DE24312C - Spritz-Waschmaschine für Kartoffeln - Google Patents
Spritz-Waschmaschine für KartoffelnInfo
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- DE24312C DE24312C DENDAT24312D DE24312DA DE24312C DE 24312 C DE24312 C DE 24312C DE NDAT24312 D DENDAT24312 D DE NDAT24312D DE 24312D A DE24312D A DE 24312DA DE 24312 C DE24312 C DE 24312C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23N—MACHINES OR APPARATUS FOR TREATING HARVESTED FRUIT, VEGETABLES OR FLOWER BULBS IN BULK, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PEELING VEGETABLES OR FRUIT IN BULK; APPARATUS FOR PREPARING ANIMAL FEEDING- STUFFS
- A23N12/00—Machines for cleaning, blanching, drying or roasting fruits or vegetables, e.g. coffee, cocoa, nuts
- A23N12/02—Machines for cleaning, blanching, drying or roasting fruits or vegetables, e.g. coffee, cocoa, nuts for washing or blanching
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 89: Zucker- und Stärkefabrikation.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. April 1883 ab.
Der Erfindung liegt das Princip zu Grunde, die Reinigung der Kartoffeln von anhaftendem
Schmutz, ζ. B. für Brennereizwecke, durch Einwirkung eines starken Wasserstromes unter Ausschlufs
von mechanischen Vorkehrungen der gebräuchlichen Art zu bewerkstelligen.
Sie bezweckt eine Anpassung des Waschprocesses an Kartoffeln verschiedener Bodenarten
und die Ausschliefsung jeder Möglichkeit einer Beschädigung (Zerschneiden, Zermahlen)
selbst minderwerthiger Kartoffeln.
An Haupttheilen weist die Maschine auf: einen, die zu waschenden Kartoffeln zuerst aufnehmenden
Einschütt-Trichter B, einen Waschbehälter A und ein die gewaschenen Kartoffeln
abführendes Paternosterwerk C.
Die Elevatorscheibe i des letzteren, das an sich von bekannter Construction sein kann,
empfängt von der auf gleicher Welle sitzenden Riemscheibe aus Bewegung; Räderwerk k ο
überträgt letztere, unter Vermittelung einer Schubstange/, auf den wesentlichsten Bestandtheil
dieser Erfindung, den Waschbehälter A. Da dieser an seinem hinteren Ende, bei a, um
eine feststehende Achse drehbar gelagert und vorn an einer Stange frei beweglich aufgehängt
ist, so erfährt er bei in Gang gesetzter Riemscheibe eine Schüttelung, deren Stärke von der
Umdrehungsgeschwindigkeit der Elevatorwelle bezw. vom Uebersetzungsverhältnifs der Räder k ο
abhängt. Die in den Trichter B eingeschütteten Kartoffeln rollen auf der in demselben befindlichen
Harfe r s, den gröbsten Schmutz zurücklassend, in den Waschcylinder A. Dort treffen
sie nach einander auf die durch eine gröfsere Anzahl auf dem Waschcylinder A angeordneter
Düsen e austretenden kräftigen Wasserstrahlen und werden von diesen in der Richtung der
punktirten Linien fortbewegt. Durch die energischen Wasserstrahlen, welche unter entprechendem
Druck von allen Seiten ausströmen, sowie durch die infolge des Rütteins hervorgebrachte
Reibung der Kartoffeln an einander wird der anhaftende Schmutz vollständig abgelöst und
fliefst bei /, im Wasser aufgelöst, ab. Hier bei / erhält der Waschcylinder in einer Absenkung
eine rostartige Vorrichtung, welche bezweckt, etwaige mitgeführte Steine vermöge
Schwerkraftwirkung abzuscheiden. Die an der Stirnseite von A eingesetzte Wand g soll das
Herausspritzen von Wasser verhindern.
Die rein gewaschenen Kartoffeln treten nun aus dem Cylinder und fallen auf die rostartig
construirte Sohle Im n, wo sie bei m von den Elevatorbechern gefafst und mitgenommen werden.
Das aus dem Cylinder noch mit austretende Wasser fällt durch die Roste zwischen /.
und in zu Boden. Zwischen dem Wasserzufiufsrohr w, in welches der Hahn υ eingeschaltet
ist, und den Düsen e befindet sich eine geeignete bewegliche Verbindung, z. B. durch
Gummischlauch t gebildet, hergestellt, welche durch die, wie auch immer geschaffene, schüttelnde
Bewegung des Behälters A bedingt ist. Die erforderliche Wassertemperatur wird durch Benutzung
des in einem Warmwasserrohr eingeschalteten Krahnes u geregelt.
Die Vorzüge der Spritzwaschmaschine im Vergleich mit den jetzt gebräuchlichen Maschinen
dieser Art (Waschkästen mit Messerwelle) sind folgende:
Claims (1)
- Infolge der Verstellbarkeit der Neigung des Waschcylinders kann derselbe an seinem hinteren Ende gehoben oder gesenkt werden, durch Benutzung eines oder des anderen der in beliebiger Anzahl vorhandenen Drehzapfen bei a ist es möglich, den Waschprocefs den gegebenen Kartoffelgattungen anzupassen. Reine Kartoffeln oder Kartoffeln von leichten Bodenarten können so in kürzester Zeit gewaschen werden, indem man den Behälter A bei α höher hebt und dadurch die Kartoffeln schneller hindurchlaufen läfst. Hierbei tritt gleichzeitig auch eine Wasserersparnifs ein.Bei Kartoffeln von schwerem Boden mit zähe anhaftendem Schmutz hingegen wird die Lage des Cylinders mehr der horizontalen genähert. In diesem Falle passiren die Kartoffeln den Cylinder langsamer, werden den allseitig eintretenden Wasserstrahlen, . die eventuell durch vollständiges Oeffnen des Wasserkranes υ zu verstärken sind, länger ausgesetzt und treten rein -gewaschen aus dem Cylinder.Noch gröfsere Bedeutung gewinnt die Maschine für das Waschen angefaulter Kartoffeln.Bei der bekannten Waschmaschine werden solche zum grofsen Theil ganz zerschnitten und zermahlen; diese kleinen losgelösten Partikel gehen mit dem hinzugeleiteten Spülwasser durch die Roste und kommen somit gar nicht zur Verwendung. (Bei stark angefaulten Kartoffeln ist dem Erfinder ein Verlust von ca. 30 pCt. vorgekommen.)Die neue Maschine schliefst ein Zerschneiden und Zermahlen oder andersartige Benachtheiligung der Kartoffeln völlig aus.Derselbe Vortheil gilt für angefrorene und dann wieder aufgethaute Kartoffeln.Verglichen mit der seitherigen Kartoffelwaschmaschine ist die Construction der neuen einfach 'und dauerhaft und nimmt weniger Arbeit zum Betrieb in Anspruch. Ein nicht selten sich ereignender Uebelstand bei jenen, das Verbiegen der Messer durch Einklemmen von kleinen Steinen zwischen Messer und Rosten, ein Brechen oder Unbrauchbarwerden letzterer und der damit zusammenhängenden Verluste an Zeit und Material, kann bei vorliegender Maschine, ihrer Construction nach, gar nicht vorkommen. Dabei gestaltet sich die Reinigung sehr einfach. Die Maschine spült sich nach vollbrachter Arbeit selbsttätig rein.Patenτ-Anspruch:Die rohen Kartoffeln und ähnliche Gewächse von anhaftendem Schmutz dadurch zu befreien, dafs sie in einen gegen den Horizont in verschiedene Neigungswinkel einstellbaren und einer Schüttelung unterliegenden Waschbehälter A eingebracht werden, durch dessen Wandung mittelst Düsen e allseitig unter mehr oder weniger starkem Druck stehende Wasserstrahlen einströmen, welche unter gleichzeitiger Hervorbringung einer Relativbewegung des zu waschenden Gutes in seinen Theilen das Aufweichen und Abspülen der anhaftenden Unreinigkeiten bewirken.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE24312C true DE24312C (de) |
Family
ID=300817
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT24312D Active DE24312C (de) | Spritz-Waschmaschine für Kartoffeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE24312C (de) |
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