DE233286C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D9/00—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
- C21D9/22—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for drills; for milling cutters; for machine cutting tools
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
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- C23C8/00—Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVI 233286-KLASSE 18 c. GRUPPE
Verfahren zur Herstellung verstählter Werkzeuge. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. November 1908 ab.
Man hat die Erfahrung gemacht, daß Werkzeuge, wie Drehstähle, Messer u. dgl., besser
arbeiten, wenn nur die eigentliche Arbeitsschneide aus Stahl, der übrige Teil aber aus gewohnlichem
Eisen besteht. Die hierauf beruhenden Verfahren zur Herstellung von Werkzeugen mit Stahlschneiden bestanden darin, daß
man- ein Werkzeug aus Eisen herstellte und an dieses eine Arbeitsspitze oder Schneide aus
ίο Stahl anschweiste. Diese Arbeit war zeitraubend,
ganz abgesehen davon, daß sich wirklich guter Drehstahl überhaupt nicht schweißen läßt. Vor
allem aber hatte man den Nachteil, daß, sofern die Stahlspitze oder Stahlschneide abgebrochen
oder abgenutzt war, man ein neues Stahlstück anschweißen mußte, wenn das Werkzeug von
neuem benutzt werden sollte, eine Arbeit, die in einer gewöhnlichen Werkstätte nicht ausführbar
ist.
Nach vorliegender Erfindung werden Eisenstangen auf ihrer Oberfläche, eventuell auch
im Innern mit Stahlschichten, Rippen oder Seelen versehen derart; daß die Werkzeuge aus
den Stangen so geschnitten werden können, daß die Stahlmasse immer an die Schneiden gelangt
und im Maße der Abnutzung immer neue Stahlmassen an Stelle der abgenutzten treten.
Die Anordnung der Stahlschichten kann auf beliebige Weise geschehen. Am vorteilhaftesten
aber geschieht sie dadurch, daß eine Eisenstange oder ein Eisenstab oder Rohr, oder Welle
bis zu einer gewissen Tiefe in Stahl verwandelt wird. Hierzu kann beispielsweise das Verfahren
nach Patentschrift 175026 verwendet werden.
Auf beiliegender Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel eine Stahlstange in Seitenansicht
dargestellt, die mit ihrem unteren Ende zu einem Drehstahl geschmiedet und geschliffen
ist.
Fig. 2 bis 4 sind die Querschnitte verschiedener Ausführungsformen.
Ein Eisenstab α aus Flußeisen oder Schmiedeeisen
wird in der durch Patent 175026 beschriebenen Weise derart behandelt, daß eine
Stahlschicht a1 entsteht (Fig. 1 und 2). Aus
diesen Stangen können die Drehstähle ohne weiteres geschnitten werden. Es ist leicht ersichtlich,
daß immer die Spitze a% aus Stahl bestehen muß, und daß der Drehstahl, ganz
wie Drehstähle, welche durch und durch aus Stahl bestehen, aus der Stange geschnitten,
geschmiedet, gehärtet und geschliffen werden kann.
Man kann aber auch Stäbe nehmen, die auf ihrem ganzen Umfange mit einer Stahlschicht a1
versehen sind.; für viele Fälle, beispielsweise Drehstähle, genügt, wenn nur eine Kante in
Stahl verwandelt ist (Fig. 4). Ferner kann man ganze Eisenblechtafeln auf der einen Seite mit
einer Stahlschicht a1 versehen (Fig. 5), und aus
diesem derart behandelten Blech können ohne weiteres Hobel, Messer, Sägen, Beile, Matrizen,
Patrizen, Schreinerwerkzeuge usw. hergestellt werden. Handelt es sich um Werkzeuge, die
eine Schneide in der Mitte haben, so können
Claims (1)
- entweder zwei nach Fig. ι hergestellte Stangen übereinandergeschmiedet werden, oder es kann ein aus Flußeisen hergestelltes Rohr an seiner Innenseite mit einer Stahlschicht nach dem erwähnten Verfahren überzogen werden (Fig. 6), worauf das Rohr flachgeschlagen wird (Fig. 7). Man erhält hierdurch eine Eisenstange, die eine innere Stahlseele hat, die je nach der Art des Zusammenschlagens des Rohres zentrisch oder exzentrisch liegen kann und einen Querschnitt nach Wunsch hat. Durch einfaches Zusammenschlagen des Rohres und entsprechendes Schmieden erhält man eine Eisenstange, die im Innern in der Mitte ein Stahlband enthält. Von dieser Stange lassen sich die Meißel abschneiden, schmieden, härten und schleifen, wie bei Stahlstangen, und man erhält Meißel, die im wesentlichen aus Schmiedeeisen bestehen, doch eine Stahlschneide besitzen. Handelt es sich um die Herstellung von Fräsern, so nimmt man eine runde, volle oder hohle Welle aus Schmiedeeisen, verstahlt deren Oberfläche in der angegebenen Weise etwa so tief, wie die Höhe der zu schneidenden Zähne beträgt, worauf die Zähne eingeschnitten werden können (Fig. 8).Es hat sich herausgestellt, daß selbst Fräser, bei denen die Stahlschicht weit geringer war als die Höhe der Zähne, ganz vorzüglich waren und dauerhaft arbeiteten. In allen Fällen, in denen das Patent 175 026 benutzt wird, hat es sich ergeben, daß ein Abspringen des Stahles von dem Eisen nicht eintritt.Es ist gebräuchlich, Werkzeuge aus Schmiedeoder Flußeisen zu formen und diese nachträglich oberflächlich zu härten. Zu dieser oberflächlichen Härtung gehören aber besondere Kenntnisse und Vorrichtungen, während nach vorliegender Erfindung das Ausschmieden von Werkzeugen, insbesondere der in . den Werkstätten gebräuchlichen und dem bestimmten Verwendungszweck angepaßten Drehstähle, Meißel u.dgl. genau so möglich ist wie das bisherige Schmieden aus schmiedbarem Stahl.Paten τ-Anspruch :Verfahren zur Herstellung verstählter Werkzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsmaterial Formeisen beliebiger Gestalt mit einer oberflächlichen oder einer inneren Stahlschicht benutzt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE233286C true DE233286C (de) |
Family
ID=493238
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT233286D Active DE233286C (de) |
Country Status (1)
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|---|---|
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