DE243799C - - Google Patents

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DE243799C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22GSUPERHEATING OF STEAM
    • F22G7/00Steam superheaters characterised by location, arrangement, or disposition
    • F22G7/14Steam superheaters characterised by location, arrangement, or disposition in water-tube boilers, e.g. between banks of water tubes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Incineration Of Waste (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 243799 -KLASSE i3d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Juli 1910 ab.
Bei Wasserröhrenkesseln, deren Heizfläche aus einem Bündel schrägliegender Röhren besteht, ist die Regelung des über diesen Röhren angeordneten Überhitzers mit außerordentliehen Schwierigkeiten und mit erheblichen Nachteilen verknüpft.
Da die Heizgase bei Kesseln dieser Art nach der Beheizung des Überhitzers wieder den Schrägröhren zugeführt werden müssen, so
ίο müssen sie, wenn sie den Überhitzer nicht bestreichen sollen, unter ihm hindurchgeführt werden. Es muß also zwischen den Schrägröhren und dem Überhitzer ein genügend hoher freier Raum vorgesehen sein, der als Durchgang für die abzulenkenden Gase dient. Der hierdurch bedingte größere Abstand zwischen dem Oberkessel und den Schrägröhren beeinflußt indessen den Wasserumlauf des Kessels ungünstig; gleichzeitig werden dadurch auch Bauhöhe und Ausstrahlungsfläche des Kessels vergrößert.
Ferner müssen die Gase, welche den Überhitzer nicht bestreichen sollen, von ihrer natürlichen Zugrichtung abgelenkt und unter dem
Überhitzer hindurchgeführt werden. Infolge ihres Auftriebes haben die Gase aber stets das Bestreben, in die Höhe zu steigen, so daß gerade die heißesten Gase, auch wenn die Regelungsvorrichtung auf Ausschaltung des
Überhitzers gestellt ist, doch immer durch die im praktischen Betriebe unvermeidlichen Undichtigkeiten der Abschlußorgane hindurchtreten und an den Überhitzer gelangen.
Man hat schon versucht, die Ausschaltbarkeit des Überhitzers auf andere Weise zu erreichen, um diese Übelstände zu vermeiden, indem man ihn z. B. unmittelbar hinter der Feuerbrücke so anordnete, daß die Heizgase ihn entweder bestreichen mußten oder durch eine Ablenkvor-; richtung an ihm vorbeigeleitet wurden. Bei dieser Einrichtung ist aber sowohl der Überhitzer als auch die Ablenkvorrichtung den heißesten Feuergasen ausgesetzt, so daß beide schon nach kurzer Betriebszeit zerstört werden. Ferner ist der Überhitzer bei dieser Einrichtung unzugängig, daher nicht zu überwachen und schwer zu reinigen oder zu entfernen.
Man hat den Überhitzer auch bereits neben bzw. hinter dem Kessel angeordnet. Bei dieser Anordnung werden indessen einerseits die schäd-liehen Ausstrahlungsflächen des Kessels und damit seine Strahlungsverluste erheblich vermehrt, anderseits die Zugverluste in unzulässiger Weise gesteigert. Auch wird hierbei ohne Vermehrung der Heizfläche eine größere Grundfläche für den Kessel erfordert.
Gemäß der Erfindung werden die Heizgase bei Ausschaltung des Überhitzers nicht unter diesem hindurch wieder zu den Schrägröhren hingeführt, sondern in seitlich vom Überhitzer gelegene, durch Zwischenwände von ihm getrennte Rauchgaszüge geleitet, in denen be-sondere Rohrgruppen zur weiteren Ausnutzung der Heizgase angeordnet sind. Diese Anordnung hat den großen Vorzug, daß der Auftrieb die abgeleiteten Gase nicht an den Überhitzer heranzudrängen sucht, da dieser außerhalb des natürlichen Zuges der Heizgase liegt. Außerdem
wird die Zirkulation des Wassers erheblich verbessert, da die Verbindung der Schrägröhren mit dem Oberkessel kürzer wird. Schließlich wird auch die Bauhöhe und die Ausstrahlungsfläche des Kessels bei der neuen Überhitzeranordnung geringer.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
Fig. ι zeigt im Längsschnitt nach der Linie
ίο A-B-C der Fig. 6 einen Kessel bei ausgeschaltetem Überhitzer, Fig. 2 bei ganz eingeschaltetem Überhitzer und Fig. 3 bei teilweise eingeschaltetem Überhitzer. Fig. 4 ist ein wagerechter Schnitt nach der Linie G-H der Fig. 6 bei aus-
geschaltetem Überhitzer, Fig. 5 bei eingeschaltetem Überhitzer. Fig. 6 ist ein senkrechter Querschnitt durch den Kessel.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform ist der Überhitzer U in der hinteren Hälfte des Kessels über den Schrägröhren angeordnet, es ist aber ohne weiteres klar, daß er unter entsprechender Abänderung der Heizgasführung auch in der vorderen Hälfte des Kessels untergebracht sein kann. Die Rohrgruppen R, welche an einer oder zu beiden Seiten des Überhitzers U in besonderen Rauchgaszügen 2" angeordnet sind, können, wie in der Zeichnung dargestellt, aus Steilröhren oder auch aus Schrägröhren bestehen. Die Rohrgruppen R stehen mit dem Oberkessel O der Schrägröhren S oder mit besonderen Oberkesseln O1 (Fig. 6) in Verbindung. Der Überhitzer U ist von den Rauchgaszügen T durch Zwischenwände Z getrennt. Auf den Schrägröhren-S liegt die Lenkplatte L, die in bekannter Weise von außen verschoben werden kann. Die Heizgase treten durch seitliche Durchtrittsöffnungen D in die Züge T und umspülen Her die Rohrgruppen R.
Quer zur Kesselachse ist eine Wand W angeordnet, durch die der Überhitzer U dem Zuge der Heizgase vollständig entzogen werden kann, wenn die Lenkplatte L die Stellung nach Fig. 1 und 4 einnimmt.
Soll der Überhitzer U ganz beheizt werden, so wird die Lenkplatte L nach vorn gezogen; die Heizgase bestreichen dann den Überhitzer, ehe sie durch den hinteren Teil der Durchtrittsöffnungen D in die Rohrgruppen R eintreten (Fig. 2 und 5).
Soll nur ein Teil der Heizgase den Überhitzer U berühren, so wird die Lenkplatte L gemäß Fig. 3 so eingestellt, daß durch die frei bleibenden Öffnungen vorn ein Teil der Heizgase in die seitlichen Rohrgruppen R eintritt, ohne den Überhitzer zu berühren, während der andere Teil erst den ÜberHtzer bestreicht, ehe er an die Rohre R gelangt.
Es ist vorteilhaft, den Überhitzer U so dicht wie möglich an die Schrägröhren S zu bringen; besonders bei hinten liegendem Überhitzer kann dann die Wand W fortfallen, weil der Überhitzer bei, dieser Anordnung der Einwirkung der durch den Auftrieb nach oben in die seitlichen Durchtrittsöffnungen D geführten Gase vollständig entzogen ist.
Der Überhitzer kann natürlich in anderer Weise ausgeführt sein, als in der Zeichnung dargestellt ist, er kann z. B. den unteren Teil des Oberkessels der Schrägröhren in bekannter Weise bogenförmig umschließen oder auch von oben zwischen den Oberkesseln hängend angeordnet sein. .

Claims (1)

  1. Patent-AnsPRUcη :
    Wasserröhrenkessel mit einem Bündel schrägliegender Wasserrohren und darüber angeordnetem, ausschaltbarem ÜberHtzer, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizgase nach dem Durchströmen des Überhitzers (U) und auch bei ausgeschaltetem Überhitzer seitlich von diesem angeordneten, durch Zwischenwände (Z) von ihm getrennten Rauchgaszügen (T) zugeführt werden, in denen besondere Rohrgruppen (R) zur weiteren Ausnutzung der Heizgase angeordnet sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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