DE861749C - Verfahren zur Gewinnung von Indium - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Indium

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DE861749C
DE861749C DEU282D DEU0000282D DE861749C DE 861749 C DE861749 C DE 861749C DE U282 D DEU282 D DE U282D DE U0000282 D DEU0000282 D DE U0000282D DE 861749 C DE861749 C DE 861749C
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DE
Germany
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indium
zinc
lye
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Expired
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DEU282D
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English (en)
Inventor
Fritz Dr Phil Ensslin
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UNTERHARZER BERG und HUETTENWE
Original Assignee
UNTERHARZER BERG und HUETTENWE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B58/00Obtaining gallium or indium

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Indium Zur Gewinnung des Indiums aus den Zwischenprodukten dies Hüttenbetriebes sind eine Reihe von Verfahren angegeben worden, welche zum größten Teil auf der laboratoriumsmä 'Liegen Gewinnung des Metalls beruhen. Die meisten dieser Verfahren verwenden zur Reinigung,des Indiums von den Schwermetallen seine Füllung mit Schwefelwasserstoff. Ein bekanntes Verfahren benutzt eine Zwischenabscheidun.g des Indiums durch Zugabe eines überschusses von Zinkstaub zur Abtrennung des Indiums von Eisen. Der dabei erhaltene Metallschwamm besteht aus metallischem Indium, Blei und seinem großen überschuß von Zink. Dieser Metallschwamm mvß in Säuren gelöst werden und wird auf nassem Wege weiter verarbeitet. Die Erfindung schafft ein Verfahren, bei dem @es gelingt, das Indium mit einer Reinheit von 98 bis 99,5% i. einem einfachen Arbeitsgang zu erhalten.
  • Die Zwischenprodukte in dem bekannten Verfahren, in denen das Inäium als oxydische Verbindung vorliegt rund welche außer Indium große Mengen Zink und Blei und geringe Mengenanderer Metalle enthalten, werden einer fraktionüerten Laugung unterzogen; sie werden mit einer wäßrigen Lösung von Schwefelsäure behandelt, derart, daß annähernd das gesamte Zink in Lösung-geht, während das Indium ungelöst zurückbleibt. Dies wird dadurch erreicht, daß die Lauge am Ende der Laugeperiode einen Säuregehalt von nicht mehr als i g freie Schwefelsäure im Liter enthält. Nach dem Abtrennender zinkhaltigen, auch ,'etwa vorhandenes Kadmium enthaltenden Lauge, beispielsweise -durch Filtrieren oder Diekantieren, wird der Schlamm mit verdünnter Schwefelsäure im warmen Zustand derart ausgelaugt, @daß die Endl:aüge 3o bis ioog @fmeie Schwefelsäume im Liter enthält. Dabei wird - Glas Indium in Lösung übergeführt. In dieser Lösung sind auch geringe Mengen Blei gelöst, @ebenso die letzten. Reste des Zinks und Kadmiums sowie geringe Mengten Zinn und Antineon. Der ,'erschöpfend gelaugte Schlamm wird von der -Lauge entfernt und die Lauge selbst einer Einigung dadurch unterzogen, daß man eine zur Ausfällung des Indiums unigenügende Menge Zinkstaub zusetzt, wodurch der ,'größte Teil der edleren Metallee gefällt wird. Nach Entfernung des so verhaltenen Metallschwamms, welchereiner besonderen Verarbeitung unterzogen wind, wird aus der nunmehr reimen Lösung das Indium durch Einhängen von Zinkplatten welchen etwa, 8 bis i o o/o Aluminium oder 6 bis 8% Magnesium .oder leides zuleglert sind, ausgefällt. Das Indum setzt sich auf diesen Platten in'F@ö:rm eines schwammigen. Überzuges ab, welcher sich gut entfe@rn:en läßt, während bei der Verwendung von reinen Zinkplatten sich sein dichter Überzug von Indiumrnetall bildet, welcher die weitere Fällung des Indiums aus -der Lauge verhindert. Die Fällung selbst wird in der -Wärme vorgenommen. - Die - letzten Reste des Indiums werden aus der Lauge durch. Zugabe von metallischem Magnesium in Form von Platten, Blöcken oder- Stangen ausgefällt. Der so erhaltene Metallschwamm wird durch Auspressen, gegebenenfalls unter einer mechanischen Presse, von der Mutterlauge befreit und unter `Ätznatron oder Natriumzyanid :umgeschmolzen. Hierbei: wird ein Metall mit einem Reinhieitsgehalt von 98 bis 99,5°,'o erhalten, - dessen ;anschließende Raffination @erheblich ;geringeren Aufwand erfordert als die unreinen 1V,fetalls.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von Indium, daidurch gekennzeichnet, :daß die das Indium in @oxydischer Formenthaltenden Stoffe einer frakti:omieTten Laugung derart unterworfen werden, ,daß zunächst .eine neutrale Laube Zeit der Hauptmenge der Verunreinigungen, insbesondere Zink; abgenommen wird, ohne daß Indium in Lösung ,geht, rund daß meiner zweiten Säurelauge das Indlum von dem unlöslichen Rückstand ;abgetrennt wird. a. Verfahren, nach Anspruch ,',dadurch gekennzeichnet, daß aus der gemäß Anspruch i erhaltenen Indiumlauge durch Zugabe einer geringen Menge Zinkstaub, welche zur Fällung des Indiums nicht ausreicht, die edieren Verunreinigungen in Formeines Schlamms entfernt werden. -3. Verfahren nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß aus der gereinigten Lauge reiner Indiumschwamm mittels Zinkplatten, dein-en etwa 8 bis i o % Aluminium oder 6 bis 8 % Magnesium oder beides zulegiert sind, gefällt wird, der durch Pressen von der Mutterlauge befreit wird, wonach die Preßlinge unter Ätznatron oder Kaliumzyanid-umgescbmalzen werden: . .
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102017107097A1 (de) 2017-04-03 2018-10-04 Technische Universität Bergakademie Freiberg Verfahren zur Abtrennung von Indium aus metallhaltigen, wässrigen Lösungen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102017107097A1 (de) 2017-04-03 2018-10-04 Technische Universität Bergakademie Freiberg Verfahren zur Abtrennung von Indium aus metallhaltigen, wässrigen Lösungen
DE102017107097B4 (de) 2017-04-03 2024-02-08 Technische Universität Bergakademie Freiberg Verfahren zur Abtrennung von Indium aus metallhaltigen, wässrigen Lösungen

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