DE78326C - Einrichtung zur elektrischen Fernübertragung von Zeigerstellungen - Google Patents
Einrichtung zur elektrischen Fernübertragung von ZeigerstellungenInfo
- Publication number
- DE78326C DE78326C DENDAT78326D DE78326DA DE78326C DE 78326 C DE78326 C DE 78326C DE NDAT78326 D DENDAT78326 D DE NDAT78326D DE 78326D A DE78326D A DE 78326DA DE 78326 C DE78326 C DE 78326C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pointer
- core pieces
- remote transmission
- coils
- pointer positions
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B5/00—Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied
- G08B5/22—Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission
-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08C—TRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
- G08C19/00—Electric signal transmission systems
- G08C19/02—Electric signal transmission systems in which the signal transmitted is magnitude of current or voltage
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Electromechanical Clocks (AREA)
Description
^ ϊ
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. September 1893 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur elektrischen Fernübertragung
von Zeigerstellungen, und zwar zum Signalisiren der Steuerbewegungen an Bord von Schiffen,
und bezweckt, die Uebelstä'nde der bestehenden Schiffstelegraphen zu beseitigen.
Die Vorrichtung unterscheidet sich von den auf diesem Gebiete bisher bekannten:
1. durch die geringe Anzahl Leitungen (drei), welche bei ihr erforderlich sind,
2. durch die Gedrängtheit in der Form und im Aufbau, so dafs sie schon in einem kleinen
Räume aufgestellt werden kann;
3. durch die dauernde Genauigkeit, mit welcher die Signalisirung erfolgt, und
4. allgemein durch die Festigkeit und Solidität des ganzen Aufbaues.
Ihre Wirkung beruht auf der des sogenannten Differen tial -Reguli rsy stems.
Im wesentlichen besteht die Vorrichtung aus einem Signalgeber mit einem Widerstandskasten, welche in Fig. 1 in Oberansicht und in
Fig. 2 in Seitenansicht und theilweisem Schnitt veranschaulicht sind, und aus dem Signalempfänger,
den Fig. 4 in Ansicht bezw. Schnitt darstellt.
Fig. 2 a zeigt einen wagerechten Schnitt durch einen Widerstandsrahmen und
Fig. 3 die Platte mit den Stromschlufsstücken des Signalgebers in vergröfsertem Mafsstabe.
Der Signalempfänger (Fig. 4) besteht aus zwei Magnetspulen A A1 von gleichen Windungen,
innerhalb welcher sich zwei cylindrische Kernstücke B B1 frei auf- und niederbewegen
können, jedoch vermittelst der an ihnen befestigten Gestänge b b1 unten in der Isolirungsplatte
geführt werden und oben durch das um die Rolle c geschlungene Drahtseil a mit einander
verbunden sind.
Um ein Schleifen des Drahtseiles auf der Rolle zu vermeiden, ist in der Mitte der Rolle
das Seil .mittelst eines Stiftes oder einer Schraube auf derselben befestigt. Die Achse der Rolle
aber trägt einen Zeiger D, welcher, wenn die beiden Kernstücke -BB1 in gleicher Höhe
(Nullstellung) sich befinden, auf die Mitte einer auf einer Platte E angebrachten Scala zeigt
und bei einer Bewegung der Kernstücke zu einander einen entsprechenden Ausschlag auf
der Scheibe nach rechts bezw. links hervorruft.
Ein Pol I der Dynamomaschine (welcher beispielsweise die elektromotorische Kraft für
die Vorrichtung entnommen werden kann) theilt sich kurz vor den Spulen und ist gleichmä'fsig
um beide herumgewunden. Die Bewegung der Kernstücke B B1 wird unmittelbar durch
den Signalgeber veranlafst.
Dieser besteht aus einer Marmorplatte F, Fig. 2 und 3, aufweicher kreisförmig 17 kupferne
Stromschlufsstücke befestigt sind (H0 und zu beiden Seiten H1H2H3 u. s.-w. bis if8),
welche unter sich durch 16 Widerstände verbunden sind, während die beiden Ha mittelst
der Drähre II und III an die Spulen A und A1 des Signalempfängers anschliefsen.
Eine Stromschlufsfeder K, welche auf der senkrechten Achse k befestigt und deren anderer
Pol mit der Dynamomaschine verbunden ist, kann mit Hülfe des Hebels N über die 17
genannten Stromschlufsstücke bewegt werden.
Das Ganze ist auf einem Kasten M befestigt und mit einer Kappe O nebst Glasplatte P verdeckt.
Diese Glasplatte P erhält genau wie die Scheibe E des Signalempfängers zu beiden
Seiten der Mittelstellung eine derartige Gradeintheilung, dafs stets eine Verschiebung der
Stomschlufsfeder um 50 derjenigen von einem
Stromschlufsstück H zum nächsten entspricht.
Befindet sich die Stromschlufsfeder K auf dem mittleren Stromschlufsstück H0, so vertheilt
sich der Strom gleichmäfsig nach beiden Seiten durch die acht gleichen Widerstände
und hält im Signalempfänger die beiden Kernstücke BB1 im Gleichgewicht, so dafs der
Zeiger D in seiner Mittelstellung beharrt und »Mittschiff« anzeigt.
. Stellt man den Hebel N um 50 nach rechts
bezw. die Stromschlufsfeder von der Mittelstellung auf H1 Steuerbord, so erhalten die
Spulen zwei ungleich starke Ströme, in denen 7 bezw. 9 Widerstände eingeschlossen sind.
Infolge dessen wird das eine Kernstück B gehoben und das andere -B1 senkt sich, bis der
Zeiger D des Signalempfängers ebenfalls auf 50 Steuerbord zeigt. .
Eine weitere Verstellung der Stromschlufsfeder verursacht eine entsprechende Bewegung
der Kernstücke bezw. des Zeigers nach Steuerbord bis zu 400, welche Stellung derjenigen
der Feder auf dem Stromschlufsstück H&
Steuerbord entspricht.
Analog ist die Bewegung nach Backbord.
Zu den Widerständen benutzt man. zweckmäfsig
Kohlenstäbe s, welche in bestimmter Anzahl (vortheilhaft 18) in Rahmen jR, Fig. 2 a,
angeordnet und mit den Rahmen derart in den Kasten M gestellt und mit den 17 Stromschlufsstücken
verbunden sind, dafs sie leicht herausgenommen und im Fall einer Beschädigung durch neue Stäbe ersetzt werden können.
An dem Widerstandskasten M sind noch zwei Glockenschalen T und T1 von verschiedenem
Klang angebracht; die eine dient zum Signalgeben, die andere tönt, wenn das Steuerruder
verstellt ist. Sie erhalten ihren Strom durch die auf der Marmorplatte F kreisförmig
angeordneten Stromschlufspunkte t, über welchen sich die Stromschlufsfeder K mit dem
Stift V bewegt.
Nach kleinen Abänderungen kann die Vorrichtung übrigens gerade so gut als Maschinentelegraph,
Wasserstandsanzeiger oder Zeitangeber benutzt werden.
Im ersten Falle ist nur eine Abänderung der Scalen bezw. Tafeln nothwendig, im zweiten
Falle mufs der Plunger mit der Scheibe verbunden werden, und bei Zeitangebern ersetzt
der Minutenzeiger die Stromschlufsfeder, indem er mit nunmehr 60 Stromschlufspunkten der
Zeigerplatte in Berührung gelangen kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Einrichtung zur elektrischen Fernübertragung von Zeigerstellungen zur Verwendung als Steuertelegraph, Maschinentelegraph, Wasserstandsanzeiger, Zeitangeber oder dergleichen, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Signalempfängers, welcher darin besteht, dafs in zwei Magnetspulen (AA1) zwei entsprechend geführte Kernstücke (B bezw. B1J gleiten, welche mittelst eines Drahtseiles oder dergleichen derart verbunden sind, dafs bei der Verschiebung der Kernstücke zu einander, infolge ungleicher Strombeschickung der Spulen, ein Zeiger (D) vor einer mit Scala versehenen Platte entsprechend gedreht wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78326C true DE78326C (de) |
Family
ID=351057
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78326D Expired - Lifetime DE78326C (de) | Einrichtung zur elektrischen Fernübertragung von Zeigerstellungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78326C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5127459A (en) * | 1991-08-12 | 1992-07-07 | Markowitz Steven L | Adjustable rod for tear-away adjustable window shades |
-
0
- DE DENDAT78326D patent/DE78326C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5127459A (en) * | 1991-08-12 | 1992-07-07 | Markowitz Steven L | Adjustable rod for tear-away adjustable window shades |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3423043A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum messen der zugkraft in einem foerdergurt | |
| DE78326C (de) | Einrichtung zur elektrischen Fernübertragung von Zeigerstellungen | |
| DE270136C (de) | ||
| DE441059C (de) | Anordnung zur Fernuebertragung von Bewegungen mittels voneinander entfernt angeordneter Regelwiderstaende in Brueckenschaltung | |
| DE182094C (de) | ||
| DE249424C (de) | ||
| DE117081C (de) | ||
| DE2942443C2 (de) | Log- Anzeigegerät für die Schiffsnavigation | |
| DE173154C (de) | ||
| AT56877B (de) | Elektromagnet zur Betätigung von Regelungseinrichtung für Wechsel- oder Drehstrommotoren. | |
| DE962816C (de) | Drehspulinstrument, bei dem sich infolge der Ausbildung der Polschuhe die Empfindlicheit mit dem Ausschlag aendert und die Zeigerbewegung gedaempft ist | |
| DE338678C (de) | Stromrichtungsanzeiger | |
| DE40299C (de) | ||
| DE295932C (de) | ||
| DE23737C (de) | Neuerungen an Apparaten zur Messung elektrischer Ströme | |
| DE1264997B (de) | Zeicheneinrichtung mit einem auf eine oder mehrere Grundrichtungen einstellbaren Lineal | |
| DE424626C (de) | Vorrichtung zum Empfang von elektrischen, insbesondere von Kabeln zur Kenntlichmachung von Schiffahrtsstrassen ausgesandten Zeichen | |
| DE119436C (de) | ||
| DE730588C (de) | Elektromagnetisches Relais | |
| DE36554C (de) | Neuerungen an elektrischen Apparaten mit Solenoidwirkung auf conaxiale Kerne | |
| DE88834C (de) | ||
| DE121150C (de) | ||
| DE114830C (de) | ||
| DE959209C (de) | Verfahren und Anordnung zur Messung der Impedanz eines elektromechanischen Wandlers | |
| DE2428785C2 (de) | Vorrichtung zur Ermittlung der Position einer in ihrer Längsrichtung verschiebbaren Stange |