DE238487C - - Google Patents

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DE238487C
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leuco
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/06Hydroxy derivatives of triarylmethanes in which at least one OH group is bound to an aryl nucleus and their ethers or esters

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

KAISERLICHES.
PATENTAMT.
In der deutschen Patentschrift 189938 und ihren Zusätzen 198729, 198909, 199943', 199944, 209535, 213502, 213503 und dem französischen Patent 14118, Zusatz zu 404800:, werden verschiedene 0 - halogenierte, o-sulfierte sowie p-alkylamidierte Benzaldehyde oder deren Chloride oder Sulfate mit Salicylsäure oder o-Kresotinsäure zu Leukosäuren kondensiert, aus denen durch Oxydation blaue bis violette Farbstoffe erhalten werden. Gemäß Patent 219417 wird aus p-Dialkylaminobenzaldehyd mit a-Oxynaphtoesäure ein blaugrüner und mit einem Gemisch dieser Säure und Salicyl- bzw. o-Kresötinsäure ein blauer Farbstoff erhalten. Farbstoffe aus anderen Oxycarbonsäuren und diesen Aldehyden sind nicht bekannt.
Es wurde ferner gefunden, daß sich die erwähnten Aldehyde auch leicht mit 2 Molekülen solcher Oxycarbonsäuren, welche sich nicht in p-Stellung zum Hydroxyl kondensieren lassen, z. B. p-Kresotinsäure oder 2-Naphthol-3-carbonsäure vereinigen und ebenso auch mit m-substituierten Salicylsäuren, z.B. m-Kresotinsäure. Diese Kondensationsprodukte sind indessen auffallenderweise nicht zu Farbstoffen oxydierbar.
Wie sich einer der obigen Aldehyde bei der Kondensation mit je 1 Molekül beider Säuregruppen, z. B. je ι Molekül 0- und p-Kresotinsäure, verhalten würde, war unter diesen Umständen nicht vorauszusehen. Würde sich die eine der beiden Säuren wesentlich leichter kondensieren lassen als die andere, so mußte sich hauptsächlich ein Gemisch der beiden symmetrischen Leukokörper . bilden, welches bei. der Oxydation den Farbstoff der obigen Patente gemischt mit nicht oxydiertem p-Kresotinsäureprodukt ergeben hätte. Würde sich anderseits das gemischte Kondensationsprodukt bilden, so war nicht vorauszusehen, ob es zu einem Farbstoff oxydierbar sein würde oder nicht. Auch konnte man keine Vermutung über die Eigenschaften des etwa resultierenden Farbstoffes haben, da, wie erwähnt, Farbstoffe aus. obigen Aldehyden und der zweiten Säuregruppe nicht bekannt sind.
. Der Versuch zeigte nun, daß sich gemischte Leukoverbindungen bilden, welche sich auffallenderweise ebenso leicht oxydieren lassen wie die aus 2 Molekülen Salicylsäure oder 2 Molekülen o-Kresotinsäure, aber wesentlich blauere Nuancen liefern.
Beispiel 1.
Ein inniges Gemisch von je 7,8 Teilen o- .und p-Kresotinsäure werden mit 8,9 Teilen p-Diäthylaminobenzaldehyd in 160 Teilen starker Schwefelsäure bei etwa 25° gerührt, bis die Komponenten verschwunden sind. Die durch Ausgießen auf Eis als Harz erhaltene. Leukosäure wird wieder in starker Schwefelsäure gelöst und mit der nötigen Menge Nitrosylschwefelsäure bei 25 bis 40° gerührt, bis eine Vermehrung des Farbstoffes nicht mehr stattfindet. Die Isolierung der Leukosäure ist nicht unbedingt erforderlich. Der durch Ausgießen auf Eis erhaltene Farbstoff ist ein dunkles Pulver, das in Wasser unlöslich ist, in Lauge
sich leicht blauviolett löst und auf Wolle gefärbt und nachchromiert eine lebhafte blauviolette Nuance liefert. In beiden Fällen ist die Nuance wesentlich blauer als beim analogen Farbstoff aus 2 Molekülen o-Kresotinsäure.
Beispiel 2.
Ein inniges Gemisch von je 7,8 Teilen 0- und p-Kresotinsäure wird mit 10,4 Teilen, reinem benzaldehyd-o-sulfosaurem Natrium in starker Schwefelsäure bei etwa 25 ° kondensiert. Die Leukosäure ist ein dünnflüssiges Harz, welches bei der Oxydation einen in Wasser leicht löslichen Farbstoff liefert, der auf Wolle nachchromiert wesentlich blauer als der analoge . aus 2 Molekülen o-Kresotinsäure färbt.
Beispiel 3.
Zu einer Lösung von 7,8 Teilen o-Kresotinsäure, 9,5 Teilen 2-Naphthol-3-carbonsäure und 8,9 Teilen ρ - Diäthylaminobenzaldehyd in 65 Teilen Eisessig setzt man vorsichtig 160 Teile Schwefelsäure von 66° Be. und kondensiert bei etwa 25 °. Die Leukosäure, die durch Lösen in Soda noch gereinigt werden kann, liefert einen Farbstoff, dessen Lösung in Natronlauge und dessen nachchromierte Wollfärbung wesentlich blauer als die des analogen Farbstoffes aus 2 Molekülen o-Kresotinsäure sind.
Statt der erwähnten Aldehyde sind auch andere aus den angeführten Patenten verwendbar, z. B. der 2-Chlor-4-diäthylaminobenzaldehyd oder der 2-Chlor-5-sulfobenzaldehyd. Die o-Kresotinsäure ist immer durch die SaIicylsäure ersetzbar, die p-Kresotinsäure bzw. 2-Naphthol"3-carbonsäure durch die m-Kresotinsäure, p- oder m-Chlorsalicylsäure, die 3-Methyl-4-chlor-6-oxybenzoesäure, 4 - Methyl - 3-chlor-6-oxybenzoesäure, die ß-Resorcylsäure, die 2-Naphthol-3-carbonsäure-6- oder -8-sulfo-. säure usw. Die Oxydation kann z. B. auch mit Salpetersäure, Nitrokörpern, Schwefelsäure selbst oder mit Oleum ausgeführt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung nachchromierbarer Farbstoffe der Triphenylmethanreihe, darin bestehend, daß man die in der Patentschrift 189938 und ihren Zusätzen und in dem französischen Patent 14118, Zusatz zu 404800, erwähnten Aldehyde einerseits mit ι Molekül Salicylsäure oder o-Kresotinsäure kondensiert, anderseits mit 1 Molekül einer m-substituierten Salicylsäure oder einer solchen Oxycarbonsäure der Benzoloder Naphthalinreihe, welche in p-Stellung zum Hydroxyl nicht kondensieren kann, vereinigt und die so erhältlichen Leukosäuren oxydiert.
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