-
Stanzmesser. Es ist bekannt, daß die bei der Schuhfabrikation zum
Ausstanzen von Sohlen und, Flecken und in anderen Industrien gebräuchlichen Stanzmesser
im Interesse der leichteren Arbeit und der Unfallsicherheit eine gewisse Höhe haben
müssen, damit der Arbeiter das Werkstück übersehen und das Messer handhaben kann.
Wenn diese große Höhe durch. Wahl eines entsprechenden Stahlprofils erreicht wird,
so wird das Messer schwierig herzustellen, schwer im Gewicht und teuer, so daß man
sich im allgemeinen mit der Mindesthöhe. von ioo bis i2o mm begnügt. Man hat auch
schon vorgeschlagen, die Höhe des Stanzmessers durch Anwendung eines besonderen
dieses Messer fassenden Halters zu vergrößern, konnte jedoch bei einem solchen Messer
auch nicht über die Mindesthöhe hinausgehen, weil bei größeren Höhender Halter zu
schwer und die Verbindung mit dem Messer zu unsicher wird. Auch wird die Handhabung
des Messers durch den besonderen Halter sehr erschwert.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine unnormale Messerhöhe dadurch
erreichbar gemacht, daß mit einem den unteren Teil des Messers bildenden niedrigen
Stahlrahmen noch ein hoher Aufsatz aus dünnerem, aber in senkrechter Richtung gewelltem
Blech verbunden ist. Dadurch wird eine hohe Festigkeit bei geringem Gewicht und
billigem Herstellungspreis erreicht und anderseits die Handhabung des Messers infolge
der senkrechten Wellen erleichtert.
-
Ein solches Messer ist auf der. beiliegenden Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt, und zwar. ist Fig. i eine Seitenansicht und Fig. 2 eine Aufsicbt auf
Fig. i.
-
Obgleich die Größenverhältnisse je nach Zweck und Arbeitsweise verschieden
sein können, soll dem dargestellten Ausführungsbeispiel zur Veranschaulichung der
Erfindung in verkleinertem Maßstabe ein Stanzmesser zugrunde gelegt sein, das in
natürlicher Größe etwa i2o mm hoch sein würde. Wie aus der Zeichnung ersichtlich,
ist nur der untere Teil in einer Höhe von etwa 50 mm. natürlicher Größe als
eigentliches Stanzmesser, bestehend aus dem kastenförmigen dicken Stahlblock i mit
scharfer Schneide 2, ausgebildet. Der obere Teil besteht aus einem in natürlicher
Größe etwa 7o mm hohen Aufsatz 3 aus gewelltem Blech von beispielsweise 2 mm Dicke,
welcher in einer entsprechenden Entfernung von seiner oberen Kante mit dem aus einem
Blechstreifen q. bestehenden Fingerschutz für die beiden Hände des das Messer handhabenden
Arbeiters versehen ist. Der Aufsatz 3 ist mit dem eigentlichen Stanzmesser i in
geeigneter Weise beispielsweise durch Schweißen oder Löten verbunden. In vorliegendem
Falle ist der Aufsatz 3 an den Punkten a, falls erforderlich, auch noch an den Punkten
b, angeschweißt.
-
Die Vorteile eines gemäß der Erfindung ausgebildeten Stanzmessers
sind u. a. folgende Zunächst ist die Herstellung des niedrigen Stanzmessers i wesentlich
leichter und einfacher als die Herstellung der üblichen Stanzmesser in ioo oder
mo mm Höhe. Dadurch, daß der Aufsatz 3 aus gewelltem Blech von etwa 2 mm Dicke besteht,
wird das gesamte
Messer leichter als ein Messer, welches massiv
in der gleichen Höhe hergestellt ist.
-
Die Ausbildung des Messers nach vorlieGender Erfindung hat aber auch
noch den Vorteil, daß das Messer beliebig hoch hergestellt werden kann. Bis jetzt
werden die hohen Messer aus praktischen Gründen in einer Höhe von ioo, höchstens
i2o mm hergestellt, weil Messer in einer darüber hinausgehenden Höhe herzustellen
und aus dem Ganzen zu schweißen, mit den jetzt vorhandenen Einrichtungen kaum möglich,
auf jeden Fall aber sehr schwierig und kostspielig ist. Dadurch, daß das Messer
gemäß der Erfindung in einer größeren Höhe hergestellt werden kann, wird auch der
Fingerschutz wirksamer. Bei einem Messer in der Höhe von etwa ioo öder i2o mm besteht
immer die Gefahr, daß beim Umfassen des Messers mit beiden Händen der kleine Finger,
versehentlich unter die Schneide faßt une abgequetscht wird. Wird aber, was gel'3
der Erfindung ohne weiteres möglich ist, das Messer so hoch ausgeführt; daß der
kleinE Finger nur mit besonderer Anstrengung oder üherhaupt nicht unter die Schneide
fassen kann, dann ist die Gefahr des Abquetschens so gut wie überhaupt nicht mehr
vorhanden.