DE23737C - Neuerungen an Apparaten zur Messung elektrischer Ströme - Google Patents

Neuerungen an Apparaten zur Messung elektrischer Ströme

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DE23737C
DE23737C DE188223737D DE23737DD DE23737C DE 23737 C DE23737 C DE 23737C DE 188223737 D DE188223737 D DE 188223737D DE 23737D D DE23737D D DE 23737DD DE 23737 C DE23737 C DE 23737C
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DE188223737D
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S. Z. DE FERRANTI und A. THOMPSON in London
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R22/00Arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. electricity meters
    • G01R22/02Arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. electricity meters by electrolytic methods

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Electric Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PAtENTAM
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
in LONDON.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. November 1882 ab.
Diese Erfindung hat Neuerungen an Apparaten zur Messung von elektrischen Strömen zum Gegenstande.
Zur Messung eines Stromes von wechselnder Richtung wird dieser durch die primäre Spule eines Inductionsapparates geleitet und die Enden der secundären Spule werden mit zwei Elektroden verbunden, welche in leicht angesäuertes Wasser eintauchen. Die Intensität der durch die primären Ströme erregten secundären ist gerade proportional der Intensität der ersteren, und die durch die Wasserzersetzung an den Elektroden erzeugte Knallgasmenge ist dem Strome, welcher durch die secundäre Spule hindurchgeht, proportional. Die erzeugte Gasmenge kann in irgend einem angemessenen Apparate, wie sie jetzt zur Messung von Gasen benutzt werden, gemessen werden; doch empfiehlt sich dazu die Benutzung einer kleinen Gasmefskammer, die an beiden Enden offen ist und von einer horizontalen Mittelachse, um welche sie schwingen kann, getragen wird. Diese horizontale Achse wird über den Elektroden angebracht, und eine Scheidewand reicht von ihr hinab, welche die Mefskammer in zwei Abtheilungen scheidet. Es ragt ferner ein Arm von der Achse vertical nach aufwärts; sein Gewicht bewirkt, dafs die Achse sich nach der einen oder anderen Seite neigt, wodurch auch die Mefskammer geneigt wird.
Die Grenze, bis zu welcher sie sich neigen kann, wird durch feste Arretirnngen, gegen welche der Arm stöfst, bestimmt. Wenn sich nun die Mefskammer in der einen oder anderen Position eingeschlossen befindet, so sind beide Elektroden unterhalb der unteren Abtheilung der Kammer, und das Knallgas, welches von den beiden Elektroden aufsteigt, sammelt sich in dieser Abtheilung.
Wenn hinreichend viel Gas in dieser Abteilung angesammelt worden ist, um sie zu heben, so kippt die Kammer um ihre Achse, bis diese Abtheihmg in eine solche Lage kommt, in welcher sie das Gas ausströmen läfst, und gleichzeitig kommt die andere Abtheilung in die Position oberhalb der Elektroden; diese zweite Abtheilung wird nun ihrerseits gefüllt und die Operation geht continuirlich von statten.
Diese schwingende Kammer verleiht durch eine Sperrklinke einem Sperrrad eine intermittirende drehende Bewegung, welches Sperrrad auf der ersten Welle eines Zählwerkes sitzt, und auf diese Weise kann die Zahl der Schwingungen der Mefskammer bestimmt werden.
Fig. ι zeigt einen vertical en Schnitt, Fig.. 2 einen Querschnitt eines wie oben beschrieben construirten Mefsapparates.
A B sind die beiden Enden der primären Spule eines Inductionsapparates. Die primäre Spule wird aus einem schraubenförmig um D, einem Holzkern oder einem Kern von anderem, nicht leitendem Material gewundenen Kupferstab C von quadratischem Querschnitt gebildet; zwisehen die einzelnen Windungen dieses Kupferstabes wird eine gleichfalls schraubenförmig gelegte Schnur von nicht leitendem Material gebracht. F ist die secundäre Spule, bestehend aus isolirtem Draht, der um die primäre Spule
herumgewunden ist. Seine beiden Enden sind mit zwei Platinplatten oder anderen Elektroden verbunden, die aus dem Boden einer kleinen Kufe G herausragen, welche leicht angesäuertes Wasser enthält. Oberhalb dieser Elektroden befindet sich das Gefäfs H zur Messung der Gasmenge, die von den Elektroden aufsteigt. Es ist, wie durch die punktirte Linie H1 angedeutet, in zwei Abtheilungen getrennt. Das Gefäfs Ή wird von der Achse / getragen.
Aus der Achse / ragt ein Arm J heraus, dessen oberes Ende sich innerhalb gewisser Grenzen in einem Schlitz im Deckel oder im oberen Theile der Kufe bewegen kann. Dieser Arm trägt eine Sperrklinke K, welche, wenn der Arm,· sich längs des Schlitzes hin- und herbewegt, einem Sperrrade eine intermittirende drehende Bewegung mittheilt, das auf der ersten Achse der Räderreihe eines Zählwerkes sitzt, wie es in Fig. 3 dargestellt ist; wenn nun jede Abtheilung der Reihe nach mit Gas gefüllt und entleert wird, zählt das Zählwerk, wie oft sie gefüllt und entleert werden, und giebt so die Menge Elektricität, die durch die primäre Spule des Inductionsapparates hindurchgegangen ist, an.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH:
    Zur Messung eines elektrischen Stromes von wechselnder Richtung eine primäre Spule C, durch welche der ganze zu messende Strom von wechselnder Richtung oder auch nur ein Theil desselben geleitet wird, in Verbindung mit einer secundären Spule F, deren Enden die Elektroden eines Voltameters bilden, dessen Recipient durch das an den Elektroden entwickelte Knallgas in Schwingungen versetzt wird, welche Schwingungen durch einen Zählapparat gezählt werden.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE188223737D 1882-11-09 1882-11-09 Neuerungen an Apparaten zur Messung elektrischer Ströme Expired DE23737C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010060496B4 (de) * 2010-11-11 2024-03-21 Wittenstein Se Antrieb mit Flansch zum Festlegen

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