DE463238C - Verfahren zur Gewinnung von Bleichlorid durch Behandeln von Bleisulfat enthaltenden Rohmaterialien mit Chloridloesungen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Bleichlorid durch Behandeln von Bleisulfat enthaltenden Rohmaterialien mit Chloridloesungen

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DE463238C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G21/00Compounds of lead
    • C01G21/16Halides

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Bleichlorid durch Behandeln von Bleisulfat enthaltenden Rohmaterialien mit Chloridlösungen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, um technisches Bleisulfat oder solches enthaltende Stoffe in hochw=ertige Bleiverbindungen überzuführen.
  • Bei der Verarbeitung der Aufbereitungsprodukte von sulfidischen Blei-Zink-Erzen hat man bereits vorgeschlagen, die Sulfide durch Schwefelsäure o. dgl. in Sulfat *umzuwandeln und das Gemisch mit gesättigter Kochsalzlösung eine halbe Stunde auf ioo° C zu erhitzen; die heiße Lösung wurde dann in ein Kühlgefäß geleitet und sonderte dort eine Mischung von Bleisulfat und Bleichlorid ab, die hüttenmännisch weiterbehandelt wurde.
  • Gegenüber diesem bekannten Verfahren hat die vorliegende Erfindung mehrere wesentliche Vorteile, vor allein den, daß man etwa die zwei- bis dreifache Menge Blei in kürzerer Zeit aus dem behandelten Bleisulfat in Lösung erhält, und zwar in Form reiner Bleiverbindung (Chlorid). Dies wird dadurch erreicht, daß man auf das bleisulfathaltige Gut eine konzentrierte Lösung von Kochsalz oder anderen Chloriden unter Druck und bei erhöhter Temperatur einwirken läßt.
  • Während aus einem Bleischlamm durch zweistündiges Behandeln mit konzentrierter Kochsalzlösung unter gewöhnlichem Druck bei ioo° im günstigsten Falle nur etwa 2,6 °r'" Blei in Lösung gebracht werden konnten, gelang es, beim arbeiten nach dem vorliegenden Verfahren erheblich größere Ausbeuten an Blei in Lösung zu erhalten:
    unter etwa 1,2 Atm. Druck (etwa 1o6° C) 5,8 °;'a Blei
    _ - 1,5 iZo° C) 6,.', °,'o -
    _ _ 2,0 120° C) 8,4 °o -
    _ - 2,9 bis 3 _ _ ( - 13o° C) 9,7 °;"o -
    _ _ 4 14o` C) 11,2 0/0 -
    Unter gewöhnlichem Druck bei Temperaturen von etwa ioo° wurde schon bei Anwesenheit von i,8 "J" Natriumsulfat Rückbildung von Bleisulfat festgestellt, was beim Arbeiten im Druckgefäß nicht eintrat, trotzdem z. B. bei den letzten. :obengenannten Versuchen (mit etwa 4 Atm. Druck) etwa, 6 °(" -i\7atriumstilfat in der Chloridlösung vorhanden waren.
  • Das Verfahren wird beispielsweise folgendermaßen ausgeführt: Technisches Bleisulfat o. dgl. wird zunächst durch Waschen mit Wasser von den anhaftenden löslichen Stoffen (Salzen, freier Säure trsw.) befreit und daräui mit der äquivalenten Menge einer (etwa 25prozentigen) Kochsalzlösung unter Rühren einem Druck von etwa ¢ bis 5 Atm. bei einer Temperatur von etwa iq.o bis 150' C unterworfen. Nach Beendigung der Umsetzung (etwa io bis 15 Minuten) läßt man kurze Zeit klären und die bleihaltige Flüssigkeit weiter unter Druck durch eine geheizte Filterpresse laufen.
  • Durch Abkühlen der klaren Filterflüssigkeit erhält man reine Bleichloridkristalle; je- doch kann man vor Abscheidung der Kristalle in irgendeiner bekannten Weise auch das Blei als Metall oder als sonstige Verbindung ausfällen.
  • Wie erwähnt, läßt sich dieses Verfahren auch auf Stoffe anwenden, die das Blei nicht als Sulfat enthalten, wie z. B. Sulfiderze und ihre Aufbereitungsprodukte, indem zuerst das Sulfid in Sulfat umgewandelt wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von Bleichlorid durch Behandeln von Bleisulfat enthaltenden Rohmaterialien mit Chloridlösungen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion im Druckgefäß bei erhöhter Temperatur durchführt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Kochsalzlösung von etwa 2 5 % unter etwa q bis 5 Atm. bei einer Temperatur von etwa iq.o bis 15o° auf das Bleisulfat einwirken läßt.
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