DE23342C - Anwendung eines beweglichen Domes zum Ableiten der Schmauch- und Verbrennungsprodukte an Feldringöfen - Google Patents
Anwendung eines beweglichen Domes zum Ableiten der Schmauch- und Verbrennungsprodukte an FeldringöfenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
OTTO ROST in BUDAPEST.
an Feldringöfen.
In der Zeichnung bedeutet:
Fig. ι Verticalschnitt eines rechteckigen Feldringofens
ohne Brennkanalüberwölbung und mit verrückbarem Schornstein; Schnittrichtung a-a,
Fig.2;
Fig. 2 Ansicht desselben Ofens von oben;
Fig. 3 Verticalschnitt eines runden Feldringofens ohne Brennkanalüberwölbung mit drehbarem
Schornstein. Schnittrichtung b-b, Fig. 4; Fig. 4 Ansicht desselben Ofens von oben;
Fig. 5 Verticalschnitt eines runden Feldringofens ohne Brennkanalüberwölbung mit feststehendem
Schornstein; Schnittrichtung d-d, Fig. 6.
Fig. 6 Horizontalschnitt desselben Ofens; Schnittrichtung
c-c, Fig. 5;
Fig. 7 theilweiser Verticalschnitt desselben Ofens, Fig. 5 und 6, jedoch mit Brennkanalüberwölbung..
Dieser Ofen ähnelt insofern dem bekannten Ringofen, als er aus einem entweder oblongen
oder eckigen oder kreisrunden, in sich selbst zurückkehrenden, nach oben offenen (wie bei
den Fig. 1 bis 6) oder überwölbten (wie bei Fig. 7) Kanal besteht, welcher an verschiedenen
Punkten durch Oeffnungen g von aufsen zugängig und beschickbar ist, und in welchem
der Brennprocefs continuirlich fortschreitend unterhalten wird, indem an der jeweiligen
Feuerungsstelle durch die im Gewölbe des Kanales oder in dessen Abdeckung angebrachten,
durch Deckel verschliefsbaren Heizschachte k Brennstoff eingestreut wird.
Vereinfacht wird jedoch dieser Ofen dem Ringofen gegenüber dadurch, dafs die Rauchgase
und überhaupt Verbrennungsproducte nicht wie bei diesem durch besondere Rauchabzugskanäle,
welche, dem fortschreitenden Betriebe entsprechend, durch ventilartige Vorrichtungen
geöffnet oder geschlossen werden können, nach einem sogenannten Rauchsammler und von dort
nach dem Schornstein abziehen, sondern dafs sie ihren Weg am Ende des jeweiligen Ofeneinsatzes
durch eine Anzahl der bekannten Heizschachte bezw. durch deren Oeffnungen nach einem über dem Ofenkanal und auf dessen
Seitenwänden verschiebbar angebrachten Dom m nehmen. Letzterer ist mit einem Schornstein 0,
und zwar bei oblongem oder eckigem Ofenkanal, Fig. ι und 2, direct, bei rundem, Fig. 3
und 4, durch ein Rohr η verbunden. Im ersteren Falle nimmt der Schornstein 0 an der durch
den Betrieb bedingten fortschreitenden Bewegung des Domes m theil, im letzteren Falle dreht
sich derselbe einfach um seine Verticalachse, und sind alle Einrichtungen derart getroffen,
dafs dieser Bewegung nichts hindernd im Wege steht. Endlich kann auch bei runder Ofenkanalconstruction
der Schornstein ο fest in der Mitte stehen, Fig. 5, 6 und 7, in welchem Falle
derselbe durch Oeffnungen i mit dem ringförmigen Raum/ zwischen sich und der inneren
Ofenkanalwandung communicirt; über diesem Raum p ist die drehbare, ringförmige Haube r
derart angeordnet, dafs ihre unteren Kanten in die Rinnen s eintauchen, welche, mit Sand,
Theer oder dergleichen gefüllt, den Eintritt äufserer Luft verhindern. Der über dem kreisförmigen
Ofenkanal bewegliche Dom m ist mit
der Haube r durch das Rohr η verbunden, so
dafs, sobald die jeweilig unter dem Dom m befindlichen Heizschächte k geöffnet sind, die
Luft des Ofenkanales durch den Dom m mittelst des Rohres η und der Haube r mit dem Raum f
und folglich auch mit dem Schornsteine communicirt.
Denkt man sich nun den Dom m an irgend einer Stelle auf dem Ofenkanal stillstehend und
den Querschnitt dieses letzteren unmittelbar hinter dem Dom m durch einen Schieber oder
eine bewegliche Scheidewand υ geschlossen, die zunächst hinter dem Schieber ν befindlichen
Ofenkanalräume leer und dort die zum Ein- und Ausbringen des Brenngutes vorhandenen
Zugänge^· offen, im übrigen jedoch den Ofenkanal mit Brenngut gefüllt und, falls derselbe
ohne Deckengewölbe, oberhalb durch aufgestreuten Sand, Lehm oder dergleichen gegen
eindringende Luft geschützt, die dort eingesetzten Heizschachte k durch ihre Deckel geschlossen,
sonst auch alle übrigen seitlichen Oeffnungen g versetzt, denkt man sich ferner
jene Heizschachte k, welche sich direct unter dem Dom m befinden, wie vorbeschrieben, geöffnet
und endlich den unteren Rand des Domes m, dort, wo er sich auf die Kanalseitenwandungen
oder dessen Gewölbe oder auf dem Brennguteinsatz aufsetzt, durch umgestreuten Sand gegen seitlich eintretende Luft abgedichtet,
ferner im Schornstein ο eine aufsteigende Luftsäule, so ist klar, dafs eine Luftströmung entsteht,
welche aus der Atmosphäre durch die offenen Einkarrthüren g oder bei nicht eingewölbtem
Brennkanal von oben direct hinter dem Schieber ν in denselben eintritt, diesen
und somit auch das ihn weiterhin füllende Brenngut seiner ganzen Länge nach durchstreicht
und endlich, vor dem Schieber ν angelangt, durch die dort geöffneten Heizschachte k
in den Dom tn und aus diesem direct oder (bei runden Oefen) durch das Rohr n, eventuell
auch noch durch die Haube r etc. in den Schornstein ο übertritt, wie dies die Pfeile in
den Fig. ι bis 7 anzeigen. ·
Durch diesen Luftstrom wird der Brennprocefs in bekannter Weise fortschreitend unterhalten,
während ebenso fortschreitend hinter dem Schieber ν rohes Brenngut eingebracht
und fertig gebranntes ausgenommen wird. Ist das Einbringen rohen Brenngutes in den Ofenkanal
bis zur nächsten Schieberrille χ geschehen, so wird der Schieber v, welcher bis dahin dicht
hinter dem Dom m stand, herausgenommen, in die nächste Rille, also dicht hinter dem neuen
Brennguteinsatz, eingeschoben; .die Heizschachtdeckel über letzterem werden entfernt. Hierauf
wird der Dom m eventuell mitsammt dem Schornstein 0 bis zur neuen Schieberstellung
nach vorwärts bewegt, der untere Rand des Doms m wieder mit Sand umstreut und die nun
frei gewordenen Heizöffnungen k werden durch ihre Deckel geschlossen. In dieser Weise wandert
der Dom m, eventuell auch der Schornstein in demselben Mafse über den Ofenkanal
hin, in welchem das Feuer in demselben fortschreitet, rohes Brenngut ein- und fertig gebranntes
ausgebracht wird. Regulirt wird· der Luftstrom durch eine im Schornstein ο direct
oder im Rohre η angebrachte, von aufsen drehbare Drosselklappe w oder eine ähnliche einfache
Vorrichtung. Als Constructionsmaterial für den Dom m und das Rohr n, ebenso für den
Schornstein 0, sobald dieser beweglich ist, empfiehlt sich am besten Eisen, obgleich andere
Materialien nicht ausgeschlossen erscheinen.
Es ist nicht nöthig, den Ofenkanal durch Mauerwerk herzustellen, derselbe kann vielmehr
auch durch das Brenngut selbst gebildet werden, welches dann entsprechend den gewöhnlichen
sogenannten Feldbränden an den Aufsenseiten dicht zusammengesetzt und mit weichem
Lehm angeworfen bezw. verstrichen wird.
Claims (2)
1. Die Anwendung eines über einem oblongen oder runden Ofenkanal bezw. über dessen
Heizschächten verschiebbar angeordneten Doms«, Fig. i, 2, 3 und 4, welcher den
Zweck hat, die den geöffneten Heizschächten k k entströmenden Schmauch- und
Verbrennungsproducte aufzunehmen und in einen auf dem Dom m angebrachten, also
mit demselben verschiebbaren Schornstein 0, Fig. i, oder'in einen um seine Achse drehbaren
Schornstein 0, Fig. 3 und 4, abzuleiten.
2. Die in Fig. 5, 6 und 7 dargestellte Verbindung des beweglichen Doms m mit der drehbaren
Haube r, durch die es möglich ist, die Schmauch- und Verbrennungsproducte
aus dem beweglichen Dom in einen feststehenden Schornstein 0 abzuleiten.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE23342C true DE23342C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE23342C (de) |
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