DE522368C - Verfahren zur Gewinnung von Kunstfaeden nach dem Trockenspinn-Nassstreck-Verfahren - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Kunstfaeden nach dem Trockenspinn-Nassstreck-Verfahren

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DE522368C
DE522368C DEI37860D DEI0037860D DE522368C DE 522368 C DE522368 C DE 522368C DE I37860 D DEI37860 D DE I37860D DE I0037860 D DEI0037860 D DE I0037860D DE 522368 C DE522368 C DE 522368C
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DE
Germany
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dry
thread
dry spinning
roller
spinning
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Expired
Application number
DEI37860D
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English (en)
Inventor
Dr Adolf Kaempf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Publication of DE522368C publication Critical patent/DE522368C/de
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/24Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives
    • D01F2/28Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives from organic cellulose esters or ethers, e.g. cellulose acetate
    • D01F2/30Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives from organic cellulose esters or ethers, e.g. cellulose acetate by the dry spinning process

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

Es hat nicht an Vorschlägen gefehlt, die Festigung von Kunstseidenfäden (Einzelfäden oder Fadenbündel), sei es nach dem Trockenspinn- oder Naßspinnverfahren, durch nachträgliches Verstrecken zu erreichen.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, das Strecken eines nach dem Trockenspinnverfahren erzeugten Primärfadens im Spinnprozeß selbst dadurch zu erreichen, daß man den
ίο Faden nach seiner Trocknung durch ein Quellbad führt und in gequollenem Zustand einem Verzug unterwirft.
Vorliegende Erfindung hat ein Verfahren zum Gegenstand, um diesen Vorgang des Trockenspinnens mit unmittelbar nachfolgender Quellung und Verstreckung praktisch durchführen zu können. Zu diesem Zweck wird der Faden, wie üblich, in einem Spinnschacht im Trockenspinnverfahren erzeugt, wobei alle diejenigen Vorteile, die das Trockenspinnverfahren besitzt, nutzbar gemacht werden können. Der Faden wird dann beim Anspinnen trocken über eine Streckwalze zum Fadenaufnehmen (Spule, Spinntopf) gebracht und dann in seiner Richtung so abgelenkt, daß er in den Bereich der strömenden Quellungsflüssigkeit kommt.
Beiliegende schematische Zeichnung zeigt beispielsweise, wie das Verfahren ausgeübt werden kann.
Der aus Einzelfäden (Primärfäden) von nicht zu geringer Einzelnummer (Titer), z. B. drei bis fünf Deniers, bestehende Faden wird beim Anspinnen zuerst der schneller laufenden Verzugswalze 8 zugeführt, indem er in senkrechter Richtung aus dem Schacht auf das bewegte endlose Förderband 9 herabfällt, durch welches er nach der Seite 12 zu unter der schnell laufenden Walze 8 hindurchgezogen wird. Dort wird der Faden aufgenommen und dem Aufnehmer 11, z. B. einer Spule oder einem Spinntopf, zugeführt. Erst nachdem das Trockenspinnen auf diese Weise eingeleitet und die Abzugsrolle 8 noch mit der zum Trockenspinnen nötigen Geschwindigkeit gelaufen ist, wird der Faden durch Ablenken in eine neue Arbeitsstellung gebracht, in welcher er eine Ouellung und einen Verzug erfährt.
Zu diesem Zweck befindet sich am unteren Ausgang des Spinnschachtes eine Abzugsrolle 2, zu welcher eine mit gleicher Geschwindigkeit umlaufende Abzugsrolle 4 schwenkbar so angeordnet ist, daß durch einen einfachen Hebelzug die Rolle 4 aus der Ruhestellung 4 in die Arbeitsstellung 4' eingerückt werden kann. Dies kann z. B. durch Anordnung' von Zahnrädern geschehen, die auf den Wellen der Rollen 2 und 4 angeordnet sind und miteinander im Eingriff stehen.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Adolf Kämpf in Premnit\, Westhavelland.
Auf diese Weise wird der zuerst senkrecht nach unten laufende Faden nach rechts um die Rolle 2 herum abgelenkt und in die schräge Richtung-4'-8 herübergeholt. Auf dieser Strecke 4-8 läuft nun der Faden so über eine von der Quellungsflüesigkeit benetzte Rinne 5, daß er von dem Quellmittel vollständig durchtränkt wird. Sobald die Durchtränkung eingeleitet ist, können die Verzugswalze 8 und das Aufnahmeorgan 11, die gemeinsam angetrieben werden, auf eine höhere Umfangsgeschwindigkeit als die der Rollen 2 und 4' gebracht werden. Auf diese Weise wird dem Faden der gewollte Verzug erteilt.
Um dem Faden den Quellungszustand, der leicht zu Beschädigungen führen kann, zu nehmen, wird er im Anschluß an die Quellung in Rinne 5 und den Verzug über die Rinne 6 geleitet, auf welcher das Quellmittel, sei es durch Wasser oder eine sonstige entquellende Flüssigkeit, wie Salzlösungen o. dgl., mehr oder weniger entfernt wird, wobei der Faden die gewünschte Verfestigung erfährt. "Wenn nötig, kann zwischen der Waschrinne 6 und der Verzugswalze 8, also auf der Strecke 7, schon eine erste Trocknung erfolgen.
Eine zweite Trocknung kann zwischen Verzugswalze 8 und Aufnahmeorgan 11 eingeschoben werden.
Die Ouellungs- bzw. Wäschflüssigkeiten werden von den Rinnen 5 und 6 durch geeignete Auffangvorrichtungen 13 aufgenommen und zur Wiederverwendung einem Sammelbehälter zugeleitet.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Gewinnung von Kunstfäden nach dem Trockenspinn-Naßstreck-Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die im Trockenspinnschacht (ij erzeugten Fäden beim Anspinnen noch trocken einer Verzugswalze (8) und dem Aufnehmer (11) zugeleitet werden, worauf sie durch Ablenken in die eigentliche Arbeitsstellung gebracht werden, in der sie in dem Bereich des strömenden Quellungsmittels liegen und verzogen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in Arbeitsstellung gebrachten, gequollenen und gestreckten Fäden vor ihrem Auflaufen auf die Verzugswalze und den Aufnehmer gewaschen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Waschen, sei es vor oder nach Durchlaufen der Verzugswalze oder an beiden Stellen, eine künstliche Trocknung folgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEI37860D 1929-05-01 1929-05-01 Verfahren zur Gewinnung von Kunstfaeden nach dem Trockenspinn-Nassstreck-Verfahren Expired DE522368C (de)

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DE (1) DE522368C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1139233B (de) * 1955-01-07 1962-11-08 Onderzoekings Inst Res Vorrichtung zum Anspinnen eines vollsynthetischen Fadens um die Streck-rolle einer Streckzwirnmaschine

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1139233B (de) * 1955-01-07 1962-11-08 Onderzoekings Inst Res Vorrichtung zum Anspinnen eines vollsynthetischen Fadens um die Streck-rolle einer Streckzwirnmaschine

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