DE232256A - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE232256A DE232256A DE232256A DE 232256 A DE232256 A DE 232256A DE 232256 A DE232256 A DE 232256A
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- group
- selector
- voter
- line
- contacts
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 210000002105 tongue Anatomy 0.000 claims description 99
- 230000005284 excitation Effects 0.000 claims description 6
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 claims description 5
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 3
- 230000004907 flux Effects 0.000 claims description 3
- 238000012546 transfer Methods 0.000 claims description 3
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 claims description 2
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 claims 1
- 230000002040 relaxant effect Effects 0.000 claims 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 claims 1
- 235000014676 Phragmites communis Nutrition 0.000 description 4
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 4
- 238000000034 method Methods 0.000 description 4
- 244000273256 Phragmites communis Species 0.000 description 3
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 3
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 2
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 2
- 229930091051 Arenine Natural products 0.000 description 1
- 239000002775 capsule Substances 0.000 description 1
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 1
- 238000013461 design Methods 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 1
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 description 1
- 239000012774 insulation material Substances 0.000 description 1
- 230000002265 prevention Effects 0.000 description 1
- 238000012360 testing method Methods 0.000 description 1
- 238000012549 training Methods 0.000 description 1
- OWWYREKLGMILGW-UHFFFAOYSA-N δline Chemical compound COC1C2C3C4(C5C6OC(C)=O)C(OC)CCC5(C)CN(CC)C4C46OCOC42CC(OC)C1C3 OWWYREKLGMILGW-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Description
KAISERLICHES.
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 232256 -. KLASSE 21«. GRUPPE
ERNST BLOS in SCHÖNEBERG.
Selbsttätiges Fernsprechsystem. Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Dezember 1908 ab.
Das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Fernsprechsystem ist ein reines Stromvariationssystem,
bei welchem das Auswählen . eines Sprechstromkreises nur qualitativ, d. h. durch Kombination verschiedenartiger Stromstöße
erfolgt, die von der Teilnehmerstelle aus nach dem Amte entsendet werden und dort
auf geeignet konstruierte Wähler wirken im Gegensatz zu jenen Systemen, die durch Entsendung
von gleichartigen, aber ihrer Zahl nach \'erschiedenen Stromstößen ein quantitatives
Auswählen erreichen.
Die Art der Stromstöße kann hierbei unterschieden sein, z. B. durch ihre Richtung, ihre
Stärke oder bei intermittierenden Strömen durch ihre Periodenzahl oder auch dadurch,
daß gleichartige Stromstöße über verschiedene Leitungen geschickt werden. So können z. B.
drei Stromstoßarten dadurch gegeben werden, daß von einer Schleifenleitung die Leitung L1
oder die Leitung L2 oder beide gleichzeitig
geerdet werden. Diese Art der Unterscheidung der Stromstöße ist als die praktisch brauchbarste
in dem folgend beschriebenen Amte zur Übertragung der Ziffern der Teilnehmernummern
benutzt. Da wir hiermit nur drei verschiedene Stromstoßarten erzeugen können,
erhalten wir durch zweimalige Variation derselben neun verschiedene Stromstoßkombinationen.
Mittels dieser neun Kombinationen lassen sich nun neun Ziffern übertragen; von
den zehn Ziffern unseres gebräuchlichen Zahlensystems müssen wir daher eine . Ziffer, am
besten die Ziffer 0, bei der Bildung der Teilnehmernummern ausschließen, wenn wir nicht
mehr als zwei aufeinanderfolgende Stromstöße pro Ziffer verwenden wollen. Entsprechend
den neun Ziffern sind dann nach vorliegender Erfindung an der Teilnehmerstelle nur neun
Kontaktreihen angeordnet, die je nach der gewünschten Nummer. nacheinander wahlweise
zu überfahren sind. ; .'
Die geschilderte Art der Stromentsendung durch einzelne oder gemeinschaftliche Erdung
zweier Leitungen ist zwar schon in einigen anderen Systemen verwendet worden, so in
einem quantitativen Auswählsystem zur Betätigung eines besonderen Wählers und in
einem System, bei welchem jeder Sprechstromkreis durch ein besonderes Relais geschlossen
wird, zum Auswählen eines dieser Relais. Gegenüber diesen Systemen weist die Erfindung
die besonderen Kennzeichen auf, daß das an sich bekannte Kombinationsprinzip weitgehendste Anwendung findet unter ausschließ-
licher Verwendung von diesem Kombinationsprinzip angepaßten Wählern. Dies ermöglicht
eine einfache Ausbildung des Gesprächsein-. Stellapparates, der nur so viel bei Anruf zu
überfahrende Kontaktreihen besitzt, als Ziffern zur Numerierung der Teilnehmernummern verwendet
werden. Die Konstruktion der Wähler selbst ist ebenfalls neu insofern, als die einzelnen
Sprechstromkreise des Wählers dadurch geschlossen werden, daß den Stromkreisen zugeordnete
zungenartige Anker von einem gemeinsamen Magneten angezogen werden und dadurch die Stromfedern mit den Stromschienen
des Wählers in Kontakt kommen. Um aber z.u erreichen, daß von den vielen um
den Magneten herum angebrachten Zungen immer nur die gewollte ihren Stromkreis
schließt, sind noch mechanische Mittel vorzusehen, die die übrigen Zungen am Schließen
ihrer Stromkreise hindern. Als eine solche Einrichtung wurde für die folgend beschriebe- ■
nen Wähler eine bereits anderweit verwendete Anordnung von genuteten Stäben benutzt,
wobei jedoch bei den elektromagnetischen
ίο Wählern die Stäbe sinngemäß durch Scheiben
ersetzt wurden, die durch Elektromagnete um einen kleinen Winkel verdreht werden., Je
nach der jeweiligen gegenseitigen Verstellung der Scheiben kann dann immer nur eine bestimmte
Zunge in die ihr · entsprechenden Nuten der Scheiben einfallen und durch Andrücken
ihrer Kontaktfedern ihren Stromkreis schließen.
Im folgenden soll nun zuerst eine genaue Beschreibung des Prinzips des Auswählens,
dann die eines Amtes für o,3 Teilnehmer gegeben werden, wobei in diesem Amte die
Wähler in bekannter Weise als Vor- oder Ruf-, Gruppen- und Leitungswähler unterschieden
werden. Erstere verbinden den rufenden Teilnehmer mit einem freien Gruppenwähler, die
Gruppenwähler nehmen die Hunderterziffer, die Leitungswähler die Zehner- und Einerziffer
der Teilnehmernummern auf. Bei der Anord-
.30 nung der Rufwähler ist zugleich eine' Neuerung insofern getroffen, als dieselben nach
dem Einschnurprinzip an die Teilnehmer angeschlossen sind, ohne jedoch die Zahl der
Wähler größer nehmen zu müssen, als sie dem verbesserten System Strowger entspricht.
Außer den genannten Wählerarten ist noch ein einzelner Wähler zwischen Gruppen- und
Leitungswähler geschaltet, den wir als Hilfs- oder Zentralwähler bezeichnen wollen. Er hat
die Aufgabe, die Stromstoßkombination des innerhalb der rufenden Hunderterziffer nächst
freien Leitungswählers an den rufenden Gruppenwähler zu übermitteln.
Zur Erklärung des Prinzips des Auswählens dienen die Fig. 1 bis 6, und zwar beziehen
sich die Fig. 1 bis 3 auf die Art des Auswählens eines freien Gruppen- oder Leitungswählers und Fig. 4 bis 6 auf die Art der
Ziffernübertragung.
Fig. 7 und 8 zeigen die Anordnung der Kombinationen und die Verzahnung der Scheiben
eines Vor- oder Ruf Wählers,
Fig. 9 und 10 die eines Gruppenwählers,
Fig. 11 und 12 die des Zentral Wählers,
Fig. 13 und 14 die eines Leitungswählers. Die Fig. 15 und 16 zeigen die konstruktive Anordnung eines Zentralwählers,
Fig. 13 und 14 die eines Leitungswählers. Die Fig. 15 und 16 zeigen die konstruktive Anordnung eines Zentralwählers,
die Fig. 17 und 18 Details für einen Rufwähler,
die Fig. ig und 20 die konstruktive Durchbildung eines Leitungswählers, welche sinngemäß
auch auf einen Vor- und Gruppenwähler bezogen werden kann.
Die Fig. 21 bis 25 stellen das Schaltungsschema
des Amtes für 9s Teilnehmer dar.
Das Prinzip des Auswählens.
Wie bekannt, lassen sich aus zwei Zeichen 2" Variationen.^ dieser Zeichen bilden, . wenn
jede Variation aus η -Gliedern zusammengesetzt wird. In Fig. 1 z. B. sind mittels der
Zeichen r und α acht verschiedene Variationen, jede bestehend aus drei Gliedern, gebildet,
und zwar ist die Anordnung so getroffen, daß in Reihe I sich die Buchstaben r und a in
Gruppen von je vier folgen, in Reihe II in Gruppen von je zwei, während in Reihe III
sich r und α abwechselnd folgen. Jeder dieser Reihen entspricht nun in Fig. 2 ein gezahnter
Stab i, in welchen acht Nuten 2 und 3 eingeschnitten sind zur Aufnahme der Zungen 4.
Die Nuten haben in bezug auf diese Zungen zweierlei Lagen; die Nuten 2 liegen direkt
unter den Zungen, die Nuten 3 um den Betrag α nach oben verschoben. In Stab I
können demnach die ersten vier Zungen ohne weiteres in die entsprechenden- Nuten eingedrückt
werden, während bei den letzten vier Zungen vorher der Stab gegen diese um die Entfernung α nach unten verschoben werden
muß. Dadurch werden aber gleichzeitig die ersten vier Zungen auf den Stab aufzuliegen
kommen und am Einsinken verhindert werden. Wir haben es nun in der Hand, je nachdem wir den Stab in Ruhe lassen oder
um die Entfernung α nach unten verschieben, die ersten oder zweiten vier Zungen zum Einsinken
zu bringen. Auch in Stab II sind Nuten entweder direkt unter den Zungen gelegen
oder gegen sie um den Betrag α verschoben, je nachdem in Fig. 1, Reihe II der Buchstabe
r oder α aufgezeichnet ist. Bei Ruhelage
des Stabes II können die Zungen Nr. 0, i,
4, 5 ohne weiteres in die Nuten einsinken, bei Arbeitslage des Stabes, d. h. wenn wir ihn
um α nach unten verschieben, die Zungen Nr. 2, 3, 6, 7, während bei dieser Arbeitslage
gleichzeitig den vorigen Zungen das Einsinken unmöglich gemacht ist. Die Anordnung der
Nuten in Stab III ist nach Fig. 1 Reihe III erfolgt. Hier können bei Ruhelage des Stabes
III die Zungen Nr. 0, 2, 4, 6, bei Arbeitslage desselben die Zungen Nr; 1, 3, 5, 7 in
ihre entsprechenden Nuten einfallen. Nun denken wir uns' statt der drei in einer Horizontalen
liegenden Zungen eine einzige Zunge und diese quer über die Stäbe gelegt. Dann
kann bei Ruhelage aller drei Stäbe die Zunge Nr. ο ohne weiteres einsinken. Für alle übrigen
Zungen muß mindestens ein Stab nach ·■ unten verschoben werden, . z. B. für Zunge
Nr. ι der Stab III, für Zunge Nr. 2 der
Stab II, für Zunge Nr. 3 der Stab II und III usf., für Zunge Nr. 7 alle drei Stäbe, allgemein
gesprochen die Stäbe, die jenen Vertikalreihen der Fig. 1 entsprechen, in welchen der
Buchstabe α der betreffenden Horizontalreihe vorkommt; aus diesem Grunde sind auch die
Buchstaben r und α verwendet worden, um
damit zu veranschaulichen, welche Stäbe in der Ruhelage und welche sich in der Arbeitslage beim Auswählen der verlangten Zunge
befinden müssen. In der sechsten Horizontalreihe z. B. steht der Buchstabe α in Reihe I
und III. Es sind darum die Stäbe I und III zu verschieben, um Zunge Nr. 5 zum Einfallen
bringen zu können.
Es wäre natürlich ein eindeutiges Auswählen einer Zunge nicht möglich, wenn nicht
zugleich außer der auszuwählenden Zunge alle anderen am Einfallen verhindert würden.
Diese Verhinderung tritt hier aber immer ein, z. B. werden bei Auswahl der Zunge Nr. 5 ·
durch die Arbeitslage <fon Stab I die Zungen
Nr. 0 bis 3, durch die Ruhelage des Stabes II außerdem die Zungen Nr. 6 und 7, durch die
Arbeitslage von III ferner Zunge Nr. 4 am Einsinken gehindert. Es kann deshalb tatsächlich
nur Zunge Nr. 5 einsinken. Auch für jede andere Zunge läßt sich an Hand der
Fig. 2 leicht erkennen, daß bei jeder Verstellungskombination der Stäbe immer nur eine
einzige Zunge einfallen kann..
Das Verstellen der Stäbe bewirken Magnete. Es wird daher jeder Stab mit dem Anker
eines Magneten verbunden, dessen Hub = a ist. Es ist dabei gleichgültig, ob das Verstellen
aller erforderlichen Stäbe gleichzeitig oder nacheinander erfolgt. In Fig. 3 ist das grundlegende
Schaltungsschema für den Fall der gleichzeitigen Verstellung aller Stäbe aufgezeichnet.
Die mit den Nummern 1 bis 7 versehenen Tasten sind über die Leitungen L1,
L2, L5 mit den Magneten mlt mu, mm verbunden.
Diese sind andererseits mit dem H- Pol einer Batterie B verbunden, deren
— Pol geerdet ist. Drücken wir z. B. zur Auswahl der Zunge. Nr. 5 auf Taste Nr. 5, so
geht von -\- B je ein Stromstoß über mIt mm,
L1, L3, Taste 5, Erde nach —B zurück. Wi1
und m'm werden erregt, die Stäbe I und III
verstellt, und damit ist nach vorigem der Zunge Nr. 5 die Möglichkeit gegeben, in die
Nuten der Stäbe einzufallen. Bei dieser gleichzeitigen Verstellungsmöglichkeit aller Stäbe
kann die Zunge Nr. ο nicht ausgewählt werden, ohne eine weitere Stromstoßart einzuführen,
da für diese Zunge alle drei Magnete unerregt bleiben müssen und jede Stromübermittelung
dagegen mindestens einen Magneten erregen würde.
Ist die gleichzeitige Einstellung der Stäbe nicht verlangt, so kann das Auswählen einer
Zunge über weniger als drei Leitungen erfolgen, z. B. über eine Leitung, indem man die
^-Stromstöße und «-Stromstöße durch positive und negative Stromstöße unterscheidet und in
die Leitung an der Empfangsstelle ein Schaltwerk einfügt, mit Hilfe dessen die Stromstöße
auf die einzelnen Stäbe derart übertragen werden, daß z. B. ein -}- Stromstoß den Magneten
des betreffenden Stabes erregt, ein ■— Stromstoß aber keine Erregung desselben
hervorruft. Bei dieser Art des Auswählens kann dann auch Zunge Nr. 0 über eine Leitung
ausgewählt werden. Da wir jedoch in der Folge die Anordnung nach Fig. 1 und 2
nur zum momentanen Auswählen, von Stromkreisen benutzen, soll jene nicht mehr behandelt
werden.
Wenn es sich um die Auswahl von mehr als acht Zungen handelt, müssen wir zu Fig. 1
eine vierte Vertikalreihe hinzufügen, dementsprechend zu Fig. 2 einen vierten Stab und
zu Fig. 3 eine vierte Leitung und einen■ vierten Magneten. Dann lassen sich damit 24 = 16 Zungen
auswählen. Die Fig. 1 würde sich dann zu 16 Horizontalreihen, je bestehend aus vier
Gliedern, erweitern, welche zweckmäßig so anzuordnen sind, daß in Reihe I auf acht r
acht α folgen, in Reihe II auf vier r vier a go
usf., in Reihe III auf zwei r zwei α usf., und schließlich in Reile IV r und α einzeln aufeinander
folgen. Es ist diese Anordnung jedoch nicht unbedingt notwendig einzuhalten, wir können vielmehr die einzelnen Horizontalreihen
gegeneinander austauschen, wenn wir nur an den Stäben für den Buchstaben a
eine um α verschobene Nut, für r die Nut
direkt unter die Zunge setzen.
Wir haben also bis jetzt eine Methode kennen gelernt, um mit Hilfe von drei Leitungen
eine von acht, mit Hilfe von vier Leitungen eine von 16 Zungen in eine bestimmte
Stellung zu bringen, wobei sich die Zahl 8 auf 7 und die Zahl 16 auf 15 reduziert, wenn
wir die Auswahl momentan erfolgen lassen. Wie das Eindrücken der Zungen erfolgen
kann und wie dadurch ein Stromkreis geschlossen wird, soll erst bei Beschreibung einer
Ausführung der Wähler angegeben werden.
Die Fig. 4 bis 6 veranschaulichen eine Methode' des Auswählens von neun Zungen über
zwei Leitungen La und Lb, mittels zweier auf- ■ ■
einanderfolgenden Stromstößen, wie wir sie zur Übertragung der Ziffern benutzen. Fig. 4 ist
aus Fig. ι abgeleitet. Wie man aus dieser ersieht, enthalten die Reihen II und III die
Kombinationen rr, ra, ar, aa, Von diesen läßt sich wieder die erste nicht übertragen,
wenn wir die momentane Übertragung voraussetzen. Die drei übrigen Kombinationen sind
nun durch zweimalige Kombination zur BiI-
dung der Variationsreihen der Fig. 4 verwendet, indem in Reihe I und II jede der drei
Kombinationen dreimal gesetzt und innerhalb jeder so entstandenen Gruppe in Reihe III
und IV die drei Kombinationen nochmals variiert sind. Genau wie Fig. 2 aus 1, so ist
Fig. 5 aus 4 entstanden, indem an Stelle der Buchstaben r Nuten angeordnet sind, die
direkt vor der betreffenden Zunge liegen, und an Stelle von α Nuten, die gegen die Zungen
um α verschoben sind. Soll dann z. B. Zunge 6 einfallen können, so müssen die Stäbe I, III,
IV um α nach unten verschoben werden, was wieder aus der Fig. 4 direkt abgelesen werden
kann: Die Verschiebung der Stäbe erfolgt wieder durch die Magnete Wi1 bis mlv (Fig. 6).
Die Verstellung aller vier Stäbe kann aber nicht mehr momentan erfolgen, sondern muß
in zwei Stufen vor sich gehen. Zu diesem Zweck ist an der Empfangsstelle eine Schaltscheibe
mit Schaltarm vorgesehen, welch letz-. terer zwei Stellungen einnehmen kann. In der
linken Stellung sind die Leitungen La und Lb
an die Magnete Wi1 und mu, in der rechten
Stellung an die Magnete mni und miv angeschlossen.
Das Überschalten besorgt der Magnet m, dessen Anker in Zähne der Schaltscheibe
eingreift und nach dem ersten Stromstoß den Schaltarm in seine rechte Stellung
bringt. Die durch schraffierte Kreise und Halbkreise angedeuteten Kontaktstücke sind
nach Fig. 4 an die Leitungen L1 und Lb angeschlossen
und. mit einem geerdeten Metallstück von oben nach unten zu überfahren.
Für Zunge 6 z. B. ist nach Fig. 4 die Leitung La,' darauf sind die Leitungen La und Lb
zusammen zu erden. Dementsprechend ist der obere Kontakt der Reihen 6 an La angeschlossen,
die beiden unteren an La bzw. Lb.
Wird nun mittels des geerdeten Kontaktstückes der obere Kontakt berührt, so wird m{
erregt, außerdem m. Nach Aufhören dieses Stromstoßes schaltet der Anker von m den
Schaltarm in die rechte Stellung über. Erfolgt darauf die Berührung des geerdeten Kontaktes
mit den halbkreisförmig gezeichneten unteren Kontakten von 6, so wird sowohl mm
als auch mlY erregt. Wurde vorher durch M1
der Stab I verstellt, so erfolgt nun durch mm
und mlv die Verstellung der Stäbe III und IV.
Es ist natürlich bei der Ausführung dafür Sorge zu tragen, daß nach Aufhören des ersten
Stromstoßes Stab I in seiner Arbeitsstellung verbleibt. Dann wird am Ende des1 zweiten
Stromstoßes nur Zunge 6 einfallen können.
Nachdem nun die zweierlei Methoden, die wir in der Folge zum Auswählen benutzen,
im Prinzip erläutert sind, soll deren Anwendung auf die verschiedenen Wähler, die wir
in einem größeren selbsttätigen Amte brauchen, dargelegt werden.
Die Fig. 7 und 8 veranschaulichen die Variationstabelle und Nutenanordnung für einen Voroder
. Rufwähler. Derselbe zeigt 72 Zungen, die jedoch nicht fortlaufend numeriert sind,
sondern die Nummern tragen: 10 bis 17, 20 bis 27, 30 bis 37 usf. bis 90 bis 97. Es sind
also neun Gruppen von je acht Zungen. Jede Gruppe ist einem Teilnehmer zugeordnet und
zeigt in den Reihen I bis IV der Fig. 7 acht 70, gleichlaufende Variationen, z. B. die erste
Gruppe achtmal die Variation rrar, und innerhalb derselben Gruppe wechseln die in den
Reihen.V,. VI, VII aufgezeichneten Variationen einzeln miteinander ab. Es sind dies die in
Fig. ι angegebenen Variationen außer der ersten, jedoch in umgekehrter Reihenfolge.
Die Kombination rrr ist ersetzt durch drei Punkte. Diese sollen bedeuten, daß an dieser
Stelle die Stäbe keinen Einfluß auf die Lage der Zungen ausüben sollen. Welchem Zwecke
diese Einrichtung dient, soll später angegeben werden. Es genügt hier festzustellen, daß wir
für ■ jede Gruppe eine? Zunge haben müssen, die einfallen kann, ob die Stäbe V, VI, VII
verstellt sind oder in Ruhe bleiben. Die den neun Gruppen bzw. neun Teilnehmern zugeordneten
Variationen der Reihen I bis IV sind wieder aus Fig. I abgeleitet. Wir denken uns
wieder, wie bei der Erklärung der Fig. 4 angegeben, die Fig. 1 durch Anfügen einer vierten
Vertikalreihe und Erweiterung auf 16 Horizontalreihen vergrößert. Aus diesen 16 Reihen
greifen wir 9 heraus, und zwar zweckmäßig solche, die möglichst wenig α enthalten, um
möglichst wenig Magnete erregen zu müssen und den Linienstrom möglichst klein halten
zu können. Wir wählen daher die folgenden Variationen: ■
rrar, rraa, rarr, rara, raar, arrr,
arra, arar, aarr.
Diese Variationen sind nun in den Reihen I bis IV der Fig. 7 je achtmal aufgezeichnet.
Wie dann nach der Variationstabelle die Verzahnung der Stäbe erfolgt, ist schon bekannt.
Wir brauchen wieder nur an Stelle von r eine Nut direkt unter die betreffende Zunge zu
setzen, an Stelle von α eine nach oben verschobene
Nut und an Stelle eines Punkteseine Aussparung vorzusehen. Die Entfernung, um
welche die Stäbe verstellt werden sollen, ist in Fig. 8 und in den folgenden in Frage kommenden
Figuren gleich der halben Entfernung zweier Zungen gemacht, wodurch die Verzahnung
sich wesentlich einfacher darstellt als in den Fig. 2 und 5.
Zur Probe dafür, daß bei Verstellung der Stäbe ' im Sinne der Variationen der Fig. 7
immer nur die eine Zunge einfallen kann, die der gewählten Variation entspricht, möge die
Zunge Nr. 53 genommen werden. In der ihr
entsprechenden Variation kommt α in Reihe II,
III, V und VII vor, diese Stäbe müssen also verstellt werden. Tatsächlich kann dann auch,
wie aus Fig. 8 53. Horizontalreihe ersichtlich ist, die Zunge Nr. 53 nach der Verstellung einfallen.
Die gleiche Eigenschaft' muß mit ihr auch Zunge Nr. 50 teilen, entsprechend unserer
oben aufgestellten Forderung, daß in jeder Gruppe eine Zunge sein muß, die nach Einstellung
der der Gruppe zugehörigen Variation einfallen können soll, gleichgültig, ob die Stäbe
V, VI, VII verstellt sind oder nicht. Diese Zunge, die in allen Gruppen die Endziffer 0
hat, wird also immer mit einfallen können, wenn eine Zunge ihrer Gruppe ausgewählt
wird. Es muß nun noch nachgewiesen werden, daß außer den Zungen 50 und 53 keine andere
einsinken kann. Stab I verhindert die Zungen 60 bis 97 am Einfallen, Stab II die
Zungen 10 bis 27, Stab III die Zungen 30 bis 47, Stab V die Zungen 55 bis 57, Stab VI
die Zungen 51 und 52 und Stab VII die Zunge 54, bleibt also nur Zunge 50 und 53
übrig.
Die Fig. 9, 10, 13 und 14 stellen Variationstabellen und Nutenanordnungen für einen
Gruppen- und einen Leitungswähler dar. Die Variationstabelle Fig. 9 für den Gruppenwähler
ist aus den Tabellen Fig. 1 und 4 zusammengesetzt, und zwar derart, daß die neun Variationen
der Fig. 4 in Gruppen von je sieben in den Reihen I bis IV untereinander geschrieben
sind und jede Gruppe wieder die Variationen der Fig. 1 außer der ersten in den Reihen V
bis VII enthält. Die Numerierung der einzelnen Reihen kann wieder nur intermittierend
erfolgen, da jede Gruppe nur aus sieben statt zehn einzelnen Reihen besteht; demgemäß sind
als Einerziffern nur die Zahlen. 1 bis 7 verwendet. Die Anordnung der Nuten ist wieder
in bekannter Weise geschehen. Werden zwecks Auswahl z. B. der Zunge 23 die Stäbe II, III,
V und VII verstellt, so werden durch Stab I die Zungen 41 bis 97, durch III die Zungen
11 bis 17, durch IV die Zungen 31 bis 37,
durch V die Zungen 25 bis 27, durch VI die Zungen 21 und 22, durch VII die Zunge 24
aufgehalten, so daß nur noch Zunge 23 übrig bleibt.
Die Variationstabelle Fig. 13 geht allein aus Fig. 4 hervor, indem .die dort aufgezeichneten
Variationen in Gruppen von je neun in den Reihen I bis IV untereinander geschrieben
sind und in den Reihen V bis VIII einander abwechselnd folgen. Die Verzahnung der Stäbe
in Fig. 14 folgt wieder in bekannter Weise aus Fig. 13. Als Stichprobe diene Zunge
Nr. 99. Nach der Tabelle sind für diese sämtliche Stäbe zu verstellen, wodurch, wie aus
Fig. 14 hervorgeht, derselben tatsächlich die Möglichkeit gegeben ist, einzufallen, andererseits
auch alle anderen Zungen am Einfallen verhindert werden, und zwar 11 bis 39 durch I1
41 bis 69 durch II, 71 .bis..79 durch III, 81
bis 89 durch IV, 91 bis 93 durch V, 94 bis
96 durch VI, 97 durch VII und 98 durch VIII.
Die Fig. 11 und 12, die auf den Hilfs- oder
Zentralwähler Bezug haben, bieten in bezug auf die Verzahnung nichts Neues, sie entsprechen
genau den Fig. 4 und 5, nur sind die den Buchstaben α entsprechenden Nuten etwas
anders geformt. Der Grund hierfür soll später erläutert werden.
Es soll nun die Ausführung eines Wählers beschrieben werden, wie sie für alle vorkommenden
Wählerarten, den Zentralwähler ausgenommen, vorbildlich ist. Als Beispiel ist in
den Fig. 19 und 20 ein Leitungswähler im Aufriß und Grundriß gezeichnet. Die Zahne
und Nuten der Fig. 14 sind an dem Rande von Scheiben angebracht, welch letztere nun
um einen kleinen Winkel zu verdrehen sind, dessen Bogen am Umfang der Scheiben gemessen
gleich der halben Entfernung zweier Zungen ist. Die Scheiben sind in Fig. 19
mit 5 bezeichnet und ihre Zahl beträgt acht. Sie sind in Scheiben 6 leicht drehbar gelagert
und diese auf dem Bolzen 7 aufgereiht und durch eine Schlußscheibe 8 aneinander gepreßt.
Die Dicke der Scheiben 6 ist natürlich so zu bemessen, daß durch dieses Anpressen die Beweglichkeit
der Scheiben 5 nicht beeinträchtigt wird. Jede Scheibe 5 wird durch einen Topfmagnet (mb mn .... mVI]I) gesteuert.
Sämtliche Magnete sind auf die Platte 9 aufgeschraubt. Der Magnet M1 z. B. steuert die
unterste Scheibe (Fig. 19), und zwar auf folgende Weise: Die mit dem Bolzen 10 fest verbundene
Torsionsfeder 11 legt sich im Ruhezustande gegen den Fortsatz 12 des Ankers 13,
der durch die Druckfeder 14 an den Anschlag des Bolzens angedrückt wird. . Die Feder 11
hat die Tendenz, sich entgegengesetzt dem Sinne des Uhrzeigers zu drehen und folgt
diesem Zuge, sobald der Anker 13 von dem Magneten angezogen wird und dadurch der
Fortsatz 12 das Ende der Feder freigibt. Gleichzeitig legt sich das bügeiförmige Ende
der Feder gegen eine Aussparung 15 der Scheibe (Fig. 20), nimmt diese also bei der
Verdrehung mit. Der Winkel der Verdrehung wird begrenzt durch die Stellschraube 17, die
in gleicher Höhe mit der Scheibe angebracht ist und gegen die sich die Kante 16 der Aussparung
anlegt. Diese Anordnung bezweckt vor allem, den Einstellmagneten und dessen Stromverbrauch möglichst klein zu halten. In
der Tat ist auch nur eine sehr geringe Kraft nötig, um die Feder 11 auszulösen und die
Scheibe zu verdrehen. Wie 1M1, so arbeiten
auch die anderen Magnete mü bis mmi. Ihre
Konstruktion unterscheidet sich nur durch die
Höhe des Fortsatzes I2 und des Endes der Feder 11 und durch die Höhe der Stellschraube
17, welcher Unterschied an mvl deutlich zu
erkennen ist. Um Raum für die in die Scheiben hineinragenden verlängerten Kerne der
Magnete zu schaffen, besitzt jede Scheibe außer der Aussparung 15, 16 noch kreisförmige Aussparungen
18 (Fig. 20), die groß genug gemacht sind, um eine Hinderung der Verdrehung durch
etwaiges Anschlagen an die Stellschraube zu vermeiden. Es ist also eine jede Scheibe an
den Stellen, an welchen sich die Einstellmagnete M1 bis mvlll befinden, mit acht Aussparungen
versehen. Sieben davon sind kreisrund und beeinflussen den Hub der Scheiben nicht, die achte ist rechteckig und begrenzt
die Verdrehung der Scheibe durch Anschlagen an die Stellschraube. Außer den Magneten
Wi1 bis VtIy111 ist noch ein Magnet m°
auf die Platte 9 aufgeschraubt, dessen verlängerter Kern, wie beschrieben, die Scheiben
trägt. Dieser Magnet dient dazu, die verstellten Scheiben wieder in ihre Ruhelage zurückzudrehen.
Zu diesem Zweck ist der Anker 19 (Fig. 19) kegelförmig abgedreht, an welche
Fläche sich die beiden um die Achse 23 drehbaren Winkelhebel 20 anlegen. Diese Hebel
tragen einen senkrechten Fortsatz 21, der durch die Aussparungen 22 (Fig. 20) der Scheiben
hindurchragt und sich gegen diese anlegt. Wird der Anker 19 von dem Magneten m° angezogen,
so dreht er die anliegenden Hebelarme nach außen, wodurch die Scheiben im Sinne des Uhrzeigers verdreht werden. Dadurch
wird die ausgelöst gewesene Torsionsfeder 11 wieder gespannt, deren Ende wieder
hinter den Fortsatz 12 des Ankers 13 gedreht, so daß dieser durch die Druckfeder 14 wieder
in seine ursprüngliche obere Lage zurückschnellt und sich die Feder 11 nach Zurückgehen
des Ankers 19 von m° wieder an den
Fortsatz 12 des Ankers 13 anlegt.
Die Platte 9 trägt ferner einen Ring 24 aus
Isolationsmaterial, in welchen die Vielfachkontaktfedern 25 und 26 im Kreise herum
eingegossen sind (Fig. 20). Die im selben Kreise liegenden Federn 25 sind miteinander
elektrisch verbunden, an dieselben werden die Federn 26 durch die Hebel 27 angedrückt.
Um dieses Andrücken elektromagnetisch zu erreichen, ist ein Magnet M (Fig. 19) vorgesehen,
an dessen Kern sich die Platten 28 und 29 anschließen. Dieser Magnet erzeugt bei seiner Erregung einen magnetischen Fluß,
der über sämtliche Hebel 27 geht und sich durch den Luftspalt 30 schließt. Die Hebel
27 sind in der Platte 28 um Achse 31 drehbar angeordnet und können daher dem magnetischen Zuge folgend, in die Nuten der
bo Scheiben einfallen. Es muß natürlich dafür gesorgt werden, daß der Magnet M erst dann
erregt wird, wenn alle erforderlichen Scheiben des Wählers eingestellt sind. Es geschieht
daher, wie später bei Erläuterung des Schaltungsschemas noch näher dargelegt wird, die
Erregung von M am Ende des letzten scheibenverstellenden Stromstoßes. Das Magnetgestell
von M ist durch die Bolzen 32, die durch die Aussparungen 33 (Fig. 20) der
Scheiben hindurchragen, mit Platte 9 verbunden und der ganze Wähler mit einer Blechkapsel
34 zum Schütze gegen Staub verschlossen, wodurch gleichzeitig auch ein
äußerer Anschlag für die Hebel 27 geschaffen . ist.
Man kann den Wähler in dieser Form als ein Relais für 81 Stromkreise und mit 81 fach
unterteiltem Anker betrachten, wovon immer nur einem Teil, seinen Stromkreis zu schließen,
möglich gemacht wird.
Wie schon erwähnt, ist die beschriebene Ausführung eines Leitungswählers auch für
Gruppenwähler und mit einiger Änderung auch für Vor- oder Rufwähler vorbildlich.
Eine andere Ausführungsform jedoch geben wir dem Hilfs- oder Zentralwähler, auf welchen
sich die Fig. 11, 12, 15 und 16 beziehen.
An diese Wähler wird die Anforderung gestellt, daß die auszuwählende Zunge zugleich
mit der Verstellung der Stäbe 38 (Fig. 16) niedergeht und mit dem Ende der Verstellung
auch schon ihren Stromkreis geschlossen hat: Es liegt daher jede Zunge 27 (Fig. 16) von
vornherein unter dem Druck einer Feder 35 auf den Stäben auf. Diese selbst sind in
Käfigen 36 in ihrer Längsrichtung verschiebbar angeordnet. Die Verschiebung bewirken
die Magnete Vn1 bis mlv, nach deren Stromloswerden
die Stäbe mittels der Federn 37 in ihre Ruhelage zurückgezogen werden. Um das Zurückschnellen der Stäbe möglichst zu
erleichtern, sind jene Zähne, auf denen die Zungen in der Ruhelage aufliegen, möglichst
flach abgeschrägt. Man könnte die Anordnung auch so treffen, daß durch das Niedergehen
der Zunge mit den Sprechstromkreisen zugleich der Stromkreis eines Rückstellmagneten
geschlossen wird, dessen Anker sämtliche Zungen von den Stäben abhebt, wodurch diese ohne durch die Reibungswiderstände der
Zungen behindert zu sein, zurückschnellen können. Doch bedingt dies eine umständlichere
Einrichtung, weshalb die erstere Ausführungsform gewählt wurde. Es müssen eben dabei die Federn 37 so stark gewählt werden,
daß die Reibungsdrücke der Zungen überwunden werden. Dementsprechend sind auch
die Einstellmagnete stark zu wählen; da diese aber, wie wir später erkennen werden, in
Ortsstromkreisen liegen, ist uns 'in der Dimensionierung der Magnete keine Grenze gezogen.
Eine bauliche Abweichung zeigt ferner auch der Vor- oder Rufwähler. Es wurde schon
früher erwähnt, daß bei demselben jedem an ihn angeschlossenen Teilnehmer eine Gruppe
von acht Vielfachkontakten zugeordnet ist. Es muß nun möglich gemacht werden, daß
diese Teilnehmer den Wähler kurz nacheinander zum Auswählen benutzen können, während
die ausgewählten Kontakte während der
ίο ganzen Dauer eines Gespräches geschlossen
bleiben sollen. Wir müssen deshalb diese Kontakte als Haltekontakte ausführen und
die verstellten Scheiben sofort nach dem Auswählen wieder in ihre Ruhelage zurückbringen.
Am Ende des Gespräches muß ferner der Teilnehmer die eingestellten Kontakte wieder
auslösen können. Diesen Anforderungen wird die Einrichtung nach den Fig. 17 und 18 gerecht.
In Fig. 18 sind außer den Einstellmagneten M1 bis mvn noch so viel Magnete m
angeordnet, als Teilnehmer an den Ruf wähler angeschlossen sind, und jeder Magnet wird
durch den Teilnehmer am Ende des Gespräches über die Linie erregt. Auf den einem
Teilnehmer zugeordneten Kontaktfedern liegt ein bogenförmig gestalteter, um den im Gestell
des Magneten m gelagerten Stift 41 drehbarer Anker 40 auf. Die Auflagefläche ist ab-'
geschrägt. Wenn nun die Kontaktfedern 26 durch die Zunge 27 nach einwärts gedrückt
werden, so hebt die linke Feder bei dieser Bewegung den Anker 40 an und tritt schließlich
hinter die zylindrische Fläche 42 desselben, in welchem Augenblick der Anker 40 wieder
fällt. Hört dann der Druck von 27 auf, so legt sich die Feder an die zylindrische Fläche
von 42 an. Die Federn 26 bleiben also an die Federn 25 angedrückt, bis der Anker 42
wieder gehoben wird. Dies geschieht, indem der Magnet m seinen Anker 43 anzieht; dann
schnellen die Federn 26 infolge ihrer eigenen Elastizität zurück.
Nachdem nun sowohl die grundlegenden Methoden des Auswählens, als auch die bauliehen
Einzelheiten der Wähler beschrieben sind, soll deren Verwendung und Zusammenschaltung
in einem Amte für g3 Teilnehmer dargelegt werden.
_0 Amt für 93 Teilnehmer.
In diesem Amte sind zur Numerierung der Teilnehmer nur die Ziffern 1 bis 9 verwendet,
die Ziffer ο muß aus den eingangs erwähnten Gründen wegbleiben. Ferner verwenden wir
nur gleichstellige Zahlen, im vorliegenden Falle also nur dreistellige Zahlen, beginnen
demnach nicht mit Nr. 1, sondern mit Nr. in, wodurch eine Ergänzung von ein- und zweistelligen
Nummern zu dreistelligen, wie sie bei anderen Systemen durch Vorsetzen von entsprechend vielen Nullen notwendig ist,
überflüssig wird. Die Teilnehmer erhalten somit die Nummern:
in bis 119, 121 bis 129 . .
211 - 219,.221 - 229 . .
311 - 319, 321 - 329 . .
211 - 219,.221 - 229 . .
311 - 319, 321 - 329 . .
usf. bis
911 bis 919, 921 bis 929 ..
911 bis 919, 921 bis 929 ..
191 bis 199,
291 - 299,
391 - 399
991 bis 999.
Wie bei anderen Systemen teilen wir auch hier die Teilnehmer in Gruppen ein. Während
aber sonst gewöhnlich eine Gruppe 100 Teilnehmer umfaßt, schließen wir hier nur 81 Teilnehmer
zu einer Gruppe zusammen, wodurch neun Gruppen entstehen. Die erste Gruppe umfaßt die Nummern in bis 199, die zweite
Gruppe die Nummern 211 bis 299 usf., schließlich die neunte Gruppe die Nummern
911 bis 999. .
Einer jeden Teilnehmergruppe sind nun so viel Gruppen- und Leitungswähler zugänglich
zu machen, als in ihr maximal gleichzeitige Gespräche zu erwarten sind. Nach den
neuesten Erfahrungen in amerikanischen Ämtern genügen 6 bis 7 Prozent, während man
früher mit 10 Prozent gleichzeitigen Gesprächen rechnete. Für unser Amt nehmen wir
pro Gruppe 7 gleichzeitige Gespräche an und kommen damit auf nahezu 9 Prozent, was
somit vollauf genügt. Einer jeden Teilnehmergruppe werden also sieben Gruppenwähler
zugewiesen, die einem jeden Teilnehmer der Gruppe über sieben Vielfachfedern eines Voroder
Rufwählers zugänglich sind. Außer diesen sieben Vielfachfedern ist für jeden Teil-
nehmer noch ein achter Federsatz als Umschalter vorgesehen. Nit diesen Umschaltfedern
ist jeder Teilnehmer fest verbunden und wird selbsttätig durch Abheben seines Hörers über eine der sieben Vielfachfedern an
einen Gruppenwähler angeschlossen. Man kann nun, wie bisher üblich, für jeden Teilnehmer
einen Rufwähler vorsehen, der die sieben Vielfachfedern und die Umschaltfedern enthält. Man kann aber auch, wie im folgenden
beschrieben, die Vielfachfedern mehrerer Teilnehmer zu einem einzigen Wähler
zusammenfassen, und zwar sind in unserem Amte neun Teilnehmer an einen Rufwähler
angeschlossen, so daß für jede Gruppe von 81 Teilnehmern neun Rufwähler erforderlich
sind, wobei jeder Rufwähler 9 χ 8 = 72 Vielfachkontakte aufweist. Da wir neun Gruppen
von Teilnehmern haben, sind also in unserem Amte 9 X 9 ·= 81 Rufwähler mit je 72 Vielfachkontakten
vorhanden.
In Fig. 21 ist ein solcher Rufwähler schematisch dargestellt. Es sind an ihn die Teilnehmer
Nr. 121 bis 129 angeschlossen; er ist also in der Teilnehmergruppe mit den Nummern
1Ί1 bis 199 der zweite Wähler. Wir
nehmen ferner an, der rufende Teilnehmer
habe die Nummer 124. Dem entspricht also in der Tabelle (Fig. 7) die vierte Gruppe von
Variationen mit den Nummern 40 bis 47, welchen in Fig. 21 die Vielfachfedern f40 bis fi7
zugeordnet sind. Die an dem linken Ende der Federn gezeichneten Haken sollen andeuten, daß
die Federn in ihrer Arbeitsstellung festgehalten werden, bis sie sämtlich durch den Magneten W124,
dessen Polschuh über alle Haken reicht, ausgelöst werden. ■ Die rechten Enden . der Federn
fn bis fi7 sind mit den Sammelleitungen
av b±, C1 bis a7, b7, c7 verbunden. Diese
sieben Satz Sammelleitungen erhalten Abzweigungen nach sämtlichen Vielfachfedern der
neun Ruf wähler einer Gruppe, ausgenommen jene Federn, deren Endziffer 0 ist, z. B. f40.
Von den Sammelleitungen ax bis a7 und bx
bis b7 . führen Abzweigungen , nach sieben
Gruppenwählern, von denen der erste in Fig. 23 schematisch dargestellt ist. Die Leitungen
C1 bis c7 führen zu den Relais rx bis r7
der Fig. 22, die gemeinsam an + B angeschlossen
sind. Diese Relais schließen hintereinandergeschaltete Kontakte, von denen drei
Leitungen über den Schalter S1 nach drei Magneten mv, mvi, mvlI führen. In der Ruhelage
schließen die Federn von rx alle drei Magnete über die Leitungen 52, 53 und 54 an
— B an, in der Arbeitsstellung an die Kontaktfedern von r2. Diese wieder schließen in
der Ruhelage mv und mVI an — B an, in der
Arbeitsstellung alle drei zu den Magneten führenden Leitungen an die Kontaktfedern
von r3 usf. Die Kontaktfedern eines jeden Relais schließen in der Ruhelage die Stromkreise
der Magnete in jener Reihenfolge, wie die Buchstaben α in den Variationsreihen V,
VI, VII der Fig. 7 aufeinanderfolgen. In der Arbeitsstellung schließen die Federn eines Relais
immer diejenigen des folgenden an die zu den Magneten führenden Leitungen an.
Die zum Schalter S1 gehenden Leitungen
zweigen auch nach den Schaltern der übrigen acht Rufwähler ab, so daß die Magnete mv
bis mVII desjenigen Wählers mit den Kontakten
des Relais rx verbunden sind, dessen Schalter S1 gerade durch rs geschlossen wird.
Da dieses Schließen bei jeder Auswahl immer nur einen Moment dauert, ist es praktisch
ausgeschlossen, daß bei zwei Wählern zu genau gleicher Zeit die Schalter S1 geschlossen
und zwei Teilnehmer auf denselben Gruppenwähler angeschaltet werden. Wir müssen nur
dafür sorgen, daß rx sofort auf die Kontaktfedern
von r2 umschaltet, nachdem die Magnete niy bis mVII erregt sind. Es geschieht
dies, wie nachher beschrieben wird, am Ende des Stromstoßes, der die Magnete M1 bis mlv
und /s erregt. Von der Teilnehmerstation führt die Doppelleitung nach zwei Stromschienen
a124 und δ124. Eine dritte Stromschiene
C124 ist über die Magnetwicklung von
W124 und über Leitung 54 mit —B verbunden.
Diese Schienen sind identisch mit den Kontaktfedern 25 der Fig. 17 und 18. Die Stromschienen
«124 und bX2i dienen zur Bildung des
Sprechstromkreises, die Schiene C124 zur Bildung
des sogenannten Sperrstromkreises. Die Schie-' nen a1M und δί24 sind mit den Kontakten 44
und 45 .verbunden, an die sich die Federn 46 und 47 anlegen. Von diesen führen die Leitungen
a124 und δ124 nach dem Leitungswähler,
der die Anschlüsse Nr. in bis 199 enthält. Eine Abzweigung der Leitung O124 hinter der
Feder 47 führt über die Leitungen 48 und 49 zu den Magneten mn und mIV, die andererseits
über Leitung 50, Relais rs und Leitung 51 mit -\- B verbunden sind. Der Minuspol
von B ist geerdet.
Wenn daher der Teilnehmer die rechts gezeichnete Taste niederdrückt, so entsteht der
folgende Stromstoß: -\- B, 51, rs, 50, mu, mlv,
48, 49, 47, 45, &124, rechte Taste der Teilnehmerstelle
Erde, — B. mu und miv veranlassen
die Verdrehung ihrer Scheiben und rs schließt den Schalter S1. Sind nun
alle sieben Gruppenwähler der Gruppe des rufenden Teilnehmers frei, d. h. die Relais rx
bis r7 unerregt, so kann von + B und Leitung
52 ein Strom nur über die Ruhekontakte '90 und Federn von rx nach den Magneten mv
bis mvlI und über die Leitungen .53 und 54
nach — B fließen. Die drei Magnete verursachen die Verdrehung ihrer Scheiben, so daß
nunmehr nach Fig. 8 die Zungen Nr. 40 und 41 in die Lücken der Scheiben einsinken können.
Dazu bedarf es aber noch, der Erregung des Schließmagneten Mn der, wie von früher her
bekannt, , sämtliche Zungen gegen die Scheiben andrücken soll. Er ist einerseits an den Kontakt
55 von S1 und andererseits an den Kontakt 56 des einpoligen Ausschalters S2 angeschlossen,
welch letzterer sich bei Ruhelage in der ausgezogenen Stellung befindet, durch r9
zum Schließen des Kontaktes 56 veranlaßt und danach wieder durch r10 in seine Ruhelage
zurückgezogen wird. Wenn nun rs den Schalter S1 schließt, so erfolgt ein Stromstoß
von + B über 59, 58, r9, 61 nach — B, dessen
Folge das Schließen des Kontaktes 56 ist. Hört der Stromstoß auf, der r8 erregte und
der durch Niederdrücken der rechten Taste an der Teilnehmerstelle erzeugt wurde, so
geht S1 in seine Ruhelage zurück und es wird folgender Stromkreis geschlossen: + B, 59, 115.
55, M1-, 56, 61, — B. Damit wird M,- erregt
und bleibt es vorläufig. Mit Aufhören des in der Teilnehmerstelle erzeugten Stromstoßes
werden natürlich auch die Magnete mu undw^,
ferner durch Zurückgehen des Schalters S1
auch mv, mV[ und mV]! stromlos. Die Erregung
von M7- bewirkt nun, daß sich die Viel-
fachfedern fa an die Schienen α]24, δ124 und
C124 anlegen. Damit sind die beiden Leitungen des Teilnehmers Nr. 124 über diese Stromschienen, die beiden oberen Federn fn, die
Sammelleitungen O1, bx mit den Schienen des
Gruppenwählers Fig. 23 verbunden.
Indem sich die unterste Feder f41 an C124
anlegt, wird noch folgender Stromkreis geschlossen : -\- B, 52, T1, C1, untere Feder von fiV
C124, W124 54, 61, — B. V1 wird dadurch erregt
und seine Federn schalten die Zuleitungen für S1 nach den Kontaktfedern r» um. Damit ist
der erste Gruppenwähler der Teilnehmergruppe als besetzt gekennzeichnet und ein nun folgender
Anruf aus derselben Teilnehmergruppe wird durch die Kontaktfedern von P2 auf den
zweiten Gruppenwähler übertragen. In dem Stromkreis von rx liegt noch der Magnet W124,
welcher die eingestellten Federn fn erst am Ende des Gespräches auszulösen hat. Er muß
deshalb so bemessen werden, daß er in Hintereinanderschaltung mit rx unwirksam bleibt. Sein
Inwirkungtreten führen wir, wie später genauer beschrieben werden wird, durch Kurzschließen
von T1 herbei. Wir müssen nun noch dafür
sorgen, daß Mx wieder stromlos wird, da sonst ein zweiter Anruf auf denselben Wähler nicht
erfolgen kann, weil die Scheiben wegen der in den Nuten festgehaltenen Zungen nicht
verstellt werden könnten. Wir unterbrechen den Stromkreis fürM,·, indem wir r10 erregen,
sobald die obere Feder fm durch die zugehörige Zunge Nr. 40 ihren Kontakt 62 schließt.
In diesem Falle entsteht der Stromkreis: -\- B,
r10, 64, obere Feder /"40, Kontakt 62, Leitung
63, 53, 54, — B, wodurch der Kontakt 56 unterbrochen wird und damit Mr stromlos wird.
Gleichzeitig wird durch Anziehen des Ankers von r10 der Stromkreis für w0,· geschlossen, weleher
Magnet bekanntlich sämtliche verstellten Scheiben wieder zurückdreht. Sobald Mr stromlos
wird und die obere Feder f40 nicht mehr
unter Drück steht, wird der Kontakt 62 wieder geöffnet und damit auch r10 stromlos
und der Wähler für einen neuen Anruf bereit gestellt.
Wir haben noch den Zweck der Kontakte 44, 45 und 67 zu erklären. Während die obere
Feder fin nach Stromloswerden von Mr wieder
zurückgeht, werden die Federn 46, 47 und 66 ebenso wie die Federn fa durch den
Anker von
gehalten, bis nach Beendigung des Gespräches dieser Magnet erregt wird. Dadurch werden zu gleicher Zeit die
Kontakte 44 und 45 geöffnet und zugleich der Kontakt 67 durch 66 geschlossen. Ersteres bezweckt,
daß der rufende Teilnehmer von anderer Seite nicht mehr angerufen werden kann
und die nun folgenden Schaltstromstöße keinen Einfluß mehr auf den Vorwähler ausüben können,
letzteres, daß die Sperrleitung clg4 über j
66, 67, 63, 53, 54 an den Minuspol von B angeschlossen wird und der Teilnehmer Nr. 124
dadurch für andere als besetzt gekennzeichnet ist. Die Wirkung dieses Anschlusses wird
später noch genauer beschrieben werden.
Der rufende Teilnehmer ist also durch einmaliges Erden seiner δ-Leitung mit dem Gruppenwähler
(Fig. 23) momentan verbunden worden und kann nun durch sechs weitere Stromstoße
den gewünschten Teilnehmer erreichen. Nehmen wir an, dieser habe die Nummer 419, so
hat der Teilnehmer zunächst die der Ziffer 4 entsprechende Stromstoßkombination durch
Überfahren der Kontaktreihe 4 (Fig. 6) zu geben, wodurch zwei Stromstöße nach dem
Gruppenwähler gesandt werden. Der erste Stromstoß erfolgt über La und erregt M1, der
zweite über Lb und erregt mIV des Gruppenwählers.
Das Überschalten erfolgt durch ein Schaltwerk, dessen Schaltarm in der Ruhelage des Wählers auf den Kontakten 68 und 69
aufruht.
Die genauen Stromläufe sind wie folgt:
1. Erdung von La : -f· B, Leitung 70, W1,
71, -Yn1, 68, a„, obere Feder fiV a12i, linke Taste,
Erde, — B. Durch w, erfolgt die Verdrehung
seiner Scheibe und das Schließen des Kontaktes 76. W1 zieht seinen als Echappement
ausgebildeten Anker 72 an und bewirkt nach Aufhören der Erdung das Fortschalten des
Schaltarmes auf die Kontakte 73 bis 75.
2. Erdung von L1,: +B, 70, W1, 71, mlv, 74,
Schaltarm, hg, bv mittlere Feder fa, b12i, rechte
Taste der Station, Erde, —B. mIV verstellt
seine Scheibe und schließt seinen Kontakt 77, welcher ebenso wie 76 geschlossen bleibt, da
die Anker der Einstellmagnete während der ganzen Dauer des Gespräches in der angezogenen
Stellung bleiben. Das Anzieheil des Ankers 72 durch W1 bewirkt diesmal auch das
Schließen folgenden Stromkreises: -\- B, 70, 78,
79, 80, 75, rn, 81, 82, — B. rn schließt infolgedessen
den 7 poligen Schalter. Dadurch wird in erster Linie der Magnet M1, zugleich w;i,
des Hilfs- oder Zentral Wählers (Fig. 24) erregt, indem folgender Stromkreis geschlossen wird:
+ B, 83, einerseits M1, 84, 85, 76, andererseits
Wn/, 86, 87, 77 und dann gemeinsam über 81,
82 nach — B. Durch rn werden demnach
beide Stromstöße der übertragenen Ziffer auf einmal an den Zentralwähler übermittelt. M1
und W71/ desselben ziehen ihre Stäbe an, wodurch
gleichzeitig die Vielfachfedern zA niedergehen
und unter der Annahme, daß noch kein Leitungswähler des 4. Hunderts besetzt ist,
die Kombination des ersten Leitüngswählers über die Kontaktfedern von r41 nach den Magneten
μ γ, mvl und mvlI des Gruppenwählers
übertragen wird. Der Stromlauf ist dabei folgender: ~\- B, 88, 89, Kontaktfedern von r41,
Vielfachfederri zp mv bis Μγ(1, 8i, 82, — B. Es
ist dabei die Annahme gemacht, daß der rxl
erregende Stromstoß etwas längere Zeit dauert, als zur Verstellung der Stäbe des Zentralwählers
nötig ist. Dies kann durch eine entsprechende Einrichtung an der Gebestelle erreicht
werden, indem die zu überfahrenden Kontakte genügend lang gemacht werden.
Ist die Erdung von Lb beendet, so läßt
das Echappement den Schaltarm nach den
ίο Kontakten 90 und 91 durch. In dieser Stellung
wird durch das Metallstück 92 des Schaltarmes der Stromkreis Mg über 70, 90,
91 und 82 geschlossen und hierdurch die Vieliachfedern
g41 gegen die Kontaktschienen gedrückt.
Damit ist der Teilnehmer über die oberen Federn g41 und die Leitungen agil
und bgil nut dem Schaltwerk des Leitungswählers (Fig. 25) verbunden. Indem die dritte
Feder g41 sich auf die Schiene cg auflegt,
wird auch ru über 88, 123, cgil, untere Feder
g41, Cg, 93 über die Wicklung von f12 erregt.
r12 soll wieder in Hintereinanderschaltung mit
ra unwirksam bleiben. r41 bewirkt durch
Umschalten seiner Federn, daß beim nächsten Anruf auf das 4. Hundert die Kombination
des zweiten Leitungswählers dieser Gruppe an
, den rufenden Gruppenwähler übermittelt wird.
Es erfolgt nunmehr die Übertragung der
Ziffern 1 und 9 durch Überfahren der Kontaktreihen 1 und 9 (Fig. 6), wodurch zweimal
Lb und darauf zweimal La und Lb zusammen
geerdet werden. Die erste Erdung von Lb geht von -j~ B über 94, m2, 95, mn,
96, bgil, mittlere Feder g41, bg, mittlere Feder
f41, b12i, Lb, rechte Taste, Erde, nach — B
zurück und veranlaßt die Verstellung der Scheibe von mn und danach das Weiterschalten
des Schaltarmes nach den Kontakten 97 und 98. Dieses wiederholt sich in bezug auf
den Magnet mlv, worauf der Arm die Kontakte
99 und 100 bedeckt. Die nun folgende Erdung von La und Lb, welch letztere den
eben beschriebenen Weg, jedoch über mVI und
Kontakt 100 nimmt, während erstere über »ι,/, 99, CIgH1, obere Feder g41, ag, obere Feder
fw Äi24. linke Taste, Erde und — B verläuft,
bewirkt die Verstellung der Scheiben von mv
und mVI, worauf der Schaltarm nach den Kontakten
101 und 102 weiter geschaltet wird.
Das gleiche wiederholt sich in bezug auf die Magnete mV!I und fnVI1j. Nach Beendigung
dieser letzten Erdung schaltet sich der Arm in seine Endstellung über und schließt in
erster Linie mittels des Kontaktstückes 103 den Stromkreis für M/ über 94, 104, 105, 106.
Ferner wird in der' Endstellung die Leitung agil, ebenso 6^41 über 107, 108, in, 112, an
die Zentralbatterie Bc angeschlossen, von welcher
aus die Leitung 113 und 114 nach den Schienen ah bi führen, so daß über diese, die
beiden oberen Federn I19, die Leitungen «419,
O419, die Kontakte 117 und 118, die Schienen
ail9, O419, der Sprechstromkreis nach dem Teilnehmer
Nr. 419 hergestellt ist. Die Sperrleitung c419 dieses Teilnehmers ist über die
untere Feder Z19 des Leitungswählers, Schiene c/,
Schaltarm, Kontakt 109, Leitung 106 an —B
angelegt.
Zur Ingangsetzung des Läutewerkes des gerufenen Teilnehmers dienen die beiden Relais
T13 und ru und die Rufmaschine 115. Solange
der Hörer des rufenden Teilnehmers eingehängt ist und der Wecker im Linienstromkreis liegt,
soll das Rufrelais rlz nicht ansprechen. Erst
wenn durch Abheben des Hörers statt des Weckers das Mikrophon eingeschaltet wird,
soll das Ruf relais seinen Anker anziehen. Es schließt dann seinen Kontakt 116, wodurch
ein Rufstrom über diesen Kontakt und den Ruhekontakt von ru in die Leitung des gerufenen
Teilnehmers geschickt wird, der dessen Wecker zum Anschlagen bringt. Gleichzeitig
hört der rufende Teilnehmer in seinem Hörer ein summendes Geräusch, welches wieder verschwindet,
sobald der gerufene Teilnehmer seinen Hörer abhebt, da dann ru seinen Anker
anzieht und die Rufmaschine wieder abschaltet. Diese Art der Anschaltung der Rufstromquelle
bildet jedoch keine Neuerung.
Nach Beendigung des Gespräches müssen noch die eingestellten Wähler in ihre Ruhelage
zurückgebracht werden. Dies besorgt der rufende Teilnehmer durch Erdung seiner Leitung
La. Da diese noch über den Kontakt 107 mit 111 verbunden ist, so wird durch
die Erdung das Relais ^15 erregt. Durch
Schließen seines Kontaktes 119 wird dann
auch ms unter Strom gesetzt, welcher Magnet
den Schaltarm nach seiner ursprünglichen Stellung hin zurückreißt und dadurch zunächst
M1 stromlos macht. Es ist weiter die Vorkehrung getroffen, daß der Arm über seine
Ruhelage etwas hinausgezogen wird, bis er die Kontakte 120 und 121 schließt, wodurch
dann m\ die Scheiben des Leitungswählers zurückstellt. Nach Aufhören der Erdung dreht
die Feder des Armes diesen so weit im Sinne des Uhrzeigers, bis der nächste Zahn der fest
mit ihm verbundenen Scheibe auf das Echappement aufstößt. Diese Lage ist so zu wählen,
daß bei derselben der Kontakt zwischen 120 und 121 wieder aufgehoben wird und der
Arm auf den Kontakten 96 aufliegt. Das Relais r15 schließt aber auch noch den Kontakt
122. Hierdurch wird Relais ra (Fig. 24)
des Zentralwählers kurzgeschlossen, denn dasselbe ist einerseits über 88 an -\- B angeschlossen,
andererseits mit dem Abzweigpunkt 123 verbunden, der ferner eine direkte Verbindung
mit -f B über Leitung 124 und Kontakt
122 aufweist. Dieses Kurzschließen bewirkt aber nicht allein das Stromloswerden
von r41, wodurch dessen Kontaktfedern die
Ruhelage wieder einnehmen und den Leitungswähler wieder als frei kennzeichnen, sondern
es veranlaßt auch, daß das Relais r12 des
Gruppenwählers (Fig. 23 unten) direkt über Kontakt 122 von ris des LeitungsWählers,
Leitung 124, c.
erregt wird und seine
beiden Kontakte schließt. Die Folge davon ist einmal, die Erregung von m4 über Leitung
125, Kontakt 126 und Leitung 82, wodurch der Schaltarm des Gruppenwählers in seine
Ruhelage zurückgerissen und demzufolge Mg stromlos gemacht wird. Der Schaltarm schließt
wieder ähnlich wie bei dem Leitungswähler den Kontakt 127 und erregt dadurch den
Rückstellmagnet mag, der die Scheiben in ihre
Ruhelage zurückdreht. Wie bei dem Leitungswähler wird auch hier der Kontakt 127
unterbrochen, sobald der Schaltarm infolge des Zuges seiner Spiralfeder auf das Echappement
aufstößt. In dieser Stellung muß der Arm auch auf den Kontakten 68 und 69 aufliegen.
Durch r12 wird weiterhin auch Kontakt
128 geschlossen, wodurch rx (Fig. 22)
kurzgeschlossen wird. rx ist nämlich mittels Leitung 52 zwischen -(- B und den Abzweigpunkt
129 geschaltet, der nun über Kontakt 128 und Leitung 125 direkt mit B verbunden
ist. Durch diesen Kurzschluß wird rt stromlos, seine Federn gehen in die Ruhelage zurück
und kennzeichnen dadurch den Gruppenwähler als frei. Der Kurzschluß verursacht
aber auch, daß W124 des Rufwählers seinen
Anker anzieht und die Vielfachfedern fi0
und jf41 wieder ihre Stromkreise öffnen. Der
Stromverlauf ist dabei folgender: -f- B, Leitung
125, Kontakt 128, 129, C1, untere Feder
von ftf, C124, W124, Leitung 54, — B. . Mit diesem
Zurückgehen der Vielfachfedern fi0 und f41
sind nunmehr alle durch das Gespräch in Anspruch genommenen Wähler wieder für einen
neuen Anruf in Bereitschaft gesetzt.
Wir haben nun noch den Fall zu betrachten, daß der angerufene Teilnehmer bereits
besetzt ist, und zwar nehmen wir zuerst an, er sei schon von anderer Seite angerufen. In
diesem Falle liegen an einem anderen Leitungswähler, der die Anschlüsse 411 bis 499
trägt, die Vielfachfedern Nr. 19 bereits auf den Kontaktschienen α/, δ/, c/ dieses Wählers
auf und sein Schaltwerk befindet sich in der Endstellung, entsprechend den Kontakten 107
bis 109 der Fig. 25. Es ist also seine Schiene C1
über den Schaltarm mit — B verbunden (Fig. 25 über Kontakt 109 und Leitung 106).
Ferner sind, was als selbstverständlich vorausgesetzt werden kann, alle Vielfachfedern
gleicher Nummer der verschiedenen Leitungswähler in Vielfachschaltung miteinander verbunden.
Wenn nun der Schaltarm des durch unseren Anruf in Tätigkeit gesetzten Wählers
am Ende des vierten Stromstoßes, der die Einstellung auf die Ziffer 9 bewirkte, in die Endstellung
übergeht, berührt er vorübergehend auch den Kontakt 110, wobei gleichzeitig infolge
entsprechender Gestaltung der Kontakte 104, 105, Magnet Mi anspricht. Durch diese
Berührung entsteht nun im Falle des anderweitig Besetztseins des gerufenen Teilnehmers
folgender Stromstoß: + B, f15, Leitung in,
Kontakt 110, Kontaktarm, Schiene C1, untere
Feder von Z19, gleiche Feder an dem Leitungswähler,
über welchen der Teilnehmer schon angerufen ist, dessen Schiene C1, Schaltarm,
Kontakt 109, Leitung 106, — B. Dieser Stromstoß
erregt r15, wodurch die Abstellung aller
durch unseren Anruf in Anspruch genommenen Wähler erfolgt, genau wie im Falle der Erdung
durch den rufenden Teilnehmer nach Beendigung des Gepräches.
Ist der verlangte Teilnehmer Nr. 419 gerade selbst rufend, so sind die ihm zugehörigen
Kontakte 117 und 118 unterbrochen und Kontakt 130 geschlossen, daher seine Sperrleitung
C419 über 130 und 131 an —B angeschlossen
(genau so wie C124 über Feder 66, Kontakt 67
und Leitung 53 und 54). Wenn daher der Schaltarm der rufenden Wähler auf Kontakt
110 zu liegen kommt, so wird folgender Stromkreis gebildet: + B, r15, Kontakt 110, Schaltarm,
c/, untere Feder von ^19, C419, Kontakt
130, Leitung 131, —B. Dadurch wird wieder
r15 erregt und alle Wähler, die der rufende
Teilnehmer Nr. 124 besetzt hielt, werden wieder zurückgestellt.
Wenn also der angerufene Teilnehmer schon besetzt ist, findet die Herstellung der Verbindung
überhaupt nicht statt. Es muß nun aber auch der rufende Teilnehmer davon verständigt
werden, ob der angerufene Teilnehmer besetzt ist oder nicht. Dieses wird durch
die besondere Art des Anschlusses der Rufstromquelle erreicht. Wir hatten schon oben
erwähnt, daß durch Abheben des Hörers von Seiten des rufenden Teilnehmers die Rufstromquelle
zu dem Sprechstromkreis in Brücke geschaltet wird. Dies bewirkt bei .dem angerufenen
Teilnehmer das Ertönen seines Weckers, bei dem rufenden Teilnehmer jedoch ein Summen
in dessen Hörer. Im Falle jedoch der Anschluß an die Zentralbatterie nicht erfolgt,
bleibt dieses Summen aus. Dies gilt dem rufenden Teilnehmer als Zeichen dafür, daß
der angerufene Teilnehmer schon besetzt ist.
Es ist einleuchtend, daß sich das vorliegende System auch für 9*. g& und mehr Teilnehmer
verwenden läßt. Es ist lediglich die Zahl der Wähler entsprechend zu vermehren. So
sind für ein Amt für 9* Teilnehmer noch sogenannte zweite Gruppenwähler einzufügen.
Die Zahl der ersten Gruppenwähler,- die die Tausenderziffer, der zweiten Gruppenwähler,
die die Hunderterziffer und der Leitungswähler, die die Zehner und Einer aufnehmen,
ist natürlich auf je g2 χ γ = 567 zu erhöhen,
wenn pro Teilnehmergruppe, umfassend 92TeU-nehmer,
7 gleichzeitige Gespräche angenommen werden; die Zahl der Rufwähler wird bei diesem Amte = o,3. Außerdem sind zwischen
den ersten und zweiten Gruppenwählern und zwischen den letzteren und den Leitungs-Wählern
so viel Zentralwähler einzufügen, daß eine gleichzeitige Inanspruchnahme dieser von
zwei verschiedenen Seiten praktisch ausgeschlossen ist.
Claims (6)
1. Selbsttätiges Fernsprechsystem, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen
Gesprächsanschlüsse durch an sich bekannte, bestimmte Kombinationen des stromlosen
und stromführenden Zustandes von Leitungen und dadurch bedingte wahlweise Erregung von Elektromagneten selbsttätiger
Wähler hergestellt werden und in dem Gesprächseinstellapparat der Teilnehmerstelle
zur Erzeugung der den einzelnen Ziffern der jeweilig gewünschten Teilnehmernummer
zugeordneten Kombinationen für jede Ziffer des der Numerierung der
Teilnehmer zugrunde gelegten Zahlensystems eine bei Anruf zu überfahrende Kontaktreihe mit einer durch die Anzahl
der Strombeschickungen der jeweiligen Kombination der betreffenden Ziffer bestimmten
Zahl von Kontakten vorgesehen ist, so daß also die Gesamtzahl der Kontaktreihen der Teilnehmerstelle der Zahl
der Ziffern des zur Teilnehmernumerierung verwandten Zahlensystems gleich ist und
die selbsttätigen Wähler sämtlich als gesteuerte Vielfachrelais derart ausgebildet
sind, daß die den einzelnen Teilnehmernummern zugeordneten zungenartigen Anker parallel geschaltete Schlußwege für den
magnetischen Fluß des Magneten bilden und bei Stromschluß sämtlich gleichzeitig angezogen werden, wobei aber in bekannter
Weise stets nur einzelne Anker, die durch mittels Elektromagneten wahlweise verschobene, gezahnte Scheiben oder Stäbe
bestimmt werden, diesem Zuge folgen und die ihnen zugeordneten Kontakte schließen
können.
2. Selbsttätiges Fernsprechsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die um einen bolzenförmigen Ansatz (7) einer festen Platte (9) drehbaren, durch Zwischen- und Schlußringe in ihrem gegenseitigen
Abstand gesicherten Scheiben (5) der selbsttätigen Wähler bei Ankeranzug der ihnen zugeordneten und sie in Aussparungen
(18) durchsetzenden Elektromagnete (m, ... mvl in Fig. 19 und 20)
von hierdurch entspannten Federn (11) gegen einen im Weg einer Aussparungskante
(16) liegenden festen Anschlag (17) verdreht werden und darauf das Andrücken
der Zungen (27) gegen die Scheiben (5) durch Erregung eines seinen magnetischen Fluß über sämtliche Zungen schließenden
Elektromagneten (M) bewirkt wird, während zur Rückführung der Scheiben ein
kegelförmiger Anker (19) bei Anzug durch seinen Elektromagneten (m0) anliegende,
zweiarmige Hebel (20) dreht, welche diese Bewegung mittels in Aussparungen (22)
sämtlicher Scheiben (5) eingreifender Ansätze (21) auf diese übertragen.
3. Selbsttätiges Fernsprechsystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Auswählen und Besetzen eines freien Wählers aus einer Gruppe von mehreren, deren Anschlußkontakten im
aussuchenden Wähler je eine bestimmte Kombination des stromlosen und stromführenden
Zustandes von Leitungen zügeordnet ist, jedem Wähler der Gruppe ein
Relais (V1 ... T1 bzw. υά . . . ri7j zugegeteilt
ist, welches bei Freisein seines Wählers unerregt ist und den Anschluß der gemäß der jeweiligen Kombination
seines Wählers strombeschickten Leitungen an eine Batterie vermittelt, bei Besetztsein
seines Wählers durch einen Strom über die Anschlußkontakte am besetzt haltenden Wähler erregt ist und zur Besetztkennzeichnung
die Leitungen auf die Kontakte des dem nächsten Wähler der Gruppe zugehörigen Relais umgeschaltet
hält, bei Aufhebung einer Gesprächsverbindung aber infolge Kurzschlusses durch ein vom anrufenden Teilnehmer erregtes
Relais (V12, r15) wieder stromlos wird.
4. Selbsttätiges Fernsprechsystem nach Anspruch 1 bis 3 mit Verwendung von
Vor-, Gruppen- und LeitungsWählern, dadurch gekennzeichnet, daß im Vorwähler
bei einem Anruf außer der den freien Gruppenwähler anschließenden Zunge (fls)
noch eine weitere Zunge (f40) in die Lücken
der Scheiben hineingedrückt und dadurch einerseits die anrufende Leitung von ihrem
Leitungswähler abgetrennt und mit einer Sperrleitung (c12i) an einen Batteriepol gelegt,
andererseits durch Erregung eines Relais (r10) der Zungenmagnet (Mr) stromlos
gemächt und der Scheibenrückstellmagnet (m°r) erregt wird, während die durch
die beiden Zungen Yf41, fi0) beeinflußten
Kontaktfedern durch einen sämtlichen Vorwählerkontaktfedern des Anrufenden gemeinsamen
Haken in der eingestellten Lage festgehalten und erst bei Verbin-
I3
dungsaufhebung durch einen mit dem Besetztrelais
(rx) des ausgesuchten Gruppenwählers in Reihe liegenden und bei Kurzschluß
desselben zur Wirkung kommenden Elektromagneten (m124) wieder ausgelöst
werden.
5. Selbsttätiges Fernsprechsystem nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß im Vorwähler von den zum An-Schluß eines Gruppenwählers gemäß der betreffenden Kombination mit Strom zu
beschickenden Leitungen die bei allen Gruppenwähleranschlüssen des Vorwählers
des Teilnehmers stromführenden mitsamt den in ihnen liegenden Scheibenverstellmagneten
(m{ . . . mIV in Fig. 21) ständig
an eine Teilnehmerleitung (b12i) angeschlossen
sind, die. übrigen durch einen bei Anruf von einem Elektromagneten (rs)
ao geschlossenen Schalter (S1) mit. den zugeordneten
Verstellmagneten (mv. . . mYIl)
verbunden werden.
6. Selbsttätiges Fernsprechsystem nach
Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Gruppenwähler die zur Festlegung
der für den Anruf in Betracht kommenden Gruppe von nachfolgenden Wählern (z. B. LeitungsWählern) dienenden
Scheibenverstellelektromagnete (mt ... mIV
in Fig. 23) bei Ankeranzug Kontakte (76, 1J1J) schließen und dadurch über einen
gleichzeitig elektromagnetisch (ru) geschlossenen
Schalter (85, 87) Verstellelektromagnete (ηι{ ... mIV in Fig. 24) eines
Hilfswählers erregen, welche von den je einer Gruppe nachfolgender Wähler zugeordneten
und unter Federdruck auf den gezahnten . Stäben aufliegenden Zungen dieses Hilfswählers die der jeweiligen
Gruppe entsprechende (zj in Kontaktstellung bringen und so die zur Auswahl
eines freien Wählers der Gruppe bestimmten Verstellelektromagnete (mv . . . mVII
in Fig. 23) des anrufenden Gruppenwählers an die Kontakte der Besetztrelais (V41 ...
r41) der nachfolgenden Wähler anschließen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE232256A (de) | ||
| DE571977C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und mehreren durch Verbindungsleitungen miteinander verbundenen Vermittlungsstellen | |
| DE680313C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und mehreren in Reihe liegenden Vermittlungsstellen | |
| DE399151C (de) | Fernsprechanlage mit elektromechanisch gesteuerten Schaltvorrichtungen | |
| DE868926C (de) | Schaltungsanordnung zur Kennzeichnung einer bestimmten Leitung aus einer Anzahl von Leitungen | |
| AT66889B (de) | Automatisches Telephonsystem. | |
| DE736923C (de) | Waehler mit den einzelnen Leitungen zugeordneten, durch Steuerglieder wahlweise mechanisch betaetigbaren Kontaktfedersaetzen | |
| AT44422B (de) | Selbsttätiges Fernsprechsystem. | |
| AT82311B (de) | Schaltungsanordnung zur Übertragung und Registrierung elektrischer Stromstöße. | |
| AT139027B (de) | Elektromotorische Antriebsvorrichtung für Wähler od. dgl. in Fernmeldeanlagen. | |
| AT66041B (de) | Automatisches oder halbautomatisches Telephonsystem. | |
| DE571976C (de) | Schaltungsanordnung fuer selbsttaetige oder halbselbsttaetige Fernsprechanlagen mit mehreren Sprechwaehlern gemeinsamen Steuerstromkreisen | |
| DE385949C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit elektromechanisch gesteuerten Verbindungseinrichtungen und in Gruppen geteilten Leitungen | |
| DE881365C (de) | Koordinatenwaehler | |
| AT148064B (de) | Zeitzonenzähler für Fernmeldeanlagen. | |
| DE1808961A1 (de) | Automatische Waehlvorrichtung zum Waehlen einer beliebigen Fernsprechnummer aus einer vorgegebenen Anzahl solcher Nummern heraus | |
| DE629738C (de) | Waehler fuer Fernsprechanlagen mit ebenem Kontaktfeld, mehreren Schaltarmsaetzen undeiner eine mehrfache Bewegung in einer Richtung ausfuehrenden Einstellvorrichtung | |
| DE453168C (de) | Schaltungsanordnung fuer Waehler mit freier Wahl | |
| AT67285B (de) | Automatisches Telephonsystem. | |
| DE322213C (de) | Registerwerk zur Steuerung der Waehlereinstellung in Fernsprechanlagen | |
| DE617138C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen | |
| DE705018C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen | |
| AT95444B (de) | Telephonschaltsystem. | |
| DE900106C (de) | Fernsprechsystem | |
| DE189628C (de) |