DE134244C - - Google Patents
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- DE134244C DE134244C DENDAT134244D DE134244DA DE134244C DE 134244 C DE134244 C DE 134244C DE NDAT134244 D DENDAT134244 D DE NDAT134244D DE 134244D A DE134244D A DE 134244DA DE 134244 C DE134244 C DE 134244C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25C1/00—Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
- C25C1/20—Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions of noble metals
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur elektrolytischen Fällung und gleichzeitigen
Amalgamation von Metallen aus Lösungen, in welchen sich dieselben in gelöstem oder sich
lösendem Zustande befinden. Diese Lösungen können dabei entweder klar sein, d.h. ohne
Beimengung von Erztheilen nur aufgelöste Metalle enthalten, oder trübe sein, d. h. eine
Beimengung von zerkleinerten Erztheilen, »haltigen« oder »tauben«, mit sich führen.
Die Fällung der Metalle aus diesen Lösungen erfolgt mittelst des elektrischen Stromes auf
einer Kathodenfläche, während die darauf folgende Amalgamation des Niederschlages in
einem Quecksilberbade, in welches die Kathodenfläche eingetaucht wird, geschieht.
Zur Erläuterung der Erfindung dient beiliegende Zeichnung, in welcher Fig. 1, 2 und 3
eine Vorrichtung darstellt, welche den oben beschriebenen Zweck erfüllt. Die walzenförmige
Oberfläche der Trommel α bildet die Kathodenfläche und kann aus Streifen bb b (Fig. 2),
welche neben einander gleichlaufend zur Achse gelagert sind, zusammengesetzt werden, oder
dieselbe besteht aus einem vollen Blechmantel c (Fig. 3). Diese Trommel ist von einem Gefäfs
d umschlossen, welches in seinem unteren Theil mit einer die Elektricität nicht leitenden
Masse e ausgelegt ist; in diesem unteren Theil des Gefäfses befindet sich Quecksilber f, in
welches die Kathodenfläche so tief eintauchen mufs, dafs bei einer Umdrehung der Kathodentrommel
sämmtliche Theile der Kathodenfläche mit dem Quecksilber in Berührung gekommen
sein müssen. Im oberen Theile des Gefäfses wird concentrisch zur Kathodentrommel in
einem gewissen Abstand von dieser die Anodenfläche g angeordnet. Dieselbe kann die Kathodenfläche
ganz, wie in Fig. 1, 2 und 3 dargestellt, oder auch nur zum Theil umschliefsen.
Die Trommel, auf welcher sich die Kathodenfläche befindet, dreht sich während des Betriebes, und findet die Zuführung des
elektrischen Stromes mittelst eines Schleifcontactes h oder in anderer geeigneter Weise statt.
In dem Ringraum, zwischen Anoden- und Kathodenfläche auf dem Quecksilber aufruhend,
befindet sich die Lösung, aus welcher das betreffende Metall oder die betreffenden Metalle
ausgefällt werden sollen.
Auf der Kathodenfläche können noch radial abstehende Lappen i (Fig. 2) oder Bänder i
(Fig. 3) in beliebiger Zahl angeordnet werden, um einerseits die Kathodenfläche zu vergröfsern
und andererseits die auf dem Quecksilber sich etwa ablagernden Erztheile vorwärts zu schaffen ;
zu letzterem Zwecke sind die Lappen in entsprechender Weise zu schränken oder die
Bänder schneckenförmig anzuordnen. Die Vorrichtung arbeitet ununterbrochen, indem die
Einführung der zu elektrolysirenden Flüssigkeit an dem einen Trommelende durch den
Trichter k in das Gehäuse und der Auslafs der Flüssigkeit und der etwa darin vorhandenen
festen Körper am entgegengesetzten Ende durch am Gehäuse entsprechend angeordnete
Oeffnungen / / erfolgt. Der Stutzen m dient zur Abführung der sich bildenden Gase.
Beim Durchfliefsen der Lösung durch die Vorrichtung findet die Fällung des Metalles
oder der Metalle aus der Lösung an dem Theil der Kathodenfläche statt, welcher mit der
Flüssigkeit in Berührung steht, während die Amalgamation des an der Kathodenfläche gebildeten
Metallniederschlages im Quecksilberbad erfolgt. Durch das ununterbrochene Umdrehen
der Trommel kommt bei jeder Umdrehung die ganze Kathodenflä'che mit dem Quecksilber
einmal für eine gewisse Zeit in Berührung.
Das Quecksilber kann ebenfalls in Umlauf gesetzt werden, indem es auf der einen Seite
mittelst einer Pumpe aus der Vorrichtung abgesaugt und auf der anderen Seite wieder in
die Vorrichtung eingefördert wird, was auf der Zeichnung nicht besonders angedeutet,
worden ist. In dem Saugrohre würde in diesem Falle zweckmäfsig ein Filter zum Ausscheiden
des Amalgames in üblicher Weise angeordnet werden.
Von dem Verfahren des britischen Patentes
2493 vom Jahre 1895, nach welchem die Lösung und Amalgamation des zu gewinnenden Edelmetalles
gleichfalls in einem einzigen Arbeitsgange erfolgt, unterscheidet sich das in Rede
stehende dadurch, dafs, während dort das ausgeschiedene Edelmetall zufolge der Benutzung
von Quecksilber oder von amalgamirten Blechen als Kathode von vornherein in Form' eines
Amalgames gewonnen wird, hier das Edelmetall zunächst auf einer sich drehenden Kathode
niedergeschlagen und erst hierauf durch Tauchen der mit dem Edelmetallniederschlag
versehenen Kathodenoberfläche in Quecksilber ganz oder theilweise amalgamirt wird.
Die Vorrichtung kann selbstverständlich auch in unterbrochenem Betriebe arbeiten, indem
die Beschickung derelben mit Lösung nur von Zeit zu Zeit erfolgt; auch kann der Umlauf
des Quecksilbers und eventuell auch die Umdrehung der Kathodentrommel zeitweise unterbrochen werden.
Es ist im Uebrigen selbstverständlich, dafs zur Anwendung des beschriebenen und im
Anspruch klargelegten Verfahrens auch noch andere Anordnungen der Apparatur getroffen
werden können, als diejenigen, welche in der Zeichnung dargestellt worden sind.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur elektrolytischen Fällung und Amalgamation von Metallen aus Lösungen, in welchen sich diese Metalle in gelöstem oder sich lösendem Zustande befinden, dadurch gekennzeichnet, dafs die Metalle mittelst des elektrischen Stromes zunächst auf einer sich drehenden Kathode· niedergeschlagen werden, worauf der Niederschlag durch theifweises. Eintauchen der Kathode in Quecksilber ganz, oder zum Theil aufgelöst wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE134244C true DE134244C (de) |
Family
ID=402385
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT134244D Active DE134244C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE134244C (de) |
-
0
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