DE230669C - - Google Patents

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DE230669C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B7/00Mercerising, e.g. lustring by mercerising
    • D06B7/04Mercerising, e.g. lustring by mercerising of yarns, threads or filaments

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■' - JiIS 230669 KLASSE Ba. GRUPPE
DIEDRICH HABEL in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. April 1909 ab.
Die Erfindung bezweckt die Mercerisierung und darauffolgende Nachbehandlung von Kettgarnen, Geweben oder ähnlichem Textilgut unter größerer Schonung der Ware, Verringerung der zu ihrer Streckung erforderlichen Arbeitskraft und Erzielung eines hohen Glanzes. Dieser technische Fortschritt wird im wesentlichen dadurch erzielt, daß die Ware (ähnlich , wie beim Mercerisieren von Strähngarn mittels elastischer Streckvorrichtungen) während des gesamten Mercerisierprozesses ständig unter annähernd gleicher innerer Spannung bleibt, daß die Ware also in der starken Lauge einschrumpfen kann, während des folgenden kalten Waschens wieder etwas gestreckt und während des darauffolgenden heißen Waschens weiter gestreckt wird, um das nach dem aufeinanderfolgenden kalten und heißen Waschen allmählich aufhörende Schrumpfen des mit Lauge behandelten Textilguts durch Streckung wieder zu ergänzen.
Zu diesem Zweck sind gemäß der Erfindung
die Umfangsgeschwindigkeiten der einzelnen in bekannter Weise für das Durchführen der Ware durch die einzelnen Behandlungsbottiche einer Mercerisiermaschine angeordneten und angetriebenen, mit verschiedener Geschwindigkeit umlaufenden Streckwalzen nicht in der bisher üblichen . Weise einfach gleich gewählt, sondern sie sind in neuer Weise so gegeneinander abgestimmt, daß die Streckwalzen hinter dem Laugenbottich erheblich langsamer laufen, hinter dem Kaltwasserbottich wieder schneller und hinter dem Heißwasserbottich endlich noch schneller laufen als die vorhergehenden und dadurch die Ware während des gesamten Mercerisierprozesses ständig unter annähernd gleicher Spannung bleibt.
Der Erfindungsgedanke läßt sich am einfachsten und genauesten in der Weise ausführen, daß die mittleren1 oder auch sämtliche Streckwalzen mit elastischen Antrieben (Riemen , Reibungsrädern, Reibungskupplungen u. dgl.) versehen werden, welche die Einschrumpfung der Ware im Mercerisierbad und ihre allmähliche Dehnung in den darauffolgenden kalten und heißen Waschbädern selbsttätig entsprechend der in der Ware auftretenden inneren Schrumpfkraft regeln. Jedoch genügt es für viele Zwecke der Praxis bereits, wenn man bei dem bekannten zwangläufigen Quetschwalzenantrieb die Zahnradübersetzungen zu den einzelnen Quetschwalzen so abstimmt, daß annähernd dieselben Umfangsgeschwindigkeiten herauskommen wie bei elastischem Antrieb.
Die Zeichnung stellt zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dar.
Die trockene Ware a (Fig. 1) durchläuft zunächst den Netzbottich I, der vom Bottich III aus durch Verbindungsrohr b mit verdünnter, mittels Dampfrohrs c erwärmter Lauge gefüllt wird, gelangt nach Annetzung und Ausquetschung durch die Quetschwalzen 1 in den mit starker Lauge gefüllten Mercerisierbottich II, wird durch die Walzen 2 von der Überschuss!-
0620Ü
gen Lauge befreit, durch das Kaltwasserspritzrohr d vorgewaschen und durch den Kaltwasserbottich III mit kalter dünner Lauge geleitet, wiederum durch Walzen 3 ausge-quetscht und durchwandert schließlich die gleichfalls mit Quetschwalzen 4, 5 versehenen Heißwasserbottiche IV, V, die durch Spritzrohr e mit warmem, durch die Dampfrohre f, g weiter erhitztem Wasser gefüllt werden.
Die zugleich als Streck walzen dienenden Quetschwalzen 1, 2, 3, 4, 5 werden nun entweder zwangläufig so angetrieben, daß sie beispielsweise die aufeinanderfolgenden Umdrehungszahlen 34, 33, 34, 37, 38 besitzen, oder man schaltet zwischen den einzelnen Walzen i, I, 2, 2, 3, 3 ... und der gemeinsamen Antriebswelle m (Fig. 2) Reibungsantriebe, wie z. B. Kegelräder n1, I1, «2, P1 nz, Is, «4, 24 mit Reibungskupplungen k1, i1, k2, i2, k3, is, kl, i* ein.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Maschine zum Mercerisieren von Kettgarnen, Geweben oder ähnlichem Textilgut unter Anwendung von angetriebenen, mit verschiedener Geschwindigkeit umlaufenden Streckwalzen für' das Durchführen der Ware durch die einzelnen Behandlungsbottiche, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeiten der einzelnen Streckwalzen (1, 1, 2, 2, 3, 3 . . .) so gegeneinander abgestimmt sind, daß die Ware während des gesamten Mercerisierungsprozesses ständig unter annähernd gleicher innerer Spannung bleibt, also in der starken Lauge (Bottich II) einschrumpfen kann, während des folgenden kalten Waschens (Bottich III) wieder etwas gestreckt und während des darauffolgenden heißen Waschens (Bottich IV und V) weiter gestreckt wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Streck walzen (1,1, 2, 2 . . .) mit Reibungsantrieben (k1, i1, k2, i2 . . .) versehen sind, um die Einschrumpfung der Ware im Mercerisierbad und ihre allmähliche Dehnung in den darauffolgenden kalten und heißen Waschbädern selbsttätig entsprechend der in ihr auftretenden inneren Schrumpfkraft regeln zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT230669D 1909-04-08 Active DE230669C (de)

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