast
für das schwenkbare Brett. Mit diesem fest verbunden und in einem der Befestigungsflansche
4. drehbar gelagert ist eine Klinke 15, die je nach der Neigung des Reißbrettes
in die entsprechende Zahnlücke des Segments 14 eingreift. Die Klinke 15 ist
durch eine Zugstange 16 finit einem als Winkelhebel ausgebildeten Handgriff i; verbunden.
der rechts unten an der Hinterwand des Reißbrettes drehbar gelagert ist. Durch den
Handgriff wird die Klinke 15 gelüftet: durch die Feder 18 wird sie in die entsprechende
Zahnlücke des Segments i q. hineingedrückt. Will man das Brett in eine andere Neigung
bringen, so betätigt man, ohne den Arbeitsplatz zu verlassen, den Handgriff, schwenkt
das Brett in die neue Lage und läßt den Handgrifi- wieder los, so daß er die Klinke
1; in die neue Zahnlücke einspringen läßt. aus den schon oben geschilderten Gründen
ist das Gestell des Zeichentisches um etwa 2o` im Beispielfall nach hinten geneigt.
Um die Standfestigkeit zu erhöhen, ist es ferner angebracht, bei i9 das Rohrgestell
mit Schwerspat auszugießen.
-
Abb. ,l gibt ein weiteres Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
mit Federgewichtsausgleich. Das Gestell besteht hier aus zwei dreieckförmigen Seitenteilen
2o, die nach oben offen sind und durch drei eingeschweißte Querrohre 2i miteinander
verbunden sind. Auf der einen Seite dieses Drei- ' ecks führt sich der Rahmen 22,
der in diesem Falle das Gestellrohr tunfaßt, in dem anderen Rohrende befindet sich
eine Zugfeder 23, die mittels Drahtseil oder Stahlband auf eine Spiralscheibe 24.
wirkt, die die veränderliche Federkraft in ein konstantes Drehmoment überführt,
dadurch, daß mit zunehmender Federkraft der Halbmesser des Angriffspunktes der Federkraft
an der Scheibe kleiner wird. Mit der Spiralscbeibe ist eine zylindrische Scheibe
25 verbunden, auf der sich das Drahtseil oder das Band 26 aufwickelt, welches .an
den Rahmen 22 angreift. Die vom Drahtseil auf den Rahmen ausgeübte Kraft ist also
konstant und entspricht dem Gewicht des Rahmens und des Reißbrettes.
-
Naturgemäß kann der Federausgleich auch so ausgeführt werden, daß
die Ausgleichfedern in den vorderen Rohrenden des Gestelles sich befinden und unmittelbar
auf den Rahmen wirken.
Es ist keine Umgehung der Erfindung, wenn
das-Fußgestell anders ausgeführt wird, als es in dein Ausführungsbeispiel nach Abb.
2 und 3 oder- Abb. q. beschrieben ist. Insbesondere ist es möglich, die Ecken des
Fußgestelles mit Verstärkungen zu versehen, um gegebenenfalls `den Profil- oder
Rohrquerschnitt noch weiter herabzusetzen (s. Abb. i punktierte Linien). Abb.5 und
6 geben andere Ausführungsformen des Fußgestelles an, die ebenfalls in nach oben
führenden Enden auslaufen, welche zur Führung des Rahmens geeignet sind.
-
Bei all den geschilderten Ausführungsbeispielen ergeben sich Formen,
die an Einfachheit und Sparsamkeit bei gutem Aussehen nicht mehrüberboten werden
können. Dabei wird gute Handhabung mit technisch einwandfreier Wirkung verbunden.