DE68650C - Continuirlicher Ziegelofen - Google Patents
Continuirlicher ZiegelofenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B13/00—Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge
- F27B13/02—Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge of multiple-chamber type with permanent partitions; Combinations of furnaces
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTA
Bei der den Gegenstand der Erfindung bildenden, zum Vortrocknen der frischen
Ziegel dienenden Einrichtung wird das Vortrocknen durch die Abgangswä'rme aus in Abkühlung
befindlichen Kammern ohne Umstände und erheblichen Verlust an Trocknungsvermögen
dadurch erreicht, dafs in den zwischen den Ofengewölben liegenden oberen Längskanal
Zweigkanäle einmünden, in welchen ein Schieber angeordnet ist, der die angewärmten
Gase aus den in Abkühlung befindlichen Ofenkammern in andere überzuführen gestattet,
um deren Einsätze vor unmittelbarer Befeuerung durch diese Abgangswärme zu trocknen.
Es zeigen: Fig. 1 in der unteren Hälfte den
Grundrifs eines solchen Ofens, in der oberen Hälfte einen waagrechten Schnitt,
Fig. 2 eine Seitenansicht und theilweise einen Schnitt nach Linie x-x der Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie y-y der Fig.i,
Fig. 4 im vergröfserten Mafsstabe einen Querschnitt,
Fig. 5 einen senkrechten Schnitt,
Fig. 6 eine obere Ansicht eines Füllschachtes des Ofens und
Fig. 7 die Art, wie die Kammern mit Ziegeln besetzt werden.
Der Ringofen länglicher oder rechtwinkliger Form besteht aus zwei Gewölben, die neben
einander angeordnet an den Enden verbunden sind, so dafs eine zusammenhängende Kammer
gebildet wird. Die inneren Theile der Gewölbe liegen auf dem Mauerwerk α auf (Fig. 2), in
welchem der etwa 1,4 m -hohe und 0,7 m breite Hauptkanal b liegt, welcher die Rauchgase
in den Schornstein abführt. Das Gewölbe des Ofens ist mit einer Ummauerung c versehen
, welche behufs Ziegelersparnifs mit Schutt ausgefüllte Hohlräume d besitzt. Die
Thüren e, deren Anzahl sich nach derjenigen der Kammern richtet (im vorliegenden Falle
vierzehn) ermöglichen den Zugang zum Ofen.
Jede Kammer steht mit dem Hauptkanal b mittelst eines Kanals f in Verbindung, welcher
in seinem unterirdischen Theile etwa 46 cm hoch und 46 cm breit sein kann und sich von
einer in der Ofenwölbung angebrachten Oeffnung als gewölbter Gang nach aufsen, hierauf abwärts
unter den Heizraum nach dem Hauptkanal b erstreckt und mit einem verschliefsbaren Schieber
g versehen ist. Die Ausmündung des Kanals kann nach Bedarf mit Lehm verschlossen
werden.
In dem oberen Theil des Ofens befindet sich der Längskanal h, in welchen die nach den
Ofenkammern führenden Zweigkanäle i einmünden. In diesen Kanälen i ist aufser dem
Deckel k noch je ein Schieber j, Fig. 4, angebracht, und diese Schieber j ermöglichen die.
Ueberführung der angewärmten Gase aus in Abkühlung befindlichen Ofenkammern nach
anderen Ofenkammern, um deren Ziegeleinsätze durch diese erwärmten Gase zu trocknen. Die
am Scheitel des Ofengewölbes befindliche Rinne /, Fig. 4, wird von einem Mundstück
gebildet, durch welches die erwärmten Gase in den Kanal i übertreten; in diese Rinne I kann
der Deckel k eingesetzt werden, der durch die ebenfalls mit einem Deckel verschliefsbare Oeffnung
m entfernt werden kann.
Die Füllschächte η, welche zur Einführung des Brennmaterials dienen, erstrecken sich von
der Decke des Ofens bis in das Innere der Kammern und sind mittelst in Sitze ρ eingepafster
Verschlufsdeckel o, Fig. 5 und 6, für gewöhnlich geschlossen.
Durch innere Bogen q, Fig. 1 und 4, sind die Kammern von einander getrennt. Bis an
diese Bogen heran werden die zu brennenden Ziegel eingesetzt, und zwar wird, um eine
Theilung des Einsatzes zu bewirken, der obere Theil der Ziegel (beispielsweise der über der
punktirten Linie r, Fig. 3, liegende) mit Lehm überstrichen, während der unterhalb derselben
liegende Theil mit leicht verschiebbaren Schiebern verschlossen wird. Nur diese Schieber
braucht man herauszuziehen, wenn die nächstfolgende Kammer besetzt und für den beschriebenen
Abschlufs fertig ist. Beim Besetzen der Kammern werden zwischen den Füllschächten
η senkrechte Schächte s in der Weise hergestellt, dafs das Brennmaterial zwischen
die Ziegeleinsätze herabfallen kann; ferner werden waagrechte Heizkanäle in bestimmten
Zwischenräumen dadurch gebildet, dafs man einige Ziegel quer über die anderen einsetzt (Fig. 7), infolge dessen die Feuergase
jede einzelne Kammer durchströmen können. Durch Anordnung quergestellter Ziegel in den
senkrechten Schächten s, wie bei f, wird vermieden, dafs sämmtliches Brennmaterial bis
unten auf den Boden der Schächte s fällt. Auch werden in den Kammern Querkanäle
gegenüber dem Kanal f der Aufsenwand (Fig. 3) gebildet und diese Querkanäle kreuzen
unter rechten Winkeln sämmtliche aus Fig. 7 ersichtlichen waagrechten Kanäle.
Angenommen, die Ziegel in Kammer 1 würden herausgenommen, diejenigen in Kammer 2
wären kalt, diejenigen in Kammern 3 und 4 befänden sich in der Abkühlung und diejenigen
in Kammer 5 wären gerade genug gebrannt, der Einsatz in Kammer 6 befände sich in Vollglut, derjenige in Kammer 7 in Weifsglut,
die Einsätze der Kammern 8 und 9 in Rothglut, der Einsatz in Kammer 10 in Dunkelrothglut,
derjenige in Kammer 11 sei getrocknet, derjenige in Kammern 12 und 1 3 in der Trocknung
und der in Kammer 14 in der Ausdämpfung begriffen. Alsdann werden die
Schieber g der Kammern 6 und 7 dicht geschlossen, diejenigen der Kammern 8, 9 und 10
mehr oder weniger, der Schieber von Kammer 11 dagegen vollständig geöffnet, so dafs aus der
Kammer 6 Feuergase, ehe sie in den Kanal b gelangen, durch die Kammern 7, 8, 9 und 10
streichen. Ebenso sind die Schieber j der Kammern 3, 4 und 5, sowie diejenigen der
Kammern 12 und 13 offen, so dafs die aus
den in Abkühlung befindlichen Kammern 3, 4 und 5 entweichenden angewärmten Gase in die
Kammern 12 und 13 gelangen können, um die Ziegel in denselben zu trocknen, bevor directe
Befeuerung auf sie einwirkt. Die zu trocknenden Ziegel erleiden in Bezug auf die Farbe
durch die darauffolgende directe Befeuerung keinerlei Aenderung.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein continuirlicher Ziegelofen mit zwischen den Ofengewölben angeordnetem oberen Längskanal (h) und in diesen einmündenden Zweigkanälen (i), in welchen aufser dem Deckel (k) noch ein Schieber (j) eingebaut ist, der die angewärmten Gase aus den in Abkühlung befindlichen Ofenkammern in andere Kammern mit zu trocknenden Einsätzen einzuführen und die Einsätze vor directer Befeuerung zu trocknen gestattet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE68650C true DE68650C (de) |
Family
ID=342179
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT68650D Expired - Lifetime DE68650C (de) | Continuirlicher Ziegelofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE68650C (de) |
-
0
- DE DENDAT68650D patent/DE68650C/de not_active Expired - Lifetime
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