DE873692C - Verfahren zur Herstellung von basischen Aluminiumsalzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von basischen Aluminiumsalzen

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DE873692C
DE873692C DEL3594D DEL0003594D DE873692C DE 873692 C DE873692 C DE 873692C DE L3594 D DEL3594 D DE L3594D DE L0003594 D DEL0003594 D DE L0003594D DE 873692 C DE873692 C DE 873692C
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chlorine
aluminum
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aluminum salts
basic aluminum
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DEL3594D
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Walter Dr Riedelsberger
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LECH CHEMIE GERSTHOFEN
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LECH CHEMIE GERSTHOFEN
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F5/00Compounds containing elements of Groups 3 or 13 of the Periodic Table
    • C07F5/06Aluminium compounds
    • C07F5/069Aluminium compounds without C-aluminium linkages

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von basischen Aluminiumsalzen Basische Aluminiumsalze, wie man sie als Textilhilfsmittel, für den Bautenschutz, für die Lederbehandlung und andere Zwecke benutzt, werden auf elektrolytischem Wege hergestellt oder durch Ausfällung eines Aluminiumhydroxydgels und dessen nachfolgende Peptisierung oder durch Behandlung von metallischem Aluminium mit unterschüssigen Säuren.
  • Es wurde nun gefunden, daß man für obige Zwecke besonders gut geeignete basische Salze bzw. deren Lösungen erhält, wenn man in Gegenwart eines Überschusses an Wasser auf Aluminium, insbesondere in feiner Verteilung, wie Aluminiumspäne, z. B. au` Abfallspäne der Aluminiumindustrie oder Späne der gebräuchlichen, beispielsweise Magnesium und Kupfer enthaltenden Aluminiumlegierungen, Chlor einwirken läßt. Die Umsetzung erfolgt zweckmäßig unter Bewegung der Aluminiumspäne, z. B. durch lebhaftes Rühren in dem Wasser und Aluminium enthaltenden Gefäß.
  • Als besonderer Vorteil hat es sich erwiesen, daß man in Gefäßen mit schlechtem Wärmeübergang arbeiten kann, denn eine Temperatur von etwa 7o°, die für das Fortschreiten der Umsetzung am günstigsten ist, wird durch den exothermen Charakter der Umsetzung mühelos gehalten, wenn@man nur zunächst einmal durch Verwendung vonyheißem Wasser oder Dampf die in Wasser verrührten Späne auf 5o bis 6o° bringt.
  • Hat man den gewünschten Chloridgehalt in der entstehenden Lösung erreicht, so unterbricht man den Chlorstrom und setzt gegebenenfalls noch Salzsäure oder eine andere Mineral- oder organische Säure nach. Im Endstoff ist kein freies Chlor mehr vorhanden. Einen etwa erwünschten höheren pH-Wert der Lösungen erhält man ohne weiteres, indem man kleine Mengen Alkali, die vorübergehend ein Gel ausflocken, zusetzt.
  • Es ist zwar bekannt, daß feuchtes Aluminium von Chlor angegriffen wird; es war jedoch nicht vorauszusehen, daß man diesen Angriff durch Anwendung eines Überschusses von Wasser so steuern kann, daß basische Salze einer bestimmten gewünschten Zusammensetzung entstehen, deren Lösungen einen pH-Wert von 3 bis 6 aufweisen.
  • Es ist außerdem überraschend und vorteilhaft, daß mit den so erzielten Lösungen hergestellte Pigmentgemische, z. B. Suspensionen der Pigmente mit den Lösungen als Bindemittel, oder daraus hergestellte Pigmentanstriche lichtecht .sind im- Gegensatz zu Gemischen aus solchen Lösungeh, ,die- man aus- den gleichen Legierungen und Salzsäure statt Chlor erhält. Das gilt auch für den Fall, daß die Lösungen von den. als Ausgangsstoff verwendeten Legierungen her noch andere Metalle als Aluminium enthalten. Überdies ist die Verwendung von Chlor insofern von Vorteil, als Chlor industriell zuweilen als zu vernichtendes Gas anfällt und in der Regel erst in Salzsäure übergeführt werden muß, die dann gegebenenfalls neutralisiert wird. Das beschriebene Verfahren bietet demgegenüber den Vorteil einer unmittelbaren, keine besonderen Zwischenstufen beanspruchenden Verwertung des Chlors.
  • Beispiel 292 Gewichtsteile Späne einer Al-Mg-Cu-Legierung mit einem Aluminiumgehalt von etwa ga °/o werden kräftig in 2oii Gewichtsteilen Wasser von 55° gerührt. Man leitet etwa ig Stunden lang Chlor ein, bis eine Probe der Flüssigkeit, die eine Temperatur von 72 bis 85° angenommen hat, einen Chlorgehalt von 7,8 °/p zeigt. Hierauf setzt man 457 Gewichtsteile einer 85°/oigen Ameisensäure zu, rührt noch i Stunde nach und verdünnt den Ansatz auf 4025 Gewichtsteile. Die erhaltene Lösung von der Dichte 1,215 hat einen pH-Wert von 3,55 bis 3,90 und enthält ein Salz von der Formel A1(OH)1,72 (H C O 0)o,92 C1o,46a . Durch kleine Mengen Natronlauge kann man den pH-Wert auf 5,1 steigern, ohne daß z. B. die Wasserfestigkeit eines mit der Lösung hergestellten Überzuges auf Bauteilen leidet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Herstellung von basischen Aluminiumsalzen, dadurch gekennzeichnet, daß man auf metallisches Aluminium oder dessen 'Legierungen in überschüssigem Wasser einen Chlorstrom einwirken läßt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet; daß man auf das Metall außer Chlor anorganische - ünd/äder organische Säuren einwirken läßt.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den basischen Charakter der erhaltenen Verbindungen durch kleine Mengen Alkali erhöht.
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