DE242573C - - Google Patents

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DE242573C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D455/00Heterocyclic compounds containing quinolizine ring systems, e.g. emetine alkaloids, protoberberine; Alkylenedioxy derivatives of dibenzo [a, g] quinolizines, e.g. berberine

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 242573 KLASSE \2p. GRUPPE
Dr. MARTIN FREUND in FRANKFURT a. M.
Verfahren zur Herstellung von Derivaten des Berberins.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Dezember 1910 ab.
Wie im Patent 242217 gezeigt wurde, gelangt man zu neuen Basen, wenn man a-Alkyl-, a-Alkaryl- oder a-Aryldihydroberberine zu den tetrahydrierten Basen reduziert, an letztere Halogenalkyl anlagert und diese Halogenalkylate bzw. die entsprechenden Ammoniumhydroxyde durch Erwärmen mit Alkalien aufspaltet.
Es wurde nunmehr gefunden, daß man zu anderen Basen gelangt, die gleichfalls für therapeutische Zwecke unmittelbar oder als Zwischenprodukte verwendbar sind, wenn man die Umwandlungen in ■ umgekehrter Reihenfolge vornimmt, also an die a-Alkyl-, α-Al-karyl- oder α-Aryldihydroberberine zuerst Halogenalkyl anlagert, die entstehenden Additionsprodukte dann durch Behandeln mit Ammoniak, Natriumcarbonat oder Alkalien aufspaltet und die dabei sich bildenden Basen zuletzt reduziert.
Beispiel 1.
Das nach der Angabe von Freund und Beck (Ber. d. d. ehem. Ges. 37 [1904],
S. 4677) hergestellte Einwirkungsprodukt von Jodmethyl und Benzyldihydroberberin wird in verdünntem Alkohol warm gelöst und diese Lösung mit Ammoniak im Überschuß versetzt, wobei sofort eine Base, manchmal zunächst ölig, aber bald kristallinisch erstarrend, sich ausscheidet. Diese ist in Wasser unlöslich, schwer in Alkohol, leicht in Chloroform löslich. Aus einer Mischung von beiden Lösungsmitteln erhält man die Base als hellgelbes, lichtempfindliches Kristallmehl vom
F. 187 bis i88°. Mit verdünnter Schwefelsäure und Alkohol entsteht eine bräunliche Lösung des Sulfates.
Wird die schwefelsaure Lösung der Base unter Eiskühlung an Bleikathoden elektrolysiert, so scheidet sich, wenn nur wenig Alkohol vorhanden ist, ein Teil der neuen Base als Sulfat ab, während ein anderer Teil im Filtrat vorhanden ist.
Reduziert man ohne starke Kühlung, so daß die Temperatur bis auf 20 bis 25 ° sich erhält, so erfolgt entweder gar keine oder nur eine sehr geringe Abscheidung des Sulfates:
20 g der Base vom F. 187 °, gelöst in 150 ecm Alkohol und 300 ecm Schwefelsäure (3oprozentig) werden wie angegeben bei 20 bis 25 ° bis zur Entfärbung der Flüssigkeit elektrolytisch reduziert, dann mit Ammoniak oder Natriumcarbonat übersättigt und der abfiltrierte Niederschlag aus einer Mischung von Alkohol mit Chloroform umkristallisiert.
Das Reduktionsprodukt besteht größtenteils aus einer Base vom F. 163 °, welche durch geringe Mengen einer anderen Base verunreinigt ist.
Die Trennung läßt sich auf verschiedene Weise bewerkstelligen, z. B. dadurch, daß man das Gemisch mit wenig Jodmethyl digeriert und dann mit verdünntem Alkohol auskocht. Die verunreinigende Base wird dabei in Form ihres Jodmethylates gelöst und die Base vom F. 163 ° bleibt rein zurück.
Sie ist in Wasser unlöslich, in Alkohol schwer, in Chloroform leicht löslich. Aus einer Mischung beider Lösungsmittel umkri-
stallisiert, werden hellgelb gefärbte, rhombische Täfelchen vom F. 163 ° erhalten. Zwei Analysen ergaben folgende Werte:
C — 75,Q3, H = 6,82 Prozent,
75.93,
75.3.
6,81
Die Base liefert mit Mineralsäure weiße, in Wasser ziemlich schwer lösliche Salze, die aus verdünntem Alkokol gut kristallisieren.
Beispiel 2.
Einfacher gestaltet sich die Darstellung nach folgendem Verfahren:
io g der Base, vom F. 187 bis 188 °, werden in einem Gemisch von 150 ecm Alkohol und 50 ecm Salzsäure, spec. Gew. 1,19, gelöst. Hierauf werden 15 g Zinnfolie eingetragen und das Gemisch bis zur Entfärbung in gelindem Sieden erhalten. Beim Eingießen in Wasser fällt ein weißes, käsiges Zinndoppelsalz aus, welches abgesaugt und mit Schwefelammonium digeriert wird. Der ungelöst bleibende Teil wird nach dem Erkalten und Trocknen mit Chloroform extrahiert. Auf Zusatz von Alkohol zu der konzentrierten Chloroformlösung kristallisiert die Base vom F. 163 ° aus, die mit der im Beispiel 1 beschriebenen identisch ist. Ausbeute 7,5 g.
Beispiel 3.
Das noch nicht beschriebene Isobutyldihydroberberin wird aus Berberinsalzen und einer aus Isobutylbromid, Magnesium und Äther bereiteten Grignardlösung nach den in der Patentschrift 179212, Kl. 12 p gemachten Angaben dargestellt. Sie bildet, aus Alkohol kristallisiert, gelbe Nadeln und Blättchen vom F. 112 bis 113 °. Durch Kochen mit Jodmethyl geht sie quantitativ in ihr Jodmethylat über, dieses kristallisiert aus Alkohol in gelben, gegen 200 ° sich zersetzenden Nadeln. Die Lösung des Jodmethylätes in Alhohol gibt schon in der Kälte mit überschüssigem Natriumcarbonat oder Ammoniak einen Niederschlag, der, aus Alkohol umkristallisiert, bräunlichgelbe Prismen vom F. 140 bis 142 ° (ganz rein bei 146 ° schmelzend) liefert. Diese haben die Zusammensetzung C25 H29 NO4.
10 g dieser Base werden in 180 ecm 25 prozentiger Schwefelsäure gelöst und unter Zusatz von 20 ecm Alkohol 8 bis 10 Stünden bei 10 Ampere an einer Bleikathode reduziert, wobei die anfänglich kräftig gelbe Lösung farblos wird. Die Kathodenflüssigkeit, mit Ammoniak übersättigt, liefert einen Niederschlag, der durch Behandlung mit 5oprozentiger Essigsäure in zwei Basen zerlegt werden kann. Die eine dieser Basen, aus einem Gemisch von Alkohol und wenig Chloroform umkristallisiert, bildet gelbe rhombische Tafeln vom F. 155 bis 157 °. Charakteristisch für diese Base ist ihre Unfähigkeit, 'sich mit Jodmethyl zu verbinden. Die andere Base kristallisiert aus Alkohol und Chloroform in rein weißen Kristallen vom F. 175 bis 176,5°. Sie bildet ein Jodmethylat vom F. 246°.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung neuer, für therapeutische Zwecke verwendbarer Um-Wandlungsprodukte des Berberine, darin , bestehend, daß man a-Alkyl-, α-Alkaryl- oder a - Aryldihydroberberine mit Alkierungsmitteln behandelt, die entstandenen Additionsprodukte mit Ammoniak, Natriumearbonat oder Alkalien zerlegt und die so erhaltenen Basen der Reduktion unterwirft.
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