DE236403C - - Google Patents

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DE236403C
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0003Electric arc lamps the arc being outside, in the open
    • H05B31/0009Electric arc lamps the arc being outside, in the open with parallel or oblique disposition of the electrodes; Special form of the electrodes

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  • Coke Industry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 236403 KLASSE 21/. GRUPPE
Zusatz zum Patente 213620 vom 18. Oktober 1908.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. November 1909 ab. Längste Dauer: 17.Oktober 1923.
Die deutsche Patentschrift 213620 beschreibt eine elektrische Bogenlampe mit zwei nebeneinander angeordneten Elektroden, von denen die eine in bekannter Weise am Brennende unterstützt wird. Die wesentliche Eigentümlichkeit dieser Bogenlampe besteht darin, daß die eine Kohle gegen die zweite am Brennende unterstützte erheblich nach oben zurückgezogen ist und der Lichtbogen durch einen festen Blasmagneten seitlich derart beeinflußt wird, daß der Krater der zurückgezogenen ■ Kohle ungefähr horizontal liegt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine Einrichtung zur Ausführung des in jener Patentschrift unter ■ Schutz gestellten Prinzips.
Wenn die beiden Kohlen gleich schnell abbrennen und während der ganzen Brenndauer derselben das Maß, um welches die eine Kohle gegenüber der anderen emporgezogen ist, erhalten bleiben soll, so ist es notwendig? die emporgezogene Kohle in geeigneter Weise auf das Oberende der am Brennende unterstützten Kohle aufzustützen, so daß beide Kohlen gleichzeitig in dem Maße abwärts wandern, wie die negative Kohle abbrennt. Die Aufstützung der emporgezogenen Kohle auf die am Brennende unterstützte muß aber derartig sein, daß das Maß, um welches die von der negativen gestützten Elektrode emporgezogen wird, immer dasselbe ist, ohne Rücksicht darauf, wie weit die Kohle bereits abgebrannt ist.
Diese Aufgabe wird auf Grund des in der beiliegenden Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiels der Lampe in der Weise gelöst, daß die Hebbewegung der zurücktretenden Kohle, welche sich mittels eines zu ihrer Aufwärts- und Abwärtsführung dienenden Querstückes auf ein Querstück des Halters der anderen Kohle aufstützt, nach Einschaltung der Lampe durch ein Gesperre herbeigeführt wird, welches aus einer in der Lampe heruntergeführten Stange und einem mit ihr zusammen arbeitenden, aber mit dem Führungsstück emporgezogenen Kohle wirkungslos abwärts wandernden Sperrhebel besteht.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform der Lampe.
Fig. ι ist ein Schnitt in senkrechter Richtung durch die Lampe.
Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt nach der Linie C-D und zeigt die unmittelbar unter diesem Schnitt liegenden Konstruktionsteile..
Fig. 3 ist ebenfalls ein mittlerer Vertikalschnitt durch die Lampe und zeigt deren Innenteile während des Brennens der Lampe, nachdem die Kohlen ein gewisses Maß kürzergebrannt sind.
Die beiden Kohlen 1 und 2 sitzen in den Haltern 3 und 4. Der erstere wird durch ein Isolierstück 5 aus Porzellan mit einem Hebel 6 verbunden, der fest auf einer Achse 7 sitzt. Diese Achse kann sich lose in einem Führungskörper 8 drehen, der mittels dreier Rollen 9
von der Stange io geführt wird. Mittels einer Rolle Ii stützt sich dieser Führungskörper auf eine Laufplatte 12, welche mittels vier Rollen 13 an den beiden Stangen 14 geführt wird. Die Platte 12 ist durch Arme 15 mit den Rollen 13 verbunden.
Diese Platte trägt auch mittels des Bolzens 16 den negativen Kohlenhalter 4. In der Zeichnung ist angenommen, daß der Kohlenhalter 4 von der Schiene 12 isoliert ist. Auf der Achse 7 des Hebels 6 sitzt auf der anderen Seite des Führungskörpers 8 ein Hebel 17, welcher mit der Achse 7 fest verbunden ist, so daß Hebel 6 jeder Bewegung des Hebels 17 folgen muß.
Der Hebel 17 trägt einen Bügel 37, der sich mittels seines Drehzapfens 38 in einer verlängerten Nabe 39 von 17 drehen kann. In dem Bügel 37 kann sich um den Zapfen 40 eine möglichst schwer zu wählende Exzenterscheibe 41 drehen, so daß sie sich durch ihr Eigengewicht gegen eine durch den Bügel 37 hindurchgehende Stange 42 anlegen kann. Diese Stange ist gelenkig mit dem Hebel 25 verbunden, welcher auch den Magnetanker 30 trägt.
Die Stange 42 kann eine fein gezahnte Zahnstange sein, in welche statt einer runden Scheibe
41 eine in gleicher Weise wirkende, um den Zapfen 40 drehbare Klinke eingreift.
Wenn die brennende Lampe ausgeschaltet wird, sinkt der Anker 30 durch sein Eigengewicht herunter und hebt dabei die Stange
42 empor. Die Kohle 1 sinkt infolge Wahl eines entsprechenden schweren Kohlenhalters 3 ebenfalls herunter, und die Bewegung der Kohle hört auf, sobald ihr Abbrandende mit der Negativkohle in Berührung kommt. Wenn der Anker 30 in diesem Augenblick noch weiter fallen kann, zieht er auch die Stange 42 noch weiter hinauf.
Wird die Lampe dann wieder eingeschaltet, so wandert der Elektromagnet 30 aufwärts und drückt dadurch die Stange 42 bis in die in Fig. 3 gezeichnete Lage herunter. Dabei nimmt diese Stange mit Hilfe des Bügels 37 und des Exzenters 41 sowie der Hebel 6 und 17 die positive Kohle mit, so daß diese in die durch Fig. 3 gekennzeichnete Lage kommt, in welcher der aus Eisen hergestellte Hebel 6 von den mit den Elektromagneten 33 hintereinandergeschalteten Hufeisenmagneten 43 festgehalten wird, so daß er während des Abbrandes der Kohlen und dem dabei erfolgenden Unwirksamwerden des Gesperres 41 bis 42 nicht unter dem Eigengewicht des schweren positiven Kohlenhalters eine andere als die beabsichtigte Lage einnehmen kann. Durch Ausschaltung der Lampe wird der Magnet 43 stromlos und kann daher den Hebel 6 fallen lassen.
In Fig. 3 ist ein großer Teil des Führungskörpers 8 weggebrochen, um das Klemmgesperre deutlicher zeigen zu können.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Elektrische Bogenlampe mit nebeneinander angeordneten Kohlen nach Patent 213620, dadurch gekennzeichnet, daß die zurücktretende Kohle (1) mittels des sie tragenden Halters (3) unter Stützung auf einen in seiner Abwärtsbewegung von dem Abbrand der gestützten Kohle abhängigen Führungskörper (8) um das zu der beabsichtigten gegenseitigen Stellung beider Kohlen erforderliche Maß emporgezogen wird.
2. Ausführungsform der Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebbewegung der zurücktretenden Kohle (1) nach Einschaltung der Lampe durch ein Gesperre herbeigeführt wird, welches aus einer in der Lampe heruntergeführten, von einem Solenoid verstellbaren Stange (42) und einem mit ihr zusammen arbeitenden, aber mit dem Führungskörper (8) wirkungslos abwärts wandernden Sperrteil (37, 41) besteht.
3. Eine Ausführungsform der Lampe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter der zurücktretenden Kohle (1) nach dem Hochziehen derselben durch einen kleinen, auf dem Führungskörper (8) befestigten, bei Einschaltung der Lampe erregten Hilfsmagneten (43) festgehalten wird, so daß der Sperrteil (37, 41) zwangsweise an der Gesperrstange 42 abwärts mitgenommen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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