DE233193C - - Google Patents

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DE233193C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B25/00Obtaining tin
    • C22B25/06Obtaining tin from scrap, especially tin scrap
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 233193 -KLASSE 40 a. GRUPPE
GUSTAV SPITZ in BRUNN, Mähren.
nach Patent 224283 benutzten Laugen.
Zusatz zum Patente 224283 vom 18. Dezember 1908.*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Oktober 1909 ab. Längste Dauer: 17. Dezember 1923.
Im Patent 224283 ist ein Verfahren beschrieben worden zur Scheidung von Metallen, die in Alkali löslich sind, aus solche enthaltenden Abfällen, Legierungen usw., bei dem die letzteren unter Druck mit einer alkalischen Lösung erhitzt werden, die freies Alkali und Oxydationsmittel in erheblichem Überschuß über die theoretische Menge enthält. Am Schluß des Arbeitsvorganges erhält man eine Lauge, die noch einige Prozente freies Alkali enthält; diese Lauge kann, wie angegeben, weiter benutzt werden, indem man ihr frische Alkalilauge zusetzt und nun damit neue Mengen metallhaltigen Materials behandelt.
Hierbei besteht aber ein wesentlicher Nachteil, daß nämlich die von dem ersten Arbeitsgange erhaltene Lauge alle möglichen Verunreinigungen enthält, z. B., wie bei der Entzinnung von Weißblechabfällen, Kieselsäure, Tonerde, Blei. Diese Verunreinigungen, die in den neuen Arbeitsgang mit hineingenommen werden, verringern selbstredend das Lösungsvermögen der Lauge für das Metall, in dem gewählten Beispiel also für das Zinn, sie werden bei der späteren Ausfällung das zu gewinnende Zinnoxyd verunreinigen usw.
Um diese Übelstände zu vermeiden, verfährt man nach vorliegendem Verfahren folgendermaßen :
In die von dem vorhergehenden Arbeitsgange kommende Stannatlauge bringt man, ohne frische Alkalilauge zuzusetzen, zinnhaltiges Material, z. B. Weißblechabfälle. Bei Anwesenheit genügender Mengen Oxydationsmittel (Salpeter) geht bei einem Gehalte von unter etwa 2V2 Prozent freien Alkalis in der Lauge die Reaktion derart vor sich, daß nur Zinnoxyd entsteht, welches in, der vorhandenen geringen Menge freien Alkalis nicht mehr in Lösung geht.
Dieses Zinnoxyd nimmt im Momente seiner Entstehung den größten Teil der die Lauge verunreinigenden Bestandteile, wie Kieselsäure, Tonerde und Blei, in sich auf und schlägt sie in unlöslicher Form mit nieder.
Die von diesem Niederschlage befreite Stannatlauge ist wesentlich reiner als die noch mit konzentrierter Lauge aus den ersten entzinnten Materialmengen gewonnene, und infolgedessen kann man aus ihr auch ein Zinnoxyd von wesentlich größerer Reinheit gewinnen.
■ Als zahlenmäßiges Beispiel für. das vorliegende Verfahren sei folgendes gegeben:
Es sind zu reinigen 5000 1 einer zur alkalisehen Entzinnung benutzten Lauge, welche noch ungefähr 2V2 Prozent freie Natronlauge und etwa I1Z2 Prozent Salpeter enthält. In
40
45
*) Früheres Zusatzpatent 224776.
diese Lauge werden 1500 kg Weißblechabfälle mit etwa 2 Prozent Zinn, im ganzen also etwa 30 kg Zinn, gebracht. Letztere würden theoretisch etwa 26 kg Salpeter zur Oxydation erfordern. In den 5000 1 Lauge sind nun zwar noch etwa. I1Z2 Prozent gleich etwa 75 kg Salpeter enthalten, die aber, wie die praktischen Versuche erwiesen haben, in dieser Verdünnung sehr wenig wirken. Um eine sichere und vollständige Wirkung zu erzielen, muß man vielmehr noch einen Überschuß an Oxydationsmitteln, z. B. etwa 50 kg Salpeter, hinzusetzen.
Es ist klär, daß dieses Reinigungsverfahren nicht nur anwendbar ist auf alkalische Laugen, die von der Entzinnung nach Patent 224283 erhalten worden sind, sondern auf -alle Arten von Laugen, die bei einer alkalischen Entzinnung erhalten werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Reinigung von zur Scheidung von Metallen, insbesondere zur Entzinnung nach Patent 224283 benutzten Laugen, dadurch gekennzeichnet, daß man in die gebrauchten, nur noch wenig freies Alkali, jedoch einen Überschuß an Oxydationsmitteln enthaltenden unreinen Laugen neues metall- (zinn-) haltiges Material bringt und durch das hierbei entstehende unlösliche Metalloxyd (Zinnoxyd) die Verunreinigungen ausfällt.
DENDAT233193D Expired DE233193C (de)

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