DE354147C - Verfahren zur Herstellung von Rosett- oder Brustpfeifen aus Blech fuer Schloesser - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Rosett- oder Brustpfeifen aus Blech fuer Schloesser

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DE354147C
DE354147C DE1920354147D DE354147DD DE354147C DE 354147 C DE354147 C DE 354147C DE 1920354147 D DE1920354147 D DE 1920354147D DE 354147D D DE354147D D DE 354147DD DE 354147 C DE354147 C DE 354147C
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rosette
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pipes
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D53/00Making other particular articles
    • B21D53/38Making other particular articles locksmith's goods, e.g. handles
    • B21D53/42Making other particular articles locksmith's goods, e.g. handles keys

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 1. JUNI 1922
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 7c GRUPPE 37
Schloßfabrik-Akt.-Ges. vorm. WiIh. Schulte in Schlagbaum b. Velbert, RhId.
Verfahren zur Herstellung von Rosett- oder Brustpfeifen aus Blech für Schlösser. Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Oktober 1920 ab.
Es ist bereits bekannt, gewisse Schloß-
zubehörteile, z. B. Drehdorne für flache Schlüssel, Ösen zur Befestigung von Griffstangen, welche vormals aus dem Vollen durch Drehen, Bohren usw. hergestellt wurden, aus
Blech durch Stanzen, Biegen und Pressen zu erzeugen.
Die vorliegende Erfindung hat die Herstellung von sogenannten Rosett- oder Brustpfeifen aus Blech zum Gegenstand, die auf
der Schloß decke befestigt ,sind und aus mit einem Flansch undi einem Längsschlitz .versehenen, zur Einführung des Schlüssels dienenden Hülsen bestehen. Das Wesen der Erfindung Hegt einerseits in der Wahl eines Vorwerkstückes von eigenartiger Umrißfigur, anderseits in der Aufeinanderfolge einer Reihe von Arbeitsvorgängen, durch welche dieses Vorwerkstück in die Form der Rosett- oder Brustpfeife gebracht wird. Das neue Verfahren besteht darin, daß das Vorwerkstück von etwa rechteckiger oder rautenförmiger Gestalt, das an den Seitenrändern je mit einer ausladenden Rundung versehen ist, zu-X5 nächst durch Pressen mit einer durch die Mittelpunkte der Rundungen lauf enden Sicke versehen wind, worauf es durch Biegen um seine Längsachse in die Form einer geschlossenen Hülse übergeführt wird. Die ringsumao laufende Sicke wird nunmehr zu einem an der rückwärtigen Stirnfläche ebenen Flansch gestaucht, und schließlich wird in die Hülse an Stelle der Naht ein Längsschlitz-eingesägt oder eingefräst. Dieses Verfahren enmög-S5 licht nicht allein eine einfache und billige Herstellung, sondern bietet zugleich auch den Vorteil, daß die Rosett- und Brustpfeifen hinsichtlich der genauen Formgebung den bisherigen, aus dem Vollen hergestellten Rosett- oder Brustpfeifen gleichwertig sind, so daß sie ohne Nacharbeit in der vorgeschriebenen Stellung an der Schloßdecke befestigt wenden können. Von besonderer Bedeutung sind dabei die seitlich auslaldenden Rundungen des Vorwerkstückes und dessen Biegen zu einer geschlossenen Hülse, was eine vollkommene Gestaltung des Flansches bei der Umformung der Sicke durch Stauchen dadurch gewährleistet, daß das Stauchgesenk vollständig ausgefüllt ist.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel' des neuen Verfahrens in seinen verschiedenen Arbeitsstufen.
Abb. ι zeigt das durch Ausstanzen aus einer Blechplatte gewonnene Vorwerkstück a, das im wesentlichen eine rautenförmige Umrißfigur besitzt, wobei die gegeneinander geneigten Ränder bei b mit einer seitlich ausladenden Rundung versehen sind. Das Vorwerkstück α wiid zunächst, wie die Abb. 2 und 3 zeigen, in Höhe der beiden Rundungen & mit einer querdurchlaufenden Sicke c \ versehen, was durch Pressen mittels geeigneter Gesenke erfolgt. Darauf wird das Vorwerkstück in die Form einer Hülse übergeführt, indem es zunächst um eine zur Längsachse des Werkstückes parallele Bfegeachse in den U-förmigen Querschnitt nach den Abb. 4 bis 6 gebogen wird. Alsdann wenden die beiden Schenkel schließend zu- Go saimmengebogen, wodurch die in den Abb. 7 und 8 dargestellte Hülse mit ringsumlaufender Sicke entsteht. In der nächsten Arbeitsstufe wird die Sicke durch Stauchen in geeigneten Gesenken in die Form eines Flan-'Sches f übergeführt, der auf der rückwärtigen Stirnfläche eben, vorn dagegen konisch oder auch gewölbt sein kann. Durch die Anordnung der Rundungen b am Vorwerkstück wird erreicht, daß die Hülse d auch an der Sicke c vollständig geschlossen ist, so daß die Stauchgesenke vollständig mit Material ausgefüllt sind, wodurch, eine vollkommen genaue Profilierung des Flansches/ erfolgt (Abb. 9 und 10).
Nachdem der Flansch! f noch am Rande gerauht oder gezackt worden ist (Abb. 11), was in beliebiger Weise erfolgen kann, wird die Hülse auf der Seite, wo sich ihre Längsnaht g befindet, mit einem durchlaufenden Längsschlitz h versehen, und zwar kann dies durch Sägen oder Fräsen geschehen (Abb. 12 und
Wie ohne weiteres ersichtlich, ist das neue Verfahren überaus einfach und zweckmäßig. Die verschiedenen Arbeitsstufen können mit Hilfe selbsttätig arbeitender Maschinen, bei denen Vor- und Zwischenwerkstücke ununterbrochen von einem Werkzeug zum anderen befördert werden, in einem fortlaufenden Arbeitsgang !ausgiefüfart werden. Der Materialabfall ist im Vergleich zur Herstellung der Pfeifen aus dein Vollen sehr gering.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Rosett- oder Brustpfeifen aus Blech für Schlösser, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorwerkstück von etwa rechteckiger öder rautenförmiger Gestalt, das an den Seiten- wo rändern je mit einer auslaldenden Rundung versehen ist, zunächst durch Pressen mit einer durch die Mittelpunkte der Rundungen laufenden Sicke versehen wird, worauf es durch Biegen um seine Längsachse in die Form einer geschlossenen Hülse übergeführt wird, die nunmehr ringsumlaufende Sicke zu einem an der rückwärtigen Stirnfläche ebenen Flansch' gestaucht, und schließlich in die Hülse an Stelle der Naht ein Längsschlitz eingesägt oder eingefräst wind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1920354147D 1920-10-12 1920-10-12 Verfahren zur Herstellung von Rosett- oder Brustpfeifen aus Blech fuer Schloesser Expired DE354147C (de)

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