DE24050C - Apparat zum Messen des menschlichen Fufses - Google Patents

Apparat zum Messen des menschlichen Fufses

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DE24050C
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DE
Germany
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rail
foot
parts
measuring
diameter
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DENDAT24050D
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English (en)
Original Assignee
G. EBERLE in München, Rumfordstr. 32
Publication of DE24050C publication Critical patent/DE24050C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D1/00Foot or last measuring devices; Measuring devices for shoe parts
    • A43D1/02Foot-measuring devices

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)
  • Measurement Of The Respiration, Hearing Ability, Form, And Blood Characteristics Of Living Organisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ai. März 1883 ab.
Dieser Mefsapparat drückt aufs genaueste die individuelle Form eines gemessenen Fufses in Zahlen aus, und bei der Anwendung des Apparates für Schuhmacherei · und Leistenschneiderei werden diese Zahlen tabellarisch geordnet. Mit dem am besten aus Metall hergestellten Apparate, welchen Fig. 1 der Zeich nüng in der bei seinem Gebrauche gegebenen Zusammenstellung, und zwar für die Messung des linken Fufses in perspectivischer Ansicht von der Langseite aus zeigt, und welcher aus einem Systeme verschiebbarer und zu bequemer Aufbewahrung, des Apparates zerlegbarer, mit Metermäfs- bezw. Gradeintheilung versehener Schienen und Radien besteht, werden gemessen: i. die Länge des Fufses bezw. seiner einzelnen Theile, 2. die Breite, der Durchmesser und die Lage des Ballens, 3. der Radius und Durchmesser des Ristes, die Gelenkbreite und der Gelenksprengung, 4. die Fersenbreite, 5. die Fersenhöhe, die Tiefe der Achillessehne und (bei der Schuhmacherei) die Höhe bezw. Stellung des Absatzes.
Der Apparat ist folgendermafsen construirt: Zwei feststehende Säulen α sind unten durch eine feste und aufserdem durch eine an ihnen der Höhe nach verschiebbare Querleiste b mit einander verbunden und weiter durch die Stütze ß1 gehalten. In einem Spalt der Querleiste b liegt mit dem einen Ende die Längsschiene c (mit Metermafs), während ihr anderes Ende auf einem geeigneten Fundamente des Apparates fixirt wird. An dieser Schiene ist ein Rahmen d (mit Metermafs) drehbar befestigt und in diesem die horizontal verschiebbare und umlegbare Klappe d1 angebracht. Am letztgenannten Ende von c befindet sich oben ein drehbar befestigtes Lagerstück e mit Zeiger, und hier ist statt des nicht nöthigen Anfangstheiles des Metermafses von c eine Gradeintheilung angebracht. Im Lager e sind die Schiene/ (mit Metermafs) und damit alle an ihr befestigten Theile quer über c verschiebbar.
Alle bei der Messung oben auf den Fufs treffenden Theile werden vor dessen Eintreten in den Apparat in Pfeilrichtung nach oben geöffnet. Der Fufs (hier angenommen der linke) ruht dann auf der Längenschiene, und zwar so, dafs die Ballenmitte möglichst genau auf das Centrum von e trifft und die innere Seite des Fufses an den auf der Zeichnung im Hintergrunde ersichtlichen Theilen anliegt. Die Klappe d1 wird an die grofse Zehe herangeschoben und ebenso die Säulen α mit der Querleiste b an die Ferse. Es ergiebt sich demnach die Länge des Fufses vom Ballen bis zur Ferse auf der Schiene c bei b und die Länge vom Ballen bis zur Zehenspitze auf dem Rahmen d.
Die Mechanik für die Ballenmessung besteht aufser ef noch aus den beiden Verticalleisten/1 und g, deren erstere an / fest, die letztere dagegen verschiebbar und mit einer Schliefsungsfeder versehen ist, welche die an /' drehbar befestigte Querleiste h (mit Metermafs) festhält. An dieser hinwiederum ist die Durchmesser-
schiene i (mit Metermafs) mittelst des Schlittens i1 horizontal und in letzterem selbst vertical verschiebbar. Die Mafse von Ji und i befinden sich auf der Vorderseite und sind auf der Zeichnung nicht sichtbar. Bei der Ballenmessung drückt sich also die Schräge des Ballens, nachdem man die Schiene / genau nach dessen Mittel- (Quer-) Linie gerichtet hat, auf c in Graden aus, seine Breite zwischen/1 und g bei letzterer auf/, sein Höhendurchmesser an der Schiene i, und zwar so, dafs die Höhe von / bis zu ihrem unteren Ende sich in Centimetern genau bei der unteren Fläche des Schlittens i1 ergiebt, und endlich der Punkt, wo die Durchmessung vorgenommen wurde, an der Querleiste Ji neben z'1.
Der Ristradius, Bogen k mit Gradeintheilung, Fig. 2, Ansicht von der linken Querseite, mit der Durchmesserschiene / (mit Metermafs) im Schlitten /' ist an der Schiene m (mit Metermafs) drehbar befestigt und schnappt oben in die mit m einen rechten Winkel bildende Schiene m1 (mit Metermafs) ein. Dieser Winkel ist im Schlitten η nach der Quere und mittelst desselben in der Länge von c verschiebbar. Innerhalb des AVinkels befindet sich eine Feder o, welche oben durch die Schraube o1 und unten durch die Schraube des Schlittens p festgestellt ist. An der Schiene ml ist weiter noch verschiebbar angebracht die Gradklappe q, die durch die Feder r mit einem Stiftchen in horizontaler Lage gehalten wird und durch Andrücken der Feder aufgeklappt werden kann. Sie geht hinter ml in einen Greifer q1 aus, und dieser mufs stets den Transporteur s (mit Metermafs), welcher den Gradbogen t umschliefst und an ihm festgeschraubt wird, fassen. Der Gradbogen ist an der Leiste /' drehbar und diese auf dem Theile P befestigt. Ebenda ist auch der Transporteur drehbar befestigt. Derselbe, sowie t und t1 sind von /2 gehalten, und zwar durch Einstecken des letzteren Theiles in die hinten gespaltene Schiene u und durch Abschliefsung mittelst einer Feder ul (wie bei g). Die Schiene u mit s und t ist im Schlitten ν zur Uebereinstimmung der Lage mit k und / nach der Quere und mittelst desselben nach der Länge von c verschiebbar. Auf der Schiene ti sitzt der feste Theil u2 und der mittelst seines eigenen Schlittens verschiebbare Theil w. Alle diese letzteren Theile werden gleich a b, entsprechend der jeweiligen Fufslänge, an c der Länge nach verschoben, so dafs sie vor allem an die congruenten Fufstheile treffen. Der Scheitel des Winkels s P mufs, gleichviel bei welcher Fufslänge, stets an b anstofsen, ohne dafs deshalb Je I und ν an einer Längsverschiebung gehindert sind.
Die weitere Messung der Fufstheile nach dem Ballen vollzieht sich durch die letztbenannten, in einander übergreifenden Theile in der Art, dafs diese sowohl die äufsere Entwickelung des Fufses als dessen Durchschnitt ausdrücken. Der Schlitten p wird an den Fufs geschoben und festgestellt, wobei die Gelenkbreite auf m ersichtlich ist, und dann die Feder ο (die von der Gradklappe q nicht berührt wird) gut angezogen und durch o1 festgestellt, wobei die Gelenksprengung oberhalb ol in Centimetern ersichtlich ist. Der Ristradius giebt sowohl die weitere äufsere Entwickelung des Fufses als auch den Durchmesser an, und zwar durch an verschiedenen Punkten der Durchmesserschiene mittelst / vorgenommene Messungen, wobei dann der jeweilige Stand der Schiene / oberhalb ihrer Kante vom Radius abgelesen wird, während der Durchmesser, vom Endpunkte der Schiene / bis zum Winkelscheitel, analog dem Theile i auf der Schiene / selbst, beim inneren Rande von /' sich ausdrückt. Endlich wird hier noch die Gradklappe q herab auf den Fufs geschoben, so dafs sie auf den Scheitel des Winkels, den er mit dem Beine bildet, trifft. Diese jeweilige Lage wird hierbei sowohl durch den Greifer q, welcher den Transporteur j fafst, am letzteren ausgedrückt, als auch durch diesen auf den Gradbogen t "übertragen. Die Fersenbreite ergiebt sich auf der Schiene u neben w durch Anschieben dieses Theiles an den Fufs. Zur Messung der Fersenhöhe und der Tiefe der Achillessehne ist eine Verticalschiene χ in der Mitte zwischen den beiden Säulen a an der Querleiste b befestigt und an der Schiene χ mittelst des Schlittens y die in ihr horizontal verschiebbare Schiene ζ vertical verstellbar. Die Fersenhöhe von c aus ergiebt sich oberhalb des Schlittens y auf χ und die Tiefe der Achillessehne auf ζ an der linken Schlittenkante. Die Absatzhöhe (bei Schuhmacherei) endlich wird dadurch ersichtlich, dafs die Höhe von c durch die mittelst Hülsen und Stellschraube erfolgende Verschiebung der Querleiste b an α verstellbar ist. Das Ergebnifs ist die Centimeterzahl oberhalb der Hülsen.
Damit für die Messung des zweiten Fufses kein eigener Apparat nöthig ist, sind die entsprechenden Schienen auf beiden Flächen mit Mafsen versehen, so dafs sie nur in die entgegengesetzte Lage gebracht zu werden brauchen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat zum Messen des Fufses, bestehend aus einem System verschiebbarer, mit entsprechenden Mafsen versehener Schienen, die zur Messung der einzelnen Fufstheile im wesentlichen wie beschrieben zusammengesetzt sind, und zwar:
    i. im ersten Absatz der obigen Beschreibung: Längenschiene c, an einem Ende zwischen
    zwei Ständern in der Höhe verstellbar ruhend, nebst der verschiebbaren Klappe d1; die auf c mittelst des Lagers e mit Zeiger befestigte und darin verschiebbare Schiene/", die Schiene h und die Durchmesserschiene i bezw. die Theile fl und g (Mechanik für die Ballenmessung);
    3. Ristradius k mit Durchmesserschiene / an dem auf e befestigten Winkel m m} mit Gelenkfeder 0 und Gradklappe q, dann Transporteur s und Gradbogen t;
    4. Schiene u mit den Theilen v? und w;
    5. die Säulen α mit den Theilen b χ y und z.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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