DE2425684A1 - Verfahren zum aetzen von silicium enthaltenden materialien - Google Patents
Verfahren zum aetzen von silicium enthaltenden materialienInfo
- Publication number
- DE2425684A1 DE2425684A1 DE19742425684 DE2425684A DE2425684A1 DE 2425684 A1 DE2425684 A1 DE 2425684A1 DE 19742425684 DE19742425684 DE 19742425684 DE 2425684 A DE2425684 A DE 2425684A DE 2425684 A1 DE2425684 A1 DE 2425684A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- etching
- melt
- temperature
- sio
- etched
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10P—GENERIC PROCESSES OR APPARATUS FOR THE MANUFACTURE OR TREATMENT OF DEVICES COVERED BY CLASS H10
- H10P50/00—Etching of wafers, substrates or parts of devices
- H10P50/20—Dry etching; Plasma etching; Reactive-ion etching
- H10P50/28—Dry etching; Plasma etching; Reactive-ion etching of insulating materials
- H10P50/282—Dry etching; Plasma etching; Reactive-ion etching of insulating materials of inorganic materials
- H10P50/283—Dry etching; Plasma etching; Reactive-ion etching of insulating materials of inorganic materials by chemical means
-
- H—ELECTRICITY
- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10P—GENERIC PROCESSES OR APPARATUS FOR THE MANUFACTURE OR TREATMENT OF DEVICES COVERED BY CLASS H10
- H10P50/00—Etching of wafers, substrates or parts of devices
-
- H—ELECTRICITY
- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10P—GENERIC PROCESSES OR APPARATUS FOR THE MANUFACTURE OR TREATMENT OF DEVICES COVERED BY CLASS H10
- H10P50/00—Etching of wafers, substrates or parts of devices
- H10P50/60—Wet etching
- H10P50/64—Wet etching of semiconductor materials
- H10P50/642—Chemical etching
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S148/00—Metal treatment
- Y10S148/043—Dual dielectric
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S148/00—Metal treatment
- Y10S148/051—Etching
Landscapes
- Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)
- Surface Treatment Of Glass (AREA)
- Silicon Compounds (AREA)
- Weting (AREA)
Description
Böblingen, den 20. Mai 197.4. oe/se
Anmelderin: IBM Deutschland GmbH
7000 Stuttgart 80 Pascalstraße 100
Amtliches Aktenzeichen: Neuanmeldung Aktenzeichen der Anmelderin: GE 973 027
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ätzen von Silicium (Si) enthaltenden/ festen und chemisch beständigen Materialien mit
einer aus Phosphorpentoxid (P-O1-) und Phosphorsäure (Ht-PO.) (wasserfrei) bestehenden heißen Schmelze.
Ätzverfahren werden in vielen Zweigen der Technik, z.B. in der
Halbleitertechnik, benutzt, um unerwünschtes Material zu entfernen. Dabei ist es immer günstig, wenn für ein Material mehrere
geeignete Ätzmittel zur Verfügung stehen. Dadurch kann man Forderungen in Bezug auf die Ätzrate, die Genauigkeit und Reproduzierbarkeit
der Ätzrate, die Handhabung (Sicherheit) und auf andere Materialien, die auch noch dem Ätzmittel ausgesetzt werden, flexibel
begegnen. Sind kleine Materialmengen zu entfernen, so ist es wünschenswert, um den Vorgang gut steuern zu können, wenn die
Ätzung langsam vor sich geht. Sind große Materialmengen zu entfernen, so wird eine große Ätzrate angestrebt, damit der Ätzvorgang
nicht zu lange dauert. Insbesondere dann, wenn kleine Materialmengen zu entfernen sind, muß der Ätzvorgang, weil er
schwer zu verfolgen ist, gut reproduzierbar sein. Dazu ist notwendig, daß die Zusammensetzung des Ätzmittels konstant ist
und daß die Ätzung unter Einhaltung konstanter Bedingungen durchgeführt werden kann. In vielen Fällen ist das Ziel des Ätzvorgangs
ein geätztes Muster, d.h., daß nur bestimmte festgelegte
509850/0941
Gebiete des zu bearbeitenden Werkstücks von dem Ätzmittel angegriffen
werden dürfen. In diesen Fällen werden die Gebiete des Werkstücks, die nicht angegriffen werden sollen, mit einer sogenannten
"Ätzmaske" abgedeckt. Es ist dann wesentlich, daß das Ätzmittel beim Ätzen der nicht von der Maske abgedeckten Gebiete
die Maske nicht zerstört, weil ja sonst diese ihren Zweck nicht erfüllen könnte, was mit anderen Worten bedeutet, daß das Ätzmittel,
das zu ätzende Material selektiv ätzt, d.h., das Maskenmaterial nicht oder deutlich weniger als das zu ätzende Material
angreift. Ein Gebiet der Technik, in dem selektive Ätzverfahren eine sehr bedeutungsvolle Rolle spielen, ist die Halbleitertechnik.
In vielen Fällen ist es nicht erwünscht, daß die Selektivität eines Ätzmittels so weit geht, daß das zu ätzende Material starjt,
die "umgebenden Materialien aber nicht oder fast nicht angegriffen
werden. Si enthaltende Materialien, wie Si3N4, SiO2 und Si, kommen,
beispielsweise in der Halbleitertechnik, häufig nebeneinander vor. Es kann nun durchaus vorteilhaft sein, daß in Fällen,
in denen Si3N4 bzw. SiO2 selektiv geätzt werden soll, auch SiO2
und Si bzw. Si3N4 und Si, wenn auch mit verminderter Stärke, angegriffen
werden. Soll z.B. eine mit einer SiO2~Maske abgedeckte
Si-jN.-Schicht geätzt werden, so kann es durchaus vorkommen, daß
die SiO -Maske nicht fehlerfrei ist, sondern daß Bereiche der zu ätzenden Si-JSK-Gebiete noch mit SiO2-Resten abgedeckt sind.
Wird nun zum Ätzen des Si3N4 ein Ätzmittel verwendet, das ausschließlich
Si3N4 angreift, so müssen entweder die SiO2~Reste in
einem der eigentlichen Si3N4-AtZmIg vorangehenden zusätzlichen
Schritt entfernt werden oder es muß eine unsaubere Ätzung der Si3N4-SChIcIIt in Kauf genommen werden. Wird hingegen ein Ätzmittel
verwendet, das außer Si3N4 auch - wenn auch in geringerem
Maße - SiO_ angreift, so können in einem Ätzschritt die SiO3-Reste
und das nicht von der - fehlerfreien - Ätzmaske bedeckte Si3N4 entfernt werden.
Ätzmittel für Si enthaltende Materialien sind bekannt. So ist GE 973 027
509850/0941
z.B. für SiO„ das bekannteste Ätzmittel Flußsäure (HF) bzw. mit
Ammoniumfluorid (NH,F) gepufferte Flußsäure, die Si und Si3N4
fast gar nicht angreifen. Gepufferte Flußsäure isjfc günstig für
große Ätzraten (> 500 A/min). Für kleine Ätzraten muß man aber eine gepufferte Flußsäure verwenden, die sehr viel NH.F und wenig
HF enthält. Da jedoch NH4F nach der Gleichung: 2NH.F + H3O =
NH.F«HF + NH,OH hydrolysiert wird, die Hydrolyse temperaturabhängig
ist, und die Einstellung des Gleichgewichts langsam erfolgt, wird die vorhandene geringe HF-Menge durch das entstände NH4OH
prozentual stärk und unkontrolliert verändert. Deshalb sind kleine Ätzraten schlecht reproduzierbar.
Als Ätzmittel für Si dienen hauptsächlich solche, die HF und ein Oxydationsmittel, vorzugsweise Salpetersäure (HNOg) enthalten..
In diesen Ätzmittteln wjjcd SiO2 mindestens so gut w;ie Si
geätzt. Es kann Schwierigkeiten bereiten, daß Si3N4 in den üblichen
Ätzmitteln für Si nicht oder um Größenordnungen weniger geätzt wird.
Zum Ätzen von Si3N4 wird am häufigsten wasserhaltige Phosphorsäure
verwendet. Dieses Verfahren ist z.B. in der deutschen Patentschrift 1 614 909 beschrieben. Die konzentrierteste, bei
diesem Verfahren verwendete Phosphorsäure enthält 15 % Wasser. Bei diesem und bei höheren Wassergehalten wird weder SiO3 noch
Si merkbar angegriffen. Die Ätzrate von Si3N4 in Phosphorsäure
hängt außer von der Temperatur stark von der Wasserkonzentration ab und, da die Phosphorsäure zum Ätzen erhitzt werden muß, muß
man entweder, um eine konstante Ätzrate sicherzustellen, durch komplizierte Vorkehrungen dafür sorgen, daß das gesamte verdampfte
Wasser quantitativ kondensiert und wieder in das Ätzbekken zurückläuft, oder man muß in Kauf nehmen, daß sich die Ätzrate
des Si3N4 zunehmend nach niedrigeren Werten verschiebt.
Van Gelder und Hauser haben im "Journal of the Elektrochemical
Society, Band 114, Seite 869 ff. (1967) einen Artikel mit dem Titel "The Etching of Silicon Nitride in Phosphoric Acid with
GE 973 027
S098SÖ/09U
Silicon Dioxide as a Mask" veröffentlicht. Die Autoren haben festgestellt,
daß in hochkonzentrierter, wässriger, über 85%iger Phosphorsäure mit zunehmendem Wassergehalt der Phosphorsäure
die Ätzrate des Sl3N4 ansteigt und mit abnehmendem Wassergehalt
die Ätzrate des SiO3 zunimmt. Aus den Messungen der Autoren muß
man schließen, daß in der 100%igen, d.h. wasserfreien Phorsphorsäure das SiO3. bereits stärker als das Si3N4 geätzt wird. Auch
van Gelder und Hauser standen vor der Alternative, entweder ihre Ätzungen in einem offenen Becherglas durchzuführen und dabei eine
ständig zunehmende Ätzrate des SiO_ und eine ständig abnehmende
Ätzrate des Si3N4 in Kauf zu nehmen oder durch komplizierte Vorkehrungen
das verdampfende Wasser zu kondensieren und ständig und kontinuierlich der Ätzmischung wieder zuzuführen.
Es ist die Aufgabe der Erfindung f ein Ätzverfahren anzugeben,
mit dem Si enthaltende, feste und chemisch beständige Materialien geätzt werden können, mit dem es möglich ist, die Ätzrate an
die zu ätzenden Schichtdicken anzupassen und innerhalb der zulässigen Toleranzen konstante oder wenigstens genau definierte
und reproduzierbare Ätzraten über eine lange Betriebsdauer aufrecht zu erhalten und das zusätzlich so sicher und so wirtschaftlich
durchgeführt werden kann, daß es für eine fabrikmäßige Fertigung geeignet ist.
Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, daß zum Ätzen der Si enthaltenden Materialien eine mindestens 12 % P2 0C enthaltende heiße Schmelze verwendet
wird. Es sei an dieser Stelle angemerkt, daß es sich bei dieser und allen folgenden Prozentangaben um Gewichtsprozente handelt
und daß die H3PO4, wenn nichts anderes vermerkt ist, wasserfrei
ist.
Zwar haben auch van Gelder und Hauser in dem oben zitierten Artikel
Ätzraten einer H3PO4ZP2O5-Schmelze (angegebener P3O5-GeIIaIt:
> 10,4 %) angegeben, aber ihren Meßwerten sind nicht die Vorteile zu entnehmen, die in den Schmelzen mit höheren P-Og-Gehalten lie-
GE 973 027
609850/0941
gen und z.B. darin bestehen, daß mehrere Silicium enthaltende Materialien sich gleichzeitig mit vernünftig aufeinander abgestimmten
Ätzraten ätzen lassen und daß wesentlich konstantere Ätzraten ohne komplizierte Vorkehrungen eingehalten werden können,
als bei der Verwendung mehr oder weniger wasserfreier Phosphorsäure. Insbesondere der zuletzt genannte Vorteil macht das erfindungsgemäße
Verfahren besonders attraktiv. Dieser Vorteil ergibt sich daraus, daß erstens die Ätzraten mindestens eines
Teils der Silicium enthaltenden Materialien, wie z.B. SiO3, Si
und Si3N4 in einem größeren oder kleineren Bereich der P3O5-Gehalte
von der Zusammensetzung wenig oder zum mindesten weniger als bei wasserhaltiger Phosphorsäure abhängig ist. Zweitens wirkt
sich aus, daß zwar auch H3PO4/P2O5-Gemische bei höheren Temperaturen
Wasser abgeben, wodurch sich die Zusammensetzung verändert, daß sich aber die Temperaturen, bei. denen der WJa.s.seraustritt einsetzt,
sich mit zunehmendem P2O5-Gehalt zu immer höheren Temperaturen
verschiebt, weshalb es mit zunehmendem P^O^-Gehalt immer
einfacher wird, die Zusammensetung der Schmelze konstant zu halten. Außerdem ist es charakteristisch für die H3PO ./P2O5-SChItIeI-zen,
daß auch bei höheren Temperaturen der Wasseraustritt sehr langsam erfolgt. Die Wasseraustrittsgeschwindigkeit nimmt allerdings
mit der Temperatur zu. Aber auch dann, wenn Schmelzen mit kleinen P2O,--Gehalten auf hohe Temperaturen erhitzt werden, ist
es mit dem erfindungsgemäßen Verfahren immer noch möglich", eine
konstante Ätzrate für kurze Zeit und eine genau definierte und reproduzierbare Ätzrate über einen langen Zeitraum aufrecht zu
erhalten. Ein konstantes, genaues und reproduzierbares Ätzen ist mit dem erfindungsgemäßen Verfahren gerade auch dann möglich, wenn
die Ätzraten klein sind. Das ist deshalb wichtig, weil kleine Ätzraten schwieriger zu kontrollieren sind, als große. Soll die
Ätzrate-erhöht werden, so ist nur notwenig, die Ätztemperatur entsprechend
zu erhöhen. ELPO4/P2O5-Gemische sind wesentlich ungefährlicher
wie Flußsäure enthaltende Lösungen. Da es nicht notwendig ist, die H3PO4/P2O5-Schmelzen bis in die Nähe ihres Siedepunkts
zu erhitzen, lassen sich die Schmelzen trotz der angewandten hohen
Temperaturen ohne Beachtung von Sicherheitsvorkehrungen, die
GE 973 027
S09850/0941
über die üblichen hinausgehen, handhaben. Der P O1.-Gehalt von 12 %
ist keine prinzipielle untere Grenze. Mit der Beschränkung auf Gehalte oberhalb dieses Wertes wird nur berücksichtigt, daß sich
einerseits bei abnehmendem P-O^-Gehalt die Zusammensetung durchWasser
aus tritt leichter ändert und es andererseits vom Ätzverhalten her keinen Vorteil bringt, zu P„O5-Gehalten unter 12 % zu gehen.
In vorteilhafter Weise lassen sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren Materialien aus der Gruppe SiO2, Si3N4, Siliciumoxinitrid
und Silicium ätzen. Diese Materialien finden in der Halbleitertechnik eine breite Anwendung. Die Vorteile der Anwendung
des erfindungsgemäßen Verfahrens auf diese Materialien liegen darin, daß diese Materialien sowohl einzeln reproduzierbar und
genau gerade auch mit kleinen Ätzraten, als auch gleichzeitig mit aufeinander abgestimmten Ätzraten geätzt werden können. Aus dem
von van Gelder und Hauser für die H.,PO4/P2O,--Schmelze mit einem
P2O5-Gehalt >
10,4 % mitgeteilten SiO2-Ätzrate muß man fast
zwingend schließen, daß es mit einer H_PO./P2Og-Schmelze in
keinem Fall möglich sein wird, Si N4 bevorzugt in Gegenwart von
SiO zu ätzen. Gerade dies - das haben die Versuche gezeigt - ist aber mit dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich. Diese mitgeteilte
SiO2-Ätzrate ist deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit
falsch. Das legt auch das Diagramm, das die Fig. 4 zeigt, nahe, in der diese mitgeteilte SiO -Ätzrate zusammen mit den bei der
Erprobung des erfindungsgemäßen Verfahrens in Abhängigkeit von
der Zusammensetzung der Schmelzen aufgenommenen Ätzraten eingetragen ist. Das erfindungsgemäße Verfahren läßt ein Ätzen unter
sehr unterschiedlichen Bedingungen zu. Durch das Festlegen der Zusammensetzung und - in geringerem Maß - auch der Temperatur,
läßt sich bestimmten, ob es Si-,N4, Siliciumoxinitrid oder SiO,,
in Gegenwart eines oder mehrerer der anderen Materialien bevorzugt geätzt wird. Als weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens
kommt noch hinzu, daß sich bei seiner Anwendung auf die vier Materialien Verfahrensschritte einsparen lassen. Dies ergibt
sich, wie weiter oben erläutert wurde, daraus, daß die H-PO4/
P2Oj--Schmelze alle vier Materialien - wenn auch unterschiedlich
GE 973 027
SÖ3850/G941
stark - angreift. Es sei noch zusätzlich herausgestellt, daß bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens in vorteilhafter Weise
Si gleichzeitig mit SiO_ und Si3N4 und Siliciumoxinitrid in
Ätzmitteln, die bevorzugt Si-N4 ätzen, mit höherer Ätzrate als
geätzt werden kann.
Es ist vorteilhaft, wenn die Schmelzen mit PpO1.-Gehalten unter
64 % verwendet werden. Oberhalb eines P_O,.-Gehalts von 64 %
nähern sich die Ätzraten von SiO» und Si3N4 einander wieder an,
so daß man zu Ätzratenverhältnissen kommt, wie sie auch unterhalb eines P 2Q,--Gehalts von etwa 45 % vorliegen. Die Ätzraten im Bereich
eines P3O1--Gehalts oberhalb 64 % sind bei 200 0C schon ziemlich
klein und um die Ätzraten auf einen vernünftigen Wert zu bringen, müßte deshalb die Temperatur entsprechend erhöht werden,
pies ist zweJLfellQs ein Nachteil gegenüber dem Beseech, unterhalb
eines P2O5-GeKaItS von etwa 45 %.
In vorteilhafter Weise werden zum selektiven Ätzen von Si3N4 in
Gegenwart von SiQ2 und/oder Si Schmelzen mit P 0 -Gehalten zwischen
12 und 23 % und zum selektiven Ätzen von SiO3 in Gegenwart
von Si3N4 und/oder Si Schmelzen mit P?0,.-Gehalten zwischen 23 und
64 % verwendet· Pestgelegte Zusammensetzungen können leicht genau hergestellt und aufrechterhalten werden.
Es ist vorteilhaft, wenn bei festgelegten konstanten Temperaturen zwischen 160 und 300 C geätzt wird. Ab 160 C können Ätzraten
erreicht werden, wie sie für ein fabrikmäßiges Herstellungsverfahren mindestens notwendig sind. Oberhalb 300 0C beginnt, was
sich durch Rauchbildung bemerkbar macht, das P2O5 in größeren
Mengen zu verdampfen, wodurch sich die Konzentration unkontrolliert ändert. Innerhalb dieses Temperaturbereichs ist darauf
zu achten, daß bei kleineren P-O^-Gehalten die Zusammensetzung
der Schmelzen mit zunehmenden Ätztemperatüren nicht über einen
längeren Zeitraum vollständig konstant gehalten werden kann. Es ist aber in diesen Fällen einfach, den Zeitraum, innerhalb dessen
eine konstante Ätzung innerhalb des Toleranzbereichs möglich ist,
GE 973 027
609850/0941
und die Wassermenge, die in regelmäßigen Abständen der Schmelze zugesetzt werden muß, zu bestimmen. Diese Vorkehrungen sind aber
nur notwendig, wenn man sich nicht mit einer nicht völlig konstanten, jedoch genau definierten Ätzrate begüngen will.
Es ist vorteilhaft, wenn die Schmelze an jedem Arbeitstag auf die Ätztemperatur erhitzt wird, dann konstant auf dieser Temperatur
gehalten wird und bei Arbeitsende mit einem Deckel zugedeckt und auf Raumtemperatur abgekühlt wird. Mit diesem Temperaturzyklus
lassen sich geringe Wasserverluste, die doch eintreten können, wenn die Schmelze stundenlang auf einer hohen Ätztemperatur gehalten
wird, beim Abkühlen kompensieren, weil unterhalb von 110 °C die Schmelze hygroskopisch ist. Wird immer bei derselben Ätztemperatur
gearbeitet, was der Normalfall sein dürfte, so ist es nur einmal notwendig, zu ermitteln, wie hermetisch die Schmelze im
abgekühlten Zustand abgeschlossen sein muß, damit - sofern Wasser verdampft ist - gerade die verdampfte Wassermenge aus der Atmosphäre
wieder ersetzt wird. Bei Anwendung eines solchen Verfahrensablaufs läßt sich die Schmelze mindestens 10 bis 12 Arbeitstage
lang praktisch unverändert erhalten.
Wenn es auf eine extreme Konstanz der Ätzraten ankommt und wenn diese höchstens um ± 5 % schwanken dürfen, so ist es - eine exakte
Einhaltung der Temperatur vorausgesetzt - vorteilhaft, wenn beim Ätzen höchstens eine Temperatur (T) gewählt wird, die mit
dem P3O5-GeIIaIt (P) der verwendeten Schmelze zwischen 160 und
0C in der ungefähren Beziehung T(0C) = Ρ(%)·|—~ + 108 0C steht.
Diese Beziehung ist in der Fig. 3 graphisch dargestellt. Sie illustriert, daß es für jede Schmelzenzusammensetzung eine "charakteristische"
Temperatur (T) gibt, oberhalb der merkliche Mengen Wasser aus der Schmelze heraus verdampfen. Das Wasser stammt aus
der Zerlegung der H3PO4 in H3O und ^2 0S* wie aus der Kurve zu
ersehen ist, steigt die "charakteristische" Temperatur mit zunehmendem P-Oc-Gehalt. Wird bei einer Temperatur unterhalb der
GE 973 027
S098SO/0941
"charakteristischen" Temperatur geätzt, besteht praktisch keine Gefahr, daß Wasser aus der Schmelze entweicht.
Soll Si3N4 in Gegenwart von SiO3 und/oder Si oder SiO2 in Gegenwart
von Si3N4 und/oder Si reproduzierbar mit einer Ätzrate von
33 Ä pro Minute geätzt werden, wobei die Abweichung von diesem Wert höchstens ± 2,5 S/min, betragen soll und die beiden anderen
Materialien mindestens um den Faktor 0,75 bzw. 0,5 weniger stark geätzt werden, so ist es vorteilhaft, wenn bei 200 0C mit einer
15 % P2°5 enthaltenden Schmelze bzw. bei 203 0C mit einer 45 %
P3O5 enthaltenden Schmelze geätzt wird.
Wenn mit einer Schmelze unterhalb ihrer "charakteristischen" Temperatur geätzt wird, so ist die Konstanthaltung ihrer Zusammensetzung
besonders einfach, wenn die Schmelze während ihrer
gesamten Lebensdauer etwa auf der Ätztemperatur gehalten wird.
Die Erfindung wird anhand von durch Zeichnungen erläuterten Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1A im Querschnitt eine auf einem Substrat aufliegende
SiO3- oder Si^N4-Schicht, die mit einer
Maske aus Si N4 oder Si bzw. SiO_ oder Si bedeckt
ist,
Fig. 1B die in der Fig. 1A gezeigte Struktur, nachdem
die nicht von der Maske bedeckten Gebiete der Schicht mit einem ausschließlich die Schicht
ätzenden Ätzmittel weggeätzt worden sind,
Fig. 1C die in der Fig. 1A gezeigte Struktur, nachdem
die nicht mit der Maske bedeckten Gebiete der Schicht entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren
weggeätzt worden sind,
GE 973 027
509850/0941
Fig. 2A im Querschnitt eine auf einem Substrat aufliegende Si3N4-Schicht, die mit einer Maske aus SiO3
und in den nicht von der Maske bedeckten Gebieten mit einer dünnen Siliciumoxinitridschicht bedeckt
ist,
Fig. 2B die in der Fig. 2A gezeigte Struktur, nachdem
die Siliciumoxinitridschicht fast vollständig mittels gepufferter Flußsäure entfernt worden
ist,
Fig. 2C die in der Fig. 2A gezeigte Struktur, nachdem
die Siliciumoxinitridschicht und die nicht von der Maske bedeckten Gebiete der Si3N4-Schicht
entsprechend dem erflndungs.gej)jäJ3en Ver.fa.hren weggeätzt
worden sind,
Fig. 3 in einem Diagramm aufgetragen über P205~Prozent-
gehalten die Temperaturen, oberhalb derer die Schmelzen mit den zugehörigen P2O5-Gehalten Wasser
verlieren,
Fig. 4 in einem Diagramm die Ätzraten bei 200 C von
Si3N4, SiO2 und Si aufgetragen gegen Prozentgehalte
der Schmelzen an H3PO4 bzw. ^2 0S un<^
Fig. 5 in einem Diagramm die Ätzraten von Si3N4, SiO2
und Si bei Anwendung einer 64 % P0O1. enthaltenden
Schmelze in Abhängigkeit von der Temperatur.
Si enthaltende, feste und chemisch beständige Materialien werden hauptsächlich in der Halbleitertechnik geätzt, wobei neben dem elementaren
Silicium vor allem SiO2 und Si3N4 wichtig sind. Im folgenden
wird deshalb das hier beschriebene Ätzverfahren in erster Linie angewandt auf die drei Materialien, die außerdem typisch für diese
Gruppe von Materialien sind, besprochen. Es sei aber klargestellt,
GE 973 027
509850/0941
daß die Anwendung des hier beschriebenen Verfahrens nicht auf Si,
SiO2 und Si3N4 beschränkt ist.
Im Gegensatz zu anderen anorganischen Säuren, wie z.B. H3SO4, ist
H3PO4 auch im wasserfreien Zustand teilweise dissoziiert. Dabei
stellt sich ein Autoprotolysengleichgewicht ein:
Darauf, d.h. auf der Anwesenheit von Kationen, beruht offenbar die Ätzwirkung der H3PO4ZP2O5-SChItIeIZe auf das Si3N4. Es spricht
dafür auch, daß bei einer Temperaturerhöhung der H3PO4ZP2O5-SChItIeI-ze
die Ätzrate von Si3N4 sich relativ stärker erhöht, als die von
SiO0. Es ist nämlich bekannt, daß in der obigen Dissoziationsgleichung
bei Temperaturerhöhung das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird.
Bei der Ätzwirkung auf Silicium ist dieser Temperatureffekt noch stärker ausgeprägt wie beim Si3N4. Man müßte deshalb bei Silicium
auf einen ähnlichen Mechanismus wie beim Si3N4 schließen. Dem
widerspricht allerdings, daß, wie aus der oben erwähnten Veröffentlichtung
im Journal of the Electrochemical Society zu entnehmen ist, die Ätzrate von Silicium in wasserhaltiger H3PO4 kleiner ist,
als in einer H3P0./P205-Schmelze mit einem P2O5-GeIIaIt von etwa
15 %.
Das bei Berücksichtigung des allerdings bei der Ausarbeitung des hier beschriebenen Verfahrens nicht bestätigten Standes der Technik
unerwartete Ätzverhalten des SiO2 ist noch schwerer zu erklären.
Sicher scheint zu sein, daß keine bei der Dissoziation entstehenden Kationen für die Ätzwirkung auf das SiO3 verantwortlich
sind und daß andere Ionen oder Molekel in der H3PO4ZP2O5-Schmelze
- auf alle Fälle, wenn deren P2O5-GeIIaIt oberhalb von
etwa 12 % liegt - für die Ätzung des SiO2 verantwortlich sind,
wie in der wasserhaltigen Phosphorsäure.
GE 973 027
509850/0941
Durch eine Temperaturerhöhung der H^PO4/P;?OI--Schnielze werden
die Ätzraten von SiO2/ Si3N4 un<^ Si erhöht. Dies folgt nicht allein
aus der allgemein bekannten Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit bei einem Temperaturanstieg, sondern, wie bereits erwähnt,
erhöht die mit der Temperatur zunehmende Dissoziation der H-PO4
die Ätzraten von Si-N4 und Si zusätzlich.
Das Verhältnis der Ätzraten von Si3N4, SiO und Si hängt in erster
Linie von dem P2O,.-Gehalt in der Schmelze und in zweiter Linie
- wie oben erwähnt - von der Temperatur ab. So ist es möglich, wie sich aus der Fig. 4, die weiter unten ausführlicher besprochen
wird, ergibt, je nach der Zusammensetzung der Schmelze Si3N4
bevorzugt, bzw. selektiv in Gegenwart von SiO2 und Si, SiO2 bevorzugt
bzw. selektiv in Gegenwart von Si3N4 und Si oder zwei von den
drei Stoffen mit etwa derselben Ätzrate 2u ätzen. Werden also SiO2
Si3N4 und Si gleichzeitig der H PO4/P2O5-Schmelze ausgesetzt, so
werden sie alle drei gleichzeitig geätzt, wenn auch, wenn die Bedingungen entsprechend gewählt werden, unterschiedlich stark.
Die vorteilhaften Möglichkeiten, die sich aus diesen Verhältnissen ergeben, lassen sich anhand der Fign. 1A bis 1C und 2A bis
2C erläutern.
In der Fig. 1A ist eine auf einem Substrat 11 aufgebrachte Schicht
12 aus SiO2 oder Si N4 im Querschnitt dargestellt, die selektiv
geätzt werden soll. Zu diesem Zweck ist die Schicht mit einer Maske 13 bedeckt, die in einem vorangehenden Verfahrensschritt
beispielsweise mittels eines photolithographischen Verfahrens hergestellt worden ist, und die im Fall einer SiO2-Schicht 12 aus
Si3N4 oder Si oder im Fall einer Si3N4-Schicht 12 aus SiO oder
Si besteht. Es ist niemals auszuschließen, daß beim Ätzen des Maskenmaterials auf den freigelegten Gebieten der darunterliegenden
Schicht 12 geringe Reste des Maskenmaterials zurückbleiben. In der Fig. 1A sind solche Reste auf der freigelegten Schicht 12 angedeutet.
Wird nun beim Ätzen der Schicht 12 ein Ätzmittel verwendet, wie z.B. wässrige H3PO4 im Fall von Si3N4, das nur die Schicht
12 aber nicht, oder fast nicht das Maskenmaterial (SiO2 oder Si)
GE 973 027
509850/0941
angreift, so besteht die Gefahr, daß die Reste des Maskenmaterials
in dem Fenster ihrerseits als Maske wirken und daß als Ergebnis der Ätzoperation der Schicht 12 eine Struktur erhalten wird, wie
sie in der Fig. 1B angedeutet ist. Wird hingegen die Schicht 12
entsprechend dem hier beschriebenen Verfahren mit einem Ätzmittel behandelt, das zwar bevorzugt das Material, aus der die Schicht
besteht, aber auch, wenn auch weniger stark, das Maskenmaterial angreift, so werden zu Beginn des Ätzens der Schicht die Maskenmaterialreste
in den Fenstern entfernt und die Ätzung kann dann über die gesamte Fensterfläche gleichmäßig fortschreiten. Das Ergebnis
der Anwendung des hier beschriebenen Verfahrens zeigt die Fig. 1C. Wie man aus der Figur ersieht, wird beim Ätzen der Schicht
12 auch die Gesamtdicke der Maske 13 vermindert. Dies ist auch dann
kein Nachteil, wenn eine Mindestdicke der Maskierungsschicht am Schluß der Ätzoperation sichergestellt sein muß. Man muß in diesem
Fall nur darauf achten, daß die Maskierungsschicht zu Beginn der Ätzoperation hinreichend dick ist. Auch für den Fall, daß vor dem
Ätzen der Schicht 12 die Rest des Maskierungsmaterials in den Fenstern
erkannt werden und diese dann durch Behandlung in einem nur das Maskierungsmaterial ätzenden Mittel beseitigt werden, so ist
das hier beschriebene Verfahren trotzdem noch von Vorteil, weil der zusätzliche Ätzschritt eingespart wird.
In der Fig. 2A ist eine ähnliche Struktur, wie sie in der Fig.
1A im Querschnitt dargestellt ist,, gezeigt. Im Fall der Fig. 2A
besteht jedoch die Schicht 22 in jedem Fall aus Si3N4 und die
Maske 23 aus SiO2. Hat diese Struktur eine Wärmebehandlung in
einer Sauerstoff enthaltenden Atmosphäre hinter sich, so ist es unvermeidlich, daß sich auf der Si3N4-SChIdIt 22 eine 30 bis
50 Ä dicke Schicht aus Siliciumoxinitrid 24 bildet. Diese Siliciumoxinitridschicht
24 muß vor dem Ätzen der Siliciumnitridschicht 22 entfernt werden. Bei einem bekannten Verfahren wird
dazu gepufferte Flußsäure, das übliche Ätzmittel für SiO_, verwendet.
Das bekannte Verfahren erfordert also einen zusätzlichen Ätzschritt. Außerdem besteht die große Gefahr, daß, insbesondere
wenn die Siliciumoxinitridschicht etwa 50 A* dick ist, wegen der
GE 973 027
5098S0/0941
_14- ' 24256S4
starken Ätzwirkung der gepufferten Flußsäure auf das aus Siliciumdioxid
bestehende Maskierungsmaterial und seiner relativ schwachen Ätzwirkung auf das Siliciumoxinitrid die Maske 23 fast oder vollständig
weggeätzt wird, bevor die Silicxumoxinitridschicht 24
vollständig entfernt ist. Diesen ungünstigsten Fall zeigt die Fig. 2B. Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens hingegen,
läßt sich erreichen, daß das Siliciumoxinitrid, welches Oxid- und Nitrideigenschaften hat und deshalb in seinem Ätzverhalten zwischen
SiO2 und Si N. liegt, und das Siliciumnitrid schneller als
das S±0„ geätzt werden, wodurch es möglich ist, ohne Zerstörung
der Maske 23 in einem einzigen Ätzschritt die dünne Siliciumoxidnitridschicht 24 und das freiliegende Siliciumnitrid wegzuätzen.
Das Ergebnis dieser Ätzoperation zeigt die Fig. 2C.
Es ist einleuchtend, daß bei Durchführung des anhand der Fign. 1A
und 1C, 2A und 2C beschriebenen Verfahrensablaufs konstante und
reproduzierbare Ätzraten eingehalten werden müssen. Diese Gewähr ist bei dem hier beschriebenen Verfahren gegeben. Allerdings ist
bekannt, daß H PO4/P2O5-Schmelzen oberhalb einer von der Zusammensetzung
und den Bedingungen, unter denen erhitzt wird, abhängigen "charakteristischen" Temperatur in erkennbaren Mengen Wasser
abgeben, wodurch sich ihre Zusammensetzung in Richtung höherer P2O5-Gehalte verschiebt. Es wurde beim Ausarbeiten des hier beschriebenen
Verfahrens experimentell festgestellt, daß eine "charakteristische" Temperatur von 200 0C für eine Schmelze typisch
ist, die einen P9O,--Gehalt von etwa 15 % hat, sich in einem offenen
Becherglas befindet und mit einem Magnetrührer gerührt wird. Die Änderung der "charakteristischen" Temperatur mit der Zusammensetzung
läßt sich aus bekannten Meßwerten ermitteln. Im Bereich zwischen 160 und 300 0C verläuft diese Änderung der "charakteristichen"
Temperatur in etwa linear. Eine entsprechende Kurve zeigt die Fig. 3. Die dort abgebildete Gerade hat die aus den bekannten
Meßwerten ermittelte Steigung und geht durch die experimentell ermittelte "charakteristische" Temperatur (200 0C) der 15 %
P3O5 enthaltenden Schmelze. Zwischen 160 und 300 0C besteht zwischen
der "charakteristischen" Temperatur (T) und dem P3O5
GE 973 027
509850/0941
(P) der zu ihr gehörigen Schmelze die Beziehung: T(0C) = P(%)·
+ 108 0C. Solange man sich auf oder unterhalb der Geraden
aufhält, ist die Gewähr gegeben, daß - sofern eine Wasseraufnähme
ausgeschlossen wird, was nur unterhalb 110 0C befürchtet werden
muß - die Zusammensetzung der Schmelze beliebig lange konstant bleibt. Es empfiehlt sich unter diesen Bedingungen zu arbeiten,
wenn auf eine extrem konstante Ätzrate bei sehr kleinen Toleranzen Wert gelegt wird. Dazu ist allerdings Voraussetzung, daß auch
die Ätztemperatur extrem konstant gehalten wird, was.einen in den
meisten Fällen unnötigen Aufwand erfordert. Zur Präzisierung des eben Gesagten sei erwähnt, daß mit einer 15 % P3O5 enthaltenden
Schmelze, die bei 200 ± 3 0C benutzt wurde, noch nach 100 Betriebsstunden
die anfängliche Si_N,-Ätzrate von 33 ± 2,5 Ä/min.
gemessen wurde. Es ist aber durchaus möglich, auch bei Temperaturen oberhalb der "charakteristischen" Temperatur, mit konstanter Ätzrate
zu ätzen. Aus den weiter unten ausführlicher besprochenen Diagramm in der Fig. 4 ist ersichtlich, daß die SiO2~Ätzrate
zwischen 18,5 und 45 % P20,--Gehalt, die Si-Ätzrate zwischen
16 und 25,5 % P00,--Gehalt wenig von der Zusammensetzung der
Schmelze abhängig sind und daß der SigN.-Ätzratenanstieg zwischen
16 und 22 % P_0ς-Gehalt relativ geringer ist, als bei
der Verwendung von einer hochkonzentrierten wasserhaltigen H3PO4.
D.h. mit anderen Worten, daß eine kleine, im Fall von SiO2 und
Si sogar eine größere Änderung der Zusammensetzung der Schmelze
keine wesentliche Änderung der Ätzrate zur Folge hat. Da das Wasser in der Schmelze nicht von vornherein vorhanden ist, sondern
durch eine chemische Reaktion gebildet werden muß, kommt außerdem hinzu, daß das Verdampfen des Wassers sehr langsam erfolgt.
Um so langsamer selbstverständlich, je geringer der Unterschied zwischen der Ätztemperatur und der "charakteristischen"
Temperatur ist. Solange man deshalb die Ätztemperatur nicht um mehr als 30 0C über die "charakteristische" Temperatur ansteigen
läßt, wird die Ätzrate innerhalb einer Erhitzungsdauer von 8 Stunden
nicht um mehr als 8 % - bezogen auf Si3N4 - abnehmen. 8 %
liegen innerhalb der normalerweise akzeptablen Toleranz. Hinzukommt, daß wenn die Schmelze nach Gebrauch wieder auf Zimmer-
GE 973 027
509850/0941
temperatur abgekühlt wird, diese unterhalb 110 0C hygroskopisch
wird, so daß sie Wasser aufnimmt. Durch geeignete Maßnahmen, beispielsweise durch das Auflegen eines mehr oder weniger dicht
schließenden Deckels ist es möglich unter der Voraussetzung einer festgelegten Betriebsdauer und -temperatur, die im aufgeheizten
Zustand eingetretenen Wasserverlust genau und reproduzierbar wieder auszugleichen und damit die Ätzrate wieder auf den ursprünglichen
Wert zu bringen. Bei Temperaturen, die mehr als 30 0C über der "charakteristischen" Temperatur liegen, kann die
Ätzrate nicht mehr über acht Stunden innerhalb der akzeptablen Toleranz konstant gehalten werden. Die Zeitdauer, innerhalb der
mit konstanter Ätzrate geätzt werden kann, wird mit zunehmender Differenz zwischen Ätztemperatur und "charakteristischer" Temperatur
immer kürzer. Aber auch wenn bei den höheren Temperaturen eine konstante Ätzrate nicht mehr eingehalten werden kann, so ist
es doch in jedem Fall möglich, mit genau definierter Ätzrate zu ätzen, denn die Änderung der Ätzrate bei den hohen Temperaturen
zeigt eine strenge Abhängigkeit von der Betriebsdauer und ist deshalb reproduzierbar und anhand der Betriebsdauer kontrollierbar.
Eine höhere Temperatur als 300 0C wird im Normalfall ohnehin nicht
angewandt werden. Bei dieser Temperatur beginnt PoOn. zu entweichen,
was man an der Rauchbildung feststellen kann. Dadurch tritt eine unkontrollierbare Änderung der Zusammensetzung und damit auch der
Ätzwirkung der Schmelze ein. Da die "charakteristische" Temperatur von 300 0C einer Schmelze mit einem P2Og-Gehalt von ungefähr
31,5 % zuzuordnen ist, kann es sich deshalb höchstens bei Schmelzen
mit einem P2O,--Gehalt
< 31,5 % empfehlen, oberhalb der "charakteristischen" Temperatur zu ätzen. Man muß sich aber vergegenwärtigen,
daß wegen der starken Erhöhung der Ätzrate.mit der Temperatur eine starke Erhöhung der Temperatur selten günstig ist:
In einer Schmelze mit 45 % P?0,- erhöht sich beispielsweise bei
ο
einer Temperaturerhöhung von 40 C die Si_N4~Ätzrate etwa um den Faktor 7. Das bedeutet z.B., daß wenn man die 15 % P0On- en thaitende Schmelze von 200 auf 240 C erhitzt, die Si-N.-Ätzrate vor 33 auf 260 R/min, ansteigt. Eine solche Ätzrate ist bei einer
einer Temperaturerhöhung von 40 C die Si_N4~Ätzrate etwa um den Faktor 7. Das bedeutet z.B., daß wenn man die 15 % P0On- en thaitende Schmelze von 200 auf 240 C erhitzt, die Si-N.-Ätzrate vor 33 auf 260 R/min, ansteigt. Eine solche Ätzrate ist bei einer
GE 973 027
509850/0941
Si-N.-Schichtdicke von einigen 100 8 zuviel für eine genaue Ätzung.
Einen ähnlich starken, allerdings umgekehrter Effekt hat auch eine Temperaturerniedrigung auf die Ätzraten. Aus diesem Grunde sind
in einem Fabrikationsverfahren brauchbare Ätzraten bei Durchführung des hier beschriebenen Verfahrens nur oberhalb 160 0C zu erreichen
.
Die zur Durchführung des hier beschriebenen Verfahrens benötigte H-PO./P^Oj.-Schmelze kann auf zweierlei Weise hergestellt werden:
Am schnellsten erhält man eine Schmelze festgelegter Zusammensetzung, wenn man zu einer bestimmten Menge handelsüblicher Phosphorsäure,
d.h. einer'solchen, die etwa 15 % Wasser enthält, eine
berechnete Menge P2 0S hinzufügt. Die berechnete P2O5-Menge setzt
sich aus einem Anteil zusammen, der zusammen mit dem in der handelsüblichen
Phosphorsäure vorhandenen Wasser H3PO4 bildet und
der Rest des P3O1- dient dazu, das gewünschte EL PO ./P2O1.-Verhältnis
einzustellen. Wird die P2O,-/H3PO4-Mischung dann auf Temperaturen
oberhalb 160 0C erhitzt, so entsteht eine homogene, klare
Schmelze, die auch beim Wiederabkühlen als dickflüssige, glasartige
Masse erhalten bleibt. Das zweite Herstellungsverfahren, das wesentlich zeitraubender als das erste ist und deshalb seltener
angewandt werden wird, besteht darin, handelsübliche Phosphorsäure so lange auf die Temperatur, bei der die Schmelze später verwendet
werden soll oder auch auf eine darüberliegende Temperatur zu erhitzen, bis so viel Wasser entwichen ist, daß das gewünschte
H-PO./P2O5-Verhältnis erreicht ist. Um sicherzustellen, daß die
hergestellte Schmelze die gewünschte Zusammensetzung hat, ist es im Fall des ersten Herstellungsverfahrens am einfachsten, die genaue
Konzentration der handelsüblichen Phosphorsäure zu bestimmen. Die Konzentration der Säure wird durch acidimetrische Titration
mit 0,5 normaler NaOH bestimmt. Da das Abwägen der Phosphorsäure und des P3O5 sehr genau möglich ist, läßt sich dann aufgrund der
Phosphorsäureanalyse die Zusammensetzung der Schmelze genau und zuverlässig berechnen. Die analytische Bestimmung der Bestandteile
der fertigen Schmelze wäre ziemlich aufwendig. Im Falle des zweiten Herstellungsverfahrens läßt sich die etwaige Zusammensetzung
der fertigen Schmelze aus der Konzentration der Phosphor-GE 973 027
509850/0941
säure, von der ausgegangen wird, aus der Zeitdauer des Erhitzens und aus den angewandten Temperaturen bestimmen. Eine genaue Bestimmung
des H3PO4/P2O5-Verhältnisses in den hergestellten Schmelzen
ist dann aus den erreichten Ätzraten möglich.
Zum Demonstrieren des hier beschriebenen Verfahrens lassen sich Siliciumplättchen verwenden, die entweder kurz vor dem Ätzen durch
eine Behandlung in HF von allen Verunreinigungen und Oxidablagerungen befreit worden waren, d.h. das blanke Si zeigen, oder auf die
SiO„- bzw. Si_N--Schichten aufgewachsen worden waren. Die Schmelze
befindet sich in einem Quarzbecher, wobei es vorteilhaft ist, wenn dieser mit Teflon ausgekleidet ist. Es ist vorteilhaft, wenn
der Quarzbecher zum Beheizen und Rühren der Schmelze auf einen mit einer Heizplatte kombinierten Magnetrührer gestellt wird. Die Temperatur
der Schmelze läßt sich über ein in der Schmelze stehendes Kontaktthermometer steuern. Die Schmelze wird dann auf die gewünschte
Ätztemperatur erhitzt und ist zum Ätzen bereit, wenn sie um nicht mehr als ± 3 0C von der Ätztemperatur abweicht. Die Proben
werden einzeln eine festgelegte Zeit in waagrechter Lage der Schmelze ausgesetzt, die dabei gerührt wird. Nach dem Ätzen werden
die Proben sofort in fließendes deonisiertes Wasser gehängt.
Zur Bestimmung der Ätzrate werden die Probenplättchen vor und nach
dem Ätzen gewogen und aus der Gewichtsdifferenz wird mit Hilfe der Gleichung
d - AG
α ~ F-p
wobei
α ~ F-p
wobei
d = der abgetragenen Schichtdicke,
F = der Plättchenoberfläche,
P = der Dichte des zu ätzenden Materials
(im Falle von Si N. =3,2 Gramm/cm ) und Ag = der festgelegten Gewichtsdifferenz ist,
die abgetragene Schichtdicke berechnet.
GE 973 027
S0985 0/0941
Nach dem Ätzen läßt man die mit einem Deckel abgedeckte Schmelze
abkühlen. Um sie wieder ätzbereit zu machen, ist es dann nur notwendig, sie' wieder auf die Ätztemperatur zu erhitzen. Es ist auch
möglich, die Schmelze während ihrer gesamten Lebensdauer auf der Ätztemperatur zu halten, sofern diese Temperatur
< der "charakteristischen" ist.
Im folgenden wird anhand von Ausführungsbeispielen das hier beschriebene
Verfahren noch näher erläutert.
Zu 500 gr. handelsüblicher, 85 %iger, d.h., wasserhaltiger H_PO.
(Dichte 1,71) wurden portionsweise 320 gr. P2 0S 9e9eben und unter
Erhitzen in eine homogene Schmelze verwandelt. Die so hergestellte Schmelze enthielt 15 % P2 0R* Nach dem Austemperieren auf 200 ± 3 0C
war die Schmelze zum Ätzen vorbereitet. In dieser Schmelze, welche gerührt wurde und die sich in einem tefIonisierten Quarzbecherglas
befand, wurden 15 Siliciumplättchen, von denen je 5 mit einer SiO2- bzw. einer Si-N.-Schicht bedeckt waren bzw. das blanke Silicium
zeigten, in waagrechter Lage eine festgelegte Zeit lang geätzt. Von den je 5 Proben wurden bei Si3N4 eine Ätzrate von 33 ±
2,5 S bei SiO2 eine Ätzrate von 24 ± 1,2 S pro Minute und bei Si
eine Ätzrate von 16 ± 0,8 8 pro Minute ermittelt. Nachdem die Schmelze nach jedem Gebrauch mit einem Deckel abgedeckt und wieder
abgekühlt worden war und vor jedem neuen Gebrauch wieder erhitzt worden war, wurden bei identisch hergestellten Proben mit
derselben Schmelze noch nach 100 Betriebsstunden Ätzraten ermittelt,
die im selben Bereich wie bei der ersten Ätzung lagen. Plättchen, auf die Siliciumnitridschichten aufgewachsen worden
waren, wurden in derselben Schmelze auch bei 160 und 180 0C geätzt.
Die reproduzierbaren Ergebnisse lagen bei diesen Ätzungen bei 6,5 bzw. 13 8. pro Minute.
Auch bei den Beispielen II bis IV wurden Siliciumplättchen, auf GE 973 027
609850/0941
die Si-N.- bzw. SiO2-Schichten aufgewachsen worden waren, bzw.
die das blanke Silicium zeigten, geätzt und zwar - abgesehen von den anderen Temperaturen in den Beispielen III und IV und von den
Schmelzenzusammensetzungen - unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel I. Im Beispiel II wurden die Ätzraten von 5 verschieden
zusammengesetzten Schmelzen bei 200 0C ermittelt. In den Beispielen
III und IV.wurden die Ätzraten von zwei der in Beispiel II benutzten Schmelzen noch bei je einer höheren Temperatur ermittelt.
| Beispiel Nr. |
Temp. in 0C |
Zusammensetzung in % P2O5 H3PO4 |
81,5 | Si | 32 | Ätzraten A/min. 3N4 Si02 Si |
18 |
| II | 200 | 18,5 | 78 | 28 | 25 | 26 | |
| 22 | 74,5 | 20 | 24,5 | 19 | |||
| 25,5 | 55 | 8 | 26 | 6 | |||
| 45 | 36 | 4 | 25 | 2,5 | |||
| 64 ■ | 55 | 55 | 14 | 62 | |||
| III | 240 | 45 | 36 | 282 | 130 | 280 | |
| IV | 290 | 64 | 445 |
In der Tabelle I sind die bei den drei Beispielen benutzten Temperaturen,
Zusammensetzungen der Schmelzen und die jeweils dabei ermittelten Ätzraten von Si3N4, SiO3 und Si aufgelistet.
Die in den Beispielen I und II ermittelten Ätzraten sind außerdem in der Fig. 4 in Abhängigkeit von der Schmelzenzusammensetzung
aufgetragen. Die in den Beispielen I und II ermittelten Ätzraten sind in der Figur mit den stark ausgezogenen Linien miteinander
verbunden. Die schwach ausgezogenen Kurven und die einzelne Ätzrate von Silicium rechts von der 0%-P205~Marke illustrieren die
Abhängigkeit der Ätzraten von der Schmelzenzusammensetzung bzw. von der Konzentration der wasserhaltigen Phosphorsäure, wie er
dem oben zitierten Stand der Technik aus dem Journal of the Electrochemical Society zu entnehmen ist. Aus dem Verlauf der Kurven
GE 973 027
509850/09^1
ist zu schließen, daß mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zumindesten
die Ätzrate von SiO2, die in dem oben zitierten Artikel für
eine Schmele mit einem P2O,--Gehalt, der etwas ungenau mit
> 10,4 % angegeben wird, nicht stimmen kann. Mit Sicherheit kann man den
Kurven entnehmen, daß Schmelzen, deren P„0,--Gehalt zwischen 16 und
23 % liegt, Si3N4 selektiv, d. h. stärker als SiO2 und Si ätzen,
wobei das Ätzratenverhältnis noch durch die Temperatur beeinflußbar
ist und daß Schmelzen, deren P2Og-Gehalt oberhalb von 23 %
liegt, SiO2 selektiv, d. h. stärker als Si3N4 und Si ätzen. Die
aus der Fig. 4 auch ersichtliche Unempfindlichkeit der Ätzrate gegenüber Änderungen der Zusammensetzung in bestimmten Bereichen
des P2O,--Gehalts wurde bereits weiter oben besprochen. Die im
Beispiel IV ermittelten Ätzraten bei 290 0C und die mit derselben
Schmelze bei 200 °C ermittelten Ätzraten sind logarithmisch in der Fig. 5 gegen die Temperatur aufgetragen. Aus der Kurve ersieht
man neben der starken Erhöhung der Ätzraten mit zunehmender Temperatur die relative Erhöhung der Ätzraten von Si3N4 und Si im Vergleich
zu SiO2 mit zunehmender Temperatur.
GE 973 027
509850/0941
Claims (1)
- _ 22 —PATENTANSPRÜCHEVerfahren zum Ätzen von Silicium (Si) enthaltenden, festen und chemisch beständigen Materialien mit einer aus Phosphorpentoxid (P2O1.) und Phosphorsäure (H-PO4) (wasserfrei) bestehenden heißen Schmelze, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ätzen der Si enthaltenden Materialien eine mindestens 12 % P2O1- enthaltende, heiße Schmelze verwendet wird.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Materialien aus der Gruppe Siliciumdioxid (SiO3), Siliciumnitrid (Si-N.), Siliciumoxinitrid und Silicium geätzt werden,Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Schmelzen mit P-Oc-Gehalten < 64 % verwendet werden.4. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß Schmelzen mit P2Og-Gehalten zwischen 12 und 23 % zum selektiven Ätzen von Si3N4 in Gegenwart von SiO3 und/ oder Si verwendet werden.5. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß Schmelzen mit P^^-Gehalten zwischen 23 und 64 % zum selektiven Ätzen von SiO2 in Gegenwart von Si3N4 und/ oder Si verwendet werden.6. Verfahren nach einem oder mehrerer der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei festgelegten, konstanten Temperaturen zwischen 160 und 300 0C geätzt wird.7. Verfahren nach einem oder mehrerer der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelze an jedem Arbeitstag auf die Arbeitstemperatur erhitzt wird, dann konstant auf dieser Temperatur gehalten wird und bei Arbeitsende mit einem Deckel zugedeckt und auf Raumtemperatur abgekühlt wird.Ge 973 027509850/09418. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch:gekennzeichnet, daß beim Ätzen höchstens eine Temperatur (T) gewählt wird, die mit einem P3O5-Gehalt(P) der verwendeten Schmelze zwischen 160 und 300 0C in der ungefähren Beziehung T(0C) = P(%)-f§-§ + 108 0C steht9. Verfahren nach den Ansprüchen 4, 6 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei 200 0C mit einer 15 % P9O5 enthaltenden Schmelze geätzt wird.10. Verfahren nach den Ansprüchen 5, 6 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei 203Schmelze geätzt wird.zeichnet, daß bei 203 C mit einer 45 % P0O1. enthaltenden11. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet r daß die Schmelze während ihrer gesamten Lebensdauer etwa auf der Ätztemperatur gehalten wird.GE 973 027509850/0941
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742425684 DE2425684A1 (de) | 1974-05-28 | 1974-05-28 | Verfahren zum aetzen von silicium enthaltenden materialien |
| US05/570,068 US3971683A (en) | 1974-05-28 | 1975-04-21 | Method of etching materials containing silicon |
| FR7513743A FR2273081B1 (de) | 1974-05-28 | 1975-04-24 | |
| JP50053326A JPS50153795A (de) | 1974-05-28 | 1975-05-06 | |
| GB2047575A GB1475656A (en) | 1974-05-28 | 1975-05-15 | Method of etching materials containing silicon |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742425684 DE2425684A1 (de) | 1974-05-28 | 1974-05-28 | Verfahren zum aetzen von silicium enthaltenden materialien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2425684A1 true DE2425684A1 (de) | 1975-12-11 |
Family
ID=5916629
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19742425684 Withdrawn DE2425684A1 (de) | 1974-05-28 | 1974-05-28 | Verfahren zum aetzen von silicium enthaltenden materialien |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3971683A (de) |
| JP (1) | JPS50153795A (de) |
| DE (1) | DE2425684A1 (de) |
| FR (1) | FR2273081B1 (de) |
| GB (1) | GB1475656A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007054484B3 (de) * | 2007-11-15 | 2009-03-12 | Deutsche Cell Gmbh | Strukturier-Verfahren |
Families Citing this family (12)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5339349A (en) * | 1976-09-24 | 1978-04-11 | Asahi Glass Co Ltd | Thermosetting resin molding material |
| JPS5370688A (en) * | 1976-12-06 | 1978-06-23 | Toshiba Corp | Production of semoconductor device |
| US4283248A (en) * | 1979-02-01 | 1981-08-11 | Nitto Electric Industrial Co., Ltd. | Etching solution for tin-nickel alloy and process for etching the same |
| US4465550A (en) * | 1982-06-16 | 1984-08-14 | General Signal Corporation | Method and apparatus for slicing semiconductor ingots |
| US4713145A (en) * | 1986-12-19 | 1987-12-15 | Gulton Industries, Inc. | Method of etching etch-resistant materials |
| DE4414925A1 (de) * | 1994-04-28 | 1995-11-02 | Wacker Chemitronic | Verfahren zur Behandlung von Halbleitermaterial mit einer säurehaltigen Flüssigkeit |
| US6117351A (en) * | 1998-04-06 | 2000-09-12 | Micron Technology, Inc. | Method for etching dielectric films |
| US6286685B1 (en) * | 1999-03-15 | 2001-09-11 | Seh America, Inc. | System and method for wafer thickness sorting |
| JP2006509229A (ja) * | 2002-12-03 | 2006-03-16 | コーニンクレッカ フィリップス エレクトロニクス エヌ ヴィ | ディスプレイの製造方法 |
| US20040226506A1 (en) * | 2003-05-14 | 2004-11-18 | Lynn David Mark | Coated wafer processing equipment |
| JP4746413B2 (ja) * | 2005-11-28 | 2011-08-10 | 大王製紙株式会社 | 体液吸収性物品 |
| JP6433730B2 (ja) * | 2014-09-08 | 2018-12-05 | 東芝メモリ株式会社 | 半導体装置の製造方法及び半導体製造装置 |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3715249A (en) * | 1971-09-03 | 1973-02-06 | Bell Telephone Labor Inc | Etching si3n4 |
| GB1423448A (en) * | 1973-07-18 | 1976-02-04 | Plessey Co Ltd | Method of selectively etching silicon nitride |
-
1974
- 1974-05-28 DE DE19742425684 patent/DE2425684A1/de not_active Withdrawn
-
1975
- 1975-04-21 US US05/570,068 patent/US3971683A/en not_active Expired - Lifetime
- 1975-04-24 FR FR7513743A patent/FR2273081B1/fr not_active Expired
- 1975-05-06 JP JP50053326A patent/JPS50153795A/ja active Pending
- 1975-05-15 GB GB2047575A patent/GB1475656A/en not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007054484B3 (de) * | 2007-11-15 | 2009-03-12 | Deutsche Cell Gmbh | Strukturier-Verfahren |
| US8182710B2 (en) | 2007-11-15 | 2012-05-22 | Deutsche Cell Gmbh | Structuring method |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2273081A1 (de) | 1975-12-26 |
| US3971683A (en) | 1976-07-27 |
| JPS50153795A (de) | 1975-12-11 |
| GB1475656A (en) | 1977-06-01 |
| FR2273081B1 (de) | 1977-07-22 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2605883C3 (de) | Verfahren zur Erhöhung der mechanischen und Abriebfestigkeit von Glasgegenständen durch Überziehen mit Oxiden von Zinn, Titan, Zirkonium oder Vanadium und Ionenaustausch mit Hilfe von Kaliumsalzen | |
| DE2425684A1 (de) | Verfahren zum aetzen von silicium enthaltenden materialien | |
| DE2014232C3 (de) | Tonerde-Silikatglas, das zur Erzielung hoher mechanischer Festigkeit durch Alkalimetallionen-Austausch hohe Austauschtemperatur und damit große Diffusionsgeschwindigkeit ermöglicht | |
| DE69518923T2 (de) | Konversionsbeschichtung und verfahren und lösung zu deren herstellung | |
| DE3536737C2 (de) | ||
| DE1496624B1 (de) | Glasgegenstand mit einer durch Ionenaustausch von Alkalien gebildeten aeusseren Druckspannungszone und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE1614999B2 (de) | Verfahren zum herstellen einer maskierungsschicht aus dielektrischem material | |
| DE1962018A1 (de) | Verfahren zum AEtzen zusammengesetzter Schichtkoerper | |
| EP0045110B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Phosphatüberzügen auf Eisen- und Stahloberflächen sowie dessen Anwendung | |
| DE2429226A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines hydrophilen ueberzugs auf einer aluminiumoberflaeche | |
| DE1621477B2 (de) | Waessrige aetzloesung zum selektiven aetzen von silicium dioxid und phosphatglasschichten auf halbleiterkoerpern und verwendung der loesung zur reinigenden aetzung von halbleiterkoerpern | |
| DE1042847B (de) | Verfahren zum trennscharfen AEtzen von Glas | |
| DE69105247T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von kornorientierten Elektrostahlblechen mit geringen Eisenverlusten. | |
| DE2836075C3 (de) | Kohlenstofffasern und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE2752482A1 (de) | Aetzmittel zum aetzen von silicium | |
| DE3218821C2 (de) | Stabile Aufschlämmung von inaktivem Magnesiumoxid und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE853695C (de) | Verfahren zur Herstellung von Phosphatueberzuegen auf Metallen | |
| DE2715291B2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines amorphen, leichten, fest haftenden Phosphatüberzugs auf Eisenmetalloberflächen | |
| DE887900C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Sulfidueberzuges auf Oberflaechen von rostfreien Staehlen | |
| DE1614135C2 (de) | Verfahren zum Herstellen eines aus zwei übereinanderliegenden Siliciumdioxid-Schichten unterschiedlicher Ätzbarkeit in ein und demselben Ätzmittel bestehenden Ätzmaske hoher Genauigkeit | |
| DE2809295A1 (de) | Verfahren zur herstellung von kohleartikeln, die so ausgelegt sind, dass sie bei hohen temperaturen in oxidierenden gasen eingesetzt werden koennen, sowie nach diesem verfahren erhaltene kohleartikel | |
| DE2904623A1 (de) | Nicht beschlagendes glas und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE68923826T2 (de) | Verfahren zur Veredelung der magnetischen Bereiche von elektrischen Stählen. | |
| DE1594502A1 (de) | Schmiermittel | |
| DE2645193C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines aus oxidischen Glasteilen bestehenden zusammengesetzten Körpers |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |