DE240768C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 240768" KLASSE AQa. GRUPPE
ERICH LANGGUTH in NEERPELT, Belg.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. März 1911 ab.
Das Verfahren zur Verarbeitung von Blei-Silber-Zinkerzen, silberhaltigen Bleierzen und
Silbererzen durch Aufschließung mittels Chlorzinks oder Chlorzinkchloralkalis und Reduktion
des gebildeten Chlorbleis und Chlorsilbers durch Zink wurde bisher nur im Einzelkessel
ausgeführt. Das gesamte nach diesem Verfahren erhaltene Blei mußte dann dem Entsilberungsprozeß
unterworfen werden, 'da naturgemäß das Silber in der Gesamtmenge des Bleies verteilt war.
Das nachstehend beschriebene Verfahren stellt eine Fortbildung des obigen Verfahrens
dar, indem es den Prozeß in eine Reihe von Phasen zerlegt. Es wird dadurch ermöglicht,
Silber und Blei getrennt zu. gewinnen, gleichzeitig kann in dieser Weise der Prozeß kontinuierlich
statt wie bisher periodisch ausgeführt und eine vollkommene Scheidung von Schmelze und Metall erzielt werden.
Die beiliegende Zeichnung zeigt schematisch die zur Ausführung des Verfahrens nötige
Apparatur. Diese besteht aus einer Anzahl (etwa 3) etagenförmig angeordneten Schmelzkesseln
a, b und c, deren jeder mit einem Rührwerk e, einem Überlaufstutzen f und
einer verschließbaren Ablauföffnung g versehen ist. Mittels letzterer wird das reduzierte Metall
entfernt, durch die Überlaufstutzen fließt
3°, die Schmelze von jedem Kessel zum nächsten und endlich in das Transportgefäß d, welches
sie zu den (hier nicht gezeichneten) Lösungsvorrichtungen befördert.
In dem Kessel α wird die Hauptmenge des Silbers zusammen mit dem Golde der Schmelze
entzogen, indem diese mit metallischem, zweckmäßig schon silberhaltigem Blei versetzt wird,
wobei ein Teil des Bleies als Chlorblei in die Schmelze geht und die äquivalente Menge
Chlorsilber reduziert wird.
Der Rest des Silbers und ein kleiner Teil des Bleies wird der Schmelze dann im Kessel b
durch Zusatz einer entsprechenden Menge Zink entzogen. Das so erhaltene silberarme Blei
wird zweckmäßig zur ersten Entsilberung der Schmelze im Kessel α verwandt. Im Kessel c
endlich wird die Hauptmenge des Bleies der Schmelze quantitativ durch Zink gefällt.
Da auf diese Weise nur eine geringe Menge silberreichen Bleies aus Kessel α und der
größte Teil des Bleies silberfrei aus Kessel c erhalten werden kann, ist es klar, daß die
Kosten für die Silbergewinnung wesentlich verringert werden. Natürlich kann der Prozeß
auch so geleitet werden, daß im Kessel α ein direkt treibwürdiges Blei gewonnen wird, in c
ein-zur Zinkentsilberung geeignetes Blei.
Statt der gezeichneten drei Kessel können selbstverständlich deren zwei verwendet werden,
wenn auch dann die Konzentration des Silbers nicht so weitgehend ausgeführt werden ■
kann. In diesem Falle würde im ersten Kessel mittels Zinks ein silberreiches Blei und
im zweiten ebenfalls durch Zink ein silberfreies, oder doch silberarmes Blei erhalten
werden.
Die Verwendung von vier oder mehr Kesseln an Stelle von drei ist natürlich ebenfalls angängig.
Es hängt wesentlich vom Charakter des Erzes ab, ob sich dies empfiehlt.
Auch bei Benutzung von drei oder mehr Kesseln kann die Reduktion des Silbers im ersten Kessel durch Zink vorgenommen werden.
Auch bei Benutzung von drei oder mehr Kesseln kann die Reduktion des Silbers im ersten Kessel durch Zink vorgenommen werden.
Da, wie oben erwähnt, die Abführung der
ίο Schmelze stets aus dem hochgelegenen Überlauf
f, diejenige des Metalls aus der Abflußöffnung g des Kesselbodens stattfindet, so können
Metallteilchen nicht von einem Kessel zum nächsten fortgerissen werden, und es ist
die Trennung von Metall und Schmelze stets eine viel vollkommenere als bei der Eingangs
erwähnten periodischen, bei welcher das Metall und die Schmelze nacheinander aus demselben
Ablaßstutzen den Kessel verlassen müssen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Behandlung von Blei-Silber-Zinkerzen, silberhaltigen Bleierzen und Silbererzen mittels chlorzinkhaltiger Schmelzen und Zinks, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelze und die Erze durch eine Reihe untereinander angeordneter Kessel geführt werden zwecks Gewinnung von silberreichem Blei in dem oberen und silberarmem bzw. silberfreiem Blei in den unteren Kesseln und zwecks vollständiger Trennung von Metall und Schmelze.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE240768C true DE240768C (de) |
Family
ID=500110
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT240768D Active DE240768C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE240768C (de) |
-
0
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